Damals am 9. März

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Damals am 9. März

Von Journal21, 09.03.2021

Geburt von Kaiser „Barbarossa“ - Geburt von Amerigo Vespucci - Napoleon heiratet Joséphine - Russland übernimmt die Macht auf der Krim

Herausgegriffen

9. März 2014: Russland übernimmt die Macht auf der Krim. Russische Armeeverbände ohne Hoheitsabzeichen rücken in der Hafenstadt Sewastopol ein und brechen das Völkerrecht. Schweres Kriegsmaterial wird installiert. Die ersten Truppenbewegungen waren schon am 22. und 23. Februar registriert worden. Am 6. März hatte sich das neue Parlament der „Autonomen Republik Krim“ für einen Anschluss an Russland ausgesprochen. (Foto: Keystone)
9. März 2014: Russland übernimmt die Macht auf der Krim. Russische Armeeverbände ohne Hoheitsabzeichen rücken in der Hafenstadt Sewastopol ein und brechen das Völkerrecht. Schweres Kriegsmaterial wird installiert. Die ersten Truppenbewegungen waren schon am 22. und 23. Februar registriert worden. Am 6. März hatte sich das neue Parlament der „Autonomen Republik Krim“ für einen Anschluss an Russland ausgesprochen. (Foto: Keystone)

Es geschah an einem 9. März

1152: Geburt von Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Barbarossa ertrinkt 1190 im Fluss Salpeh in der heutigen Türkei.

1451: Geburt von Amerigo Vespucci, italienischer Seefahrer, Namensgeber für „Amerika“.

1566: David Rizzio, italienischer Musiker, Privatsekretär und möglicherweise Geliebter von Maria Stuart, wird erdolcht. Hinter dem Mord steht der Ehemann von Maria Stuart.

1697: Geburt von Friederike Caroline Neuber, deutsche Schauspielerin, Erneuerin des Theaters. 

1796: Napoleon heiratet die sechs Jahre ältere Joséphine de Beauharnais. Sie ist die Witwe des hingerichteten Alexandre de Beauharnais. Joséphine wurde auf der Karibik-Insel Martinique geboren. Die Scheidung mit Napoleon wird am 10. Januar 1810 vollzogen. Seine zweite Frau, die Österreicherin Marie-Louise hat Napoleon kaum geliebt. „Sie ist eine Gebärmaschine“, sagte er. Zu Joséphine fühlte er sich bis zu seinem Tod angezogen. „Sie hat mich geliebt, nicht wahr?“, sagte er bei ihrem Tod.

1814: Geburt von Taras Hryhorowytsch Schewtschenko, ukrainischer Lyriker.

1823: Tod von Hans Conrad Escher von der Linth, Regulierer der Linth.

1831: Die Fremdenlegion wird gegründet. König Louis-Philippe unterzeichnet ein entsprechendes Dekret.

1839: Geburt von Modest Petrowitsch Mussorgski, russischer Komponist (Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“). 

1841: In der Mailänder Scala wird Verdis „Nabucco“ uraufgeführt. Die Oper wird frenetisch aufgenommen und trägt viel zur Einigung Italiens bei.

1888: Tod von Wilhelm I., deutscher Kaiser (1871–1988).

1888: Friedrich III. wird deutscher Kaiser. Er stirbt nach 99 Tagen an Krebs.

1892: Geburt von Vita Sackville-West, englische Schriftstellerin und Gartengestalterin, Verfasserin von 50 Büchern, bekannt auch durch ihre Beziehung zu Virginia Woolf.

1918: Tod von Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Schauspieler, Gründer der Satirezeitschrift „Simplicissimus“ (u. a. „Frühlings Erwachen“ 1891, „Lulu“ 1913, „Erdgeist“ 1895, „Die Büchse der Pandora“ 1902). An seiner Beerdigung auf dem Münchner Waldfriedhof nehmen zahlreiche Künstler, unter anderen Bertold Brecht, sowie viele Prostituierte teil.
 

1924: Geburt von Peter Scholl-Latour, deutsch-französischer Journalist, Buchautor. Er stirbt am 16. August 2014.

1930: In Leipzig wird die Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Kurt Weill und Bertold Brecht uraufgeführt. Im Zuschauerraum richten Nazis einen Tumult an.

1934: Geburt von Juri Gagarin

Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, Held der Sowjetunion und Oberst der sowjetischen Luftstreitkräfte. Am 12. April 1961 umrundet der 1.57 Meter grosse Kosmonaut im Raumschiff Wostok 1 die Erde in 106 Minuten. Er stirbt am 27. März 1968 bei einem Übungsflug mit einer MiG-15UTI. Ursache des Absturzes sind die Vernachlässigung von Sicherheitsstandards. Ein Abfangjäger vom Typ Suchoi kam bei der Übung der MiG-15 bis auf wenige Meter nahe, so dass Gagarins Maschin ins Trudeln kam und abstürzte.
Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, Held der Sowjetunion und Oberst der sowjetischen Luftstreitkräfte. Am 12. April 1961 umrundet der 1.57 Meter grosse Kosmonaut im Raumschiff Wostok 1 die Erde in 106 Minuten. Er stirbt am 27. März 1968 bei einem Übungsflug mit einer MiG-15UTI. Ursache des Absturzes sind die Vernachlässigung von Sicherheitsstandards. Ein Abfangjäger vom Typ Suchoi kam bei der Übung der MiG-15 bis auf wenige Meter nahe, so dass Gagarins Maschin ins Trudeln kam und abstürzte.

