Damals am 23. Dezember

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Damals am 23. Dezember

Von Journal21, 23.12.2018

Geburt von Helmut Schmidt - Gründung der BGB - Bomben auf Zürich - Seilbahn aufs Kleine Matterhorn - Terror im Apennin-Tunnel - Tod von Heidi Abel - Slowenisches Nein zu Jugoslawien - Die Asad-Truppen erobern Aleppo

Herausgegriffen

23. Dezember 1986: Tod von Heidi Abel, Schweizer Fernsehfrau der ersten Stunde. Zu den beliebten Unterhaltungssendungen mit Heidi Abel gehörten „Wer häts?“, „Heute abend in...“, „Musik und Gäste“, „Karambuli“ und „Heidi Abel sucht Plätze für Tiere“ als Teil der Sendung „Karussell“. Geboren wurde sie am 21. Februar 1929. Sie starb an Krebs. (Foto: Schweizer Fernsehen SRF)
23. Dezember 1986: Tod von Heidi Abel, Schweizer Fernsehfrau der ersten Stunde. Zu den beliebten Unterhaltungssendungen mit Heidi Abel gehörten „Wer häts?“, „Heute abend in...“, „Musik und Gäste“, „Karambuli“ und „Heidi Abel sucht Plätze für Tiere“ als Teil der Sendung „Karussell“. Geboren wurde sie am 21. Februar 1929. Sie starb an Krebs. (Foto: Schweizer Fernsehen SRF)

Es geschah an einem 23. Dezember

1777: Geburt von Alexander Pawlowitsch Romanow, russischer Zar (1801–1825). Er bietet Napoleon, der bis Moskau vorgerückt war, die Stirn und besiegt ihn schliesslisch zusammen mit den europäischen Grossmächten.

1805: Geburt von Joseph Smith, amerikanischer Religionsführer, Gründer der mormonischen Gemeinschaft „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (1830).

1845: Geburt von Gustave Ador, Schweizer Bundesrat (LPS/GE) von 1917 bis 1919. Der Genfer Liberale war zunächst National- und dann Ständerat. 1917 wird er in den Bundesrat gewählt und setzt sich dafür ein, dass Genf Hauptsitz des Völkerbunds wird. Von 1910 bis zu seinem Tod am 31. März 1928 ist er Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Ador ist Bundesrat mit der zweitkürzesten Amtsdauer.

1847: Algerien wird französische Kolonie.

1878: Tod von Jakob Scherer, Schweizer Bundesrat (FDP/ZH) von 1872 bis 1878. Während seiner sechsjährigen Amtszeit steht er vier Departementen vor: Finanzdepartement, Eisenbahn- und Handelsdepartement, Departement des Äussern und Militärdepartement. Als Nachfolger von Emil Welti muss er die vorbereitete Militärreform im Detail durchführen. Die Wehrpflichtersatzvorlage wird vom Volk zweimal abgelehnt. Im Kulturkampf tritt er als Vermittler auf.

1880: Billy the Kid, legendäre Figur des Wilden Westens, wird festgenommen.

1881: Geburt von Juan Ramón Jiménez Mantecón, spanischer Lyriker, Träger des Nobelpreises für Literatur 1956.

1893: Geburt von Hugo Marti, Schweizer Germanist, Schriftsteller und Feuiletonredaktor beim Berner Bund. Er veröffentlichte zahlreiche Erzählungen und verarbeitete seine Tuberkulose-Erkrankung in seinem Werk „Davoser Stundenbuch“. Er starb am 20. April 1937 in Davos 44-jährig an Tuberkulose. 

1901: Geburt von Robert Tobler, Führer der faschistischen Nationalen Front. Von 1935 bis 1939 ist er Mitglied des Zürcher Kantonsrates und des Nationalrates. Nach der Auflösung der Front im Jahr 1940 steht er der Nachfolgeorganisation „Eidgenössische Sammlung“ vor.

1918: Geburt von Helmut Schmidt, von 1974 bis 1982 der 5. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

1933: Geburt von Akihito, 125. Kaiser (Tennō) von Japan.

1936: Gründung der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) als gesamtschweizerische Partei. Sie geht aus dem Zusammenschluss verschiedener kantonaler Bauernparteien hervor.

1939: Tod von Anton Herman Gerard Fokker, niederländischer Flugzeugpionier und Flugzeugkonstrukteur.

1940: Bomben auf Zürich

Ein verirrter britischer Bomber bombardiert irrtümlich Zürich. Fünf Tage nach den Bombenabwürfen auf Basel dringt ein Wellington-Bomber, der den Auftrag hatte, die Mannheimer Motorenwerke zu zerstören, bei schlechtem Wetter in den Schweizer Luftraum ein. Eine erste Sprengladung fällt auf Zürich-Höngg. An der Limmattalstrasse wird ein Wohnhaus zerstört. Ein Frau kommt ums Leben. Weitere Bomben explodieren an der Josefstrasse im Industriequartier neben dem Bahnviadukt. Auch auf dem Viadukt selbst explodierten Sprengsätze. 50 Brandbomben fallen auf die Zahnradfabrik Maag und auf die Werkzeugfabrik Daverio. Im Bild die Limmattalstrasse. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
Ein verirrter britischer Bomber bombardiert irrtümlich Zürich. Fünf Tage nach den Bombenabwürfen auf Basel dringt ein Wellington-Bomber, der den Auftrag hatte, die Mannheimer Motorenwerke zu zerstören, bei schlechtem Wetter in den Schweizer Luftraum ein. Eine erste Sprengladung fällt auf Zürich-Höngg. An der Limmattalstrasse wird ein Wohnhaus zerstört. Ein Frau kommt ums Leben. Weitere Bomben explodieren an der Josefstrasse im Industriequartier neben dem Bahnviadukt. Auch auf dem Viadukt selbst explodierten Sprengsätze. 50 Brandbomben fallen auf die Zahnradfabrik Maag und auf die Werkzeugfabrik Daverio. Im Bild die Limmattalstrasse. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)

1943: Geburt von Silvia, schwedische Königin.

