Damals am 26. Juni

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Damals am 26. Juni

Von Journal21, 26.06.2019

Die Uno entsteht - „Ich bin ein Berliner“ - Entschlüsselung des Genoms - Postleitzahlen in der Schweiz - Attentat in Sousse - Attentat in Kuweit-City - Massaker in Kobane

Herausgegriffen

26. Juni 2015: Schwarzer Freitag: Auf dem Strand eines Hotels in der tunesischen Stadt Sousse erschiesst ein 24-jähriger tunesischer Student 28 Touristen. Der Attentäter wird erschossen. Am gleichen Tag verübt ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kuweit-City: 27 Menschen sterben. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung für beide Anschläge. Terroristen des „Islamischen Staats“ dringen in die syrische Grenzstadt Kobane ein und massakrieren 300 Zivilisten. (Foto: Keystone/AP)
26. Juni 2015: Schwarzer Freitag: Auf dem Strand eines Hotels in der tunesischen Stadt Sousse erschiesst ein 24-jähriger tunesischer Student 28 Touristen. Der Attentäter wird erschossen. Am gleichen Tag verübt ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kuweit-City: 27 Menschen sterben. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung für beide Anschläge. Terroristen des „Islamischen Staats“ dringen in die syrische Grenzstadt Kobane ein und massakrieren 300 Zivilisten. (Foto: Keystone/AP)

Es geschah an einem 26. Juni

1529: Erster Kappeler Landfrieden: Friedensvertrag zwischen den reformierten und katholischen Orten nach dem ersten Kappelerkrieg.

1541: In Lima wird der spanische Eroberer Francisco Pizarro ermordet.

1810: Tod von Louis d’Affry. Nach dem Ende der „Helvetischen Republik“ tritt die Mediationsakte in Kraft. Napoleon ernennt den Freiburger d’Affry 1803 zum ersten „Landammann der Schweiz“. Bis zu seinem Tod verteidigt er die schweizerische Neutralität.

1810: Tod von Joseph Michel Montgolfier. Zusammen mit seinem Bruder Jacques Etienne erfindet er 1783 den Heissluftballon („Montgolfière“).

1882: Geburt von Pearl S. Buck, amerikanische Nobelpreisträgerin für Literatur (verliehen 1938), (u. a. „The Good Earth“ 1931, „The Child Who Never Grew“ 1950).

1898: Geburt von Willy Messerschmitt, deutscher Flugzeugkonstrukteur. 

1904: Geburt von Peter Lorre (László Loewenstein), österreichisch-amerikanischer Schauspieler. Er spielt den Kindermörder in Fritz Langs Filmklassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931).

1908: Geburt von Salvador Allende, chilenischer Präsident von 1970 bis 1973. Während eines Militärputsches 1973 wird er gestürzt und begeht Suizid oder wird erschossen.

1916: Geburt von Giuseppe Taddei, italienischer Bariton. Während des Zweiten Weltkrieges kämpft er als Partisan gegen Faschisten und Nazis.

1918: Tod von Peter Rosegger, österreichischer Schriftsteller. Populär wurden seine Dorfgeschichten. Er huldigte dem einfachen Leben und wurde später wegen seiner rechtsnationalistischen und kriegsfreundlichen Gedichte kritisiert. 

1933: Geburt von Claudio Abbado, italienischer Dirigent, Chefdirigent an der Mailänder Scala und der Berlin Philharmoniker. Abbado stirbt am 20. Januar 2014 in Bologna und ist im bündnerischen Fextal beigesetzt. 

1942: Geburt von Gilberto Gil Moreira, brasilianischer Sänger, Songschreiber, Gitarrist, Politiker (Kulturminister 2003 bis 2008). 

1942: Die deutsche Schauspielerin Carola Neher, die eng mit Bertold Brecht zusammenarbeitete, stirbt in einem Arbeitslager in der Sowjetunion. Nach der Machtergreifung der Nazis flieht sie mit ihrem Mann Anatol Becker nach Moskau. Im Zuge von Stalins Terror und grosser Säuberung wird sie zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Ihr Mann wird als „Trotzkist“ hingerichtet.

