„Ihr seid hysterisch“

Heiner Hug's picture

„Ihr seid hysterisch“

Von Heiner Hug, 11.05.2020

„Schluss mit der Panik-Macherei“, hiess es am Samstag auf Transparenten in Zürich. „Wir wollen unser Leben zurück!“, „Masken sind doof“, „Lockdown pfui“.

Der Druck auf eine radikale Lockerung des Lockdown steigt. Das war nicht anders zu erwarten. Man hat genug von geschlossenen Restaurants und Läden, genug von Versammlungsverbot und abgesperrten Seeufern. Man will wieder hinaus.

Was hörten wir alles in den letzten Tagen! Die Epidemie sei erfunden, damit einige wenige die Macht an sich reissen könnten. Bill Gates habe das Virus in die Welt gesetzt, um den Planeten zu entvölkern. Rechtsextreme, Linksextreme, Impfgegner, Evangelikale, Verschwörungsgläubige und Esoteriker mischen mit. Der Spiegel spricht von einer „Allianz des Schwachsinns“. „Wer verdient an Corona?“, heisst es auf einem Plakat. Ein Chefredaktor faselte von Seuchen-Sozialismus. Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller unterzeichnete einen Aufruf, indem es heisst, der Lockdown sei dazu da, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen. Dies sei der Auftakt zur „Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht“. Man kriegt den Eindruck, als seien wir von Irren umzingelt.

Aber es gibt nicht nur Irre. Dass die stark gebeutelte Wirtschaft auf eine rasche Lockerung drängt, ist verständlich. Dass andererseits Virologen weiterhin vor der Gefahr warnen und Schutzmassnahmen für die Bevölkerung propagieren, ist ebenso verständlich. Zu den Aufgaben der Regierungen gehört es, beide Positionen abzuwägen und Massnahmen zu verordnen, die die Bevölkerung schützen und der Wirtschaft möglichst wenig schaden. Das ist nicht einfach. Wie viel kurzfristige wirtschaftliche Schäden will man mit einer vorsichtigen Gesundheitspolitik in Kauf nehmen? Die Frage enthält viel Zündstoff.

Aber: Ist der Lockdown der erste Schritt zur Diktatur? Zum Sozialismus? Wäre er das, stünde unser schweizerisches Staatsgebilde auf schwachen Füssen. Wie sagte das SP-Urgestein Helmut Hubacher: „Unsere Demokratie ist stark genug, das Notrecht zu ertragen, um es so bald wie möglich zu beenden.“

Trotzdem fragen sich einige: Hat der Bundesrat überreagiert? War alles doch nur halb so schlimm?

Wenn eine Pandemie ausbricht, ist es wichtig, dass man ganz am Anfang energische Massnahmen ergreift – dann nämlich, wenn die Zahl der Infizierten noch gering ist. Nur so kann es gelingen, dass sich die Seuche nicht explosionsartig ausweitet. Der Bundesrat hat das getan und am Anfang schnell und konsequent gehandelt. So konnte erreicht werden, dass es eben nicht zur Katastrophe gekommen ist: dass die Zahl der Angesteckten und Toten relativ gering blieb.

Doch gerade deshalb, weil die Katastrophe dank dem bundesrätlichen Handeln ausblieb, gerät die Landesregierung jetzt in die Kritik. Jetzt sagen einige: Seht euch die Zahlen an, alles gar nicht so schlimm, der Bundesrat hat überreagiert. Aber: Die Katastrophe ist ausgeblieben, weil die Regierung rasch gehandelt hat, und nicht weil die Pandemie nicht so schlimm ist.

Es gibt Leute, die haben Mühe, solchen Gedankengängen zu folgen. Sie weisen auch darauf hin, dass die bundesrätliche Politik nicht konsequent war: ständig Korrekturen und neue Empfehlungen. Die Corona-Pandemie hat alle überrascht, auch Wissenschaftler und Politiker. Noch heute weiss man wenig über das Virus. Man tastet sich an das Problem heran. Da kann es vorkommen, dass man zu neuen Erkenntnissen kommt. Ja, man kann sich auch irren und dazulernen. Dass der Bundesrat das zugibt, spricht für ihn. Dass er seine Empfehlungen ab und zu ändert, zeugt nicht von Schwäche, sondern von Lernfähigkeit und Stärke.

Auch viele Medien haben in jüngster Zeit umgeschwenkt und sparen nun nicht mit Kritik an der Landesregierung. Wie viele Journalisten – und natürlich auch Politiker ­– wissen plötzlich, was man hätte tun sollen und was nicht. Schade, sitzen einige von ihnen nicht in der Regierung – dann wäre alles besser.

