Damals am 8. Februar

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Damals am 8. Februar

Von Journal21, 08.02.2021

Reformation in Basel - Maria Stuart hingerichtet - Geburt von Jules Verne - Geburt von James Dean - Bulganin löst Malenko ab - Tod von Franz Schnyder - Ja zu „lebenslanger Verwahrung“ - Ja zur Personenfreizügigkeit - Tod von Georg Gerster

Herausgegriffen

8. Februar 1587: Die 45-jährige Maria Stuart wird hingerichtet. Sie erscheint wie eine Nonne gekleidet auf dem Schaffott. Der unerfahrene Scharfrichter braucht drei Schläge mit der Axt, um ihren Kopf abzutrennen. Der Henker wollte nach seiner Tat den Kopf als Trophäe hochheben. Er erwischte jedoch nur die Perücke. Hingerichtet wurde Maria Stuart wegen angeblichen Hochverrats. Sie soll ein Attentat auf Queen Elizabeth I. geplant haben. Das Bild eines holländischen Malers stammt aus der Scottish National Portrait Gallery.
8. Februar 1587: Die 45-jährige Maria Stuart wird hingerichtet. Sie erscheint wie eine Nonne gekleidet auf dem Schaffott. Der unerfahrene Scharfrichter braucht drei Schläge mit der Axt, um ihren Kopf abzutrennen. Der Henker wollte nach seiner Tat den Kopf als Trophäe hochheben. Er erwischte jedoch nur die Perücke. Hingerichtet wurde Maria Stuart wegen angeblichen Hochverrats. Sie soll ein Attentat auf Queen Elizabeth I. geplant haben. Das Bild eines holländischen Malers stammt aus der Scottish National Portrait Gallery.

Es geschah an einem 8. Februar

1529: In Basel brechen nach der Fasnacht Unruhen aus. Die Zünfte zwingen die Regierung, die Reformation einzuführen.

1587: Maria Stuart wird wegen Hochverrats hingerichtet. 

1601: Robert Deveureux, der Geliebte von Königin Elizabeth I., will an die Macht. Der Putsch scheitert.

1700: Geburt von Daniel Bernoulli, Schweizer Mathematiker und Physiker.

1725: Tod von Peter I., der Grosse, russischer Zar.

1743: Geburt von Louis d’Affry. Nach dem Ende der „Helvetischen Republik“ tritt die Mediationsakte in Kraft. Napoleon ernennt den Freiburger d’Affry 1803 zum ersten „Landammann der Schweiz“.

1828: Geburt von Jules Verne, französischer Schriftsteller (u. a. „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ 1864, „20’000 Meilen unter dem Meer“ 1869–1870, „Reise um die Erde in 80 Tagen“ 1873).

1843: Geburt von Eduard Sacher, österreichischer Hotelier, Gastronom,  Erfinder der „Sachertorte“. 

1876: Geburt von Paula Modersohn-Becker, deutsche Malerin.

1880: Geburt von Franz Marc, deutscher Maler und Grafiker („Der Turm der blauen Pferde“ 1913). Zusammen mit Wassily Kandinsky gründet er die Künstlergemeinschaft „Der Blaue Reiter“ (1911).

1894: Geburt von Ludwig Marcuse, deutsch-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller.

1908: Geburt von Emil Staiger, Germanistikprofessor in Zürich von 1943 bis 1976. Er ist von 1932 bis 1934 Mitglied der Nationalen Front, von der er sich dann öffentlich lossagte. 1966 kritisiert er die Schweizer Gegenwartsliteratur, löst damit einen Literaturstreit aus und bringt Max Frisch gegen sich auf.

1909: Gründung der Fluggesellschaft „Lignes Aériennes Farman“ durch die Gebrüder Henri, Dick und Maurice Farman. Die Gesellschaft wurde später Teil der Air France.

1920: Danzig wird freie Stadt und steht unter Verwaltung des Völkerbundes. Die deutschen Truppen ziehen ab.

1925: Geburt von Jack Lemmon (John Uhler Lemmon), amerikanischer Schauspieler („Manche mögen’s heiss“ 1959, „Save the Tiger“ 1973, „Ein verrücktes Paar“ 1993), Oscar-Preisträger.

1931: Geburt von James Dean, amerikanischer Schauspieler, Jugendidol, Rebell, Mädchenschwarm, Autonarr. Seine Hauptrolle im Film „... denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Rebel Without a Cause) macht ihn zum Weltstar. Für seine Rollen in „Jenseits von Eden“ (East of Eden) und „Giganten“ (Giant) erhält er nach seinem frühen Tod einen Oscar. Er spielt an der Seite von Elizabeth Taylor, Natalie Wood, Rock Hudson und ist mit Ursula Andress befreundet. Am 30. September 1955 sitzt er am Steuer seines silberfarbenen Porsche 550 Spyder. In der Abenddämmerung auf einem Highway nördlich von Los Angeles kracht er mit 90 km/h in einen brüsk abbiegenden Ford. Er wird in den Strassengraben geschleudert und ist sofort tot. (Foto: Keystone/AP)

1932: Geburt von John Towner Williams, amerikanischer Komponist, Dirigent und Produzent von Filmmusik („Krieg der Sterne“ 1977, „E. T. – Der Ausserirdische“ 1982, „Schindlers Liste“ 1993), 5-facher Oscar-Preisträger.

