Damals am 23. März

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Damals am 23. März

Von Journal21, 23.03.2019

Tod von Stendhal - Geburt von Lale Andersen - Mussolini gründet die Faschistische Bewegung - Geburt von Federica de Cesco - Tod von Elizabeth Taylor - Tod von Beresowski

Herausgegriffen

1905: Geburt von Lale Anderson (Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg), deutsche Sängerin und Schauspielerin. Ihr berühmtestes Lied ist „Lili Marleen“ (1939). Es ist die erste Platte, die sich in Deutschland mehr als eine Million Mal verkauft. Lale Anderson heiratet 1949 den in Einsiedeln geborenen Schweizer Liedermacher Artur Beul, der unter anderem „Nach em Räge schiint d’Sunne“ (1945) komponierte. Für Lale Anderson schreibt Beul das Lied „In unsrem Garten blühen Rosen“. Sie stirbt 1972 in Wien. Im Bild Lale Andersen und Artur Beul im Juni 1945 auf dem Weg ins Standesamt in Zollikon (Zürich). (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Ernst Baumann)
1905: Geburt von Lale Anderson (Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg), deutsche Sängerin und Schauspielerin. Ihr berühmtestes Lied ist „Lili Marleen“ (1939). Es ist die erste Platte, die sich in Deutschland mehr als eine Million Mal verkauft. Lale Anderson heiratet 1949 den in Einsiedeln geborenen Schweizer Liedermacher Artur Beul, der unter anderem „Nach em Räge schiint d’Sunne“ (1945) komponierte. Für Lale Anderson schreibt Beul das Lied „In unsrem Garten blühen Rosen“. Sie stirbt 1972 in Wien. Im Bild Lale Andersen und Artur Beul im Juni 1945 auf dem Weg ins Standesamt in Zollikon (Zürich). (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Ernst Baumann)

Es geschah an einem 23. März

1766: „Hutaufstand“ in Madrid. 50’000 Menschen demonstrieren gegen das Verbot, lange Mäntel und breite Hüte zu tragen. Der König flieht und entlässt seinen Minister Esquilache, der das Verbot verfügt hat.

1782: In Frankreich erscheint der Roman „Les Liaisons dangereuses“ (Gefährliche Liebschaften). Autor ist Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos. Das Sittengemälde des ausgehenden Ancien régime löst einen Skandal aus und erzielt sofort mehrere Auflagen. Zu den Übersetzern gehört unter anderen Heinrich Mann (1905). Der Stoff wird 1988 verfilmt.

1793: Die „Raurakische Republik“, eine französische Tochterrepublik, die aus Teilen des Fürstbistums Basel gebildet wurde, wird von Frankreich annektiert.

1801: In St. Petersburg wird Zar Paul I. in seinem Schlafzimmer mit seiner eigenen Schärpe erdrosselt, nachdem er sich geweigert hatte zurückzutreten. Hinter dem Mord standen Vertreter des Adels. Sein Sohn Alexander, der die Absetzung, nicht jedoch den Mord befürwortete, folgte ihm als Alexander I. auf dem Thron.

1842: Tod von Stendhal (Marie-Henri Beyle). Er gehört zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Sein Werk „Le Rouge et le Noir“ (Rot und Schwarz) 1830 erlangte  Weltruhm. 1838 schrieb er im italienischen Civitavecchia in nur zwei Monaten den Roman „La Chartreuse de Parme“. Berühmt ist auch das 1822 erschienen Werk „De l’amour“, das seine stürmische Beziehung zur verheirateten lombardischen Bankierstochter Matilde Viscontini Dembowski beschreibt. Postum publiziert wurde der 1932 geschriebene Roman „Souvenirs d’égotisme“, eine Art Autobiografie. Stendhal ist auf dem Pariser Friedhof Montmartre begraben.

1848: Venedig ruft die „Republik San Marco“ aus und erklärt sich von den Habsburgern unabhängig.

1848: Die österreichischen Truppen unter General Radetzky besiegen bei Novara Armee-Einheiten des Königreichs Piemont-Sardinien.

1858: Geburt von Ludwig Quidde, deutscher Historiker, Publizist, Politiker im Kaiserreich, Träger des Friedensnobelpreises 1927. 

1881: Geburt von Roger Martin du Gard, französischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1937).

1887: Geburt von Juan Gris, spanischer Maler, einer der Hauptvertreter des Kubismus. 

1900: Geburt von Erich Fromm, deutsch-amerikanischer Psychoanalytiker („Haben oder Sein“ 1976), Vertreter der „Frankfurter Schule“. 

1905: Geburt von Joan Crawford, amerikanische Filmschauspielerin (u.a. „Solange ein Herz schlägt“ 1945, „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“ 1962), Oscar-Preisträgerin.

1905: Geburt von Lale Anderson (Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg), deutsche Sängerin und Schauspielerin.

1910: Geburt von Akira Kurosawa, japanischer Regisseur (u. a. „Die sieben Samurai“, 1954).

1912: Geburt von Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun, deutsch-amerikanischer Raketentechniker und Raumfahrtpionier, Entwickler der „V2“-Rakete und der „Saturn V“ für das Apollo-Programm der Nasa. 

1919: Mussolini gründet die Faschistische Bewegung Italiens.

1924: Geburt von Bette Clair Nesmith Graham, amerikanische Sekretärin, Erfinderin des „Tipp-Ex“. 

