Damals am 20. Oktober

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Damals am 20. Oktober

Von Journal21, 20.10.2020

Die USA kaufen Louisiana - Geburt von Bela Lugosi - Beginn der Flandernschlacht - Onassis heiratet Jacqueline Kennedy - Friedensnobelpreis für Willy Brandt - Tod von Ghadhafi - Tod von René Burri - Grüne Welle in der Schweiz

Herausgegriffen

20. Oktober 2019: Grüner Tsunami: Regula Rytz und ihre Grüne Partei sind die grossen Sieger der Eidgenössischen Wahlen. Die Grünen gewinnen 17 Sitze dazu. Die Grünliberalen legen um 9 Sitze zu. Die SVP verliert 12 Mandate, die SP und die FDP und die BDP je 4 und die CVP 3. (Foto: Keystone/Peter Schneider)
20. Oktober 2019: Grüner Tsunami: Regula Rytz und ihre Grüne Partei sind die grossen Sieger der Eidgenössischen Wahlen. Die Grünen gewinnen 17 Sitze dazu. Die Grünliberalen legen um 9 Sitze zu. Die SVP verliert 12 Mandate, die SP und die FDP und die BDP je 4 und die CVP 3. (Foto: Keystone/Peter Schneider)

Es geschah an einem 20. Oktober

1484: Bei der dritten Schlacht auf dem Amselfeld im heutigen Kosovo siegen die Osmanen über ein römisch-katholisches Koalitionsheer.

1740: Maria Theresia wird zur Erzherzogin von Österreich und zur Königin von Ungarn und Böhmen gekrönt.

1803: Die USA kaufen die französische Kolonie Louisiana.

1841: Yucatan erklärt sich für unabhängig.

1854: Geburt von Arthur Rimbaud, französischer Dichter.

1859: Geburt von John Dewey, amerikanischer Philosoph, Psychologe, Pädagoge und Sozialreformer.

1882: Geburt von Bela Lugosi, ungarischer Theater- und Filmschauspieler. Weltberühmt wird er 1931 mit seiner Hauptrolle im Film „Dracula“. Der 75-minütige Schwarz-Weiss-Film gilt als erste offizielle Verfilmung von Bram Stokers gleichnamigem Roman. Lugosi (das Pseudonym leitet sich von seinem Geburtsort Lugos ab) ist anschliessend als Vampir, Monster oder Bösewicht in zahlreichen andern Filmen zu sehen. 1939 tritt er im Film „Ninotschka“ an der Seite von Greta Garbo auf.

1914: Beginn der Flandern-Schlacht

Im 1. Weltkrieg beginnt die erste Flandernschlacht (Schlacht von Ypern). Sie dauert bis zum 18. November und fordert 200’000 Tote. Den Alliierten gelingt es, die Kanalhäfen Boulougne-sur-mer, Calais und den Eisenbahnknotenpunkt Amiens den Deutschen zu entreissen.
Im 1. Weltkrieg beginnt die erste Flandernschlacht (Schlacht von Ypern). Sie dauert bis zum 18. November und fordert 200’000 Tote. Den Alliierten gelingt es, die Kanalhäfen Boulougne-sur-mer, Calais und den Eisenbahnknotenpunkt Amiens den Deutschen zu entreissen.

1917: Geburt von Stéphane Hessel, französischer Résistance-Kämpfer, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, Schriftsteller. Berühmt wurde er auch ausserhalb Frankreichs mit seinem 2010 veröffentlichten Essay „Indignez-vous!“ (Empört Euch!). Er stirbt am 26. Februar 2013. 

1918: Geburt von Erwin Ballabio, legendärer Schweizer Fussball-Torhüter, Ballabio spielt vorwiegend beim FC Grenchen. Am 12. Februar 1939 wird er erstmals in der Nationalmannschaft eingesetzt. In Lissabon gewinnen die Schweizer gegen Portugal 4:2. Bis 1948 spielt er regelmässig in der „Nati“. 1956 beendet er seine Spielkarriere und wird Trainer seines FC Grenchen, der in die Nationalliga B abstieg. Kurz darauf gelingt den Grenchnern wieder der Aufstieg. 1966 wird Ballabio Ressortschef der Nationalmannschaft in der technischen Abteilung des Schweizerischen Fussball-Verbandes. Er stirbt am 4. März 2008.

1923: Geburt von Otfried Preussler, deutscher Kinderbuchautor („Der kleine Wassermann“ 1956, „Die kleine Hexe“ 1957, „Bei uns in Schilda“ 1958, „Der Räuber Hotzenplotz“ 1962, „Das kleine Gespenst“ 1966, „Krabat“ 1971).

1937: Geburt von Wanda Jackson, der „weibliche Elvis“

1946: Geburt von Elfriede Jelinek, österreichische Nobelpreisträgerin für Literatur, Preisverleihung 2004.

1947: Der amerikanische Leichttahlet Richard (Dick) Fosbury überspringt bei den Olympischen Spielen in Mexiko mit der von ihm geschaffenen Hochsprungtechnik (Fosbury-Flop) die Höhe von 2.24 Meter.  

