Rote Eier, Feuerwerk und Lamm

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Rote Eier, Feuerwerk und Lamm

Von Daniel Funk, 08.04.2017

Ostern ist tief in der Tradition des griechischen Volkes verwurzelt. Christi Tod und Auferstehung wird eine ganze Woche gewidmet. Wird das Land auch wirtschaftlich auferstehen?

Ostern kommt in Griechenland und allgemein in der orthodoxen Welt eine derart überragende Bedeutung zu, dass alle Betrachtungen zu Griechenland ohne Ostern und die Osterbräuche unvollständig sind.

Dieses Jahr fallen die Ostern in Griechenland und im Westen auf das gleiche Datum, aber häufig gibt es einen Unterschied, der bis zu einem Monat ausmachen kann. Der Grund besteht darin, dass die orthodoxe Kirchen die Ostern mit dem alten Kalender berechnen.

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der letzte Fastensonntag. Nach vierzigtägigem Fasten ist Fisch erlaubt. Nicht viele Leute fasten so lange, aber der Brauch, am Palmsonntag Fisch zu essen, ist nach wie vor sehr populär. Erinnerungen an das Essen am Meer werden wach: frische Fische, knusprige Frites und einen Steinwurf entfernt die in der tiefblauen See dümpelnden Boote. Der Morgengottesdienst hat etwas Festliches: Er stellte Christi triumphalen Einzug in Jerusalem dar. Die Kirche ist mit Palmwedeln und Lorbeerblättern geschmückt, die der Priester eingesegnet hat und an die Gemeinde verteilt. Jedermann nimmt seinen Zweig nach Hause und stellt ihn vor die Ikone. Auf dem Lande geht man mit dem gesegneten Zweig über das Feld und bestreicht Tiere und Bäume, damit sie gesund und fruchtbar bleiben.

Für diejenigen, die sich nicht strikt an die Fastenregeln halten, ist der Palmsonntag die letzte Gelegenheit, den Kühlschrank von tie­rischen Produkten wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukte zu säubern, die ein „guter Christ“ in der Karwoche wirklich nicht essen sollte.

Heiliger Montag

Ostern: Das ist die Geschichte von Tod und Auferstehung, in der es vielfältige Bezugspunkte zur antiken griechischen Kultur gibt. Elemente der antiken Tragödie vermischen sich mit dem Evangelium, das nicht nur vorgelesen, sondern von den Priestern feierlich gemimt wird. Die Gläubigen sind emotional beteiligt, wie die Zuschauer eines Theaterstückes.

Wie der Chor im antiken Drama intervenieren Sänger zur Linken und zur Rechten des Heiligtums, um die Priesterworte zu kommen­tieren oder mit der Liturgie fortzufahren, während die Priester das Weitere vorbereiten. Die Sprache variiert vom Altgriechischen (das Evangelium ist in dieser Sprache geschrieben) zum Neugriechischen für die Predigt, während Musik und Psalmen byzantinisch sind, kompo­niert im mittelalterlichen Griechenland. Beeindruckend ist die Art, wie die Symbolkraft der Auferstehung eng verwoben ist mit Mythen und historischen Tatsachen, die tief in Tradition und Brauchtum des Volkes verwurzelt sind. Dies erklärt die Vielfalt und den Reichtum der regionalen Bräuche in allen Landesteilen.

Heiliger Dienstag

Es war einmal, da Kaiser Theodosios im heiratsfähigen Alter alle unverheirateten Mädchen der besten Familien des byzantinischen Reiches einlud, um seine Braut zu wählen. Dazu gehörte auch Kassiani. Angezogen durch ihre Schönheit grüsste Theodosios sie mit diesen Worten: „Sei gegrüsst, Frau. Deinem Geschlecht ent­sprang das grösste Unglück.“ Er spielte auf Eva und den Sün­denfall an, um sie zu testen. Aber sie antwortete: „Auch alles Hervorra­gende“, und meinte Jesus Christus. Theodosios dachte vielleicht, sie sei zu intelligent für ihn, und heiratete eine andere. Kassiani wurde später Nonne. Sie schrieb Kirchenlitera­tur. Ihre geschätzte und berühmte „Tropario“‑Hymne, die heute Abend gesun­gen wird, beginnt so: „Herr, die Frau, die viel gesündigt hat.“

Zu Hause, brennt bereits die kleine Öllampe, „Kantili“ genannt. Ihre blasse, flackernde Flamme erleuchtet die Ikone und wirft seltsame Schatten auf die Wand.

