Damals am 22. Mai

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Damals am 22. Mai

Von Journal21, 22.05.2018

Geburt von Richard Wagner - Einweihung des Gotthard-Tunnels - Tod von Victor Hugo - Geburt von Charles Aznavour - Geburt von Jean Tinguely - Die Iren stimmen für die Homo-Ehe - Attentat in Manchester - Tod von Philip Roth

Herausgegriffen

22. Mai 1882: Der 15 Kilometer lange Gotthard-Eisenbahntunnel wird feierlich eingeweiht. Die Bauarbeiten dauerten zehn Jahre. Das Bild zeigt die Einweihungsfeier am Nordportal. Unter dem Jubel von Schaulustigen hat soeben der erste Zug mit den offiziellen Gästen und den Ingenieuren Göschenen Richtung Airolo im Tessin verlassen. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)
22. Mai 1882: Der 15 Kilometer lange Gotthard-Eisenbahntunnel wird feierlich eingeweiht. Die Bauarbeiten dauerten zehn Jahre. Das Bild zeigt die Einweihungsfeier am Nordportal. Unter dem Jubel von Schaulustigen hat soeben der erste Zug mit den offiziellen Gästen und den Ingenieuren Göschenen Richtung Airolo im Tessin verlassen. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)

Es geschah an einem 22. Mai

337: Tod des römischen Kaisers Konstantin des Grossen. Ausser seinen Söhnen werden fast alle männlichen Verwandten des Kaisers ermordet.

1499: Schwabenkrieg/Schweizerkrieg: Schlacht an der Calven im Münstertal. Die Bündner schlagen mit eidgenössischer Unterstützung die habsburgischen Truppen und massakrieren sie.

1813: Geburt von Richard Wagner, deutscher Komponist, Dirigent, Schriftsteller und Regisseur (u. a. „Der fliegende Holländer“ 1840, „Tannhäuser“ 1942, „Lohengrin“ 1845, „Der Ring der Nibelungen“, „Tristan und Isole“ 1856, „Die Meistersinger von Nürnberg“ 1845, „Parsifal“ 1865). In der Schrift „Das Judenthum in der Musik“ entwickelt er antisemitische Stereotype. Er stirbt am 13. Februar 1883 in Venedig.

1849: Geburt von Louis Perrier, Schweizer Bundesrat (FDP/NE) von 1912 bis 1913. Er kämpft für die Verwirklichung eines nationalen Bahnnetzes und will die letzten privaten Eisenbahnen in Bundesbesitz überführen, was nur teilweise gelingt. Als Vorsteher des Departements des Innern beginnt er, ein Gesetz über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte auszuarbeiten. Er stirbt im Amt und ist der Bundesrat mit der kürzesten Amtszeit. (Bild: admin.ch)

1859: Geburt von Arthur Conan Doyle, britischer Schriftsteller (u. a. „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“, „Die Memoiren des Sherlock Holmes“, „Die Rückkehr des Sherlock Holmes“, „Seine Abschiedsvorstellungen“, „Sherlock Holmes Buch der Fälle“ 1891–1926).

1873: Tod von Alessandro Manzoni, italienischer Schriftsteller (u. a. „I promessi sposi“ 1827).

1875: In Gotha wird die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands gegründet, die Vorgängerin der SPD.

1882: Der Gotthard-Tunnel wird eingeweiht.

1885: Tod von Victor Hugo, französischer Schriftsteller (u. a. „Der Glöckner von Notre-Dame“ 1831, „Les Misérables“ 1862).

1892: In London wird erstmals Zahnpasta in der Tube verkauft.

1898: Tod von Edward Bellamy, amerikanischer Science-Fiction-Autor Das Buch „Das Jahr 2000: ein Rückblick auf das Jahr 1887“ entwirft erstmals das Konzept der Kreditkarte.