1956: Tod von Eugen Bircher, Schweizer Chirurg, Divisionskommandant, Politiker, Chefredaktor der „Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift“, Gründer des rechtsbürgerlichen „Schweizerischen Vaterländischen Verbands“ (SVV), Mitbegründer der konservativen Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) im Kanton Aargau. Bircher warnt immer wieder vor der „sozialistischen und kommunistischen Gefahr“ und wendet sich gegen die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge („Die Emigranten … werden ihr Gift ausstreuen“). Er pflegt enge Kontakte zu Nazi-Deutschland. In der Frontenbewegung geniesst er grosse Sympathien. Von seinen Gegnern wird er als „paranoider Linken-Hasser“, Rassist und Hitler-Verehrer bezeichnet. Laut dem Historischen Lexikon der Schweiz war er ein „typischer Vertreter eines mit elitären, z. T. sozialdarwinistischen, antimodernistischen und demokratiekritischen Elementen durchsetzten Weltbildes“.

1964: Tod von Herbert Hoover, 31. US-Präsident von 1929 bis 1933.

1966: Geburt von Stefan Raab, deutscher Showmaster, Entertainer, Musikproduzent, Musiker. 

1968: Aristoteles Onassis heiratet Jacqueline Kennedy.

1971: Willy Brandt erhält den Friedensnobelpreis.

1971: Geburt von Snoop Dogg (Calvin Cordozar Broadus), amerikanischer Rapper.

1973: Königin Elizabeth eröffnet das Opernhaus von Sydney.

1974: Der erste „Derrick“

Das ZDF strahlt die erste „Derrick“-Folge mit Horst Tappert in der Titelrolle aus. Sie trägt den Titel „Waldweg“. „Derrick“ ist die meistverkaufte Serie in der deutschen Fernsehgeschichte. Insgesamt wurden 281 Folgen produziert. Horst Tappert starb 2008. Das Bild zeigt ihn am 1. September 1989 in Lausanne mit dem damaligen Westschweizer Fersehdirektor Guillaume Chenevière und einer Waadtländer Dienstmütze. Tappert war passionierter Dienstmützensammler. (Foto: Keystone/Str)
Das ZDF strahlt die erste „Derrick“-Folge mit Horst Tappert in der Titelrolle aus. Sie trägt den Titel „Waldweg“. „Derrick“ ist die meistverkaufte Serie in der deutschen Fernsehgeschichte. Insgesamt wurden 281 Folgen produziert. Horst Tappert starb 2008. Das Bild zeigt ihn am 1. September 1989 in Lausanne mit dem damaligen Westschweizer Fersehdirektor Guillaume Chenevière und einer Waadtländer Dienstmütze. Tappert war passionierter Dienstmützensammler. (Foto: Keystone/Str)

1991: Bei den Nationalratswahlen gewinnt die Autopartei acht Sitze. In den folgenden Jahren bricht sie ein.

1994: Tod von Burt Lancaster, amerikanischer Schauspieler (u. a. „Der rote Korsar“ 1952, „Elmer Gantry“ 1960, „Der Leopard“ 1963).

2011: In Libyen wird Oberst Muammar Ghadhafi getötet.

2013: Tod von Rudolf Friedrich, Schweizer Bundesrat (FDP/ZH) von 1982 bis 1984. Während seiner nur zweijährigen Amtszeit stand er dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement vor. Die „Lex Friedrich“ beschränkt in der Schweiz den Kauf von Boden an Ausländer. Friedrich setzte sich entschieden für den Schutz verfolgter Menschen ein, versuchte aber, Missbräuche im Asylgesetz zu bekämpfen. Unter ihm wurde das Eherecht revidiert und die Föderalismusreform verabschiedet. 1983 liess er die sowjetische Nachrichtenagentur Novosti wegen Spionage und Subversion schliessen. 1984 wurde ein Sprengstoffanschlag auf sein Haus in Winterthur verübt, was zu einer Verhaftungswelle in der Winterthurer Jugendszene führte. Friedrich trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. (Bild: admin.ch)

2014:  Der Schweizer Fotograf René Burri stirbt im Alter von 81 Jahren in Zürich. Weltberühmt wurde er 1963 mit einem Bild, das den Zigarre rauchenden Che Guevara zeigt. Das Foto wurde zur Ikone der Dritt-Welt- und der 68er-Bewegung. Burri fotografierte auch Picasso, Corbusier, Giacometti und Tinguely und wurde ab 1959 Mitglied der Fotoagentur Magnum. Ab 1988 war er Art Director der „Schweizer Illustrierten“. 2011 wurde der schon Schwerkranke mit dem Swiss Press Photo Life Time Achievement Award für sein Lebenswerk geehrt. (Niklaus Stauss fotografierte Burri 1992 am Filmfestival von Locarno.)

2019: Starke Grüne, hohe Verluste für die SVP

Nationalratswahlen 2019
Nationalratswahlen 2019

2019: Strassenschlachten in Hongkong

In Hongkong nehmen die Demonstrationen einen zunehmend bürgerkriegsähnlichen Charakter an. Regierungschefin Carrie Lam hatte schon im Juli die Gesetzesvorlage, die eine geplante Auslieferung von Verdächtigen an China vorsah, zurückgenommen. Dies beruhigte die Regierungsgegner nicht. Die Demonstranten fordern Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Hunderttausende gehen auf die Strasse. Pflastersteine auf den Strassen blockieren den Verkehr. (Foto: Keystone/AP/Kin Cheung)
In Hongkong nehmen die Demonstrationen einen zunehmend bürgerkriegsähnlichen Charakter an. Regierungschefin Carrie Lam hatte schon im Juli die Gesetzesvorlage, die eine geplante Auslieferung von Verdächtigen an China vorsah, zurückgenommen. Dies beruhigte die Regierungsgegner nicht. Die Demonstranten fordern Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Hunderttausende gehen auf die Strasse. Pflastersteine auf den Strassen blockieren den Verkehr. (Foto: Keystone/AP/Kin Cheung)

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