Der Bundesrat hat uns bisher sicher – und mit einer offenen, klugen Informationspolitik –  durch diese Krise gesteuert. Natürlich soll auch er sich der Kritik stellen. Es mag sein, dass einige Massnahmen übertrieben waren. Aber wenn man einen Graben überspringen muss, ist es besser, zehn Zentimeter zu weit zu springen, als zehn Zentimeter zu wenig. Der Unternehmer und frühere SVP-Nationalrat Peter Spuhler sagte es deutlich: „Der Bundesrat macht einen Super-Job.“

Ähnliche Artikel

Kommentare

Die Redaktion von Journal21.ch prüft alle Kommentare vor der Veröffentlichung. Ehrverletzende, rassistische oder anderweitig gegen geltendes Recht verstossende Äusserungen zu verbreiten, ist uns verboten. Da wir presserechtlich auch für Weblinks verantwortlich sind, löschen wir diese im Zweifelsfall. Unpubliziert bleiben ausserdem sämtliche Kommentare, die sich nicht konkret auf den Inhalt des entsprechenden Artikels oder eines bereits aufgeschalteten Leserkommentars beziehen. Im Interesse einer für die Leserschaft attraktiven, sachlichen und zivilisierten Diskussion lassen wir aggressive oder repetitive Statements nicht zu. Über Entscheide der Redaktion führen wir keine Korrespondenz.

Lieber Herr Hug
Danke für den guten Artikel. Hier einige ergänzende Worte.

Ich finde Panikmache und Hysterie sowie Verschwörungsgebabbel auch irrsinnig. Aber noch viel irrsinniger finde ich die beispielslose staatliche Überreaktion im Kontext vom Umgang mit anderen höchst schädlichen Stoffen in der Gesellschaft. In den letzten dreissig Jahren hat Zucker, Salz, Fett, Alkohol, Tabak usw. den Staat resp. das Gesundheitssystem so belastet, dass die Zahl der Toten in keinem Verhältnis zu den Corona-Toten steht. Millionen von Menschen sind nur an den Folgen von Diabetes gestorben. Es gibt unzählige Studien dazu. Die liberale Haltung des Staates hat diese Regulierung den Menschen überlassen. Die latente "Pandemie", die vor unseren Augen passiert, wird nicht einmal angetönt. Deswegen finde ich den Umgang mit Corona höchst undifferenziert, blendet man einfach alle latenten "gesellschaftlichen Seuchen" aus, die noch viel mehr Tote und Kosten für das Gesundheitssystem verursacht haben und immer noch verursachen. Das macht den ganzen Staat unglaubwürdig für mich, und, ich habe den Staat fast 10 Jahre lang studiert.
Diese Diskussion muss geführt werden, doch, wie fast immer, wird in der Schweiz im öffentlichen Diskurs nicht differenziert und in die Tiefe geschaut. Um eine angemessenen Diskussion über Corona zu führen, müssen wir den Kontext öffnen und "schnelle Gefahren" den "langsamen Gefahren" gegenüberstellen. Nur so kann ein gesellschaftlicher Lernprozess entstehen. So kann die Verhältnismässigkeit staatlicher Eingriffe besser verstanden werden.

Das bedeutet nicht, dass ich Corona nicht ernst nehme. Es bedeutet mehr, dass der Staat für mich seine Glaubwürdigkeit verloren hat, weil er andere "gesellschaftliche Pandemien" nicht ernst nimmt und quasi fast gar nichts dagegen tut und sich den Lobbies gegenüber extrem schwach positioniert. Es ist ein globales Problem, das aber national gelöst werden kann, andere Länder haben es vorgemacht.

Dr.phil. Karin Hasler

Erfreulich, diese ausgewogene Meinung. Ebenso einverstanden mit M. Stalders und v.a. del granos Kommentare.
Zentral sind jetzt m.E. zwei Aspekte:
- die Auffangmassnahmen nicht ausufern bzw. politisch instrumentalisieren zu lassen;
- eine gute Aufarbeitung dessen, was passiert ist, um adäquate Massnahmen vorbereiten und in Zukunft treffen zu können.
Ein so totales Runterfahren wird bestimmt nicht mehr nötig sein. Vieles ist in der Aufregung sackgrob übertrieben worden (v.a. im Tessin), aber rückwärts zu kritisieren find ich billig und phantasielos (ex post ist man immer schlauer). Der BR hat m.E. mutig und umsichtig entschieden. Die Einschnitte waren aus verfassungsmässiger Sicht zwar extrem, aber im Hinblick auf andere Länder können wir froh sein, so nüchterne Regierungen zu haben.

