Damals am 8. Oktober

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Damals am 8. Oktober

Von Journal21, 08.10.2021

Erste republikanische Verfassung - Der erste Herzschrittmacher - Che Guevara festgenommen - Kroatien erklärt sich für unabhängig - Tod von Willy Brandt - Physiknobelpreis nach Genf

Herausgegriffen

8. Oktober 2019: Die Genfer Forscher Michel Mayor (rechts) und Didier Queloz sowie der Kanadier James Peebles erhalten den Nobelpreis für Physik. Geehrt werden sie für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos. „Die diesjährigen Preisträger haben unser Verständnis der Geschichte des Universums und unseres Platzes im Weltall revolutioniert“ heisst es in der Begründung der Schwedischen Akademie in Stockholm. Die beiden Schweizer Forscher entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung. Mittlerweile sind über 4000 Exoplaneten entdeckt worden. (Foto: Keystone)
8. Oktober 2019: Die Genfer Forscher Michel Mayor (rechts) und Didier Queloz sowie der Kanadier James Peebles erhalten den Nobelpreis für Physik. Geehrt werden sie für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos. „Die diesjährigen Preisträger haben unser Verständnis der Geschichte des Universums und unseres Platzes im Weltall revolutioniert“ heisst es in der Begründung der Schwedischen Akademie in Stockholm. Die beiden Schweizer Forscher entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung. Mittlerweile sind über 4000 Exoplaneten entdeckt worden. (Foto: Keystone)

Es geschah an einem 8. Oktober

1585: Geburt von Heinrich Schütz, deutscher Komponist des Frühbarock (u.a. „Dafne“ 1627), chorale „Matthäus-Passion“ (1666).

1600: San Marino gibt sich die erste republikanische Verfassung der Welt.

1804: Geburt von Franklin Pierce, demokratischer amerikanischer Politiker, 14. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1853–1857).

1810: Geburt von James Wilson Marshall

Marshall, ein Schreiner (vorne klein im Bild), löst 1848 den Goldrausch aus. Er baut für den Schweizer Johann August Sutter im Cullomah Valley am Südarm des American River eine Sägemühle (Sutter's Mill) und findet dabei 1848 einen Goldnugget im damaligen Wert von 5 Dollar. Er versucht, den Fund geheim zu halten. Da ihm das nicht gelingt, löst er den Goldrausch aus. Marshall stirbt 1885 völlig verarmt. (Foto: Library of Congress, Washington)
Marshall, ein Schreiner (vorne klein im Bild), löst 1848 den Goldrausch aus. Er baut für den Schweizer Johann August Sutter im Cullomah Valley am Südarm des American River eine Sägemühle (Sutter's Mill) und findet dabei 1848 einen Goldnugget im damaligen Wert von 5 Dollar. Er versucht, den Fund geheim zu halten. Da ihm das nicht gelingt, löst er den Goldrausch aus. Marshall stirbt 1885 völlig verarmt. (Foto: Library of Congress, Washington)

1871: Der Grosse Brand von Chicago

Das Feuer wütete drei Tage lang und zerstöre grosse Teile der Innenstadt. Etwa 300 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche wertvolle Gebäude wurden zerstört, unter anderem das Crosby Opera House und das Verlagsgebäude der Chicago Tribune. 100‘000 Menschen, jeder dritte Einwohner von Chicago, verlor sein Zuhause. Am Vormittag des 10. Oktober setzte nach dem heissen Sommer erstmals Regen ein und löschte grosse Teile des Feuers. Im Bild: Ruinen nach dem Feuer, Ecke Dearborn und Monroe Street (Foto: PD)
Das Feuer wütete drei Tage lang und zerstöre grosse Teile der Innenstadt. Etwa 300 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche wertvolle Gebäude wurden zerstört, unter anderem das Crosby Opera House und das Verlagsgebäude der Chicago Tribune. 100‘000 Menschen, jeder dritte Einwohner von Chicago, verlor sein Zuhause. Am Vormittag des 10. Oktober setzte nach dem heissen Sommer erstmals Regen ein und löschte grosse Teile des Feuers. Im Bild: Ruinen nach dem Feuer, Ecke Dearborn und Monroe Street (Foto: PD)

1890: Geburt von Philippe Thys, belgischer Radrennfahrer, erster dreifacher Sieger der „Tour de France“ (1913, 1914, 1920).

1892: Geburt von Marina Zwetajewa, russische Schriftstellerin. Sie gehört zu den wichtigen russischen Dichtern des 20. Jahrhunderts, wird aber vom sowjetischen Regime lange Zeit nicht geehrt. Sie erhängt sich am 31. August 1941.

1895: Geburt von Juan Domingo Perón. Er wird am 24. Februar 1946 mit 56 Prozent der Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt. 1955 wird er vom Militär gestürzt. Kurz vor seinem Tod 1973 wird er erneut Staatspräsident.

