Damals am 7. Mai

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Damals am 7. Mai

Von Journal21, 07.05.2021

Der Schweizer Franken wird offizielle Währung - Geburt von Tito - Die Lusitania sinkt - Ende des 2. Weltkrieges - Dien Bien Phu - Sieg von David Cameron - Sieg von Emmanuel Macron

Herausgegriffen

7. Mai 1945: Der Zweite Weltkrieg ist in Europa zu Ende: Die Deutsche Wehrmacht kapituliert bedingungslos. Im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims unterzeichnet Generaloberst Alfred Jodl um 02.39 Uhr die Kapitulationsurkunde. Die Kapitulation tritt an allen Fronten am Tag danach, am 8. Mai um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit, in Kraft.

Zuvor hatte Grossadmiral Dönitz versucht, Zeit zu gewinnen.  Er versuchte mit Eisenhower einen separaten Waffenstillstand mit den Westalliierten zu schliessen. Dazu schickte er Jodle ins amerikanische Hauptquartier in Reims. zu General Eisenhower. Dieser lehnt einen Separatfrieden ab und verlangt die totale, bedingungslose Kapitulation. Jodl schreibt darauf an Dönitz: „General Eisenhower besteht darauf, dass wir heute unterzeichnen. ... Ich sehe keinen anderen Ausweg: Unterzeichnen oder Chaos. Bitte bestätigen Sie mir unverzüglich durch Funk, dass ich zur Unterzeichnung der Kapitulation bevollmächtigt bin.“ Dönitz bestätigte. Jodl unterzeichnete am 7. Mai um 02:41 Uhr. (Foto: PD)
7. Mai 1945: Der Zweite Weltkrieg ist in Europa zu Ende: Die Deutsche Wehrmacht kapituliert bedingungslos. Im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims unterzeichnet Generaloberst Alfred Jodl um 02.39 Uhr die Kapitulationsurkunde. Die Kapitulation tritt an allen Fronten am Tag danach, am 8. Mai um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit, in Kraft.

Zuvor hatte Grossadmiral Dönitz versucht, Zeit zu gewinnen. Er versuchte mit Eisenhower einen separaten Waffenstillstand mit den Westalliierten zu schliessen. Dazu schickte er Jodle ins amerikanische Hauptquartier in Reims. zu General Eisenhower. Dieser lehnt einen Separatfrieden ab und verlangt die totale, bedingungslose Kapitulation. Jodl schreibt darauf an Dönitz: „General Eisenhower besteht darauf, dass wir heute unterzeichnen. ... Ich sehe keinen anderen Ausweg: Unterzeichnen oder Chaos. Bitte bestätigen Sie mir unverzüglich durch Funk, dass ich zur Unterzeichnung der Kapitulation bevollmächtigt bin.“ Dönitz bestätigte. Jodl unterzeichnete am 7. Mai um 02:41 Uhr. (Foto: PD)

Es geschah an einem 7. Mai

558: Erdbeben in Konstantinopel: Die Kuppel der Hagia Sophia stürzt ein.

1711: Geburt von David Hume, schottischer Philosoph und Ökonom der Aufklärung.

1748: Geburt von Marie Gouze, französische Revolutionärin, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin. In ihrer „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ (1791) fordert sie Gleichberechtigung.

1809: In Italien annektiert Napoleon den Kirchenstaat.

1824: Beethoven dirigiert in Wien die 9. Symphonie.

1825: Tod von Antonio Salieri, am Wiener Hof arbeitender venezianischer Komponist, Dirigent, Musikpädagoge (Lehrer von Beethoven und Schubert), Gegenspieler von Mozart.

1833: Geburt von Johannes Brahms, deutscher Komponist.

1840: Geburt von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, russischer Komponist (u.a. „Schwanensee“ 1877, „Der Nussknacker“ 1892). 

1840: Tod von Caspar David Friedrich, deutscher Maler.

