Damals am 29. März

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Damals am 29. März

Von Journal21, 29.03.2019

Die Nazis gewinnen die Reichstagswahlen - US-Abzug aus Vietnam - Sommerzeit in der Schweiz - Längste Brücke Europas - Bombenanschlag in Moskauer U-Bahn - Grossbritannien verlässt die EU

Herausgegriffen

29. März 1998: Einweihung der Vasco-da-Gama-Brücke in Lissabon. Sie überquert den Tejo und ist mit ihren 17,2 Kilometern die längste Brücke Europas. (Bild: Wikipedia)
29. März 1998: Einweihung der Vasco-da-Gama-Brücke in Lissabon. Sie überquert den Tejo und ist mit ihren 17,2 Kilometern die längste Brücke Europas. (Bild: Wikipedia)

Es geschah an einem 29. März

1549: Salvador de Bahia wird erste Hauptstadt in dem von den Portugiesen kolonialisierten heutigen Brasilien.

1735: Geburt von Johann Karl August Musäus, deutscher Märchensammler, „Rübezahl“.

1790: Geburt von John Tyler, 10. Präsident der USA von 1841 bis 1845. Er erbt das Amt vom verstorbenen William Harrison und ist damit der erste nicht gewählte Präsident der USA. Taylor wird aus seiner Whigs-Partei ausgeschlossen und schafft die Wiederwahl nicht. Unter ihm wird Texas in die Union aufgenommen.

 

1809: Der russische Zar Alexander I. schwört, dass das eroberte Finnland für immer zu Russland gehören wird. 

1826: Geburt von Wilhelm Liebknecht, sozialdemokratischer Politiker, Journalist, einer der Gründerväter der SPD.

1855: Tod von Daniel-Henri Druey, Schweizer Bundesrat von 1848 bis 1853 (FDP/VD). Er ist einer der ersten Bundesräte und gilt als Vater der Schweizer Bundesverfassung. Druey wird gegen seinen Willen und in Abwesenheit zum Bundesrat gewählt, nimmt dann aber die Wahl an. Er praktiziert eine strikte Neutralitätspolitik gegenüber den Grossmächten. Kritisiert wird er, weil er viele Flüchtlinge, die im Rahmen der liberalen Bewegung in Europa in die Schweiz kommen, wieder ausweist, unter ihnen den italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Mazzini. Mit den USA schliesst er ein Handels- und Niederlassungsabkommen ab. Er stirbt im Amt an einem Schlaganfall.

1885: Geburt von Ernst Jünger, deutscher Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk sind seine Tagebücher „In Stahlgewittern“ (1915–1918). Sie beschreiben seine Erlebnisse an der Westfront im Ersten Weltkrieg.

1889: Geburt von Warner Baxter, amerikanischer Schauspieler, Oscar-Preisträger (u. a. „The Great Gatsby“, 1926, „In Old Arizona“ 1929, „42nd Street“ 1932).

1912: Geburt von Hanna Reitsch, deutsche Pilotin und Flugpionierin. 

1916: Geburt von Eugene McCarthy, amerikanischer Politiker (Demokrat), Mitglied des Repräsentatenhauses von 1948 bis 1958 und Senator von 1959 bis 1971. McCarthy ist ein scharfer Kritiker seines Namensvetters und antikommunistischen Hexenjägers Joseph McCarthy. Während des Vietnam-Krieges wird Eugene McCarty zur demokratischen Anti-Kriegsikone. Er fordert eine schärfere Kontrolle der CIA. Bei den Präsidentschaftswahlen 1976 erzielt er als unabhängier Kandidat 0,91 Prozent der Stimmen. Er stirbt am 10. Dezember 2005.

1918: Geburt von Samuel Moore Walton, Gründer der Supermarktkette „Wal-Mart“.

1936: Bei den Reichtstagwahlen im Deutschen Reich erhalten die Nationalsozialisten nach offiziellen Angaben 99 Prozent der Stimmen.

1939: Geburt von Terence Hill, italienscher Schauspieler (u. a. „Vier Fäuste für ein Halleluja“ 1972, „Mein Name ist Nobody“ 1973). Zusammen mit Bud Spencer bildete er ein jahrelanges Westernfilm-Duo.

