Damals am 28. März

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Damals am 28. März

Von Journal21, 28.03.2019

Tod von Iwan dem Schrecklichen - Franco erobert Madrid - Tod von Virginia Woolf - Tod von Eisenhower - Tod von Chagall - Tod von Ionescu - Tod von Peter Ustinov - Three Mile Island

Herausgegriffen

28. März 1941: Die britische Schriftstellerin, Verlegerin und Frauenrechtlerin Virginia Woolf nimmt sich das Leben. Sie ertränkt sich im Fluss Ouese in Sussex. In einem Abschiedsbrief an ihren Mann schreibt sie: „Alles, ausser der Gewissheit Deiner Güte, hat mich verlassen. Ich kann Dein Leben nicht länger ruinieren. Ich glaube nicht, dass zwei Menschen glücklicher hätten sein können, als wir gewesen sind.“ Virginia Woolf litt an Depressionen. In der Verfilmung von Edward Albees Theaterstück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ spielen Elizabeth Taylor und Richard Burton die Hauptrollen. Das Bild zeigt Virginia Woolf als Zwanzigjährige.
28. März 1941: Die britische Schriftstellerin, Verlegerin und Frauenrechtlerin Virginia Woolf nimmt sich das Leben. Sie ertränkt sich im Fluss Ouese in Sussex. In einem Abschiedsbrief an ihren Mann schreibt sie: „Alles, ausser der Gewissheit Deiner Güte, hat mich verlassen. Ich kann Dein Leben nicht länger ruinieren. Ich glaube nicht, dass zwei Menschen glücklicher hätten sein können, als wir gewesen sind.“ Virginia Woolf litt an Depressionen. In der Verfilmung von Edward Albees Theaterstück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ spielen Elizabeth Taylor und Richard Burton die Hauptrollen. Das Bild zeigt Virginia Woolf als Zwanzigjährige.

Es geschah an einem 28. März

193: Der römische Kaiser Pertinax, der seit drei Monaten regiert, wird von aufständischen Soldaten erschlagen.

1584: Zar „Iwan der Schreckliche“ (Iwan IV. Wassiljewitsch) stirbt. Auf Russisch wird er „der Drohende“, „der Furchteinflössende“, „der Strenge“ genannt. Während seiner Gewaltherrschaft stürzte Russland in eine schwere Wirtschaftskrise. Iwan soll sadistisch gewesen sein und liebte es, bei Folterungen zuzuschauen. Er war sieben Mal verheiratet, erschlug einen seiner Söhne (Iwan Iwanowitsch) und liess vermutlich zwei seiner Ehefrauen ermorden, zwei weitere verstiess er. Er suchte Gesellschaft bei Hexen und Zauberern und starb an Wassersucht und Arthritis. Anderen Quellen zufolge soll er auf Initiative von Boris Godunow ermordet worden sein. Sein geisteskranker Sohn Fjodr folgt ihm an die Macht.

1837: Geburt von Christian Friedrich Göttisheim, erster Präsident der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP). Der aus Württemberg stammende Göttisheim wird 1856 in Basel eingebürgert. Unter anderem ist er Privatdozent für Gesundheitspflege und Redaktor bei den Basler Nachrichten. 1881 wird er in den Ständerat gewählt. 1891/92 ist er Ständeratspräsident. Von 1894 bis 1896 präsidiert der die FDP. Er stirbt am 12. Juli 1896 in Basel. 

1862: Geburt von Aristide Briand, französischer Staatsmann der Dritten Republik, Architekt der Verträge von Locarno (1925/26). Briand erhält zusammen mit Gustav Stresemann der Friedensnobelpreis 1926. 

1868: Geburt von Maxim Gorki, russischer Schriftsteller, politischer Aktivist (u. a. „Tschelkasch“ 1894, „Skizzen und Erzählungen“, „Die Kleinbürger“ 1901, „Nachtasyl“ 1902, „Kinder der Sonne“ 1905).

1882: Frankreich führt die Schulpflicht ein.

1897: Geburt von Sepp Herberger, Trainer der deutschen Fussballnationalmannschaft von 1936 bis 1942 und von 1950 bis 1964. 1954 wird seine Mannschaft in Bern Weltmeister („Das Wunder von Bern“). Er stirbt am 28. April 1977.

1914: Geburt von Bohumil Hrabal, tschechischer Schriftsteller. 

1922: Geburt von Theodor Albrecht, Gründer von „Aldi Nord“. 

1930: Konstantinopel wird Istanbul, Angora wird Ankara.

1936: Geburt von Mario Vargas Llosa, peruanischer Nobelpreisträger für Literatur 2010 (u. a. „La casa verde – Das grüne Haus“ 1967, „Conversación en la catedral – Gespräch in der „Kathedrale“ 1969). Im Bild Llosa am 23. Oktober 2016 während einer Lesung in Köln. (Foto: Keystone/EPA/Henning Kaiser)

1936: Geburt von Amancio Ortega Gaona, spanischer Mode-Unternehmer. Mit seiner Frau gründet er 1985 die Gruppe „Inditext“ zu der die Modekette „Zara“ gehört.

1939: Francisco Franco siegt im spanischen Bürgerkrieg. Seine Truppen erobern Madrid. Der Franquismus beginnt.

1941: Tod von Virginia Woolf, britische Schriftstellerin.

1943: Tod von Sergei Rachmaninow, russischer Pianist, Komponist, Dirigent.

1963: Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ kommt in die Kinos.

1969: Tod von Dwight D. Eisenhower, während des Zweiten Weltkriegs Oberkommandierender der alliierten Streitkräfte an der Westfront und damit Kommandant der Invasion in der Normandie. Von 1953 bis 1961 war er der 34. Präsident der USA.

1979: Im Atomkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania entweicht radioaktives Material. Im Reaktorblock 2 kommt es zu einer teilweisen Kernschmelze. Der Unfall löst riesige Protestwellen gegen AKWs aus.

1985: Tod von Marc Chagall, russisch-französischer Maler.

1986: Geburt von Lady Gaga, amerikanische Pop-Sängerin. 

1994: Tod von Eugène Ionescu, französischer Theatermann (u. a. „Les Chaises – Die Stühle“ 1952, „Les Rhinocéros – Die Nashörner“ 1957)

1995: Tod von Hajo (Hanns Joachim) Friedrichs, deutscher Journalist, Moderator der „Tagesthemen“ (1985–1991).

2004: Tod von Peter Ustinov, britischer Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller.

2005: Vor Nordsumatra ereignet sich ein Erdbeben der Stärke 8,6. 1300 Menschen sterben.

2006: Drei Millionen Franzosen protestieren auf der Strasse gegen ein neues Arbeitsgesetz, laut dem Angestellten unter 26 Jahren in den ersten zwei Jahren ohne Vorwarnung gekündigt werden kann.

2006: Tod von Caspar Weinberger, amerikanischer Verteidigungsminister in der Regierung Reagan von 1981 bis 1987.

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