So ist ist es. Sehr guter Kommentar

Der Grundtenor, den ich aus dem Kommentar von Heiner Hug herauslese, ist: Kritiker der Lockdown-Massnahmen werden mit Verschwörungstheoretikern (den Irren) in einen Topf geworfen. Die guten sind jene, die schön die Meinung der Politik und der Virologen nachplaudern.
Das enttäuscht mich. Auf wenig bekanntem Terrain -und dieses Virus schient ein solches zu sein - sollte man sich seine Meinung aus Beobachtungen, Erfahrungen in ähnlichen Situationen und gesundem Menschenverstand bilden. Wir sind nicht ahnungslos und ungebildet, und wir müssen daher nicht alles glauben, was uns Virologe A sagt, während er dem Virologen B widerspricht.
Wer sich seine eigene, fundierte Meinung bildet, kann irren. Aber ein Irrer ist er deswegen noch lange nicht.

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Am besten gefällt mit der Satz: *Wir sind von Irren umzingelt*. MfG

Nicht alle sind "Irr" - genau so wenig wie alle ü65 generell zur "Risikogruppe" gehören.
Viele sehen das - weitgehend alterunabhängige - Risko jedoch nicht: Da es in der Altersklasse von 25 bis 80 nur 0.4 bis 0.5% bestätigte Ansteckungen gibt - also nur eine Person von 200 - gibt es sehr viele Leute, welchen niemanden kennen, der infiziert war. Und wenn man einen kennt, dann hatte der / die in der Regel nur eher leichte Symptome. Das schwächt das Verständnis und fördert den Unmut für die Einschränkungen und Regeln.

Na ja, wenn ich's hier mal loswerden darf: ich fand und finde das in-einen-Topf-Werfen einer gesamten Alterskohorte totalen Unsinn. In meinem Fall hab ich meine Aktivitäten unter Einhaltung der Distanz- und Hygieneregeln in nichts eingeschränkt, weder spazieren noch joggen noch Velotouren noch einkaufen (selbst im Tessin) oder Besuche bei Familienangehörigen. Grund: ich kann immer noch selbst beurteilen, ob andere für mich oder ich für andere ein mehr als übliches Infektionsrisiko sind/bin; da muss mich der Staat nicht "zu meinem Schutz" vor andern schützen (Empfehlungen formulieren darf er). Ich war in den vergangenen 8 Wochen nie ungewöhnlich COVID-Risiko-exponiert und es geht mir (Ü70) ausgezeichnet. Und so dürfte es der Mehrheit in dieser Alterskohorte gehen. Ich kann nur hoffen, dass man in Zukunft auf derart grobschlächtiges "über-einen-Kamm-Schlagen" verzichtet!

Finde auch das der Bundesrat einen guten Job gemacht hat, jetzt gehts halt wieder ein bisschen normaler zu und her, da kommen wieder die Motzer, Stänkerer und alle die einfach krampfhaft was sagen oder kritisieren wollen. Da gehts nicht um Inhalt und Lösungen, sondern darum wer am lautesten pöbelt... da kann man sehen das die meisten Menschen gar nicht richtig leben, sondern nur ein angelerntes Programm runterspulen, das jetzt kurz unterbrochen wurde durch die Krise...Was ist denn jetzt mit Solidarität und Nächstenliebe, mit Gemeinsamkeit und Respekt...? Die Menschheit ist wirklich zu Blöde und hat den Untergang verdient. Ragnarök lässt Grüssen

Sie haben Recht. Wir haben den Untergang verdient.

Die "Epidemiologische Abklärung am Beispiel COVID-19" vom Mai 2020 der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (im Eigentum der Republik Österreich) zeigt überraschende Ergebnisse:
Derzeit gibt es keine Transmissionsketten, die eine Übertragung durch öffentlichen Verkehr oder Besuch eines Geschäfts belegen.
Rund 30% der Fälle in Infektionsclustern sind in Alters- und Pflegeheimen, gefolgt von Freizeitaktivität und Haushalt (28%). Auf die 15 Cluster vom Typ "Arbeitsplatz" entfallen nur 2.4% aller Fälle.
Die Reproduktionszahl in der Schweiz nahm ab 5.3. dank Abstands- und Hygieneregeln bis zum Lockdown am 17.3. von 1.95 auf 1.14 rasch ab, die Abnahme verlangsamte sich dann stetig bis auf 0.64 am 9.4. Ab dem Lockdown reduzierte sich die Reproduktionszahl also langsamer als vorher, nicht schneller. Seit 9.4. blieb die Reproduktionzahl zwischen 0.64 und 0.73

Dass angesichts dieser heute vorliegenden aber zu Beginn noch fehlenden Analysen damals Massnahmen ergriffen wurden, die weniger hart hätten sein können, ist verständlich: Im Zweifelsfall eher härter als allzu weich handeln.
Falsch aber wäre es, die im Nachhinein als eher zu streng erkannten Massnahmen dennoch anhand irgendwelcher epidemologischer "Klimmzüge" als einzig richtig zu rechtfertigen. Ehrlicher ist es zu sagen: "Ja, es war im Nachhinein betrachtet zu streng. Damals aber beschlossen wir die als nötig erachteten Massnahmen."

