Respighi, 1879 in Bologna geboren, 1936 in Rom gestorben, ist ein wichtiger Vertreter der neueren italienischen Instrumental- und Programmusik. Sein Durchbruch gelang ihm 1916 mit der Aufführung seiner «Fontane di Roma». 1923 wurde er Direktor des «Conservatorio di Santa Cecilia». Er gab diese Position jedoch bald wieder auf, um mehr Zeit für das Komponieren zu haben.
Die römische Musik von Respighi umfasst vor allem die drei Zyklen «Die Brunnen von Rom», «Die Pinien von Rom» und «Die Feste von Rom». Dazu kommt ein Werk, das Respighi als «Il tramonto – der Sonnenuntergang» bezeichnet, bei dem zum Orchester eine Sopranstimme hinzukommt, die Worte des Dichters Shelley verwendet.
Touristen sind vermutlich die Brunnen von Rom am vertrautesten. Respighi schildert vier verschiedene davon: Der Brunnen von Valle Giulia bei Tagesanbruch, der Tritonbrunnen am Vormittag, die Fontana di Trevi zur Mittagszeit, der Brunnen der Villa Medici bei Sonnenuntergang.
Die Pinien von Rom betreffen zuerst die Bäume der Villa Borghese. Dann jene bei den Katakomben, gefolgt von den Pinien des römischen Hügels Gianicolo. Am Schluss stehen die Pinien an der Via Appia.
Bei den römischen Festtagen stehen an erster Stelle die »circenses», die Festtage um Zirkus-Erinnerungen. Darauf folgen Feierlichkeiten, die bei verschiedenen Jubiläen anfallen. Nun kommen die Erntedankfeste im Oktober («L’Ottobrata») Am Schluss stehen die Feste, die in Italien mit besonderem Eifer um «La Befana» gefeiert werden. Das ist das Fest des 6. Januars, also unser Dreikönigsfest. La Befana ist eine freundliche Hexe, die am 6. Januar Kinder beschenkt.