Damals am 5. Mai

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Damals am 5. Mai

Von Journal21, 05.05.2021

Tod von Napoleon - Geburt von Karl Marx – Befreiung des KZ Mauthausen - Tod von Bobby Sands - Demonstration gegen das Waldsterben in Bern - Geburt von Adele - Entführung von Armin Wertz

Herausgegriffen

5. Mai 1945: Das KZ Mauthausen, 20 Kilometer östlich von Linz, wird durch die vorrückenden Truppen der 11. US-Panzerdivision der 3. US-Armee befreit. Im KZ, das seit dem 8. August 1938 bestand, starben etwa 100’000 Menschen. Mauthausen sowie die Nebenlager Gusen I, II und III sind die letzten KZs, die befreit werden. Das Bild stammt vom 6. Mai 1945.
5. Mai 1945: Das KZ Mauthausen, 20 Kilometer östlich von Linz, wird durch die vorrückenden Truppen der 11. US-Panzerdivision der 3. US-Armee befreit. Im KZ, das seit dem 8. August 1938 bestand, starben etwa 100’000 Menschen. Mauthausen sowie die Nebenlager Gusen I, II und III sind die letzten KZs, die befreit werden. Das Bild stammt vom 6. Mai 1945.

Es geschah an einem 5. Mai

1668: Vor Brasilien fährt das portugiesische Schiff Santissimo Sacramento auf ein Riff auf. Fast tausend Menschen ertrinken.

1731: Tod von Daniel Defoe, Schriftsteller („Robinson Crusoe“ 1719).

1775: Geburt von Maria Clementine Martin, deutsche Nonne, Erfinderin von „Klosterfrau Melissengeist“. 

1813: Geburt von Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph.

1818: Geburt von Karl Marx.

1821: Tod von Napoleon

In Longwood House auf St. Helena stirbt Napoleon Bonaparte, der „Kaiser der Franzosen“, im Alter von 51 Jahren. Noch immer wird spekuliert, ob er an einem Magengeschwür/Magenkrebs gestorben sei oder ob er mit Arsen vergiftet wurde. Das 1800 entstandene Gemälde von Jacques-Louis David zeigt Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Grossen Sankt Bernhard. (Bild: PD)
In Longwood House auf St. Helena stirbt Napoleon Bonaparte, der „Kaiser der Franzosen“, im Alter von 51 Jahren. Noch immer wird spekuliert, ob er an einem Magengeschwür/Magenkrebs gestorben sei oder ob er mit Arsen vergiftet wurde. Das 1800 entstandene Gemälde von Jacques-Louis David zeigt Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Grossen Sankt Bernhard. (Bild: PD)

1825: Geburt von Wilhelm Hertenstein, Schweizer Bundesrat von 1879 bis 1888 (FDP/ZH). Er ist Vorsteher des Militärdepartements und setzt sich für eine bessere Ausbildung und Verpflegung sowie eine einheitliche Ausrüstung und Bewaffnung der Truppe ein. Er führt Infanterie-Unteroffiziersschulen sowie WKs für die Landwehr ein. Hertenstein stirbt während seiner Amtszeit als Bundespräsident.

1826: Geburt von Eugénie de Montijo, Ehefrau Napoléons III., Kaiserin der Franzosen, letzte Monarchin Frankreichs (1853–1870). 

1830: Geburt von John Batterson Stetson, amerikanischer Hut-Hersteller, Erfinder des Cowboy-Huts. 

1846: Geburt von Henryk Adam Aleksander Pius Sienkiewicz (Polen/Russland), Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1905).

1855: Geburt in Bern von Daniel Hirter, Schweizer Politiker, Präsident der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) von 1898 bis 1903. Besitzer eines Speditions- und Kohleunternehmens. Von 1894 bis 1919 gehört er dem Nationalrat an. Von 1906 bis 1923 ist er Präsident des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank (SNB).

1862: Erste Entscheidungsschlacht

Im amerikanischen Sezessionskrieg gewinnen die nördlichen Unionstruppen in der Schlacht von Williamsburg gegen die sezessionistischen südlichen Verbände. (Foto: Library of Congress, Washington)
Im amerikanischen Sezessionskrieg gewinnen die nördlichen Unionstruppen in der Schlacht von Williamsburg gegen die sezessionistischen südlichen Verbände. (Foto: Library of Congress, Washington)

1862: Mexikanische Truppen besiegen in der Schlacht von Puebla französische Invasionstruppen.

