Damals am 20. Dezember

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Damals am 20. Dezember

Von Journal21, 20.12.2018

Geburt von Herbert Leupin - Auschwitz-Prozess - Tod von John Steinbeck - Tod von Arthur Rubinstein - Fährunglück auf den Philippinen - US-Invasion in Panama - Chodorkowski aus Haft entlassen

Herausgegriffen

2013: Nach 10-jähriger Haft wird der russische Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski  aus dem Straflager entlassen. Wenige Stunden später trifft er in Berlin ein. Präsident Putin hatte zuvor ein Gnadengesuch bewilligt und unterzeichnet. (Foto: Keystone/AP)
2013: Nach 10-jähriger Haft wird der russische Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski aus dem Straflager entlassen. Wenige Stunden später trifft er in Berlin ein. Präsident Putin hatte zuvor ein Gnadengesuch bewilligt und unterzeichnet. (Foto: Keystone/AP)

Es geschah an einem  20. Dezember

1552: Tod von Katharina von Bora, katholische Nonne (1515–1523), ab 1525 die Ehefrau von Martin Luther, mit dem sie sechs Kinder hat.

1803: Frankreich tritt New Orleans an die USA ab.

1841: Geburt von Ferdinand Edouard Buisson, französischer Pädagoge, Politiker, Träger des Friedensnobelpreises 1927.

1866: Tod von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin, deutscher Unternehmer und Gründer der Spielzeugfirma „Märklin“ (1859).

1915: Geburt von Aziz Nesin, türkischer Schriftsteller. Wegen seiner kritischen Haltung zu Staat und Religion wird er zur Hassfigur islamistischer Fundamentalisten und muss bei über 200 politischen Prozessen vor Gericht erscheinen. Den Brandanschlag von Sivas im Jahr 1993, bei dem 33 Menschen getötet werden, überlebt er leicht verletzt. Er stirbt am 6. Juni 1995.

1916: Geburt von Herbert Leupin, Schweizer Grafiker. Er gestaltet rund 1’000 Plakate.

1921: Geburt von George Roy Hill, amerikanischer Regisseur (u. a. „Zeit der Anpassung“ 1962, „Zwei Banditen“ 1969, „Der Clou“ 1973), Oscar-Preisträger.

1921: Tod von Julius Petri, deutscher Arzt und Bakteriologe, Erfinder der Petrischale (1877) zur Züchtung und Untersuchung von Zellkulturen.

1924: Hitler wird aus der Haft in Landsberg entlassen.

1924: Geburt von Friedericke Mayröcker, österreichische Schriftstellerin.

1926: Geburt von Otto Graf Lambsdorff, deutscher FDP-Politiker, FDP-Parteivorsitzender (1988–1993), Bundesminister für Wirtschaft (1977–1984).

1942: Geburt von Jean-Claude Trichet, zweiter Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB, 2003–2011).

1943: Tod von Anita Augspurg, Lehrerin, Fotografin und Frauenrechtlerin. Da Frauen in Deutschland noch nicht studierten durften, begann die Deutsche 1893 in Zürich ein Jura-Studium und wurde Deutschlands erste promovierte Juristin. Sie galt als leidenschaftliche Rednerin. 1933 floh sie mit ihrer Partnerin Lida Heymann vor den Nazis in die Schweiz, wo sie bis zu ihrem Tod in Zürich 1943 lebte. Sie und Lida Heymann sind auf dem Zürcher Friedhof Fluntern begraben. 

1955: Geburt von Martin Schulz, deutscher SPD-Politiker, amtierender Präsident des Europäischen Parlamentes (seit 2012).