1907: Geburt von Hergé (Georges Prosper Remi), belgischer Comic-Autor und Comic-Zeichner, Schöpfer von „Tintin“ („Tim und Struppi“). Er stirbt mit 75 Jahren in Woluwe-Saint-Lambert. Hergé beeinflusst die europäische Comic-Kultur wie kein anderer (u. a. „Tintin au pays des Soviets“ 1930, „Tintin au Congo“ 1931, „Tintin en Amérique“ 1932, „Les Cigares du pharaon“ 1934, „Le Lotus bleu“ 1936, „Le Sceptre d'Ottokar“ 1939, Le Temple du Soleil“ 1949, „Tintin au pays de l'or noir“ 1950, „Objectif Lune“ 1953, „On a marché sur la Lune“ 1954, „L'Affaire Tournesol“ 1956, „Tintin au Tibet“ 1960, „Les Bijoux de la Castafiore“ 1963 etc.)

1907: Geburt von Sir Laurence Kerr Olivier, britischer Schauspieler, vierfacher Oscar-Preisträger. (u. a. „Heinrich V.“ 1944, „Hamlet“ 1948, „Der Prinz und die Tänzerin“ 1958, „Der Marathon-Mann“ 1977). Er stirbt am 11. Juli 1989.

1924: Geburt von Charles Aznavour, armenisch-französischer Chansonnier, Komponist, Liedertexter, Schauspieler, Entertainer (u. a. „Tirez sur le pianiste“ 1960, „Die Blechtrommel“ 1979, „Der Zauberberg“ 1982, „Les Fantômes du chapelier“ 1982). Aznavour hat mehr als tausend Chansons für andere und sich geschrieben (u. a. „La Bohème“, „La Mamma“, „Que c’est triste Venise“, „She", „Mourir d’aimer“, „Paris au mois d’août“, „Je m’voyais déjà“, „Les Comédiens“, „Tu t’laisses aller“).

1925: Geburt von Jean Tinguely

Der in Freiburg/Fribourg geborene Schweizer Maler und Bildhauer schafft sich vor allem mit maschinenähnlichen Skulpuren einen internationalen Ruf. Das Bild zeigt Tinguely und Niki de Saint Phalle am 21. März 1980 in der Galerie Bischofberger in Zürich. Der Tisch, an dem die beiden sitzen, war von Niki de Saint Phalle entworfen worden. Zu Tinguelys bekanntesten Werken gehören der „Fasnachtsbrunnen“ in Basel, die „Heureka“ in Zürich und die „Fontaine Stravinsky“ in Paris. (Foto: Keystone/Str)
Der in Freiburg/Fribourg geborene Schweizer Maler und Bildhauer schafft sich vor allem mit maschinenähnlichen Skulpuren einen internationalen Ruf. Das Bild zeigt Tinguely und Niki de Saint Phalle am 21. März 1980 in der Galerie Bischofberger in Zürich. Der Tisch, an dem die beiden sitzen, war von Niki de Saint Phalle entworfen worden. Zu Tinguelys bekanntesten Werken gehören der „Fasnachtsbrunnen“ in Basel, die „Heureka“ in Zürich und die „Fontaine Stravinsky“ in Paris. (Foto: Keystone/Str)

1943: Geburt von Betty Williams, nordirische Friedensaktivistin, Mitbegründerin der nordirischen Friedensbewegung Nordirlands („Community of Peace People“), Friedensnobelpreisträgerin 1976.

1946: Geburt von George Best, nordirischer Fussballspieler (Manchester United 1964–1974), „Europas Fussballer des Jahres“ 1968.

1947: Geburt von Christine Stückelberger, deutsche Dressurreiterin, Medaillen-Gewinnerin an Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterin und Weltcup-Siegerin. 

1970: Geburt von Naomi Campbell, britsches „Super-Model“.

1972: Ceylon wird Sri Lanka.

1972: Tod von Margaret Rutherford, britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin (u. a. „Miss Marple“).

