Damals am 21. Oktober

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Damals am 21. Oktober

Von Journal21, 21.10.2017

Geburt von Henri Guisan - Gründung der SP Schweiz - Tod von Arthur Schnitzler - Guggenheim-Museum eröffnet - Maul- und Klauenseuche in der Schweiz - Tod von François Truffaut

Herausgegriffen

21. Oktober 1874: Geburt von Henri Guisan. Der Waadtländer war am 30. August 1939 von der Bundesversammlung mit 204 von 229 Stimmen zum General und damit zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee gewählt worden. In seinem Rapport auf dem Rütli am 25. Juli 1940 präsentierte er seine Réduit-Strategie, die eigentlich nicht von ihm stammte. Guisan starb am 7. April 1960 in Pully bei Lausanne. Das historische Lexikon der Schweiz beschreibt ihn so: „Guisan beseelte Armee und Bevölkerung mit Widerstandsgeist und machte aus dem Réduit ein nationales Symbol, indem er eine Symbiose von Volk und Truppen schuf und den Kontakt zu Zivilisten und den Mannschaftsdienstgraden pflegte.“ (Foto: Keystone)
21. Oktober 1874: Geburt von Henri Guisan. Der Waadtländer war am 30. August 1939 von der Bundesversammlung mit 204 von 229 Stimmen zum General und damit zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee gewählt worden. In seinem Rapport auf dem Rütli am 25. Juli 1940 präsentierte er seine Réduit-Strategie, die eigentlich nicht von ihm stammte. Guisan starb am 7. April 1960 in Pully bei Lausanne. Das historische Lexikon der Schweiz beschreibt ihn so: „Guisan beseelte Armee und Bevölkerung mit Widerstandsgeist und machte aus dem Réduit ein nationales Symbol, indem er eine Symbiose von Volk und Truppen schuf und den Kontakt zu Zivilisten und den Mannschaftsdienstgraden pflegte.“ (Foto: Keystone)

Es geschah an einem 21. Oktober

1805: Der britische Admiral Nelson besiegt in der Schlacht von Trafalgar die napoleonisch-spanische Flotte. Während des Kampfes wird Nelson von einer französischen Kugel getroffen und stirbt. In seinem Todeskampf wird er noch von dem überwältigenden Sieg informiert, der die britische Vorherrschaft über die Weltmeere sichert. Nelson wird in einem Fass Schnaps nach London überführt, wo er im Januar 1805 ein fünftägiges Staatsbegräbnis erhält. England ehrt Nelson unter anderem mit dem Nelson-Monument auf dem Trafalgar Square. (J21)

1832: Geburt von Gustav Langenscheidt, deutscher Sprachlehrer, Gründer des Verlags Langenscheidt (1856).

1833: Geburt von Alfred Nobel, Industrieller, Namensgeber des Nobelpreises.

1860: Die Neapolitaner stimmen in einer Volksabstimmung für den Anschluss Neapels ans neue Königreich Italien. Franz II., der letzte Bourbonen-Herrscher, flüchtet nach Gaeta.

1870: Geburt von Carl Krone, deutscher Zirkusdirektor. 1913 gründet er den „Zirkus Krone“.

1874: Geburt von Henri Guisan, Schweizer General.

1888: In der Schweiz wird die Sozialdemokratische Partei gegründet.

1888: Geburt in Prag von Richard Katz. Der böhmisch-deutsche Journalist und Reiseschriftsteller gibt für den Ullstein Verlag in den Dreissigerjahren die „Grüne Post“ heraus, die eine Millionenauflage erzielt. Als Jude emigriert er 1941 nach Brasilien. Er reist mehrmals um die Welt und verbringt seine letzten Jahre in seinem Haus oberhalb von Locarno. Er stirbt 1968 in Muralto.


1915: Geburt von Ettore Giovanni Michele Tenchio, Schweizer Politiker (KVP/CVP/GR), Nationalrat, Parteipräsident der Schweizerischen Konservativen Volkspartei (KVP, heute: CVP) von 1960 bis 1968.  Von 1971 bis 1980 ist er Zentralpräsident der SRG und Verwaltungsratspräsident der Banca della Svizzera Italiana. Bei der Bundesratswahl 1962 unterliegt er Roger Bonvin. 