1942: Geburt von John Cale, britischer Artrock-Musiker, Gründungsmitglied der US-Avantgarde-Band The Velvet Underground (1965), ab 1968 tritt er allein auf.

1943: Geburt von Bobby Fischer, amerikanischer Schachspieler. Von 1972 bis 1975 ist er der 11. Schachweltmeister. Den Titel gewinnt er 1972 in in Reykjavik in einem als „Match des Jahrhunderts“ bezeichneten Wettkampf gegen Boris Spasski nach 21 Partien mit 12½:8½. Fischer gilt als exzentrisch. Am 3. April 1975 wird ihm der Weltmeistertitel aberkannt. Anatoli Karpow, gegen den er niemals gespielt hatte, wird zu seinem Nachfolger ausgerufen. Fischer stirbt im Alter von 64 Jahren in Reykjavik am 17. Januar 2008 an Nierenversagen. An der Beerdigung nehmen fünf Personen teil.

1945: Amerikanische B-29-Bomber bombardieren Tokio

100’000 Menschen sterben. Kein konventioneller Bombenangriff hat so viele Tote gefordert. Das Bild zeigt Tokio am Tag nach dem Angriff.
100’000 Menschen sterben. Kein konventioneller Bombenangriff hat so viele Tote gefordert. Das Bild zeigt Tokio am Tag nach dem Angriff.

1945: Geburt von Katja Epstein (Karin Ilse Witkiewicz), deutsche Sängerin (u. a. „Wunder gibt es immer wieder“ 1970, „Diese Welt“ 1971, „Es war einmal ein Jäger“ 1974, „Theater“ 1980). 

1952: Tod von von Alexandra Michailowna Kollontai, russische Revolutionärin, Diplomatin, Schriftstellerin, Feministin, erste weibliche akkreditierte Diplomatin sowie Botschafterin weltweit (1923, für die Sowjetunion in Norwegen).

1955: Tod von Matthew Henson, amerikanischer Polarforscher. Nach eigenen, aber umstrittenen Angaben war er zusammen mit Robert Edwin Peary der erste Mensch am Nordpol (1909).  

1955: Geburt von Ornella Muti (eigentlich Francesca Romana Rivelli ), italienische Filmschauspielerin (u. a. „Der gezähmte Widerspenstige” 1980, „Ganz normal verrückt” 1981, „Das Mädchen von Triest” 1982, „Chronik eines angekündigten Todes” 1987, „To Rome with Love” 2012).

1959: Geburt von Giovanni di Lorenzo, deutsch-italienischer Journalist, Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit”.

1959: Die erste „Barbie“-Puppe wird an der der American Toy Fair in New York präsentiert und kommt damit auf den Markt. „Barbie“ gehört zu den weltweit meistverkauften Puppen.

1964: Geburt von Juliette Binoche, französische Schauspielerin. 1997 wird sie für ihre Rolle der Hana in „Der englische Patient“ (1996) in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ mit dem Oscar ausgezeichnet. 

 

 

1988: Tod von Kurt Georg Kiesinger (CDU), dritter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1966–1969). 

1992: Tod von Menachem Begin, israelischer Ministerpräsident (1977–1983), Träger des Friedensnobelpreises 1978 – zusammen mit Anwar as-Sadat. 

1994: Tod von Henry Charles Bukowski, amerikanischer Dichter und Schriftsteller, (u. a. „Der Mann mit der Ledertasche” 1974, „Das Schlimmste kommt noch“ 1983). 

2012: Der Nationalrat lehnt eine Bonussteuer als Gegenvorschlag zur Abzocker-Initiative ab und schickt diese nach zweieinhalb Jahren in eine weitere Verzögerungsrunde.

2014: Russland übernimmt die Macht auf der Krim. 

2016: In Lausanne stirbt der Jazzmusiker und Komponist Léon Francioli im Alter von 69 Jahren an Krebs. Er spielte Piano, Kontrabass, Cello und Gitarre. 

2020: Dramatische Kurseinbrüche wegen der Corona-Seuche an den Börsen. Der SMI stürzt bei Handelsbeginn um über 4%, der Dax um über 8% und der Mailänder Mib um über 9% ab. Der Ölpreis notiert wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus und wegen des Konflikts zwischen der Opec und Russland 30% tiefer.

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