Damals am 19. Dezember

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Damals am 19. Dezember

Von Journal21, 19.12.2018

Rasputin ermordet - Geburt von Breschnew - Geburt von Edith Piaf - Tod von Alzheimer - Explosion in Blausee-Mitholz - Sacharow rehabilitiert - Einsetzung der Bergier-Kommission - Tod von Mastroianni - Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Herausgegriffen

19. Dezember 1947: In der Nähe von Blausee-Mitholz im Kandertal im Berner Oberland explodieren in der Nacht zum 20. Dezember in einem Munitionslager der Schweizer Armee 7’000 Tonnen Munition. Neun Menschen sterben, sieben werden schwer verletzt. 40 Häuser in Mitholz werden zerstört, ebenso die Eisenbahnbrücke über die Kantonsstrasse und die Bahnstation der Lötschbergbahn. Der Stationsvorstand und sein Sohn kommen ums Leben. 200 Personen werden obdachlos. Die Felswand, in der sich das Munitionsdepot befand, stürzt ein. Auch in den folgenden Tagen kommt es zu Detonationen. Geschosse und Steine fliegen durch die Luft. Das Unglück hat in der ganzen Schweiz eine Solidaritätswelle ausgelöst. Die Betroffenen erhalten Pakete mit Hilfsgütern aus dem ganzen Land. Die Glückskette ruft zu einer Sammelaktion aus. General Henri Guisan und Bundesrat Karl Kobelt besuchen die Unfallstelle. Die Schäden belaufen sich auf 100 Millionen Franken, was dem heutigen Wert von über 500 Millionen entspricht. Die Unglücksursache konnte nie restlos geklärt werden. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Walter Studer)
19. Dezember 1947: In der Nähe von Blausee-Mitholz im Kandertal im Berner Oberland explodieren in der Nacht zum 20. Dezember in einem Munitionslager der Schweizer Armee 7’000 Tonnen Munition. Neun Menschen sterben, sieben werden schwer verletzt. 40 Häuser in Mitholz werden zerstört, ebenso die Eisenbahnbrücke über die Kantonsstrasse und die Bahnstation der Lötschbergbahn. Der Stationsvorstand und sein Sohn kommen ums Leben. 200 Personen werden obdachlos. Die Felswand, in der sich das Munitionsdepot befand, stürzt ein. Auch in den folgenden Tagen kommt es zu Detonationen. Geschosse und Steine fliegen durch die Luft. Das Unglück hat in der ganzen Schweiz eine Solidaritätswelle ausgelöst. Die Betroffenen erhalten Pakete mit Hilfsgütern aus dem ganzen Land. Die Glückskette ruft zu einer Sammelaktion aus. General Henri Guisan und Bundesrat Karl Kobelt besuchen die Unfallstelle. Die Schäden belaufen sich auf 100 Millionen Franken, was dem heutigen Wert von über 500 Millionen entspricht. Die Unglücksursache konnte nie restlos geklärt werden. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Walter Studer)

Es geschah an einem 19. Dezember

1594: Geburt von Gustav II. Adolf, König von Schweden (1611–1632). Mit seinem Eingreifen im Dreissigjährigen Krieg gegen die Habsburger sichert er das Überleben des Protestantismus in Deutschland und erkämpft sich die schwedische Vormachtstellung in Nordeuropa.

1783: Der 24-jährige William Pitt wird britischer Premierminister.

1816: Geburt von Franz Sacher, österreichischer Konditor, Erfinder der „Sachertorte“.

1842: Die USA anerkennen Hawaii als unabhängigen Staat.

1843: Geburt von Albert Steck, Schweizer Politiker (SP/BE). Steck ist Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz. 1882 bis 1883 vertritt er den Freisinn im Berner Grossen Rat, schliesslich wendet er sich der Sozialdemokratie zu. Zusammen mit Alexander Reichel gelingt es ihm am 21. Oktober 1888, zahlreiche regionale Arbeitervereine zusammenzuführen und eine gesamtschweizerische sozialdemokratische Partei zu bilden. Im Januar 1889 wird Reichel zum Präsidenten, Steck zum Vizepräsidenten und ersten Sekretär der SP Schweiz gewählt.

1851: Tod von William Turner, britischer Maler, Wegbereiter des Impressionismus, bekannt für seine Landschaftsbilder.

1875: Geburt von Mileva Marić, Serbin, erste Ehefrau von Albert Einstein (1903). Als Kommilitonin von Einstein schliesst sie an der ETH Zürich ein Physik- und Mathematikstudium ab. 

1894: Geburt von Paul Dessau, deutscher Komponist.

1910: Geburt von Jean Genet, französischer Schriftsteller.

1916: In St. Petersburg wird (laut julianischem Kalender) Rasputin (Grigori Jefimowitsch Rasputin), Wanderprediger, Geistheiler, Vertrauter der Zarenfamilie, möglicher Liebhaber der Zarin, ermordet.

1901: Geburt von Rudolf Hell, deutscher Erfinder, Entwickler des Faxgeräts.

1906: Geburt von Leonid Iljitsch Breschnew, Generalsekretär des Zenralkomitees der KPdSU (1964–1983). Geburtsort ist Kamenskoje (heute Dniprodserschynsk, heute Ukraine).