1935: Tod von Max Liebermann, deutscher Maler, Grafiker.

1950: Geburt von Marcel Ospel, Schweizer Bankmanager, ehemaliger Verwaltungsratspräsident der UBS. 

1955: In der Sowjetunion wird Verteidigungsminister Nikolai Bulganin Ministerpräsident. Er löst Georgi Malenkow ab.

1955: Geburt von John Ray Grisham, amerikanischer Rechtsanwalt, Autor mehrerer Romane (u. a. „Die Firma” 1993, „Die Akte” 1993, „Der Regenmacher” 1997). 

1963: Staatsstreich im Irak. Ahmad Hasan al-Bakr und seine Baath-Partei gelangen an die Macht. Al-Bark folgt auf Karim Qasim.

1985: Tod von William Lyons, britischer Ingenieur, zusammen mit William Walmsley gründete er 1922 die Automarke „Jaguar“. 

1990: Tod von Georges de Mestral, Schweizer Ingenieur, Erfinder des Klettverschlusses (1941).

1993: Tod von Franz Schnyder

Schnyder, hier rechts im Bild 1941 mit dem Schauspieler Heinrich Gretler während der Dreharbeiten zum Film „Gilberte de Courgenay“. Schnyder war Theaterregisseur, Schauspieler, unter anderem war er Schauspieldirektor am Stadttheater Basel. Populär wurde er als Filmregisseur. Von 1940 bis 1970 produzierte der gebürtige Emmentaler 13 Langspielfilme (u. a. „Gilberte de Courgenay“ 1941 mit Annemarie Blanc in der Titelrolle, „Ueli der Knrecht“ 1954 mit Hannes Schmidhauser und Lilo Pulver, „Heidi und Peter“ 1955, „Ueli der Pächter“ 1955, „Die Käserei der Vehfreude“ 1958, „Anne Bäbi Jowäger“ 1960, „Der Sittlichkeitsverbrecher“, Dokumentarfilm, 1963, „Geld und Geist“ 1964). Zehn Jahre lang kämpfte er für Realisierung eines Films über Pestalozzi, fand jedoch keine Geldgeber. Verbittert starb er in der Psychiatrischen Klinik in Münsingen. (Foto: Keystone)
Schnyder, hier rechts im Bild 1941 mit dem Schauspieler Heinrich Gretler während der Dreharbeiten zum Film „Gilberte de Courgenay“. Schnyder war Theaterregisseur, Schauspieler, unter anderem war er Schauspieldirektor am Stadttheater Basel. Populär wurde er als Filmregisseur. Von 1940 bis 1970 produzierte der gebürtige Emmentaler 13 Langspielfilme (u. a. „Gilberte de Courgenay“ 1941 mit Annemarie Blanc in der Titelrolle, „Ueli der Knrecht“ 1954 mit Hannes Schmidhauser und Lilo Pulver, „Heidi und Peter“ 1955, „Ueli der Pächter“ 1955, „Die Käserei der Vehfreude“ 1958, „Anne Bäbi Jowäger“ 1960, „Der Sittlichkeitsverbrecher“, Dokumentarfilm, 1963, „Geld und Geist“ 1964). Zehn Jahre lang kämpfte er für Realisierung eines Films über Pestalozzi, fand jedoch keine Geldgeber. Verbittert starb er in der Psychiatrischen Klinik in Münsingen. (Foto: Keystone)

1998: Tod von Halldór Laxness, isländischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1955).

2002: In Chile wird Michelle Bachelet die erste lateinamerikanische Verteidigungsministerin. Sie wird später Präsidentin von Chile.

2002: Tod von Elisabeth Mann Borgese, Tochter von Thomas Mann, Seerechtlerin, Ökologin, Schriftstellerin, Gründungsmitglied des „Club of Rome“ (1970).

2004: Die Schweizer Stimmberechtigen sagen mit 56,2 Prozent Ja zur Eidgenössische Volksinitiative „Lebenslange Verwahrung für nicht therapierbare, extrem gefährliche Sexual- und Gewaltstraftäter“.

2009: Die Schweizer Stimmberechtigten sagen mit 51,5 Prozent Ja zur Weiterführung der Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Rumänien und Bulgarien. Kein Kanton sagt Nein.

2012: In der syrischen Stadt Homs richten Regierungstruppen ein Massaker an. Zuvor war die Stadt fünf Tage lang bombardiert worden.

2019: Tomi (Jean-Thomas) Ungerer, elsässischer Grafiker, Schriftsteller und Illustrator von Kinder- und Erwachsenenbüchern stirbt in Cork, Irland, im Alter von 87 Jahren. 

2019: Im Alter von 90 Jahren stirbt Georg Gerster, Schweizer Pionier der Flugbildfotografie, Journalist und Autor von Journal21.ch. Gerster, der an der Universität Zürich Germanistik studierte und promovierte, wurde vor allem durch seine grossformatigen Swissair-Kalender bekannt. Er arbeitete unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, das National Geographic Magazine, das Sunday Times Magazine und Geo. Der in Winterthur Geborene fotografierte während eines halben Jahrhunderts in 113 Ländern. Insgesamt war er für seine Bilder während 3500 Flugstunden in der Luft. Er verfasste zahlreiche Bücher und erhielt mehrere Preise. Das Bild zeigt ihn an der 8. Geburtstagsfeier von Journal21.ch am 10. September 2018. (Foto: Keystone/Anthony Anex)

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