1861: Geburt von Rabindranath Thakur (Britisch-Indien), Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1913).

1851: Der Franken wird offizielle Währung

Früher war die Ausgabe von Münzen Sache der Kantone. In Napoleons Helvetischer Republik wird dann die einheitliche Frankenwährung eingeführt (franc de Suisse). 1803 mit der Mediation geht die Münzhoheit an die Kantone zurück. Nach der Schaffung des Bundesstaates 1848 wird der Bund zuständig. 1850 wird der Franken geprägt und 1851 herausgegeben.
Früher war die Ausgabe von Münzen Sache der Kantone. In Napoleons Helvetischer Republik wird dann die einheitliche Frankenwährung eingeführt (franc de Suisse). 1803 mit der Mediation geht die Münzhoheit an die Kantone zurück. Nach der Schaffung des Bundesstaates 1848 wird der Bund zuständig. 1850 wird der Franken geprägt und 1851 herausgegeben.

 1866: Schüsse auf Bismarck

Der 22-jährige Tübinger Student Ferdinand Cohen-Blind feuert auf dem Berliner Boulevard Unter den Linden kvon hinten zwei Schüsse auf den Ministerpräsidenten ab. Otto von Bismarck dreht sich schnell um und fasst den Attentäter, der noch drei weitere Schüsse abgeben kann. Soldaten des 2. Garde-Regiments nehmen den Attentäter fest, der in der Nacht darauf im Polizeigefängnis Selbstmord verübt. Bismarck wird nur ganz leicht verletzt. Mit dem Attentat wolle Cohen-Blind den drohenden Bruderkrieg zwischen Preussen und Österreich verhindern. (Bild. PD)
Der 22-jährige Tübinger Student Ferdinand Cohen-Blind feuert auf dem Berliner Boulevard Unter den Linden kvon hinten zwei Schüsse auf den Ministerpräsidenten ab. Otto von Bismarck dreht sich schnell um und fasst den Attentäter, der noch drei weitere Schüsse abgeben kann. Soldaten des 2. Garde-Regiments nehmen den Attentäter fest, der in der Nacht darauf im Polizeigefängnis Selbstmord verübt. Bismarck wird nur ganz leicht verletzt. Mit dem Attentat wolle Cohen-Blind den drohenden Bruderkrieg zwischen Preussen und Österreich verhindern. (Bild. PD)

1867: Geburt von Władysław Reymont, polnischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1924).

1879: Tod von Charles Théodore Henri De Coster, belgischer Schriftsteller. Mit seinem Werk „Ulenspiegel“ wurde er zum Begründer der modernen französischsprachigen Literatur Belgiens. 

1891: Geburt von Fritz Pauli, Berner Kunstmaler. Von ihm stammen die Fresken im Rathaus in Bern.

1892: Geburt von Tito

Josip Broz Tito wird in Kumrovec im damaligen Königreich Kroatien und Slawonien geboren. Das Pseudonym „Tito“ nimmt er 1934 an, als er in den Untergrund ging. Im Zweiten Weltkrieg führt er als Marschall Tito die kommunistischen Partisanen im Kampf gegen die deutschen und italienischen Besatzungstruppen, sowie gegen die faschistischen Ustascha-Kämpfer und die königstreuen Tschetniks. Von 1945 bis 1953 ist er jugoslawischer Ministerpräsident, von 1953 bis zu seinem Tod am 4. Mai 1980 diktatorisch regierender Staatspräsident. 1948 bricht er mit Stalin und gehört zu den Führern der „Bewegung der blockfreien Staaten“.
Josip Broz Tito wird in Kumrovec im damaligen Königreich Kroatien und Slawonien geboren. Das Pseudonym „Tito“ nimmt er 1934 an, als er in den Untergrund ging. Im Zweiten Weltkrieg führt er als Marschall Tito die kommunistischen Partisanen im Kampf gegen die deutschen und italienischen Besatzungstruppen, sowie gegen die faschistischen Ustascha-Kämpfer und die königstreuen Tschetniks. Von 1945 bis 1953 ist er jugoslawischer Ministerpräsident, von 1953 bis zu seinem Tod am 4. Mai 1980 diktatorisch regierender Staatspräsident. 1948 bricht er mit Stalin und gehört zu den Führern der „Bewegung der blockfreien Staaten“.