Heiliger Mittwoch

Sehr schwierig. Noch stärker eingeschränkte Auswahl an Essen, denn heute und am Karfreitag ist zusätzlich das Öl verboten: Brot, Salat, Suppe – gut für die Reinigung von Körper und Seele.

Es ist Wochenmitte. Judas wird noch einmal Christus verraten, irgendwann nach dem Abendmahl mit einem Kuss. Sein Name wird immer noch zur Bezeichnung eines Verräters verwendet. Normalerweise als Witz begleitet der Ausdruck „er verriet ihn für 30 Silberlinge“ jeden privaten oder öffentlichen Tatbestand des Verrates und erinnert so daran, wie billig Verrat sein kann.

Auf der Insel Patmos wird das Abendmahl jedes Jahr öf­fentlich dargestellt. Zwölf Mönche mimen die Jünger und der Abt wäscht ihnen die Füsse in Erinnerung an Christi Akt der Demut.

Gründonnerstag

Die Kirche ist gefüllt mit Kindern, die in ihrem Sonntagsstaat frühmorgens das Abendmahl empfangen. Nach dem Gottesdienst beginnen in jedem Haushalt die Ostervorbereitungen mit dem Eierfärben. Die Symbolik ist einfach: Das Ei ist das neue Leben. Rot ist Blut – das Christusopfer. Rote Farbe umfasst das Ei so wie Christi Tod die Saat des Lebens – Wiedergeburt, Auferstehung.

Diese Symbole sind vorchristlich und fast universal. Einige Forscher bringen sie mit der Verehrung antiker Gottheiten, normalerweise Gottheiten der Fruchtbarkeit, andere mit dem jüdischen Osterfest in Beziehung. Aber populärer ist diese Überlieferung: Als Christus auferstanden war, konnte das niemand glauben. Eine Frau, welche die Botschaft hörte, schrie: „Können die Eier in meinem Korb rot werden?“ Und wie durch ein Wunder geschah dies.

Schoggi-Osterhasen aller Grössen, grosses, süsses Osterbrot, in der Mitte eingebacken ein rotes Ei und lange Wachskerzen, geschmückt mit Schleifen oder Blumen, sind überall ausgestellt. Die blenden­den Schaufenster verführen Alt und Jung. Leider ist in Griechenland aber auch dieses Jahr Schmalhans Küchenmeister. Das Einkaufsbudget wird jedes Jahr kleiner und kleiner – Rentenkürzungen, Lohnkürzungen und Arbeitslosigkeit führen dazu, dass viele Griechinnen und Griechen sich keinen reich geschmückten Ostertisch mehr leisten können.

An diesem Tag pflegen die Grossmütter ein Geschenk zu geben, eine lange, geschmückte Wachskerze für die Kirche.

Acht Uhr abends. Kaum ein Grieche, der heute nicht eine Kirche betritt. Die Stühle sind schon von alten Leuten besetzt, die als erste gekommen sind. Andere stehen hinten und in den Seiten­schiffen. Einige Frauen kommen mit einem kleinen Hocker. Um halb neun, wenn die Läden schliessen, sind die Kirchen voll. Das Mittelschiff wird freigehalten. Die Messe wird einige Stunden dauern, aber ein Teil der Gemeinde wird vorher heimkehren und die Messe deutlicher und komfortabler am Fernseher verfolgen.

