Damals am 25. Mai

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Damals am 25. Mai

Von Journal21, 25.05.2019

Geburt von Jacob Burckhardt - Oscar Wilde verurteilt - Erster Auftritt von Goofy - Transjordanien wird unabhängig - Washingtoner Abkommen - Tod von Robert Capa - Erstflug einer „Caravelle“ - Schwerste Flugzeugkatastrophe in den USA - Sieg von Petro Poroschenko

Herausgegriffen

25. Mai 1946: Das Washingtoner Abkommen: Die Verhandlungen über deutsche Vermögenswerte in der Schweiz werden mit dem Washingtoner Abkommen erfolgreich beendet. Bei dem Vertragswerk handelt es sich um einen Staatsvertrag zwischen der Schweiz einerseits und den USA, Frankreich und Grossbritannien anderseits. Geleitet wurde die Schweizer Delegation von Minister Walter Stucki. Das Bild zeigt ihn nach Abschluss der Verhandlungen in Washington bei seiner Rückkehr in die Schweiz. Der Vertrag regelt nach dem Zweiten Weltkrieg die geltend gemachten Ansprüche der westlichen Siegermächte an den deutschen Vermögen, die in die Schweiz gelangt sind. Dazu gehört auch das von der Schweizerischen Nationalbank von Deutschland erworbene Raubgold. Die Schweiz verpflichtete sich, die Ansprüche mit einer Zahlung von 250 Millionen Franken zu erledigen. Im Gegenzug blockieren die USA Schweizer Guthaben nicht mehr. An einer Sondersession in Bern gibt das Parlament - widerwillig - grünes Licht für den Vertrag. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
25. Mai 1946: Das Washingtoner Abkommen: Die Verhandlungen über deutsche Vermögenswerte in der Schweiz werden mit dem Washingtoner Abkommen erfolgreich beendet. Bei dem Vertragswerk handelt es sich um einen Staatsvertrag zwischen der Schweiz einerseits und den USA, Frankreich und Grossbritannien anderseits. Geleitet wurde die Schweizer Delegation von Minister Walter Stucki. Das Bild zeigt ihn nach Abschluss der Verhandlungen in Washington bei seiner Rückkehr in die Schweiz. Der Vertrag regelt nach dem Zweiten Weltkrieg die geltend gemachten Ansprüche der westlichen Siegermächte an den deutschen Vermögen, die in die Schweiz gelangt sind. Dazu gehört auch das von der Schweizerischen Nationalbank von Deutschland erworbene Raubgold. Die Schweiz verpflichtete sich, die Ansprüche mit einer Zahlung von 250 Millionen Franken zu erledigen. Im Gegenzug blockieren die USA Schweizer Guthaben nicht mehr. An einer Sondersession in Bern gibt das Parlament - widerwillig - grünes Licht für den Vertrag. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)

Es geschah an einem 25. Mai

1085: Tod von Gregor VII., Papst, umstrittener Kirchenreformer. Er gilt als einer der bedeutendsten Päpste.

1818: Geburt in Basel von Jacob Burckhardt, Schweizer Kulturhistoriker. In Basel studiert er zunächst Theologie, dann in Berlin Kunstgeschichte. Von 1855 bis 1858 ist er ordentlicher Professor für Kunstgeschichte an der ETH Zürich. 1858 übernimmt er an der Universität Basel den Lehrstuhl für Geschichte und Kunstgeschichte. Zu seinen Hauptwerken gehören „Die Zeit Constantins des Grossen“, „Cicerone“ und vor allem das 1860 erschienene Werk „Die Cultur der Renaissance in Italien“. Burckhardt ist immer mehr von der Renaissance in Italien fasziniert. Er vertritt die Ansicht, dass die Renaissance Grundstein der Moderne in Europa ist. Burckhardt schreibt fast 2’000 Briefe.

1862: Tod von Johann Nestroy, österreichischer Dramatiker und Satiriker.

1877: Geburt von William Thomas Murray, amerikanischer Sänger.

1895: Oscar Wilde wird wegen „Unzucht“ (Homosexualität) zu zwei Jahren schwerer körperlicher Zwangsarbeit verurteilt.

1922: Geburt von Enrico Berlinguer, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens (KPI), führender Vertreter des Euro-Kommunismus.

1932: In einem Zeichentrickfilm tritt erstmals Goofy auf.

1944: Geburt von Oz (Frank Richard Oznowicz), britisch-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Puppenspieler, Mitentwickler von „Miss Piggy“ in den „Muppets“.