1864: Geburt von Lars Magnus Ericsson, schwedischer Erfinder, Gründer des Telekommunikations-Unternehmens „Ericsson“.

1891: In Manhatten wird die Carnegie Hall eröffnet. Das Konzerthaus trägt den Namen von Andrew Carnegie, der den Bau im italienischen Renaissance-Stil finanzierte.

1920: Sacco und Vanzetti verhaftet

Nicola Sacco (rechts) und Bartolomeo Vanzetti, die beiden aus Italien in die USA eingewanderten Arbeiter, hatten sich einer anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen. Ein Gericht hatte sie in einem umstrittenen Prozess eines doppelten Raubmordes für schuldig befunden. Der Schuldspruch führte zu weltweiten Massendemonstrationen und Solidaritätskundgebungen für die beiden. Kritiker des Urteils sprachen von einem politisch motivierten Justizmord auf Grundlage fragwürdiger Indizien. Nach siebenjähriger Haft werden die beiden in der Nacht auf den 23. August 1927 in Charlestown, Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
Nicola Sacco (rechts) und Bartolomeo Vanzetti, die beiden aus Italien in die USA eingewanderten Arbeiter, hatten sich einer anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen. Ein Gericht hatte sie in einem umstrittenen Prozess eines doppelten Raubmordes für schuldig befunden. Der Schuldspruch führte zu weltweiten Massendemonstrationen und Solidaritätskundgebungen für die beiden. Kritiker des Urteils sprachen von einem politisch motivierten Justizmord auf Grundlage fragwürdiger Indizien. Nach siebenjähriger Haft werden die beiden in der Nacht auf den 23. August 1927 in Charlestown, Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

1936: Italienische Truppen marschieren in der abessinischen (äthiopischen) Hauptstadt Addis Abeba ein. Vier Tage später erklärt Mussolini die totale Eroberung des Landes. Am 1. Juni schliesst er Abessinien, Eritrea und italienisch Somaliland zur Kolonie „Italienisch Ostafrika“ zusammen.

1945: Das KZ Mauthausen wird befreit.

1945: Tod von René Jules Lalique, französischer Schmuckdesigner, Glaskünstler des Art Déco.

1950: Bhumibol (Bhumibol Adulyadej) wird im Grossen Palast in Bangkok zum König von Thailand gekrönt. Er stirbt am 13. Oktober 2016.

1959: Tod von Carlos Saavedra Lamas, argentinischer Rechtswissenschaftler, Politiker, Präsident des Völkerbundes, Friedensnobelpreis 1936.

1961: Geburt von Beat Schlatter, Schweizer Kabarettist, Schauspieler und Drehbuchautor.

1974: Willy Brandt erklärt gegenüber der SPD-Spitze seinen Rücktritt als Bundeskanzler. 

1977: Tod von Ludwig Erhard, zweiter Bundeskanzler der BRD (1963–1966), „Vater der Sozialen Marktwirtschaft“. 

1981: Tod von Bobby Sands

In einem nordirischen Gefängnis stirbt der IRA-Aktivist Bobby Sands. Er hatte sich 66 Tage im Hungerstreik befunden. Es kommt zu schweren Ausschreitungen. An der Beerdigung in Belfast nehmen hunderttausend Menschen teil. Maskierte IRA-Aktivisten begleiten den Sarg. (Foto: Keystone/AP/Peter Kemp)
In einem nordirischen Gefängnis stirbt der IRA-Aktivist Bobby Sands. Er hatte sich 66 Tage im Hungerstreik befunden. Es kommt zu schweren Ausschreitungen. An der Beerdigung in Belfast nehmen hunderttausend Menschen teil. Maskierte IRA-Aktivisten begleiten den Sarg. (Foto: Keystone/AP/Peter Kemp)

1984: In Bern demonstrieren 50’000 Menschen für Massnahmen gegen das Waldsterben.

1988: Geburt von Adele (Adele Laurie Blue Adkins), britische Pop-, Soul- und Jazz-Sängerin, Songwriterin, Oscar-, Golden Globe und zehnfache Grammy-Gewinnerin.