Zwölf Ausschnitte aus den vier Evangelien werden rezitiert, es ist der Gottesdienst der „zwölf Evangelien“. Wir werden an Christi Prozess teilnehmen und seine Kreuzi­gung mitverfolgen. Wie die Zuschauer einer antiken Tragödie sind wir tief beteiligt und werden uns bewusst, wie wichtig dieses göttliche Drama für unsere eigene Katharsis (innere Reinigung) ist. Purpurne und schwarze Schleifen hängen an den riesigen Kandelabern – Farben der Trauer.

Nach dem „sechsten Evangelium“ in der Mitte des Gottesdienstes gehen ausser im Altarraum alle Lichter aus. Die Priester, die den gekreuzigten Christus halten, treten aus der Mittelpforte des Altarraums, und während der Vorsänger singt „Heute hängt er am Kreuz“, durchqueren sie das Mittelschiff. Sie tragen das Kreuz so wie Christus es auf den Berg Golgatha getragen hat, gefolgt von anderen Priestern mit Weihrauchfässern. Messediener folgen. So machen sie die Runde, während die Gemeinde zusammenrückt, um der Prozession einen Weg zu bahnen.

Die Lichter gehen wieder an und das Kreuz wird vor dem Altar aufgestellt, so dass jedermann sich verbeugen und es küssen kann. Die Luft ist voller Düfte und die süssen Melodien der Hymnen künden davon, dass dies seit der byzanti­nischen Zeit Jahr für Jahr an Ostern wiederholt wird. Wie können Leute Worte flüstern und Sätze empfinden, die vor etwa 2000 Jahren geschrie­ben wurden?

Eine schwierige Frage. Während der tür­kischen Besatzungszeit war die Heilige Schrift ein „Lesebuch“ für unzählige Generationen von Griechen. Die Passion machte den einfachen Leuten grossen Eindruck, da sie die Situation ihres täglichen Lebens mit der darin vorkommenden Ungerechtigkeit identifizierten. Die Umstände waren vergleichbar: besetztes Griechenland, besetztes Israel. Für die Griechen war Christus die Hoffnung auf Rettung im wörtlichen Sinn, so wie die Juden gehofft hatten, er würde sie von den Römern befreien. Diese Hoffnung wurde am Leben gehalten, als die Priester Jahr für Jahr das Evangelium dramatisch rezitierten.

Und heute? Heute ist die Botschaft aktueller denn je: Sie macht den leidgeprüften Griechinnen und Griechen Hoffnung auf Rettung vor Krise, Niedergang, fehlenden Perspektiven und Arbeitslosigkeit.

Es ist nicht so, dass jedermann alle Worte der Liturgie versteht. Aber durch Wiederholung, Unterweisung und durch das emotionale Gewicht, das sie tragen, haben sie sich in das Unterbewusstsein der Leute eingeprägt und wurden zu einem grossen Teil von der Gebrauchssprache assimiliert. Immerhin wurden die Evangelien in der zeitgenössischen gesprochenen Sprache ge­schrieben.

Karfreitag

Das ist der Tag von Christi Begräbnis und deshalb ein heiliger Feiertag für die Griechisch‑Orthodoxen. Man sagt, dass sogar der Himmel trauert, da es am Karfreitag oft regnet.

Läden und Büros sind den ganzen Morgen geschlossen. In den Kirchen schmücken Frauen Christi Sarg, den Epitaph, natürlich mit Frühlingsblumen aller Arten, vor allem Rosen, Nelken und Lilien. Schon vor der Messe legen Leute Blumen oder einen Veilchenkranz zu Füssen des gekreu­zigten Christus nieder. Aber sie vergessen auch ihre toten Familienmitglieder nicht. In den Friedhöfen werden Gräber gewa­schen und durch die Angehörigen der Verstorbenen unterhalten. Die Priester werden gerufen, um Wünsche und Psalmen zu lesen, die den Seelen helfen sollen, Frieden zu finden.