1987: Geburt von Novak Djoković, serbischer Tennisspieler 

1988: In Ungarn tritt János Kádár zurück. Er war von 1956 bis 1988 erster Generalsekretär der kommunistischen „Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei“ von 1961 bis 1965 ungarischer Ministerpräsident. Er starb am 6. Juli 1989.

1988: Proteste gegen Bischof Wolfgang Haas: Vor der Kirche in Chur demonstrieren Gläubige gegen die Bischofsweihe des ultrakonservativen und unbeliebten Haas. Die Proteste haben später Erfolg.

1990: Nordjemen und das sozialistische Südjemen vereinigen sich nach 23 Jahren wieder. Nach dem Niedergang der Sowjetunion hat der Süden seinen wichtigsten Partner verloren. Am 20. November 1967 hatte die Guerillabewegung „Liberation of South Yemen“ (Flosy) die Demokratische Republik (Süd-)Jemen ausgerufen und sich von den britischen Kolonialherren, die das Gebiet seit den 1830er Jahren dominierten, für unabhängig erklärt. 

1990: Tod von Rocky Graziano, amerikanischer Boxer im Mittelgewicht. In seinen insgesamt 83 Profi-Kämpfen siegte er 52 Mal durch KO. Er stand im Verdacht, Kontakte zur Box-Mafia gehabt zu haben. 

1998: Eröffnung der Weltausstellung in Lissabon.

2004: In Madrid heiratet Prinz Felipe die Fernsehjournalistin Letizia Ortiz.

2012: In Tokio wird der Tokyo Sky Tree eröffnet, der höchste Fernsehturm und das zweithöchste Bauwerk der Welt.

2014: In Thailand putscht sich das Militär an die Macht und setzt die Verfassung ausser Kraft. 

2015: Homo-Ehe in Irland

Das traditionell katholische Irland spricht sich deutlich für eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe aus. Die Republik Irland ist damit das erste Land, das per Volksentscheid die Ehe zwischen Mann und Mann und zwischen Frau und Frau einführt. 62 Prozent jener Irinnen und Iren, die an die Urnen gegangen waren, sagten Ja zur Vorlage. Die Stimmbeteiligung betrug 60,44 Prozent. Tausende versammeln sich nach Bekanntgabe der Ergebnisse vor dem Schloss in der Altstadt von Dublin und feiern den Sieg. (Foto: Keystone)
Das traditionell katholische Irland spricht sich deutlich für eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe aus. Die Republik Irland ist damit das erste Land, das per Volksentscheid die Ehe zwischen Mann und Mann und zwischen Frau und Frau einführt. 62 Prozent jener Irinnen und Iren, die an die Urnen gegangen waren, sagten Ja zur Vorlage. Die Stimmbeteiligung betrug 60,44 Prozent. Tausende versammeln sich nach Bekanntgabe der Ergebnisse vor dem Schloss in der Altstadt von Dublin und feiern den Sieg. (Foto: Keystone)

2016: Österreich: Neuer Bundespräsident

Der 72-jährige parteiunabhängige Alexander Van der Bellen wird in der Stichwahl mit 50,3 Prozent der Stimmen zum neuen Bundeskanzler gewählt. Sein Gegenkandidat, Norbert Höfer von der FPÖ, erzielt 31’026 Stimmen weniger. Das Bild zeigt Van der Bellen vor dem Palais Schönburg nach Bekanntgabe des Schlussergebnisses. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)
Der 72-jährige parteiunabhängige Alexander Van der Bellen wird in der Stichwahl mit 50,3 Prozent der Stimmen zum neuen Bundeskanzler gewählt. Sein Gegenkandidat, Norbert Höfer von der FPÖ, erzielt 31’026 Stimmen weniger. Das Bild zeigt Van der Bellen vor dem Palais Schönburg nach Bekanntgabe des Schlussergebnisses. (Foto: Keystone/EPA/Christian Bruna)

