Damals am 7. Februar

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Damals am 7. Februar

Von Journal21, 07.02.2021

Geburt von Johann Heinrich Füssli - Geburt von Charles Dickens - Geburt von Juliette Gréco - Geburt von Jörg Schneider - Ustascha-Massaker in Kroatien - Frauenstimmrecht in der Schweiz - Gründung der Europäischen Union - Merkel zum 4.

Herausgegriffen

7. Februar 1971: In der Schweiz wird das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene eingeführt. Die Stimmbeteiligung beträgt 58 Prozent. 66 Prozent der Stimmenden sprechen sich für das Frauenstimmrecht aus. 15½ Kantone stimmen zu, 6½ Kantone der Zentral- und Ostschweiz (UR, SZ, OW, GL, SG, TG, AR und AI) lehnen mit teilweise massiven Nein-Mehrheiten ab. Gleichzeitig wird das Frauenstimmrecht in Kantons- und Gemeindeangelegenheiten in Fribourg (74% Ja), Schaffhausen (57% Ja), Zug (63% Ja) und Aargau (52% Ja) angenommen.
7. Februar 1971: In der Schweiz wird das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene eingeführt. Die Stimmbeteiligung beträgt 58 Prozent. 66 Prozent der Stimmenden sprechen sich für das Frauenstimmrecht aus. 15½ Kantone stimmen zu, 6½ Kantone der Zentral- und Ostschweiz (UR, SZ, OW, GL, SG, TG, AR und AI) lehnen mit teilweise massiven Nein-Mehrheiten ab. Gleichzeitig wird das Frauenstimmrecht in Kantons- und Gemeindeangelegenheiten in Fribourg (74% Ja), Schaffhausen (57% Ja), Zug (63% Ja) und Aargau (52% Ja) angenommen.

Es geschah an einem 7. Februar

1497: Auf der Piazza della Signoria in Florenz werden mehrere Bilder von Sandro Botticelli verbrannt. Botticelli hatte sie dem Prediger Girolamo Savonarola übergeben. Der asketische Bussprediger Savonarola kritisiert den Luxus und den Lebenswandel der Reichen. Ein Jahr später wird er hingerichtet.

1741: Geburt von Johann Heinrich Füssli

Der schweizerisch-englische Maler Füssli wird in Zürich geboren. Seine grössten Erfolge feiert er in London. Dort wird er John Henry Fuseli genannt. 1788 wird er in die Royal Academy of Arts aufgenommen. „The Nightmare/Der Nachtmahr“ (im Bild) hat so viel Erfolg, dass Füssli gleich mehrere Versionen malt. Er liebt englische Gespenstergeschichten, und die Welt, die er malt, ist oft gespenstisch und bedrohlich, bedrückend und düster. Seine Neider werfen ihm vor, er konsumiere spät am Abend Opium und esse blutiges Fleisch, um sich in düstere Visionen hineinzusteigern. Füssli stirbt am 10. April 1825 in London.
Der schweizerisch-englische Maler Füssli wird in Zürich geboren. Seine grössten Erfolge feiert er in London. Dort wird er John Henry Fuseli genannt. 1788 wird er in die Royal Academy of Arts aufgenommen. „The Nightmare/Der Nachtmahr“ (im Bild) hat so viel Erfolg, dass Füssli gleich mehrere Versionen malt. Er liebt englische Gespenstergeschichten, und die Welt, die er malt, ist oft gespenstisch und bedrohlich, bedrückend und düster. Seine Neider werfen ihm vor, er konsumiere spät am Abend Opium und esse blutiges Fleisch, um sich in düstere Visionen hineinzusteigern. Füssli stirbt am 10. April 1825 in London.

1870: Geburt von Alfred Adler, österreichischer Arzt und Psychotherapeut („Über den nervösen Charakter“ 1912, „Menschenkenntnis“ 1927, „Der Sinn des Lebens“ 1933). 

1878: Tod von Papst Pius IX., Kämpfer gegen die Einheit Italiens, Verkünder der Dogmen der päpstlichen Unfehlbarkeit und der unbefleckten Empfängnis. Er ist der Papst mit dem längsten Pontifikat der Kirchengeschichte (1846–1878).