1924: Geburt von Alphons Egli, Schweizer Bundesrat (CVP/LU) von 1982 bis 1986. Er steht dem Departement des Innern vor. Egli macht auch das Auto für das Waldsterben mitverantwortlich, engagiert sich stark für den Umweltschutz und setzt Massnahmen zur Luftreinhaltung durch. 1986 entschuldigt er sich offiziell für das Leid und das Unrecht, das die Schweiz den Jenischen zugefügt hatte. Auch nach seinem Rücktritt als Bundesrat setzt er sich für die Jenischen ein. Aus gesundheitlichen Gründen tritt er auf den 31. Dezember 1986 zurück. Er stirbt am 5. August 2016.

1928: Geburt von Helmut Qualtinger, österreichischer Schauspieler.

1938: Mitglieder der Hitlerjugend verwüsten den Herzogspalast in Wien.

1941: Geburt von Jesse Louis Jackson, amerikanischer Politiker, Bürgerrechtler und Baptistenpastor.

1945: In Zürich stirbt Felix Salten, österreichisch-ungarischer Schriftsteller und Journalist, („Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde“, 1923). Ihm wird der erotische Roman „Josefine Mutzenbacher“ zugeschrieben.

1949: Geburt von Susan Alexandra Weaver, amerikanische Schauspielerin (u.a. „Alien“ 1979, „Ghostbusters“ 1984, „Die Waffen der Frauen“ 1988, „Avatar“ 2009).

1958: Der Schwede Åke Senning pflanzt erstmals einem Menschen einen Herzschrittmacher ein.

1958: Geburt von Ursula von der Leyen, deutsche CDU-Politikerin, mehrfache Bundesministerin. Als erste Frau steht sie seit 2013 dem Verteidigungsministerium vor. Seit dem 1. Dezember 2019 ist sie Präsidentin der Europäischen Kommission.

1967: Che Guevara wird in Bolivien von der Armee festgenommen. Am Tag danach wird er erschossen.

1967: Tod von Clement Attlee, britischer Premierminister von 1945 bis 1951. Winston Churchills Konservative verloren nach Kriegsende 1945 überraschend die Unterhauswahlen und brachten so Attlees Labour Party an die Macht. Attlee löste Churchill mitten in der Potsdamer Konferenz als britischer Verhandlungsführer ab. Seine Unerfahrenheit wurde von Stalin immer wieder ausgenützt.

1982: Tod von Philip John Noel-Baker, britischer Politiker, Pazifist, Leichtathlet, Träger des Friedensnobelpreises 1959.

1991: Kroatien löst sich von Jugoslawien.

1992: Tod von Willy Brandt.

1997: In Nordkorea wird Kim Jong Il Nachfolger seines Vaters Kim Il Sung.

2009: Die deutsch-rumänische Autorin Herta Müller erhält den Literaturnobelpreis.

2010: Der chinesische Dissident Liu Xiaobo erhält den Friedensnobelpreis.

2015: Der Literaturnobelpreis 2015 geht an Swetlana Alexijewitsch. Die weissrussische Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin blickt in ihren Texten in die Tiefe der zerfallenen Sowjetunion. „Ich liebe Russland“, sagt sie, „aber nicht Putin“.

2019: Die Genfer Forscher Michel Mayor und Didier Queloz sowie der Kanadier James Peebles erhalten den Nobelpreis für Physik.

2020: Die amerikanische Autorin Louise Glück erhält den Nobelpreis für Literatur. Die Lyrikerin wurde 1943 in New York geboren und fungiert als „Writer-in-Residence“ an der Yale-Universität, Connecticut. Ihr Debüt „Firstborn“ veröffentlichte sie 1968. Für 2003/2004 wurde sie zum „Poet Laureate“ der USA ernannt. Im Jahr 1993 wurde sie mit dem Pulitzer-Preis für Dichtung ausgezeichnet.

2021: In der afghanischen Stadt Kunduz sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee mindestens 34 Schiiten ums Leben gekommen. Der sunnitischer „Islamische Staat“ übernahm die Verantwortung für das Attentat.

2021: Friedensnobelpreis an zwei Journalisten

Der russische Journalist Dmitri Muratow und seine philippinische Kollegin Maria Ressa erhalten den Friedensnobelpreis 2021. Sie bekommen die Auszeichnung für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des norwegischen Komitees, Berit Reiss-Andersen. Mit ihrer Auszeichnung solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit unterstrichen werden.
Der russische Journalist Dmitri Muratow und seine philippinische Kollegin Maria Ressa erhalten den Friedensnobelpreis 2021. Sie bekommen die Auszeichnung für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des norwegischen Komitees, Berit Reiss-Andersen. Mit ihrer Auszeichnung solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit unterstrichen werden.

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