1943: Geburt von John Major, britischer Premierminister von 1990 bis 1997.

1943: Geburt von Vangelis, griechischer Komponist. 

1958: Am Zürcher Schauspielhaus wird „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch uraufgeführt.

1960: Geburt von Jo Nesbø, norwegischer Schriftsteller und Musiker.

1970: Die ARD-Tagesschau und das ZDF-heute werden erstmals in Farbe ausgestrahlt.

1973: Die amerikanischen Truppen beenden ihren Abzug aus Südvietnam.

1981: Die Schweiz führt erstmals die Sommerzeit ein. Das benachbarte Ausland hatte dies schon Jahre vorher getan.

1982: Tod von Carl Orff, deutscher Komponist (u. a. „Carmina Burana“ 1935/36), Musikpädagoge. 

1983: Helmut Kohl wird zum zweiten Mal zum Bundeskanzler gewählt.

1998: In Lissabon wird die 17 Kilometer lange Vasco-da-Gama-Brücke über den Tejo eröffnet.

2004: In Irland darf in Restaurants, Pubs und am Arbeitsplatz nicht mehr geraucht werden. Irland ist das erste Land in Europa, das ein Rauchverbot verfügt.

2009: Tod von Maurice Jarre, französischer Komponist von Filmmusiken (u. a. „Lawrence von Arabien“ 1963, „Doktor Schiwago“ 1966, „Reise nach Indien“ 1985, „Ghost – Nachricht von Sam“ 1991). 

2010: Bei einem Bombenanschlag in der Moskauer U-Bahn werden 40 Personen getötet und 70 Personen verletzt.

2013: Papst Franziskus feiert die Abendmahlmesse in einem Jugendgefängnis bei Rom – und wäscht zwei Frauen die Füsse. Die Liturgie sieht vor, dass nur Männern die Füsse gewaschen werden dürfen.

2015: Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und seine rechtsgerichtete UMP-Partei gewinnen die Lokalwahlen. Die UMP und ihre Alliierten kontrollieren jetzt rund zwei von drei Departementen. Die Linke von Staatspräsident Hollande verliert rund die Hälfte ihrer Departemente. Der rechtsextreme Front National (FN) erzielt das bisher beste Ergebnis; trotzdem gelingt es dem FN nicht, ein einziges Departement zu erobern. 

2017: Grossbritannien will die EU verlassen

Sir Tim Barrow, der britischer EU-Botschafter in Brüssel, überreicht dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk das offizielle Austrittsgesuch Grossbritanniens. Nun beginnt ein zweijähriger Verhandlungsprozess, von dem keiner weiss, wie er überhaupt bewältigt werden soll. Tausende von Verträgen, Verordnungen und Gesetzen müssen umgeschrieben und durch die Parlamente gebracht werden. Und am Ende muss noch eine Einigung bezüglich der finanziellen Verpflichtungen Grossbritanniens erreicht werden. (Foto: Keystone/Pool Photo via AP/Yves Herman)
Sir Tim Barrow, der britischer EU-Botschafter in Brüssel, überreicht dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk das offizielle Austrittsgesuch Grossbritanniens. Nun beginnt ein zweijähriger Verhandlungsprozess, von dem keiner weiss, wie er überhaupt bewältigt werden soll. Tausende von Verträgen, Verordnungen und Gesetzen müssen umgeschrieben und durch die Parlamente gebracht werden. Und am Ende muss noch eine Einigung bezüglich der finanziellen Verpflichtungen Grossbritanniens erreicht werden. (Foto: Keystone/Pool Photo via AP/Yves Herman)

2019: In Paris stirbt die französische Filmemacherin Agnès Varda im Alter von 90 Jahren. Sie gilt als die "Grand-mère der Nouvelle Vague" und arbeitete bis zu ihrem Tod. Im Februar 2019 erhielt sie den Ehrenpreis der Berlinale Kamera. 2017 wurde sie mit einem Ehrenoscar für ihr Lebenswerk geehrt. 2014 erhielt sie den Ehrenleopard am Filmfestival von Locarno.

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