1885: Geburt von Sinclair Lewis, Privatsekretär von Jack London. Als erster Amerikaner erhält er den Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1920), (u. a. „Babbitt“ 1922, „Dr. med. Arrowsmith“ 1925, „Elmer Gantry“ 1927).

1894: Tod von Antoine Joseph Sax, belgischer Instrumentenbauer, Erfinder des Saxophons (1840). 

1896: Geburt von Thomas Holenstein, Bundesrat von 1954 bis 1959 (CVP/SG). Er gilt als „antietatistischer Föderalist“ und steht stets dem Volkswirtschaftsdepartement vor. Unter ihm tritt die Schweiz provisorisch dem GATT bei und gehörte nach der Gründung der EWG zu den Förderern der Efta. Aus gesundheitlichen Gründen erklärte er 1959 seinen Rücktritt.
 

1898: Der französische Schriftsteller Emile Zola wird wegen Verleumdung angeklagt. Er hatte die Dreyfuss-Affäre publik gemacht und der Justiz Irrtümer bei der Verurteilung von Alfred Dreyfus vorgeworfen.

1905: Geburt von Paul Nizan, französischer Schriftsteller, Journalist, Marxist (u. a. „Les Chiens de garde“ 1932, „Antoine Bloyé“ 1933, „Le Cheval de Troie“ 1935). Er fällt am 23. Mai 1940 bei Dünkirchen.

1906: Geburt von Aisin Gioro Pǔyí, letzter Kaiser von China (1908–1912) der Qing-Dynastie (1644–1912). Sein Leben wird 1987 von Bernardo Bertolucci verfilmt.

1909: Geburt von Helder Camara, brasilianischer Erzbischof und Befreiungstheologe.

1915: Geburt von Georges-André Chevallaz, Bundesrat von 1973 bis 1983 (FDP/VD). Chevallaz ist von 1957 bis 1973 Stadtpräsident von Lausanne und Vizepräsident der Landesausstellung Expo 64. Als Bundesrat steht er zunächst dem Finanzdepartement vor. Er setzt zahlreiche Massnahmen zur Sanierung der Bundesfinanzen durch. Mit seinem grossen Steuerreformprojekt scheitert er jedoch: Die Einführung einer Mehrwertsteuer wird vom Volk 1977 und 1979 abgelehnt. Als Vorsteher des Militärdepartements plant er die Anschaffung eines neuen Sturmgewehrs und des Kampfpanzers Leopard. Er überwacht auch die Neuorganisation der Geheimdienste, so der Widerstandsorganisation P-26. 1992 kämpft er gegen den Beitritt der Schweiz zum EWR. Er stirbt am 8. September 2002.

1927. Geburt von Juliette Gréco, französische Chanson-Sängerin und Schauspielerin. Mit 16 Jahren wird sie von der Gestapo inhaftiert. Ihre Schwester und Mutter kommen ins Konzentrationslager und überleben. Gréco gilt als die Muse der Existentialisten. Sie war befreunden mit Sartre, Simone de Beauvoir, Miles Davis, Jacques Brel, Françoise Sagan, Charles Aznavour, Jacques Prévert, Darryl Zanuck und anderen. Zu ihren wichtigsten Chansons gehören „Deshabillez-moi“, „Un petit poisson, un petit oiseau“. „Jolie môme“, „La fourmi“. Sie war drei Mal verheiratet, unter anderem mit Michel Piccoli.

1935: Geburt von Jörg Schneider, Schweizer Schauspieler (u. a. „Bibi Balù“ 1964, „Motel“ 1984, „Lüthi & Blanc“ 1999–2006). Er stirbt am 22. August 2015.

1937: Tod von Elihu Root, amerikanischer Jurist, Politiker, Träger des Friedensnobelpreises 1912.

1942: Nahe der nordbosnischen Stadt Banja Luka werden über 2’000 serbische Zivilisten von faschistischen kroatischen Ustascha-Kämpfern umgebracht. Unter den Toten befinden sich über 500 Kinder.