1901: Geburt von Gary Cooper, amerikanischer Filmschauspieler (u.a. „Sergeant York" 1941, „High Noon" 1952), dreifacher Oscar-Gewinner. Cooper stirbt am 13. Mai 1961 an Krebs.

1902: Auf der Karibikinsel St. Vincent bricht der Vulkan „Soufrière“ aus. 1'600 Menschen sterben.

1908: Geburt von Max Grundig, deutscher Unternehmer, Gründer des Elektronikkonzerns „Grundig“.

1915: Fast 2‘000 Tote beim Untergang der „Lusitana“

Der britische Passagierdampfer „RMS Lusitania“ wird vor der irischen Küste von einem deutschen Torpedo getroffen und versenkt. 1‘198 Menschen sterben, unter ihnen 287 Frauen und 94 Kinder. An Bord des Schiffes, das auf dem Weg von New York nach Liverpool ist, befinden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Auch Kisten mit Kriegsmunition sind gelagert. Um 14.10 Uhr geht das deutsche U-Boot U 20 in Stellung und feuert aus 700 Metern einen Torpedo auf das Schiff ab. Der Sprengstoff an Bord der Lusitania explodiert. Eine Wasserfontäne schiesst 18 Meter in die Höhe. Auf dem Dampfer herrschen chaotische Zustände. Menschen werden durch die Luft geschleudert, andere erdrücken sich und trampeln sich nieder. Schnell fällt der Strom aus. Das Schiff treibt manövrierunfähig weiter. Jetzt kippt die 239 Meter lange „Lusitania“ und sinkt innerhalb von 18 Minuten. (Illustration: Keystone/Science Source/Photo Researchers)
Der britische Passagierdampfer „RMS Lusitania“ wird vor der irischen Küste von einem deutschen Torpedo getroffen und versenkt. 1‘198 Menschen sterben, unter ihnen 287 Frauen und 94 Kinder. An Bord des Schiffes, das auf dem Weg von New York nach Liverpool ist, befinden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Auch Kisten mit Kriegsmunition sind gelagert. Um 14.10 Uhr geht das deutsche U-Boot U 20 in Stellung und feuert aus 700 Metern einen Torpedo auf das Schiff ab. Der Sprengstoff an Bord der Lusitania explodiert. Eine Wasserfontäne schiesst 18 Meter in die Höhe. Auf dem Dampfer herrschen chaotische Zustände. Menschen werden durch die Luft geschleudert, andere erdrücken sich und trampeln sich nieder. Schnell fällt der Strom aus. Das Schiff treibt manövrierunfähig weiter. Jetzt kippt die 239 Meter lange „Lusitania“ und sinkt innerhalb von 18 Minuten. (Illustration: Keystone/Science Source/Photo Researchers)

1918: Der rumänische Ministerpräsident Alexandru Marghiloman unterzeichnet den Frieden von Bukarest, der rumänische Gebietsabtretungen an Österreich-Ungarn und Bulgarien vorsieht. 

1919: Geburt von Evita Perón. María Eva Duarte de Perón ist zweite Frau des argentinischen Präsidenten Juan Perón. Im Sommer 1947 besucht die Primera Dama die Schweiz. Mit Pomp wird die 28-jährige Südamerikanerin von der Landesregierung empfangen. Einige Bundesräte tanzen gar mit ihr. Das Bild zeigt den Staatsgast mit Bundesrat Philipp Etter vor dem Bundehaus. Rechts die Frau von Bundesrat Max Petitpierre. Die charismatische Evita Perón, eine einstige Filmschauspielerin, hat wesentlich zum Aufstieg ihres Gatten beigetragen. Juan Perón, einer der grössten Populisten Lateinamerikas, war im Jahr zuvor zum argentinischen Präsidenten gewählt worden. Kein Wahlkampfauftritt fand ohne die umjubelte Eva Duarte de Perón (Evita) statt. Sie stirbt mit 33 Jahren am 26. Juli 1952 an Gebärmutterhalskrebs. (Foto: Keystone)

1942: Tod von Felix Weingartner, österreichischer Dirigent und Komponist. Ab 1927 lebte er vorwiegend in Basel als Dirigent des Basler Orchesters und Direktor des Konservatoriums. Er verliebte sich in die 44 Jahre jüngere Studentin Carmen Studer, was in Basel einen Skandal auslöste. Sie wurde seine fünfte Ehefrau.

1945: Der Zweite Weltkrieg ist in Europa zu Ende: Die Deutsche Wehrmacht kapituliert bedingungslos.

1945: Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, „leitender Minister" und „Aussenminister" des Deutschen Reichs, verkündet über den Reichssender Flensburg um 12.45 Uhr die Nachricht der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht.

1945: Hermann Göring wird von der US-Armee gefangengenommen.

1954: In Vietnam kapitulieren die französischen Truppen in Dien Bien Phu. Die vietnamesischen Verbände werden von General Giap geleitet.

1989: In der DDR fälschen die Behörden die Ergebnisse der Gemeindewahlen.

1995: Jacques Chirac schlägt in der Stichwahl den Sozialisten Lionel Jospin.

1999: In Belgrad wird die chinesische Botschaft von Nato-Bomben getroffen.

2004: Die Türkei schafft die Todesstrafe ab.

2012: Bei den italienischen Gemeindewahlen macht die Protestbewegung von Beppe Grillo einen Sprung nach vorn.

2015: David Cameron gewinnt die Wahlen

Bei den Unterhauswahlen im Vereinigten Königreich erringt Premierminister David Cameron (hier mit seiner Frau Samantha) überraschend die absolute Mehrheit. Entgegen allen Meinungsumfragen erobern die Konservativen 330 Sitze im 650 Abgeordneten zählenden Parlament. Labour und die Liberaldemokraten erleiden eine Schlappe. Am 13. Juli 2016 tritt Cameron nach verlorener Brexit-Abstimmung zurück. Seine Nachfolgerin wird Innenministerin Theresa May.
Bei den Unterhauswahlen im Vereinigten Königreich erringt Premierminister David Cameron (hier mit seiner Frau Samantha) überraschend die absolute Mehrheit. Entgegen allen Meinungsumfragen erobern die Konservativen 330 Sitze im 650 Abgeordneten zählenden Parlament. Labour und die Liberaldemokraten erleiden eine Schlappe. Am 13. Juli 2016 tritt Cameron nach verlorener Brexit-Abstimmung zurück. Seine Nachfolgerin wird Innenministerin Theresa May.

2017: Sieg von Emmanuel Macron

Der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron gewinnt mit gut 66 Prozent der Stimmen überraschend deutlich die französischen Präsidentschaftswahlen. Seine Gegenkandidatin Marine Le Pen vom Front National enttäuscht ihre Anhänger mit einem unerwartet bescheidenen Ergebnis. Im Bild Macron bei der Stimmabgabe in Le Touquet. (Foto: Keystone)
Der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron gewinnt mit gut 66 Prozent der Stimmen überraschend deutlich die französischen Präsidentschaftswahlen. Seine Gegenkandidatin Marine Le Pen vom Front National enttäuscht ihre Anhänger mit einem unerwartet bescheidenen Ergebnis. Im Bild Macron bei der Stimmabgabe in Le Touquet. (Foto: Keystone)
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