1917: Geburt von Dizzy Gillespie, amerikanischer Jazz-Trompeter, Sänger, Bandleader, Komponist, Pionier des Bebop.

1926: Geburt von Leo Kirch, deutscher Medienunternehmer, Kämpfer für das Privat- und Bezahlfernsehen. Er kontrolliert mehrere Fernsehsender, unter anderem ProSieben und Sat.1. Er stirbt am 14. Juli 2011.

1931: Tod von Arthur Schnitzler, österreichischer Dramaturg (u. a. „Liebelei“ 1895, „Der Reigen“ 1896, „Der grüne Kakadu“ 1898).

1940: Geburt von Manfred Mann (Manfred Sepse Lubowitz), südafrikanischer Musiker („Mighty Quinn“ 1967, „Ha! Ha! Said The Clown“ 1967, „Fox On The Run“ 1968), Gründer der Rockgruppe „Manfred Mann’s Earth Band“.

1944: Im Zweiten Weltkrieg erobern die Alliierten Aachen, die erste grosse deutsche Stadt.

1945: Geburt von Rosemarie Pfluger, Schweizer Journalistin und Fernsehmoderatorin. Anfang der Siebzigerjahre moderiert sie mit Kurt Felix die Samstagabend-Sendung „Grüezi mitenand“. Mit Ines Torelli präsentiert sie die Samstagabend-Sendung „Zum doppelten Engel“. Später ist sie als Fernsehreporterin unterwegs. Sie stirbt am 5. Juli 2011 an Krebs.

1959: In New York wird das Guggenheim-Museum eröffnet.

1965: In der Schweiz tritt erstmals wieder die Maul- und Klauenseuche auf. Erste Fälle werden in Brent im Kanton Waadt und dann in Schönenbuch (Baselland) festgestellt. Die Krankheit breitet sich im unteren Rhônetal und nördlich des Genfersees sprunghaft aus. Zu einem massiven Ausbruch kommt es im Dezember im Gebiet Lotzwil–Langenthal. In der Folge werden zahlreiche Seuchenausbrüche in den Kantonen Luzern und Aargau, ferner in der Ostschweiz registriert. In der Weihnachtswoche erreichte die Seuche mit 170 Neuausbrüchen ihren Höhepunkt. Nachdem der gesamte Rindviehbestand in den gefährdeten Gebieten durchgeimpft worden war, flaute die Seuche bei Rindern Mitte Januar 1966 ab. In der Folge jedoch breitete sich die Schweine-Maul- und Klauenseuche aus.

1969: Willy Brandt wird Bundeskanzler einer sozialliberalen Koaliton aus SPD und FDP (bis 1974).

1969: Tod von Jack Kerouac, amerikanischer Schriftsteller (u. a. „On the Road“ 1957).

1980: Geburt von Kim Kardashian, amerikanische Schauspielerin, Model und Unternehmerin.

1984: Tod von François Truffaut, französischer Regisseur (u. a. „Fahrenheit 451“ 1966, „Die amerikanische Nacht“ 1973, „Die letzte Metro“ 1980), Oscar-Preisträger.

1999: Die Schweizer Wochenzeitung „Sport“ stellt nach 79 Jahren ihr Erscheinen ein.

2009: Der befehlshabende Hauptmann im Kanderunglück wird zu 18 Monaten bedingt verurteilt. Am 13. Juni 2008 waren in der Kander bei Spiez fünf Soldaten ertrunken.

2010: Tod von Loki Schmidt, Frau von Bundeskanzler Helmut Schmidt.

2011: In Spanien verkündet die Eta nach vierzig Jahren das definitive Ende des bewaffneten Kampfes.

2011: Bangkok wird überschwemmt.

2012: In Libanon kommt es nach der Trauerfeier für den drei Tage zuvor bei einer Bombenexplosion getöteten Syrien-kritischen Brigadegeneral Wissam al-Hassan zu schweren Ausschreitungen. Viele vermuten, dass das Asad-Regime hinter dem Anschlag steckt.

2014: In Pretoria wird der frühere Paralympics-Star Oscar Pistorius zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, tödliche Schüsse auf seine Freundin Reeva Steenkamp, südafrikanisches Model und Moderatorin, abgegeben zu haben. Am 6. Juli 2016 wurde das Strafmass auf sechs Jahre festgesetzt.

Kommentare

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