1948: Geburt von Joe Ackermann, von 2006 bis 2012 Chef der Deutschen Bank, von März 2012 bis Ende August 2013 Verwaltungsratspräsident bei der Zurich Insurance Group. Seit dem 20. November 2014 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Bank of Cyprus.

1949: Geburt von Daniel Jeandupeux, Schweizer Fussballspieler und Fussballtrainer. Mit dem FC Zürich wird er zwei Mal Schweizer Meister und Pokalsieger. 1979 wird er Trainer beim FC Sion, später beim FC Zürich. Vom 12. März 1986 bis zum 26. April 1989 trainiert er das Schweizer Nationalteam.

1954: Geburt von Dieter Bohlen, deutscher Musiker, Sänger, Komponist und Produzent, Jurymitglied bei „Deutschland sucht den Superstar“ und „Das Supertalent“.

1964: Die Beatles treffen zu ihrer ersten USA-Tour in New York ein. 

1967: Im Vietnam-Krieg setzen die USA erstmals das Herbizid „Agent Orange“ ein. 400’000 Vietnamesen sterben oder werden deformiert. Eine halbe Million Kinder werden mit Missbildungen geboren.

1971: In der Schweiz wird das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene eingeführt.

1974: Die Karibik-Insel Grenada wird von Grossbritannien unabhängig.

1979: Tod von Josef Mengele, Arzt, „Todesengel von Auschwitz“. Er erlitt während Badeferien im brasilianischen Bertioga einen Schlaganfall und ertrank. Am Tag danach wurde er als „Wolfgang Gerhard“ beerdigt.

1979: Geburt von Tawakkul Karman, Jemen, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2011.

1986: Auf den Philippinen geht General Ferdinand Marcos als Sieger aus den gefälschten Präsidentschaftswahlen hervor. Corazon Aquino war seine Gegenkandidatin.

1986: Diktator Jean-Claude Duvalier, genannt Baby Doc, flieht aus Haiti und geht nach Paris ins Exil.

1992: Gründung der Europäischen Union. In Maastricht wird der „Vertrag von Maastricht“ unterzeichnet.

1994: Tod von Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent.

1999: In Jordanien wird Abdulla II. König. Er folgt seinem kurz zuvor verstorbenen Vater Hussein.

2001: Tod von Anne Morrow Lindbergh, amerikanische Schriftstellerin („Gift from the Sea“ 1955), Flugpionierin, Ehefrau von Charles Lindbergh.

2012: Der Rohstoffhändler Glencore und der Bergbaukonzernz Xstrata geben bekannt, dass sie fusionieren wollen.

2012: In Griechenland findet ein Generalstreik statt.

2014: Im russischen Sotschi werden die Olympischen Winterspiele eröffnet. Zu den Fahnenträgern an der Eröffnungsfeier gehört die 26-jährige russische Tennisspielerin Marija Sharapova

 

 

 

 


2016: Tod von Roger Willemsen, deutscher Publizist, Fernseh- und Radiomoderator. Willemsen stirbt im Alter von 60 Jahren an Krebs.

2018: Erneut Grosse Koalition

Neuauflage der Grossen Koalition in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die SPD von Parteichef Martin Schulz (rechts) einigen sich zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) auf eine Fortführung der Grossen Koalition. Vor allem bei jüngeren SPD-Mitgliedern ist die Allianz sehr umstritten. Der SPD ist gelungen, dem Koalitionsvertrag eine sozialdemokratische Handschrift zu verpassen. Aus diesem Grund rumort es auch bei der CDU. (Foto: Keystone/EPA/Hayoung Jeon)
Neuauflage der Grossen Koalition in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die SPD von Parteichef Martin Schulz (rechts) einigen sich zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) auf eine Fortführung der Grossen Koalition. Vor allem bei jüngeren SPD-Mitgliedern ist die Allianz sehr umstritten. Der SPD ist gelungen, dem Koalitionsvertrag eine sozialdemokratische Handschrift zu verpassen. Aus diesem Grund rumort es auch bei der CDU. (Foto: Keystone/EPA/Hayoung Jeon)
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