Die Ostervorbereitungen werden unterbrochen, während das Fasten strikter ist denn je. Den ganzen Tag läuten die Glocken. Ein­dringlich, in kurzen Intervallen. Das Radio, wenigstens die staatlichen Stationen, spielen nur klassische und kirchliche Musik. Jedes Ereignis wird von Ruhe und Feierlichkeit begleitet. Das Begräbnis wird als Drama dargestellt: Der Priester ist Joseph von Arimathia. Mittels einer kleinen Leiter nimmt er Christus vom Kreuz und trägt ihn in den Altarraum. Währenddessen erklingt ein langes, erzählendes Gloria. Der Priester tritt wieder auf. In seiner Hand hat er das Bild von Christi Leib, das er respektvoll in den Epitaph legt. Das Grab wird mit Rosen‑ und Zitronenblüten besprengt. Die Gemeinde steht Schlange, um das Christusbild zu küssen. Die Schwachen oder Kranken knien nieder, um – so der Volksglaube – Stärke und Gesundheit wiederzugewinnen.

Wenn es einnachtet, weicht die Trauer der Erwartung. Die Lobrede, die in der Abendmesse gesungen wird, drückt die göttliche Passion aus. Sie findet aber in den menschlichen Gefühlen des Beklagens der Toten („Oh mein süsser Frühling, mein süsses Kind, wie ist deine Schönheit versunken?“) und der Verherrlichung des gött­lichen Triumphes über das Böse eine Entsprechung.

Dann folgt in jedem Dorf, in jeder Stadt des Landes die Epitaphiusprozession. Sie kombiniert Elemente einer Trauerprozession und einer Miltärparade. Die Honoratioren sind vertreten. Die Präsenz von Soldaten macht die Prozession in den Städten besonders eindrucksvoll, wenn auch etwas pompös. Auf dem Lande ist sie einfacher und malerischer, wenn sie neben Feldern und blühenden Gärten oder, auf den Inseln, am Strand vorbeizieht. Aber so ist sie auch ihrer ursprünglichen Bedeutung näher: der Segnung der Erde und der Menschen durch die Darstellung von Christi Begräb­nis sowie der Todesaustreibung.

Trotzdem sind die wesentlichen Teile des Rituals überall etwa die gleichen. Kirchendiener heben den Epitaph wie einen Sarg auf und tragen ihn durch die Menge, vorbei an Spalier stehenden Pfadfindern. Die lokale Musikkapelle geht mit einem Trommelwirbel voran. Mit den Priestern in ihren Prunkgewändern zu beiden Seiten bewegt sich die Prozession durch die Strassen der Kirchgemeinde. Der Verkehr wird angehalten. Die Menge folgt. Schatten können unter dem dunklen Himmel nicht ausgemacht werden, nur ein Strom gelber Lichter, das Glühen der Kerzen, die die Menschen tragen. Im Herzen des Frühlings ist dies gleichzeitig eine trauervolle und magische Zeremonie, die an viel ältere Riten zur Ehre Gottes erinnert, dessen Präsenz mit dem Frühling selber identifiziert wurde.

Auferstehung

Die Traditionen sind nicht überall gleich und vor allem auf den Inseln sehr lebendig. Die Insulaner auf Korfu grüssen die ersten Vorboten des Frühlings am Morgen auf eigene Art: Wenn die Kirchenglocken fröhlich läuten und gute Wünsche bringen, werfen sie Keramikkrüge mit grossem Geklirre aus dem Fenster. Dieser Lärm ist Ausdruck der Freude und er scheucht auch die bösen Geister weg. Am Samstagmorgen ist auch der Exodus aus Athen in vollem Gange. Autos, vollgepackt mit Gepäck, Kindern, Grossmüttern, Haustieren, mit Fahrrädern auf dem Dach­träger, blockieren die Strassen. Wer aus einem Dorf oder von einer Insel stammt, fährt jetzt dorthin – wenn sich die Familie die Reise noch leisten kann, was oft nicht mehr der Fall ist. Jetzt fallen die letzten Vorbereitungen im Haushalt an und die letzten Einkäufe. Die Metzger und Gemüsehändler haben ihre Preise herabgesetzt, da es ihre letzte Chance ist, die Ware loszuwerden. Die Qualität ist schlecht. Das Beste ist schon verkauft.

