Damals am 30. März

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Damals am 30. März

Von Journal21, 30.03.2019

Tod von Adam Riese - Geburt von Goya - Geburt von Friedrich Wilhelm Raiffeisen - Geburt von van Gogh - Die USA kaufen Alaska - Tod von Karl May - Tod von Queen Mum

Herausgegriffen

30. März 1559 (oder 2. April 1559): Tod von Adam Riese (eigentlich: Adam Ries), deutscher Rechenmeister. Er gilt als „Vater des modernen Rechnens“. Er besuchte nie eine Universität. Schon zu Lebzeiten wurde er berühmt als „Hofarithmeticus“ des sächsischen Kurfürsten, der eine eigene Rechenschule führte. Sein auf Deutsch geschriebenes Lehrbuch „Rechenung auff der linihen und federn ...“ erreichte über 120 Auflagen. Adam Riese ersetzte die römischen Zahlen (z. B. MMXVIII) durch indisch-arabische Zahlenzeichen (2018). Das Bild zeigt das zweite Rechenbuch des „Churfürstlich Sächsischen Hofarithmeticus“: „Rechnung auff der Linien und Federn auff allerley Hantierung gemacht durch Adam Risen“, Wittenberg 1558.
30. März 1559 (oder 2. April 1559): Tod von Adam Riese (eigentlich: Adam Ries), deutscher Rechenmeister. Er gilt als „Vater des modernen Rechnens“. Er besuchte nie eine Universität. Schon zu Lebzeiten wurde er berühmt als „Hofarithmeticus“ des sächsischen Kurfürsten, der eine eigene Rechenschule führte. Sein auf Deutsch geschriebenes Lehrbuch „Rechenung auff der linihen und federn ...“ erreichte über 120 Auflagen. Adam Riese ersetzte die römischen Zahlen (z. B. MMXVIII) durch indisch-arabische Zahlenzeichen (2018). Das Bild zeigt das zweite Rechenbuch des „Churfürstlich Sächsischen Hofarithmeticus“: „Rechnung auff der Linien und Federn auff allerley Hantierung gemacht durch Adam Risen“, Wittenberg 1558.

Es geschah an einem 30. März

1559: Tod von Adam Riese, deutscher Mathematiker.

1746: Geburt von Francisco Goya, spanischer Maler.

1794: Robespierre lässt Danton verhaften.

1818: Geburt von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Wegbereiter der Genossenschaftsbanken. Der praktizierende Protestant will den ärmeren Schichten, vor allem auch den Bauern im Westerwald helfen. Sie haben kaum Zugang zu Krediten. Für Darlehen müssen sie 30 Prozent Zins bezahlen. Mit den von ihm initiierten Genossenschaften wird dem Wucher ein Riegel geschoben. Er versucht auch, arme Leute in die Gesellschaft zu reintegrieren und fördert z. B. den Bau von Volksbibliotheken. Heute haben die Raiffeisen-Genossenschaften mehr als eine halbe Milliarde Mitglieder.

1845: Zweiter Freischarenzug: Angeführt vom späteren Bundesrat Ulrich Ochsenbein ziehen 3’500 liberal gesinnte Freischärler Richtung Luzern, wo Jesuiten in Lehranstalten berufen worden waren. Bei Kämpfen mit Luzerner Regierungstruppen sterben 100 Freischärler und 20 Regierungssoldaten. Als Reaktion auf die beiden Freischarenzüge wird der katholische Sonderbund gebildet.

1853: Geburt von Vincent van Gogh.

1867: Russland verkauft den USA Alaska für 7,2 Millionen Dollar. Der „Alaska Purchase“ wurde vom damaligen amerikanischen Aussenminister William H. Seward eingefädelt. Das Russische Reich befindet sich damals, nach dem Krim-Krieg, in einer prekären finanziellen Situation und stimmt dem Verkaufpreis zu.

1899: In Boston entsteht der Bananen-Produzent United Fruit, der später in Lateinamerika viel Unheil anrichtet.

1912: Tod von Karl May, deutscher Schriftsteller. Kurz nach seiner Geburt erblindete er und wurde erst nach fünf Jahren geheilt. Mehrmals kam er ins Gefängnis, unter anderem wegen Hochstapelei, Diebstahl und Betrug. „Der deutsche Hausschatz“ druckte 1880 seine ersten Erzählungen. 1890/91 wurde „Der Schatz im Silbersee“ von der Illustrierten „Der Gute Kamerad“ als Fortsetzungsroman publiziert. 1895 wurden bereits jährlich 60’000 Exemplare seiner Romane verkauft (u. a. „Der Schatz im Silbersee“ 1890/91, „Durchs wilde Kurdistan“ 1892, „Winnetou I, II, III“ 1893, „Winnetou IV“ 1910). Der Film „Der Schatz im Silbersee“ mit Lex Barker spielte mehr als sechs Millionen DM ein. Karl Mays letzte Worte sollen gewesen sein: „Sieg! Sieg! Ich sehe alles rosarot!“

1925: Tod von Rudolf Steiner, österreichischer Esoteriker, Philosoph und Schulgründer, Begründer der Anthroposophie.