1964: Tod von Jean Bourgknecht, Schweizer Bundesrat von 1959 bis 1962 (Freiburg/CVP). Er stand dem Finanzdepartement vor. Bourgknecht erlitt im Mai 1962 einen Schlaganfall und konnte in der Folge weder sprechen noch schreiben. Am 3. September erklärte seine Familie seinen Rücktritt. 


1967: Geburt von Carla Bruni, einstige Première Dame, Model, Sängerin, Ehefrau von Nicolas Sarkozy.

1970: In Manhattan wird der Nordturm des WTC fertiggestellt, des damals höchsten Gebäudes der Welt.

1972: Tod von Andrei Nikolajewitsch Tupolew, russischer Flugzeugkonstrukteur von über 100 Flugzeugen. Er schuf 1968 mit der TU-144 das erste Überschall-Passagierflugzeug der Welt.

1977: Tod von Philipp Etter, Schweizer Bundesrat (SKVP/CVP/ZG) von 1934 bis 1959. Er war Innenminister und viermal Bundespräsident. Vor dem 2. Weltkrieg setzt er sich für die geistige Landesverteidigung ein und vertrat eine betont vorsichtige, anpassungsfreundliche Politik gegenüber Nazi-Deutschland und eine besonders rücksichtsvolle Haltung gegenüber Italien. In sein konservatives Weltbild mischten sich antisemitische Elemente. Nach dem Krieg setzte er sich für den Ausbau der ETH, die Gründung des Schweizer Nationalfonds, den Alpen- und Nationalstrassenbau, den Ausbau der AHV und die Einführung der IV ein.

1979: Tod von Peggy Guggenheim, amerikanische Kunstsammlerin.

1979: Die höchstgelegene Seilbahn Europas, jene auf das Kleine Matterhorn, wird in Betrieb genommen.

1984: Im Schnellzug 904 explodiert im 18 Kilometer langen Apennin-Tunnel zwischen Florenz und Bologna eine Bombe. 17 Menschen sterben. 266 werden verletzt. Totò Riina, der Chef der Cosa Nostra wird für das Attentat verantwortlich gemacht. Der Sprengsatz wird gezündet, kurz nachdem der Schnellzug bei Vernio in den Tunnel eingefahren war.

1986: Heidi Abel, Schweizer Fernsehmoderatorin, stirbt mit 57 Jahren an Krebs.

1986: Andrei Sacharow und seine Frau kehren nach Moskau zurück.

1990: In einer Volksabstimmung erklären sich 95 Prozent der Slowenen für eine Loslösung von Jugoslawien.

2013: Die beiden russischen Pussy Riot-Aktivistinnen Nadeschda Andrejewna Tolokonnikowa (Foto: Keystone) und Marija Wladimirowna Aljochina werden drei Monate vor Verbüssung ihrer Haftstrafe freigelassen. Zuvor hatte das russische Parlament zum 20. Jahrestag der russischen Verfassung ein Amnestiegesetz verabschiedet.

2013: Tod von Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, russischer Waffenkonstrukteur. Er konstruierte das vollautomatische sowjetische Gewehr AK-47 (Awtomat Kalaschnikowa obrasza 1947), von dem rund 100 Millionen Stück produziert wurden. 

2013: Der Schweizerische Fussballverband ernennt den in Sarajevo geborenen bosnischen Kroaten und heutigen Schweizer, Vladimir Petković, zum Trainer der schweizerischen Nationalmannschaft für die Zeit nach der WM 2014.

2016: Aleppo fällt

Die syrische Armee ist nach wochenlangen Kämpfen und schweren russischen und syrischen Bombardierungen in Aleppo eingezogen. Zuvor hatten über 4’000 Anti-Asad-Kämpfer die nordsyrische Stadt verlassen. Zusammen mit ihnen flüchteten 34’000 Zivilisten in die Nachbarprovinz Idlib, das noch von Rebellen beherrscht wird. Im Bild jubelnde syrische Soldaten im bis vor kurzem schwer bombardierten Quartier Sukkari im Osten der Stadt. Das Bild stammt von der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur SANA. (Foto: Keystone/EPA/SANA)
Die syrische Armee ist nach wochenlangen Kämpfen und schweren russischen und syrischen Bombardierungen in Aleppo eingezogen. Zuvor hatten über 4’000 Anti-Asad-Kämpfer die nordsyrische Stadt verlassen. Zusammen mit ihnen flüchteten 34’000 Zivilisten in die Nachbarprovinz Idlib, das noch von Rebellen beherrscht wird. Im Bild jubelnde syrische Soldaten im bis vor kurzem schwer bombardierten Quartier Sukkari im Osten der Stadt. Das Bild stammt von der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur SANA. (Foto: Keystone/EPA/SANA)

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