Gemäss Ihren Zahlen war die Zahl R beim Beginn des Lockdowns aber imemr noch grösser als 1. Also immer noch exponentielles Wachstum, wenn auch nicht mehr so dramatisch. Heute ist R wahrscheinlich nahe 0: Anhand der tiefen Zahl erkannter Neuansteckungen muss man davon ausgehen, dass fast alle Erkrankten heute bekannt sind. Diesen Zustand so schnell zu erreichen war nur dank des Lockdowns möglich. Nur deshalb kann heute so schnell vieles wieder geöffnet und ermöglicht werden. Hätte man R immer so um 1 gehalten, wäre das Containment heute nicht möglich, und die Massnahmen müssten wahrscheinlich noch für viele Monate viel strenger ausfallen. Auf lange Sicht war der kurze und schmerzhafte Lockdown sicher die bessere Wahl. Falls wir es uns nun nicht mit leichtsinnigem Handeln verscherzen.

Sie nehmen stillschweigend an, dass R ohne Lockdown bei 1.14 oder 1.0 stehen geblieben wäre. Wieso das - wenn er ja alle Tage vor dem Lockdown LINEAR gesunken ist?
Was mich auch erstaunt ist, dass er nach dem Lockdown nicht weiter so schnell gesunken ist, sondern langsamer. Aktuell ist er für den 30.4. berechnet gleich 0.693 (Intervall: 0.599 bis 0.792)
Aussagen wie: "Diesen Zustand so schnell zu erreichen war nur dank des Lockdowns möglich" sind derzeit leider nicht beweisbar. Sie befeuern aber die Opposion all jener, welche diese Pandemie grundsätzlich kleinreden.
Ich würde mir eine viel stärker faktenbasierte Diskussion zusammen mit etwas mehr Bescheidenheit in Anerkennung unseres Nicht-Wissens wünschen.

Man kann aber auch zwei Meter zu weit anstatt zu wenig weit über den Graben springen.

Danke, Heiner Hug für den sehr guten Kommentar. Sie schildern die Lage und ihre Entwicklung sehr plausibel und einigen (Politikern) möchte ich raten, Ihre Überlegungen zu beherzigen und dann eher ruhig als umtriebig zu sein.

Auch in der Schweiz wird genauso wie in anderen Ländern die Geduld der Menschen auf eine harte Probe gestellt. Es weiss niemand genau, wann der optimalen Zeitpunkt ist um aus dem Lockdown erfolgreich herauszufinden. Ob man die richtigen Corona- Gegenmassnahmen getroffen hat, wird man erst am Ende der Pandemie wissen.

Leider gibt es bis jetzt zu wenig Analysen dazu wo (= "cluster") vor allem die Infektionen stattfinden. Eine stammt von Anfang Mai von der staatlichen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Österreich. Erkenntnisse (Quelle: https://orf.at/stories/3164624/):
Rund 35 Prozent aller Cluster und 30 Prozent aller Fälle sind dem Bereich von Senioren- und Pflegeheimen zuzuordnen. Übertragungen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Geschäften wurden in den untersuchten Fällen nicht nachgewiesen.
Das Schliessen aller Geschäfte und das Ausdünnen des öV hat (in Österreich) also keine grosse Bedeutung für die Eindämmung der Pandemie gehabt.
Nur drei Cluster, die allerdings gleich mehr als 1.000 Infektionsfälle umfassen, wurden dem Setting Freizeitaktivität und Haushalt zugeordnet. Dazu zählen wohl Cluster, die in den Tiroler Wintersportorten ihren Ausgang nahmen.... mit denen die Infektionen in viele andere Orte verteilt wurden, wo sich dann vor allem Familienmitglieder ansteckten....
Kein einziger Cluster konnte dagegen Schulen – auch vor den Schulschließungen – zugeordnet werden. Überhaupt seien signifikant wenige der Betroffenen Kinder. Wenn, dann seien sie Teil von Haushaltclustern, wobei allerdings in Familien kein einziges Mal ein Kind als Infektionsquelle vorgekommen sei.

ALSO: Wichtig ist es, sehr frühzeitig und rasch, bei noch kleinen Infektionszahlen, die hotspots zu erkennen und zu isolieren. Das ist wirksamer als alles umfassende Lockdowns. Genau das Erkennen von hotspots ist aber bewusst - aus Datenschutzgründen - keine Funktion der Schweizer Tracing App.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren