Damals am 7. März

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Damals am 7. März

Von Journal21, 07.03.2019

Der Sonntag wird Ruhetag - Geburt von Alessandro Manzoni - Geburt von Heinz Rühmann - Geburt von Anna Magnani - Geburt von Rudi Dutschke - „Bloody Sunday“ in Selma - Fusion von Ciby-Geigy und Sandoz - Tod von Stanley Kubrick

Herausgegriffen

1940: Geburt von Rudi Dutschke, prominentester Wortführer der westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre. Am 11. April 1968 gibt der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann beim Berliner Kurfürstendamm drei Schüsse auf Dutschke ab und trifft ihn zwei Mal im Kopf. Dutschke stirbt 1979 an den Spätfolgen des Attentats. Bachmann, ein vermutlich rechtsextremer Einzeltäter, erhängt sich 1970 in seiner Zelle. Dutschke hatte zuvor brieflichen Kontakt mit Bachmann aufgenommen und versucht, ihn von seinen sozialistischen Ideen zu überzeugen.
1940: Geburt von Rudi Dutschke, prominentester Wortführer der westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre. Am 11. April 1968 gibt der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann beim Berliner Kurfürstendamm drei Schüsse auf Dutschke ab und trifft ihn zwei Mal im Kopf. Dutschke stirbt 1979 an den Spätfolgen des Attentats. Bachmann, ein vermutlich rechtsextremer Einzeltäter, erhängt sich 1970 in seiner Zelle. Dutschke hatte zuvor brieflichen Kontakt mit Bachmann aufgenommen und versucht, ihn von seinen sozialistischen Ideen zu überzeugen.

Es geschah an einem 7. März

161: Tod von Antoninus Pius, römischer Kaiser (138–161). Unter ihm erlebte das Römische Reich seine letzte lange Friedensphase.

161: Marc Aurel wird römischer Kaiser.

321: Der Sonntag wird zum Ruhetag erklärt. Der römische Kaiser Konstantin der Grosse unterzeichnet ein entsprechendes Dekret.

1080: Drei Jahre nach dem Canossa-Gang wird König Heinrich IV. von Papst Gregor VII. erneut mit dem Kirchenbann belegt.

1274: Tod von Thomas von Aquin, italienischer Theologe und Philosoph.

1715: Geburt von Ewald Christian von Kleist, deutscher Dichter und preussischer Offizier.

1765: Geburt von Joseph Nicéphore Niépce, Foto-Pionier

Mit der Heliographie entwickelt der Franzose die früheste Fototechnik. Sein 1826 realisiertes Bild „Der Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras“ ist das weltweit älteste noch erhaltene Foto.
Mit der Heliographie entwickelt der Franzose die früheste Fototechnik. Sein 1826 realisiertes Bild „Der Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras“ ist das weltweit älteste noch erhaltene Foto.

1785: Schweden erhält von den Franzosen die Antillen-Insel Saint-Barthélemy.

1785: Geburt von Alessandro Manzoni, italienischer Schriftsteller und Dichter. Sein berühmtestes Werk ist „I promessi sposi“ (Die Brautleute/Die Verlobten). Manzoni ist einer der italienischen Nationaldichter und kämpft für die Einigung Italiens. 

1868: Geburt von Giovanni Giacometti, Schweizer Maler.

1872: Geburt von Piet (Pieter Cornelis) Mondriaan, niederländischer Maler der klassischen Moderne, Mitbegründer der abstrakten Malerei.

1875: Geburt von Maurice Ravel, französischer Komponist (u. a. „Boléro“ 1928).

1876: Das Telefon ist erfunden. Alexander Graham Bell meldet sein Patent an.

1897: Die Cornflakes sind erfunden. John Harvey Kellogg, ein Arzt, meldet sein Patent an.

1902: Geburt von Heinz Rühmann (Heinrich Wilhelm Rühmann), deutscher Schauspieler (u. a. „Die Feuerzangenbowle“ 1944). Er stirbt 92-jährig am 3. Oktober 1994. 

1908: Geburt von Anna Magnani

Die italienische Filmschauspielerin gilt als Ikone des neorealistischen italienischen Films. Ihren ersten grossen Auftritt hat sie 1941 in Vittorio de Sicas Film „Teresa Venerdì“. Der Durchbruch kommt 1955. Für ihre Hauptrolle in der Tennessee Williams-Adaption „Die tätowierte Rose“ (La rosa tatuata) gewinnt sie als erste Europäerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Liiert ist sie lange Jahre mit Roberto Rosselini, der sie für Ingrid Bergman verlässt. Zum letzten Mal tritt sie in Fellinis „Roma“ auf. Sie stirbt am 26. September 1973 an Bauchspeichedrüsenkrebs und ist in San Felice Circeo zwischen Rom und Neapel begraben. (Foto: AP)
Die italienische Filmschauspielerin gilt als Ikone des neorealistischen italienischen Films. Ihren ersten grossen Auftritt hat sie 1941 in Vittorio de Sicas Film „Teresa Venerdì“. Der Durchbruch kommt 1955. Für ihre Hauptrolle in der Tennessee Williams-Adaption „Die tätowierte Rose“ (La rosa tatuata) gewinnt sie als erste Europäerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Liiert ist sie lange Jahre mit Roberto Rosselini, der sie für Ingrid Bergman verlässt. Zum letzten Mal tritt sie in Fellinis „Roma“ auf. Sie stirbt am 26. September 1973 an Bauchspeichedrüsenkrebs und ist in San Felice Circeo zwischen Rom und Neapel begraben. (Foto: AP)

1915: Geburt von Jacques Chaban-Delmas, Gaullist der ersten Stunde, französischer Premierminister, Präsident der Nationalversammlung, gestorben am 10. November 2000.

1917: Geburt von Will Eisner, amerikanischer Comic-Zeichner und Comic-Autor (u. a. „The Spirit“ 1940–1952). 

1932: Tod von Aristide Briand, französischer Staatsmann der Dritten Republik, Architekt der Verträge von Locarno (1925/1926). Zusammen mit Gustav Stresemann erhält er 1926 den Friedensnobelpreis.

1933: Geburt von Hannelore (Johanna Klara Eleonore) Kohl, erste Ehefrau (1960–2001) von Bundeskanzler Helmut Kohl. Am 5. Juli 2001 begeht sie im Alter von 68 Jahren mit einer Überdosis Tabletten Suizid.

1936: Hitlers Deutschland besetzt das Rheinland und verstösst so gegen den Versailler Vertrag.

1940: Geburt von Rudi Dutsche.

1942: Geburt von Michael Eisner, amerikanischer Manager, Leiter der Walt Disney Company (1984–2005). 

1945: Amerikanische Truppen erobern die Rheinbrücke bei Remagen.

1960: Geburt von Ivan Lendl, tschechoslowakischer Tennisspieler, Gewinner von acht Grand-Slam-Titeln.

1964: Geburt von Bret Easton Ellis, amerikanischer Schriftsteller („Less Than Zero“ 1985, „American Psycho“ 1991). 

1965: „Bloody Sunday“

In Selma im amerikanischen Bundesstaat Alabama knüppeln weisse Polizisten auf der Edmund-Pettus-Brücke 600 friedlich demonstrierende schwarze Bürgerrechtler nieder. Der „Bloody Sunday“ von Selma trägt dazu bei, dass noch im gleichen Jahr die Rassentrennung und Rassendiskriminierung formell beendet werden.
In Selma im amerikanischen Bundesstaat Alabama knüppeln weisse Polizisten auf der Edmund-Pettus-Brücke 600 friedlich demonstrierende schwarze Bürgerrechtler nieder. Der „Bloody Sunday“ von Selma trägt dazu bei, dass noch im gleichen Jahr die Rassentrennung und Rassendiskriminierung formell beendet werden.

1970: Geburt von Rachel Weisz, britische Schauspielerin (u. a. „Die Mumie“ 1999, „About a Boy oder: Der Tag der toten Ente“ 2002, „Der ewige Gärtner“ 2005), Oscar-Preisträgerin. 

1971: Geburt von Christophe Darbellay, Schweizer Politiker (CVP/VS), Nationalrat seit 2003. Am 2. September 2006 wählt ihn die Partei zum Parteipräsidenten der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) – als Nachfolger der in den Bundesrat gewählten Doris Leuthard. Im Frühjahr 2016 gibt er das Parteipräsidium ab. Nachfolger wird Gerhard Pfister. Am 19. März 2017 wird Darbellay in die Walliser Kantonsregierung gewählt.

1979: Beginn der israelisch-ägyptischen Friedensbemühungen unter dem amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter.

1992: Eduard Schewardnadse putscht sich in Georgien an die Macht.

1996: Ciba-Geigy und Sandoz fusionieren zu Novartis. Es ist die bisher weltweit grösste Firmenfusion.

1999: Tod von Stanley Kubrick, amerikanischer Regisseur, Produzent, Drehbuchautor (u. a. „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ 1963, „2001: Odyssee im Weltraum“ 1968, „Uhrwerk Orange“ 1971, „Barry Lyndon“ 1975, „Full Metal Jacket“ 1987). 

2006: Tod von Ali Farka Touré, malischer Sänger und Musiker „Bluesman of Africa“ (u. a. „Talking Timbuktu“ 1994).

2010: Die Schweizer Stimmberechtigen lehnen mit 70,3 Prozent die Eidgenössische Volksinitiative „Gegen Tierquälerei und für einen besseren Rechtsschutz der Tiere“ (Tierschutzanwalt-Initiative) ab. Alle Kantone sagen Nein.

2012: Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet, dass das Atomkraftwerk Mühleberg wegen „erheblicher offener sicherheitsrelevanter Fragen“ nur noch bis 2013 betrieben werden darf.

2013: Tod von Giuliano Bignasca, Schweizer Politiker (Lega dei Ticinesi/TI), Bauunternehmer, Verleger von „Il Mattino“, selbsternannter Präsident der „Lega dei Ticinesi“, die er zur zweitstärksten Partei des Tessins machte. Bignasca rutschte 1995 in den Nationalrat nach, wurde im gleichen Jahr aber nicht wiedergewählt. Die Wahl in die grosse Kammer gelang ihm dann 1999. Ab 2000 bis zu seinem Tod sass er in der Stadtregierung von Lugano. Bignasca hatte es oft mit der Justiz zu tun. Sein Markenzeichen waren seine langen Haare und sein Rossschwanz.

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