1946: Transjordanien wird unabhängiges Königreich

Abdallah ibn Husain I. (oder Abdallah I.) nimmt den Königstitel an. Das Bild wurde 1921 in Jerusalem aufgenommen. Es zeigt (in der Mitte) Sir Herbert Samuel, den ersten Hochkommissar in Palästina, einem britischen Völkerbundsmandat. Links von Samuel der spätere König Abdallah. Rechts im Bild Churchill mit seiner Frau. Jordanien nimmt 1948 und 1949 am arabischen Krieg gegen Israel teil und annektiert die eroberten Gebiete auf der Westbank in Palästina. Wegen seiner gemässigten Haltung gegenüber Israel wird der König am 20. Juli 1951 in der al-Aqsa-Moschee von einem palästinensischen Extremisten erschossen. (Foto: Library of Congress, Washington)
Abdallah ibn Husain I. (oder Abdallah I.) nimmt den Königstitel an. Das Bild wurde 1921 in Jerusalem aufgenommen. Es zeigt (in der Mitte) Sir Herbert Samuel, den ersten Hochkommissar in Palästina, einem britischen Völkerbundsmandat. Links von Samuel der spätere König Abdallah. Rechts im Bild Churchill mit seiner Frau. Jordanien nimmt 1948 und 1949 am arabischen Krieg gegen Israel teil und annektiert die eroberten Gebiete auf der Westbank in Palästina. Wegen seiner gemässigten Haltung gegenüber Israel wird der König am 20. Juli 1951 in der al-Aqsa-Moschee von einem palästinensischen Extremisten erschossen. (Foto: Library of Congress, Washington)

1946: Washingtoner Abkommen: Die Verhandlungen über deutsche Vermögenswerte in der Schweiz werden mit dem Washingtoner Abkommen erfolgreich beendet.

1954: Tod von Robert Capa

Der ungarisch-französische Fotograf fotografierte am 5. September 1936 im Spanischen Bürgerkrieg einen von einer Kugel getroffenen republikanischen Soldaten. Das Bild ist eine der fotografischen Ikonen des 20. Jahrhunderts. Capa, vor allem als Kriegsreporter unterwegs und ständiger Mitarbeiter von „Time“ und „Life“, fotografierte während des Zweiten Weltkrieges in Afrika, in Sizilien und während des D-Days in der Normandie. Er dokumentierte auch die Entstehung Israels und den folgenden israelisch-arabischen Krieg. Capa gehört zu den Gründern der Fotoagentur „Magnum“. Er starb, als er im Indochina-Krieg auf eine Landmine trat. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1935. (Foto: PD)
Der ungarisch-französische Fotograf fotografierte am 5. September 1936 im Spanischen Bürgerkrieg einen von einer Kugel getroffenen republikanischen Soldaten. Das Bild ist eine der fotografischen Ikonen des 20. Jahrhunderts. Capa, vor allem als Kriegsreporter unterwegs und ständiger Mitarbeiter von „Time“ und „Life“, fotografierte während des Zweiten Weltkrieges in Afrika, in Sizilien und während des D-Days in der Normandie. Er dokumentierte auch die Entstehung Israels und den folgenden israelisch-arabischen Krieg. Capa gehört zu den Gründern der Fotoagentur „Magnum“. Er starb, als er im Indochina-Krieg auf eine Landmine trat. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1935. (Foto: PD)

1955: Erstflug der „Caravelle“ der französischen Sud Aviation, eines der ersten strahlgetriebenen Kurz- und Mittelstreckenverkehrsflugzeuge der Welt. Die Maschine verfügt über zwei Hecktriebwerke. Bis 1972 werden 282 Carvelles gebaut.

1973: Der Spielfilm „Das grosse Fressen“ (La grande bouffe) von Marco Ferreri verursacht beim Filmfestival in Cannes einen Skandal.

1979: Eine DC-10 der American Airlines, die sich auf dem Weg vom O’Hare Airport in  Chicago nach Los Angeles befand, stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 271 Insassen und zwei Personen am Boden sterben. Es ist der schwerste Flugzeug-Unfall in den USA. Kurz nach dem Abheben wurde ein Triebwerk abgerissen und das Hydrauliksystem beschädigt. Nach dem Absturz geht die Maschine in Flammen auf.

1985: Bangladesch wird von einem Zyklon und einer Sturmflut heimgesucht. Zwischen 10’000 und 40’000 Menschen sterben.

2008: Die Nasa-Raumsonde Phoenix landet auf dem Mars. Sie war am 4. August 2007 gestartet und funkte bis zum 2. November 2008 Signale zur Erde.

2011: Der Bundesrat plant den definitiven Ausstieg aus der Atomkraft bis 2034.

2014: Bei den Europa-Wahlen wird der Front National von Marine Le Pen stärkste Partei in Frankreich. In Italien erzielt die Linke mit über 40 Prozent ihr historisch bestes Ergebnis. In England wird die UK Independence Party (UKIP) stärkste Partei. In Deutschland gewinnt die SPD 6,5 Prozent dazu und kommt auf 27,3 Prozent, Die CDU verliert 2,6 Prozent und kommt auf 35,3 Prozent, die AfD erreicht 7,1 Prozent. Die FDP wird mit 3,4 Prozent zur Krümelpartei. 

2014: In der Ukraine gewinnt der Unternehmer und Milliardär Petro Poroschenko die Präsidentschaftswahl. Poroschenko erzielt im ersten Wahlgang 54,7 Prozent der Stimmen.


2014: Tod von Wojciech Jaruzelski, polnischer General und Ministerpräsident. 

Kommentare

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