1936: Tod von Otto Lang, Schweizer Politiker (SP/ZH). Lang gehörte zu den Gründern der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz; von 1898 bis 1901 war er deren Präsident. Er entwarf 1904 das erste Programm der SP auf der Grundlage des Marxismus. Den Kommunismus und die radikal-klassenkämpferischen Methoden lehnte er ab. Als erster Sozialdemokrat wurde der Jurist ans Zürcher Obergericht gewählt. Lang war massgebend an der Gründung der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volksrecht“ beteiligt. 

1937: Geburt von Robert Gallo, amerikanischer Virologe, neben dem Franzosen Luc Montagnier Entdecker des HI-Virus (1984).

1938: Geburt von Federica de Cesco, in Italien geborene Schweizer Schriftstellerin. Sie verfasst über 50 Kinder- und Jugendbücher und gehört zu den meistgelesenen Jugendbuch-Autorinnen.

1942: Geburt von Michael Haneke, österreichischer Regisseur und Drehbuchautor, zweifacher Golden-Globe-Gewinner (u. a. „Die Klavierspielerin“ 2001, „Das weisse Band“ 2009, „Liebe“ 2012).

1946: Geburt von Pepe Lienhard, Schweizer Bandleader, Saxophonist, Flötist und Arrangeur (u .a. „Swiss Lady“ 1977).

1947: Geburt von Christane Brunner, Schweizer SP-Politikerin, Gründungsmitglied der Frauenbefreiungsbewegung, Anwältin in Genf, Präsidentin des Schweizerischen Verbandes des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), Co-Präsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. 1991 wird sie in den Nationalrat und 1995 in den Ständerat gewählt. Von 2000 bis 2005 präsidiert sie die SP Schweiz. Bei den Bundesratswahlen am 3. März 1993 ist sie offizielle Kandidantin der SP, wird aber nicht gewählt. 2007 kandidiert sie nicht mehr als Ständerätin. 

1956: Geburt von José Manuel Durão Barroso, portugiesischer Politiker, Präsident der Europäischen Kommission (2004–2014), ehemaliger Ministerpräsident von Portugal (2002–2004). 

1964: Im Genfer Uno-Palast beginnt die erste Welthandelskonferenz. Da sie vielversprechende Resultate bringt, wird noch im gleichen Jahr die Unctad gegründet, die Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung. 

1964: Tod von Peter Lorre, österreichischer Filmschauspieler. Durch seine Darstellung des Kindermörders in Fritz Langs Klassiker „M“ geht er 1931 in die Filmgeschichte ein.

1966: Ludwig Erhard wird CDU-Parteivorsitzender und Nachfolger von Konrad Adenauer.

1969: Die deutsche Schweiz hat die erste Sonntagszeitung: Zum ersten Mal erscheint, zum Preis von 80 Rappen, der „Blick am Sonntag“.

1982: Efraín Ríos Montt putscht sich in Guatemala an die Macht. Er wird 2013 wegen Völkermords und Vergehen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil wurde angefochten.

1987: Willy Brandt tritt als Parteivorsitzender der SPD zurück.

1992: Tod von Friedrich August von Hayek, österreichischer Ökonom, Verfechter eines freien Marktes, Kritiker der sozialistischen Planwirtschaft, Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1974.

1993: Tod von Hans Werner Richter, deutscher Schriftsteller, Spiritus rector der Gruppe 47.

1994: Tod von Giulietta Masina, italienische Filmschauspielerin (u. a. „La Strada“ 1954, „Giulietta degli spiriti“ 1965, „Ginger e Fred“ 1985). Sie stirbt fünf Monate nach dem Tod ihres Ehemannes Federico Fellini.

2011: Tod von Elizabeth Taylor

Das Bild zeigt die 17-Jährige am 19. Dezember 1949 in London. Die 1932 geborene amerikanisch-britische Filmschauspielerin gewann zweimal einen Oscar und war acht Mal verheiratet, u. a. mit Richard Burton. 2000 wurde sie von Queen Elizabeth in den Adelsstand erhoben (u. a. „Die Katze auf dem heissen Blechdach“ 1958, „Kleopatra“ 1963, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ 1966).
Das Bild zeigt die 17-Jährige am 19. Dezember 1949 in London. Die 1932 geborene amerikanisch-britische Filmschauspielerin gewann zweimal einen Oscar und war acht Mal verheiratet, u. a. mit Richard Burton. 2000 wurde sie von Queen Elizabeth in den Adelsstand erhoben (u. a. „Die Katze auf dem heissen Blechdach“ 1958, „Kleopatra“ 1963, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ 1966).

2013: Gipfeltreffen zweier Päpste. In Castelgandolfo bei Rom trifft Papst Franziskus seinen Vorgänger Benedikt XVI.

2013: Der einflussreiche russische Oligarch und Putin-Kritiker Boris Abramowitsch Beresowski stirbt in Ascot (England). Die britischen Untersuchungsbehörden erklären, es stehe nicht definitiv fest, ob er sich das Leben genommen habe oder getötet wurde.

2014: Der frühere spanische Ministerpräsident Adolfo Suárez stirbt im Alter von 81 Jahren. Suárez wurde ein Jahr nach Francos Tod Ministerpräsident. Er gilt als Vater der spanischen Demokratie.

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