Damals am 30. April

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Damals am 30. April

Von Journal21, 30.04.2019

George Washington Präsident - Geburt von Olga Meyer - Tod von Hitler und Eva Braun - Sowjetische Flagge auf dem Reichstag - Expo 64 in Lausanne - Ende des Vietnamkrieges - Der letzte Trabi - Frauenstimmrecht in Appenzell Ausserrhoden - Tod von Ueli Steck

Herausgegriffen

30. April 1945: In den Morgenstunden beginnen sowjetische Truppen mit dem Beschuss des Berliner Reichstags. Um 22:00 Uhr hisst der sowjetische Soldat Michail Petrowitsch Minin als erster Rotarmist die sowjetische Fahne auf dem Gebäude. Das berühmte Foto des sowjetisch-ukrainischen Kriegsfotografen Jewgeni Ananjewitsch Chaldei entsteht erst am 2. Mai.
30. April 1945: In den Morgenstunden beginnen sowjetische Truppen mit dem Beschuss des Berliner Reichstags. Um 22:00 Uhr hisst der sowjetische Soldat Michail Petrowitsch Minin als erster Rotarmist die sowjetische Fahne auf dem Gebäude. Das berühmte Foto des sowjetisch-ukrainischen Kriegsfotografen Jewgeni Ananjewitsch Chaldei entsteht erst am 2. Mai.

Es geschah an einem 30. April

1512: Die Eidgenössische Tagsatzung beschliesst einen Heereszug von 18’000 eidgenössischen Söldnern („Grosser Pavierzug“) in die Lombardei, um die vertriebenen Sforzas wieder einzusetzen.

1777: Geburt von Johann Carl Friedrich Gauss, deutscher Mathematiker, Astronom und Physiker.

1789: George Washington wird als erster Präsident der USA vereidigt. Er übt das Amt bis 1797 aus und ist einer der Gründerväter der USA. Als Vorsitzender leitete er die verfassungsgebende Philadelphia Convention im Jahr 1787. Das kolorierte Bild stammt aus dem Jahr 1873.

 

1798: Franzosen-Invasion: Schlacht bei Wollerau im Bezirk Höfe im Kanton Schwyz. Die Schwyzer kapitulieren nach erbittertem Kampf vor den anrückenden Franzosen. Auch Glarus kapituliert.

1803: Die USA kaufen die französische Kolonie Louisiana und verdoppeln damit ihr Territorium.

1870: Geburt von Franz Lehár, österreichischer Operetten-Komponist ungarischer Herkunft (u. a. „Lustige Witwe“ 1905, „Der Graf von Luxemburg“, „Zigeunerliebe“ 1910, „Eva“ 1911, „Das Land des Lächelns“ 1929).

1883: Tod von Edouard Manet, französischer impressionistischer Maler.

1883: Geburt von Jaroslav Hašek, tschechischer Schriftsteller (u. a. „Der brave Soldat Schwejk“ 1923).

1889: Geburt von Olga Meyer, schweizerische Jugendbuchautorin (u. a. „Anneli“ 1919, „Der kleine Mock“ 1925, „Tapfer und treu“ 1942, „Sabinli“ 1950, „Gesprengte Fesseln“ 1962). Sie stirbt am 19. Januar 1972. Sie gehört zu den erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen der Schweiz. (Foto: PD)


 

1899: In Turin findet das erste Länderspiel der italienischen Fussballnationalmannschaft statt. Die Schweiz bezwingt Italien mit 2:0. Im italienischen Team spielten drei Schweizer.

1909: Geburt von Juliana, Königin der Niederlande (1948–1980).

1911: Geburt von Luise Rinser, deutsche Schriftstellerin. In ihren Tagebüchern verschleiert sie ihre Verstrickung in den Nationalsozialismus. „Sie hat uns alle angelogen“, schreibt ihr Biograf José Sánchez de Murillos. Das Baader-Meinhof-Mitglied Gudrun Ensslin bezeichnet sie als „Freundin fürs Leben“. 1980 besucht sie Nordkorea; ihr Reisetagebuch stösst wegen ihrer unkritischen Sicht auf das Regime auf Unverständnis.

1916: Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn führen als erste Länder der Welt die Sommerzeit ein.

1928: Geburt von Georg Gerster, Pionier der Flugbildfotografie. Berühmt wird er mit seinen Bildern für die Swissair-Kalender. Er publizierte mehrere Bücher und veröffentlicht regelmässig Flugbilder im Journal21.ch. Er stirbt am 8. Februar 2019.

1945: Hitler und Eva Braun nehmen sich das Leben.

1945: Sowjetische Truppen erobern Berlin und den Reichstag und hissen auf seinem Dach die sowjetische Fahne. 

1945: Die amerikanische Armee erobert München.