1990: Tod von Walter Bruch, deutscher Elektrotechniker, Erfinder des PAL-Farbfernsehsystems (1962). 

1991: Tod von Theo Pinkus

Der inksgerichtete Schweizer Publizist, Verleger und Buchhändler war Herausgeber der Zeitschrift „Zeitdienst“ und Mitgründer der Stiftung Salecina, eines selbstverwalteten Ferien- und Bildungszentrums bei Maloja im Oberengadin. Im Bild: Pinkus (rechts) mit Herbert Marcuse (links) und Max Frisch. Pinkus war aus der Kommunistischen Partei der Schweiz und später aus der Sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen worden. Anschliessend trat er der Partei der Arbeit bei. Das Bild stammt aus dem Jahr 1976. (Foto: Keystone/Str)
Der inksgerichtete Schweizer Publizist, Verleger und Buchhändler war Herausgeber der Zeitschrift „Zeitdienst“ und Mitgründer der Stiftung Salecina, eines selbstverwalteten Ferien- und Bildungszentrums bei Maloja im Oberengadin. Im Bild: Pinkus (rechts) mit Herbert Marcuse (links) und Max Frisch. Pinkus war aus der Kommunistischen Partei der Schweiz und später aus der Sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen worden. Anschliessend trat er der Partei der Arbeit bei. Das Bild stammt aus dem Jahr 1976. (Foto: Keystone/Str)

2002: Jacques Chirac gewinnt mit 82,21 Prozent der abgegebenen Stimmen die Stichwahl gegen Jean-Marie Le Pen.

2005: Tony Blair und seine Labour Party gewinnen zum dritten Mal die absolute Mehrheit im Unterhaus.

2013: Der Schweizer Schriftsteller Jürg Amann stirbt in Zürich im Alter von 65 Jahren.

2013: Die deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin Sarah Kirsch (Ingrid Hella Irmelinde Kirsch) stirbt im Alter von 78 Jahren. Sie war Vorstandsmitglied des Schriftstellerverbandes der DDR. Wegen ihrer Proteste gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen. 1977 siedelte sie von Ost-Berlin nach West-Berlin über (u. a. „Landaufenthalt“ 1967, „Die Pantherfrau“ 1973, „Katzenleben“ 1984).

2013: Journal21-Autor Armin Wertz in Syrien enführt

Wertz wird in der syrischen Metropole Aleppo von Sicherheitskräften aufgegriffen. Er bleibt fünf Monate in syrischer Gefangenschaft. Am 5. Oktober wird er in Damaskus den deutschen Behörden übergeben. Das Bild zeigt ihn nach seiner Freilassung in Berlin.
Wertz wird in der syrischen Metropole Aleppo von Sicherheitskräften aufgegriffen. Er bleibt fünf Monate in syrischer Gefangenschaft. Am 5. Oktober wird er in Damaskus den deutschen Behörden übergeben. Das Bild zeigt ihn nach seiner Freilassung in Berlin.

2019: Bruchlandung in Moskau

Ein Suchoi Superjet 100 der Aeroflot fängt bei einer harten Notlandung auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Feuer. Zuvor war die Maschine, die sich auf dem Weg von Moskau nach Murmansk befand, wahrscheinlich von einem Blitz getroffen worden. Nachdem viele Instrumente ausgefallen waren, entschieden sich die Piloten zur Rückkehr nach Moskau. Beim harten Aufprall auf der Piste fliesst Treibstoff aus, der sich entzündet. 41 der 78 Personen an Bord sterben. Der Pilot kann sich abseilen. (Foto: Keystone/EPA/dpa/Russian Investigative Committee)
Ein Suchoi Superjet 100 der Aeroflot fängt bei einer harten Notlandung auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Feuer. Zuvor war die Maschine, die sich auf dem Weg von Moskau nach Murmansk befand, wahrscheinlich von einem Blitz getroffen worden. Nachdem viele Instrumente ausgefallen waren, entschieden sich die Piloten zur Rückkehr nach Moskau. Beim harten Aufprall auf der Piste fliesst Treibstoff aus, der sich entzündet. 41 der 78 Personen an Bord sterben. Der Pilot kann sich abseilen. (Foto: Keystone/EPA/dpa/Russian Investigative Committee)

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