1926: Geburt von Ingvar Feodor Kamprad, Gründer des Möbelkonzerns „Ikea“. Er stirbt am 27. Januar 2018.

1937: Geburt von Henry Warren Beatty, amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent. Er spielt 1967 Clyde in „Bonnie and Clyde“. 

1940: Geburt von Uwe Timm, deutscher Schriftsteller (u. a. „Heisser Sommer“ 1974, „Die Entdeckung der Currywurst“ 1993).

1945: Alliierter Luftangriff auf Berlin: 20’000 Tote.

1947: Die kurz zuvor ausgerufene Republik Kurdistan im Norden des Irak bricht zusammen. Ihre Führer werden ermordet.

1952: Geburt von Peter Bodenmann, Schweizer Politiker (SP/VS), Anwalt. 1971 gehört er zu den Mitbegründern der Bewegung Kritisches Oberwallis. Von 1987 bis 1997 ist er Nationalrat, von 1990 bis 1997 Präsident der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz. Als erster Sozialdemokrat wird er 1997 in den Staatsrat das Kantons Wallis gewählt, aus dem er 1999 zurücktritt. Nach seinem Abschied von der Politik betreibt er ein Hotel und beschäftigt sich als Kolumnist. (Bild: Keystone)

1954: Geburt von Eric Clapton, englischer Blues- und Rock-Gitarrist, Sänger, Komponist, mehrfacher Grammy-Gewinner und einziges dreimaliges Mitglied der „Rock and Roll Hall of Fame“. 

1964: Geburt von Tracy Chapman, amerikanische Sängerin und Songschreiberin. 

1968: Geburt von Céline Dion, kanadische Sängerin (u. a. „Falling into You“ 1996, Let’s Talk About Love“ 1997, „A New Day Has Come“ 2002).

1978: Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky besucht als erster westlicher Regierungschef die DDR.

1979: Geburt von Norah Jones, amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin (u. a. „Come Away with Me“ 2003, „Feels Like Home“ (2006).

1985: Tod von Soeur Sourire (Jeanine Deckers), belgische Nonne des Dominikanerordens, Chansonsängerin („Dominique“ 1963).

2000: Tod von Rudolf Kirchschläger, Bundespräsident Österreichs (1974–1986, 1980–1986).

2002: Queen Mum, die Mutter von Elizabeth II., stirbt mit 101 Jahren.

2002: Tod von Jean Pictet, Genfer Jurist, Experte für humanitäres Völkerrecht, Vizepräsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Er gilt als geistiger Vater der Genfer Konventionen von 1949.

2010: Dem Kernforschungszentrum Cern in Genf gelingt es zum ersten Mal, einen Protonen-Crash zu erzeugen.

2018: „Marsch der Rückkehr“ 

​Wie jedes Jahr demonstrieren Palästinenser Ende März/Anfang April gegen die staatliche Enteignung arabischer Israeli in Israel. An der Grenze zum von Israel hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen kommt es zu schweren Ausschreitungen. Militante Palästinenser rollen brennende Autoreifen gegen israelische Soldaten, die die Absperrung bewachen. Laut israelischen Angaben durchtrennen die Demonstranten den Zaun und dringen auf israelisches Gebiet vor. Die Israeli setzen zunächst Tränengas, dann Gummischrot und schliesslich Schusswaffen ein. Die Palästinenser waren zuvor von Israel gewarnt worden. Laut palästinensischen Angaben sind 17 Demonstranten getötet und 750 verletzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ordnet einen „Tag der Trauer“ an. Der Gaza-Streifen wird von Israel hermetisch abgeriegelt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. (Foto: Keystone)
​Wie jedes Jahr demonstrieren Palästinenser Ende März/Anfang April gegen die staatliche Enteignung arabischer Israeli in Israel. An der Grenze zum von Israel hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen kommt es zu schweren Ausschreitungen. Militante Palästinenser rollen brennende Autoreifen gegen israelische Soldaten, die die Absperrung bewachen. Laut israelischen Angaben durchtrennen die Demonstranten den Zaun und dringen auf israelisches Gebiet vor. Die Israeli setzen zunächst Tränengas, dann Gummischrot und schliesslich Schusswaffen ein. Die Palästinenser waren zuvor von Israel gewarnt worden. Laut palästinensischen Angaben sind 17 Demonstranten getötet und 750 verletzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ordnet einen „Tag der Trauer“ an. Der Gaza-Streifen wird von Israel hermetisch abgeriegelt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. (Foto: Keystone)

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