Sieben Illusionen des Gewerbeverbandes

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Sieben Illusionen des Gewerbeverbandes

Von Medienwoche, 10.01.2018

Kann die SRG nach Annahme von No-Billag weiterexistieren? Der Schweizerische Gewerbeverband behauptet es und zieht mit diesem „Plan B“ in den Abstimmungskampf.

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) behauptet, die Annahme der No-Billag-Initiative würde die SRG nicht gefährden, sondern ihr im Gegenteil eine neue Chance eröffnen. Diese These versuchte der SGV heute mit einem „Plan B für die SRG“ zu konkretisieren. Der Medienwissenschafter und Publizist Matthias Zehnder hat die Ideen des SGV für das Webportal „Medienwoche“ kritisch unter die Lupe genommen. Er kommt zum Ergebnis, der Verband verkaufe mit seinem „Plan B“ das Fell des Bären gleich dreimal.

Hier gehts zum Artikel der "Medienwoche".

Kommentare

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Mein Vorschlag: Wenn NoBillag angenommen wird, drücken wir den reset-Knopf und ersetzen den neu angenommenen Verfassungsartikel mit einem neuen Medienartikel, welcher eine abgespeckte SRG und die Unterstützung von privaten Qualitätssendungen ermöglicht. Falls die Zeit dafür gemäss Verfassungstext nicht reicht, finden die Bundesjuristen sicher einen Ausweg wie auch schon bei angenommenen Initiativen. Wenn NoBillag abgelehnt wird, wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern. Also besser ein taktisches JA für eine bessere Medienzukunft!

Hoffentlich lesen noch viele Leute diesen Beitrag in der Medienwoche. Es ist ja unsagbar naiv vom SGV zu meinen, Leute würden freiwillige Abo-Gebühren zahlen oder sich Werbung auch noch im Radio anhören wollen. Konsequenterweise würde wahrscheinlich kaum noch jemand Radio hören. Sendungen mit Inhalt, wie das Echo der Zeit, Regionaljournal und viele andere, gut moderierte Sendungen könnte man vergessen.
Natürlich kann man über die Grösse der SRG, die Löhne in ihrer Chefetage und andere Themen diskutieren, aber Ja zu No-Billag erreicht das Ziel nicht.

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