1945: Karl Dönitz, nach Hitlers Selbstmord dessen Nachfolger und damit letztes Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs, erklärt: „Meine erste Aufgabe ist es, deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den vordrängenden bolschewistischen Feind zu retten. Nur für dieses Ziel geht der militärische Kampf weiter.“ Dönitz versucht, einen Separatfrieden mit den westlichen Alliierten zu erreichen, was General Eisenhower ablehnt. Am 7. Mai kapituliert die Deutsche Wehrmacht.

1946: Geburt von Carl Gustaf, König von Schweden (seit 1973).

1946: Geburt von Sven Nordqvist, schwedischer Schriftsteller, Illustrator von Kinderbüchern.

1956: Geburt von Lars von Trier, dänischer Filmregisseur (u. a. „Antichrist“ 2009). 

1959: Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ wird in Hamburg uraufgeführt – drei Jahre nach Brechts Tod.

1964: Eröffnung der Expo 64: Bundespräsident Ludwig von Moos weiht die Landesausstellung in Lausanne ein. Sie wird von zwölf Millionen Menschen besucht.

1975: Nordvietnamesische Truppen erobern Saigon. Ende des Vietnamkriegs.

1980: Beatrix wird Königin der Niederlande.

1991: Das Trabi-Werk in Zwickau in der DDR schliesst

Zwischen 1957 und 1991 waren mehr als drei Millionen Stück gebaut worden. Am 30. April 1991 um 14.51 Uhr rollt der letzte Trabant aus dem Sachsenringwerk in Zwickau. Das Bild entstand nahe der polnischen Grenze. (Foto: Keystone/AP/Dieter Endlicher)
Zwischen 1957 und 1991 waren mehr als drei Millionen Stück gebaut worden. Am 30. April 1991 um 14.51 Uhr rollt der letzte Trabant aus dem Sachsenringwerk in Zwickau. Das Bild entstand nahe der polnischen Grenze. (Foto: Keystone/AP/Dieter Endlicher)

1989: Tod von Sergio Leone, italienischer Filmregisseur (u. a. „Il buono, il brutto, il cattivo/Zwei glorreiche Halunken“ 1966, 1968: „C’era una volta il West/Spiel mir das Lied vom Tod“ 1968, „Once Upon a Time in America/Es war einmal in Amerika“ 1984).

1989: An der Landsgemeinde in Hundwil führt Appenzell Ausserrhoden als zweitletzter Kanton das Frauenstimmrecht ein – 18 Jahre nachdem das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene beschlossen worden war. 1990 zwang das Bundesgericht den Kanton Appenzell Innerrhoden, das Frauenstimmrecht einzuführen.  

2003: Offizielle Eröffnung des Stade de Genève. Die Schweiz verliert im Eröffnungsspiel gegen Italien mit 1:2.

2006: Die Schweizer Ski-Rennfahrerin Corinne Rey-Bellet wird von ihrem Mann erschossen.

2006: Tod von Paul Spiegel, deutscher Journalist, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland (2000–2006).

2011: Tod von Saif al-Arab al-Gaddafi, sechster Sohn Muammar al-Ghadhafis.

2017: Tod von Ueli Steck

Er war einer der weltbesten Solokletterer. Der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck stirbt 40-jährig in der Nähe von Lager 2 am Mount Everest bei einer Trainingstour am Nuptse. Er wird am 4. Mai im nepalesischen Kloster Tengboche kremiert und bestattet. (Foto: Keystone/Christian Bleuler)
Er war einer der weltbesten Solokletterer. Der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck stirbt 40-jährig in der Nähe von Lager 2 am Mount Everest bei einer Trainingstour am Nuptse. Er wird am 4. Mai im nepalesischen Kloster Tengboche kremiert und bestattet. (Foto: Keystone/Christian Bleuler)

2018: Terror in Afghanistan

Bei zwei Selbstmordanschlägen nahe des Nato-Hauptquartiers und der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sterben über 30 Menschen. Nachdem eine erste Bombe geplatzt war, strömten Helfer und Journalisten an den Ort des Geschehens. Dann liess ein Selbstmordattentäter, der sich als Kameramann tarnte und sich den Herbeiströmenden näherte, eine zweite Bombe hochgehen. Unter den Toten befindet sich ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur Agence France Press. (Foto: KeysoneAP Photo/Massoud Hossaini)
Bei zwei Selbstmordanschlägen nahe des Nato-Hauptquartiers und der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sterben über 30 Menschen. Nachdem eine erste Bombe geplatzt war, strömten Helfer und Journalisten an den Ort des Geschehens. Dann liess ein Selbstmordattentäter, der sich als Kameramann tarnte und sich den Herbeiströmenden näherte, eine zweite Bombe hochgehen. Unter den Toten befindet sich ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur Agence France Press. (Foto: KeysoneAP Photo/Massoud Hossaini)

2019: Der 86-jährige japanische Kaiser Akihito dankt ab und macht den Thron für seinen Sohn Naruhito frei. Es ist das erste Mal seit 200 Jahren, dass ein japanischer Tennō abdankt. Er sass 30 Jahre lang auf dem Chrysanthementhron. 

Kommentare

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