2017: Terror in Manchester

Polizisten legen Blumen für die 22 Opfer des Anschlags eines islamistischen Selbstmordattentäters in der Manchester Arena in Manchester nieder. Über 500 Besucher wurden verletzt. Das Attentat ereignete sich während eines Konzerts der amerikanischen Sängerin Ariana Grande. In der Arena hatten sich 20’000 vorwiegend junge Besucher befunden. Unter den Todesopfern sind auch Kinder. Der Attentäter, Sohn einer libyschen Familie, hatte eine Sprengladung, die in einem Rucksack versteckt und mit zahlreichen Metallteilen bestückt war, zur Explosion gebracht. Zur Tat bekannte sich der „Islamische Staat“. (Foto: Keystone/AP)
Polizisten legen Blumen für die 22 Opfer des Anschlags eines islamistischen Selbstmordattentäters in der Manchester Arena in Manchester nieder. Über 500 Besucher wurden verletzt. Das Attentat ereignete sich während eines Konzerts der amerikanischen Sängerin Ariana Grande. In der Arena hatten sich 20’000 vorwiegend junge Besucher befunden. Unter den Todesopfern sind auch Kinder. Der Attentäter, Sohn einer libyschen Familie, hatte eine Sprengladung, die in einem Rucksack versteckt und mit zahlreichen Metallteilen bestückt war, zur Explosion gebracht. Zur Tat bekannte sich der „Islamische Staat“. (Foto: Keystone/AP)

2018: Tod von Philip Roth

Der amerikanischer Schriftsteller gehört zu den bedeutendsten Romanciers der Gegenwart. Die „Chicago Tribune“ bezeichnet ihn als „scharfen Satiriker und kompromisslosen Realisten“. (Werke u. a. „The Conversion oft he Jews“ 1958, „Goodbye Columbus“ 1959, „Eli, the Fanatic“ 1959, „Portnoy’s Complaint“ 1969, „My Life as a Man“ 1974, „Zuckermann-Triologie“ 1979 bis 1985, „The Counterlife“ 1986, „Amerikanische Triologie“ 1997 bis 2000, The Dying Animal“ 2001, „The Plot Against America“ 2004, „Everyman“ 2006, „Exit Ghost“ 2007, „Indignation“ 2008, „The Humbling“ 2009, „Nemesis“ 2010) Roth erhielt 1998 den Pulitzer-Preis, 2001 den Franz-Kafka-Literaturpreis, 2012 den Prinz-von-Asturien-Literaturpreis. Er war Mitglied der „American Academy of Arts and Sciences“ und wurde zum Kommandanten der Ehrenlegion Frankreichs ernannt. Roth war am 19. März 1933 in Newark als zweites Kind jüdischer Eltern geboren worden. (Foto: Keystone/AP/Richard Drew)
Der amerikanischer Schriftsteller gehört zu den bedeutendsten Romanciers der Gegenwart. Die „Chicago Tribune“ bezeichnet ihn als „scharfen Satiriker und kompromisslosen Realisten“. (Werke u. a. „The Conversion oft he Jews“ 1958, „Goodbye Columbus“ 1959, „Eli, the Fanatic“ 1959, „Portnoy’s Complaint“ 1969, „My Life as a Man“ 1974, „Zuckermann-Triologie“ 1979 bis 1985, „The Counterlife“ 1986, „Amerikanische Triologie“ 1997 bis 2000, The Dying Animal“ 2001, „The Plot Against America“ 2004, „Everyman“ 2006, „Exit Ghost“ 2007, „Indignation“ 2008, „The Humbling“ 2009, „Nemesis“ 2010) Roth erhielt 1998 den Pulitzer-Preis, 2001 den Franz-Kafka-Literaturpreis, 2012 den Prinz-von-Asturien-Literaturpreis. Er war Mitglied der „American Academy of Arts and Sciences“ und wurde zum Kommandanten der Ehrenlegion Frankreichs ernannt. Roth war am 19. März 1933 in Newark als zweites Kind jüdischer Eltern geboren worden. (Foto: Keystone/AP/Richard Drew)

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