1945: Die Uno entsteht

Im Opernhaus von San Francisco wird die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet. Der Gründungsvertrag, die „Verfassung“ der Uno, wird von 50 Gründungsmitgliedern unterschrieben, kurz darauf folgt auch die Unterschrift von Polen als 51. Gründungsmitglied. Am 24. Oktober 1945 tritt die Charta in Kraft. Zuvor war sie von den meisten Gründungsmitgliedern ratifiziert worden, unter anderem von den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats (USA, Frankreich, Grossbritannien, Sowjetunion und China).
Im Opernhaus von San Francisco wird die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet. Der Gründungsvertrag, die „Verfassung“ der Uno, wird von 50 Gründungsmitgliedern unterschrieben, kurz darauf folgt auch die Unterschrift von Polen als 51. Gründungsmitglied. Am 24. Oktober 1945 tritt die Charta in Kraft. Zuvor war sie von den meisten Gründungsmitgliedern ratifiziert worden, unter anderem von den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats (USA, Frankreich, Grossbritannien, Sowjetunion und China).

1957: Tod von Alfred Döblin, deutscher Schriftsteller (u. a. „Berlin Alexanderplatz“ 1929).

1960: Madagaskar löst sich von Frankreich und wird unabhängig.

1963: „Ich bin ein Berliner"

Der amerikanische Präsident John F. Kennedy spricht vor anderthalb Millionen Berlinern vor dem Rathaus Schöneberg. Kennedy will mit seinem Berlin-Besuch deutlich machen, dass der Westen - fast zwei Jahre nach dem Mauerbau - Westberlin unter keinen Umständen opfern will.
Der amerikanische Präsident John F. Kennedy spricht vor anderthalb Millionen Berlinern vor dem Rathaus Schöneberg. Kennedy will mit seinem Berlin-Besuch deutlich machen, dass der Westen - fast zwei Jahre nach dem Mauerbau - Westberlin unter keinen Umständen opfern will.

1964: In der Schweiz werden die Postleitzahlen eingeführt.

1966: In Basel-Stadt wird das Frauenstimmrecht eingeführt.

1968: Geburt von Paolo Cesare Maldini, italienischer Fussballspieler. Er spielt für den AC Milan bei über 900 Spielen und ist in der italienischen Nationalmannschaft von 1994 bis 2002 Kapitän.

1974: In Ohio wird erstmals der Strichcode eingeführt.

1977: Letztes Konzert von Elvis Presley in Indianapolis.

1997: Das erste Harry Potter-Buch erscheint.

2000: In Anwesenheit von Präsident Bill Clinton verkünden Forscher die Entschlüsselung des Genoms, des menschlichen Erbgutes.

2006: Bär Bruno, JJ1, wird in Bayern erschossen.

2007: Tod von Jupp Derwall, deutscher Fussballspieler, Trainer der deutschen Fussballnationalmannschaft (1978–1984).

2011: Der bekannte chinesische Bürgerrechtler Hu Jia wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Hu wurde 2008 wegen sogenannter „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ verurteilt.

2013: In Luzern stirbt der Rohstoffhändler Marc Rich, der Gründer von Glencore, im Alter von 78 Jahren.

2015: Das höchste amerikanische Gericht, der Supreme Court, erlaubt die Homo-Ehe. Damit ist die gleichgeschlechtliche Ehe überall in den USA möglich.

2015: Tod von Jewgeni Primakow, russischer Aussenminister und Ministerpräsident.

2015: Ein 24-jähriger tunesischer Student erschiesst am Strand eines Hotels in Sousse 28 Menschen. Der Attentäter wird erschossen. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung für den Anschlag.

2015: In Kuweit-City verübt ein Sebstmordattentäter einen Anschlag auf die vollbesetzte schiitischen Moschee Imam Sadiq. 27 Menschen sterben, 227 werden verletzt. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung für das Attentat.

2015: Terroristen des „Islamischen Staats“ dringen in die syrische Grenzstadt Kobane ein und massakrieren 300 Zivilisten.

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