1915: Geburt von Edith Piaf, französische Chanson-Sängerin (u. a. „Milord“, „Non, je ne regrette rien“, „La vie en rose“, „A quoi ça sert l'amour?“, „Les amants de Paris“, „La foule“, „Ça ira“, „Sous le ciel de Paris“, „Les amants d'un jour“, „Marie, la française“).

1915: Tod von Alois Alzheimer, deutscher Psychiater.

1916: Geburt von Elisabeth Noelle-Neumann, Professorin für Kommunikationswissenschaft, Gründerin des „Instituts für Demoskopie“ in Allensbach.

1925: Geburt von Jacques (Jacky) Fatton, Schweizer Fussballspieler. Mit kurzer Unterbrechung bleibt er seinem Klub Servette treu. Dreimal ist er Torschützenkönig der Nationalmannschaft. Am 11. Mai 1946 debütiert er in der Nationalmannschaft. Insgesamt spielt er in der „Nati“ 53 Mal. Trainer Karl Rappan bezeichnet ihn als den „besten Linksaussen, den die Nationalmannschaft je hatte“.

1929: Geburt von Paul Nizon, Schweizer Kunsthistoriker und Schriftsteller.

1932: Geburt von Bernhard Vogel (CDU), Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz (1976–1988) und des Freistaats Thüringen (1992–2003). Er ist der einzige Politiker, der zwei Bundesländer in seiner 23-jährigen Amtszeit regiert. 

1934: Geburt von Rudi Carrell (Rudolf Wijbrand Kesselaar), niederländischer Showmaster („Am laufenden Band“ 1974–1979, „Rudis Tagesshow“ 1981–1987, „Herzblatt“ 1987–1993, „7 Tage, 7 Köpfe“ 1996–2005).

1947: In der Nähe von Blausee-Mitholz im Kandertal im Berner Oberland explodieren in der Nacht zum 20. Dezember in einem Munitionslager der Schweizer Armee 7’000 Tonnen Munition. Neun Menschen sterben, sieben werden schwer verletzt.

1963: Geburt von Til (Tilman Valentin) Schweiger, deutscher Schauspieler und Filmemacher (u. a. „Der bewegte Mann“ 1994, „Männerpension“ 1996, „Knockin' on Heaven’s Door“ 1997, "Barfuss“ 2005, „Keinohrhasen“ 2007, „Zweiohrküken“ 2009).

1964: Geburt von Béatrice Dalle, französische Filmschauspielerin (u. a. „Betty Blue – 37° le matin“ 1986).

1965: Charles De Gaulle besiegt François Mitterrand bei den Staatspräsidentschaftswahlen.

1980: Geburt von Jacob Benjamin Gyllenhaal, amerikanischer Schauspieler (u. a. „The Day After Tomorrow“ 2004, „Jarhead“ 2005, „Brokeback Mountain“ 2005, „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ 2010).

1986: Andrei Sacharow darf nach Moskau zurückkehren.

1996: In der Schweiz wird die Bergier-Kommission eingesetzt. Die internationale Historikerkommission soll die während des Zweiten Weltkrieges in die Schweiz gelangten Vermögenswerte untersuchen. 

1996: Tod von Marcello Mastroianni, italienischer Schauspieler (u. a. „La dolce vita“ 1960).

2012: Tod von Peter Struck, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister der Verteidigung (2002–2005).

2015: In Greenwich, Connecticut, stirbt Kurt Masur, DDR-Bürger, im Alter von 88 Jahren an den Folgen seiner Parkinson-Krankheit. Masur, Dirigent, Bürgerrechtler, Humanist und Volkstribun leitete von 1991 bis 2002 die New Yorker Philharmoniker. Berühmt wurde er am 9. Oktober 1989, als er über Radio die Demonstranten und die Staatsmacht aufrief, bei den Montagsdemonstrationen in Leipzig keine Gewalt anzuwenden.

2016: Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Ein Sattelschlepper fährt in die Menge am Breitscheidplatz und tötet zwölf Menschen. 48 werden teils schwer verletzt. Der Attentäter, der Tunesier Anis Amri, wird am Freitag, 23. Dezember, um 03.00 Uhr früh auf einem Parkplatz in Sesto San Giovanni bei Mailand bei einer Kontrolle von Polizisten erschossen, nachdem er einen Schuss auf einen Polizisten abegeben hatte. Der „Islamische Staat“ hat die Verantwortung für den Anschlag übernommen, ohne jedoch Details bekanntgegeben zu haben. Der Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche in Westberlin gehört zu den beliebtesten der Hauptstadt.
Ein Sattelschlepper fährt in die Menge am Breitscheidplatz und tötet zwölf Menschen. 48 werden teils schwer verletzt. Der Attentäter, der Tunesier Anis Amri, wird am Freitag, 23. Dezember, um 03.00 Uhr früh auf einem Parkplatz in Sesto San Giovanni bei Mailand bei einer Kontrolle von Polizisten erschossen, nachdem er einen Schuss auf einen Polizisten abegeben hatte. Der „Islamische Staat“ hat die Verantwortung für den Anschlag übernommen, ohne jedoch Details bekanntgegeben zu haben. Der Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche in Westberlin gehört zu den beliebtesten der Hauptstadt.

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