1963: Beginn der Auschwitz-Prozesse

Im Frankfurter Rathaus Römer beginnt der erste der drei Auschwitz-Prozesse gegen 24 ehemalige Angehörige des Wachpersonals im KZ Auschwitz. Im Prozess treten 359 Zeugen aus 19 Ländern auf. Am 19. August 1965 werden die Urteile verkündet. Sechs Angeklagte erhalten lebenslange Freiheitsstrafen. Es ist der grösste Massenmordprozess der deutschen Rechtsgeschichte.
Im Frankfurter Rathaus Römer beginnt der erste der drei Auschwitz-Prozesse gegen 24 ehemalige Angehörige des Wachpersonals im KZ Auschwitz. Im Prozess treten 359 Zeugen aus 19 Ländern auf. Am 19. August 1965 werden die Urteile verkündet. Sechs Angeklagte erhalten lebenslange Freiheitsstrafen. Es ist der grösste Massenmordprozess der deutschen Rechtsgeschichte.

1968: Tod von John Steinbeck, amerikanischer Autor (u. a. „The Grapes of Wrath" – Die Früchte des Zorns“ 1939, „East of Eden“ 1952), Pulitzer-Preisträger 1940, Nobelpreisträger für Literatur 1962.

1972: Tod von Günther Eich, deutscher Schriftsteller.

1982: In Genf stirbt Arthur Rubinstein, polnischer Pianist, „bester Chopin-Interpret des 20. Jahrhunderts“.

1987: Bei der Insel Marinduque (Philippinen) sinkt die Fähre „Dona Paz“ nach einem Zusammenstoss mit einem Tanker. Angaben über die Zahl der Toten schwanken zwischen 3’132 und 4’317.

1989: US-Invasion in Panama

20’000 amerikanische Soldaten greifen Panama an. Die Kämpfe mit der panamaischen Nationalgarde dauern vier Tage. Präsident Manuel Noriega flüchtet in die Nuntiatur des Vatikans. Später stellt er sich, wird nach Miami gebracht und wegen Drogenhandels zu 40 Jahren Haft verurteilt. Zehn Jahre lang hatte der CIA Noriega mit Geld und Waffen unterstützt, obwohl Panama zu einer Drehscheibe des Drogenhandels geworden war. Via Panama versorgten die USA die Contra-Rebellen in Nicaragua im Kampf gegen die linksgerichteten Sandinisten. 1988 liess Präsident Reagan Noriega fallen. Nach einem gescheiterten Putschversuch – und nachdem Noriega Wahlen massiv gefälscht hatte – entschlossen sich die USA zur Invasion.
20’000 amerikanische Soldaten greifen Panama an. Die Kämpfe mit der panamaischen Nationalgarde dauern vier Tage. Präsident Manuel Noriega flüchtet in die Nuntiatur des Vatikans. Später stellt er sich, wird nach Miami gebracht und wegen Drogenhandels zu 40 Jahren Haft verurteilt. Zehn Jahre lang hatte der CIA Noriega mit Geld und Waffen unterstützt, obwohl Panama zu einer Drehscheibe des Drogenhandels geworden war. Via Panama versorgten die USA die Contra-Rebellen in Nicaragua im Kampf gegen die linksgerichteten Sandinisten. 1988 liess Präsident Reagan Noriega fallen. Nach einem gescheiterten Putschversuch – und nachdem Noriega Wahlen massiv gefälscht hatte – entschlossen sich die USA zur Invasion.

2001: Tod von Léopold Sédar Senghor, senegalesischer Schriftsteller, erster Präsident des Senegal (1960–1980).

2007: Im Kunstmuseum „Museu de Arte de São Paulo“ (MASP) stehlen drei Räuber Bilder im Wert von 70 Millionen Euro. Unter ihnen befindet sich Picassos „Portrait de Suzanne Bloch“ (1904) und Portinaris „O Lavrador de Cafe“ (1939). Verschwunden ist auch ein Bild des brasilianischen Malers Candido Portinari. Der Diebstahl wurde zum Teil von der Museumskamera gefilmt und dauerte nur drei Minuten.

2013. Der russische Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski  wird aus dem Straflager entlassen.

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