Für die Bauern ist es Zeit, ihre Lämmer zu schlachten, Opfer der alten Tradition, die sie zur Hauptmahlzeit des Ostersonn­tags auserkoren hat. Teile der Innereien, vor allem die Leber, werden separat als Suppe – genannt Magyritsa – nach der Auferstehung um Mitternacht serviert. Trotz dieser Küchendüfte darf man diese österlichen Köstlichkeiten nicht früher anrühren. Es ist schwierig, die leuchtenden Ostereier in ihren Körbchen zu ignorieren, die frisch gebackenen Bisquits und die dampfende Suppe.

Man geht gleich zweimal in die Kirche: Zur Morgenmesse, wo Abendmahl genommen wird und zur Auferstehungsmesse, die um 23 Uhr anfängt und etwa bis um 2 Uhr morgens dauert. Anschliessend wird das Fasten gebrochen und die Magyritsa gegessen – oder etwas Lammfleisch und Ostereier, wenn man Innereien nicht so mag.

Bis sie kurz nach Mitternacht nach Hause gegangen sind, bleiben die meisten Leute draussen und hören die Messe über Laut­sprecher. Ist dies die Urform des Gefühls der Gemeinschaft mit Gott? Der Frühling ist in der Luft. Schon das bedeutet den Triumph Gottes über die Elemente der Natur. Vielleicht war es schon vor Tausenden von Jahren so, als die Menschen die Präsenz Gottes in der Natur suchten, aber diese Ur‑Empfindung ist ge­blieben. Sie bereichert die spirituelle Dimension der Reli­gion und beeinflusst die Gefühlswelt auch heute noch.

Kurz vor Mitternacht wird es dunkel. Eine kleine, helle Flamme erscheint, und der Priester ruft: „Kommt und nehmt Licht vom nie endenden Licht!“ Er gibt mit seiner Kerze Feuer, und so wird die Flamme von Kerze zu Kerze weitergeleitet, bis alle brennen. Der Priester liest aus dem Evangelium, und wie ein Aufschrei tönt es nach einigen Sekunden Pause aus aller Kehlen: „Christus ist aufer­standen von den Toten!“

Die Erde vibriert vom Schall explodie­render Knallkörper, während der Himmel vom Schein des Feuerwerks erleuchtet ist. Die Petarden machen den Lärm fast unausstehlich. Der Brauch, die Auferstehung mit Feuerwerk zu begleiten, hat seinen Ursprung in der grie­chischen Revolution von 1821, als die Aufständischen in Christi Auferstehung einen Vorboten der nationalen Renaissance sahen und dies mit Pistolen‑ und Gewehrschüssen feierten.

Alle umarmen sich und sprechen Worte der Vergebung für alles Vergangene. Schliesslich werden Eier „getütscht“, wieder mit den Worten: „Christus ist auferstanden.“ Die Antwort ist: „Wirklich, er ist!“ Nur wenige Leute bleiben bis zum Ende der Messe und gehen gleich nach Hause zum Essen. Der Volksglaube besagt, dass das Zeichen des Kreuzes, das mit diesen Kerzen an der Türschwelle gemacht wird, für den Rest des Jahres Glück bringt.

Ostersonntag

Freundlich scheint die Sonne, und fröhliche Musik tönt aus allen Fenstern. Es ist der Tag, an dem das Lamm am Spiess gebraten wird. Es braucht viel Geduld, bis das Fleisch gar ist, aber es lohnt sich! Das Fest findet im Familienverbund statt. Fröhliche Lacher, Tänzer, die einen Kreis bilden, während der Tisch gedeckt ist. Die Musik spielt, zur Not auch aus scheppernden Lautsprechern, und das Gras biegt sich unter den rhythmischen Schritten des Tanzes.

Am Nachmittag findet noch eine kurze Vesper statt – die dekorierte Kerze, die man am Samstag in der Kirche getragen hat, wird zurückgebracht und brennen gelassen.

Darf das krisengeprüften Land auch eine wirtschaftliche Auferstehung erwarten? Zweifel sind angebracht. Sicher ist, dass die Leidenszeit noch eine Weile weitergeht.

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