Damals am 14. April

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Damals am 14. April

Von Journal21, 14.04.2019

Tod von Georg Friedrich Händel - Attentat auf Abraham Lincoln - Pariser Weltausstellung - Die „Titanic“ sinkt - Geburt von Walter Buser - Geburt von Charles Lewinsky - Die Rolling Stones in Zürich - Tod von Simone de Beauvoir

Herausgegriffen

1912: Die „Titanic“ rammt auf ihrer Jungfernfahrt 20 Minuten vor Mitternacht 300 Meilen südöstlich von Neufundland einen Eisberg und sinkt. Zwischen 1490 und 1517 der über 2200 Menschen an Bord ertrinken. Nur für knapp die Hälfte der Passagiere gibt es Rettungsboote, vor allem für jene der ersten Klasse. Die Zeichnung wurde am Tag nach der Katastrophe angefertigt. An Bord befanden sich auch 27 Schweizer, knapp die Hälfte überlebte, unter ihnen der Genfer Tennisspieler Richard Williams und die Basler Unternehmer Max Stähelin und Alphonse Simonius. Zur Mannschaft gehörten Kellner aus dem Tessin und dem Puschlav sowie ein Patisseur aus Luzern. Millvina Dean, die als kleines Mädchen gerettet wurde, stirbt als letzte Überlebende im Jahr 2009.
1912: Die „Titanic“ rammt auf ihrer Jungfernfahrt 20 Minuten vor Mitternacht 300 Meilen südöstlich von Neufundland einen Eisberg und sinkt. Zwischen 1490 und 1517 der über 2200 Menschen an Bord ertrinken. Nur für knapp die Hälfte der Passagiere gibt es Rettungsboote, vor allem für jene der ersten Klasse. Die Zeichnung wurde am Tag nach der Katastrophe angefertigt. An Bord befanden sich auch 27 Schweizer, knapp die Hälfte überlebte, unter ihnen der Genfer Tennisspieler Richard Williams und die Basler Unternehmer Max Stähelin und Alphonse Simonius. Zur Mannschaft gehörten Kellner aus dem Tessin und dem Puschlav sowie ein Patisseur aus Luzern. Millvina Dean, die als kleines Mädchen gerettet wurde, stirbt als letzte Überlebende im Jahr 2009.

Es geschah an einem 14. April

216: Geburt von Mani, Religionsstifter, Prophet, Begründer des „Manichäismus“, eine Religion, die verschiedene Lehren, etwa des Christentums und Buddhismus, miteinander verbindet. 

1516: Der spätere Zürcher Reformator Ulrich Zwingli tritt sein Amt als Leutpriester und Prediger im Kloster Maria-Einsiedeln an.

1759: Tod von Georg Friedrich Händel, deutsch-britischer Komponist. Sein Werk umfasst unter anderem 42 Opern und 25 Oratorien (u. a. „Messiah“ mit dem Chor „Halleluja“ 1742).

1783: Lessings „Nathan der Weise“ wird zwei Jahre nach dem Tod des Autors in Berlin uraufgeführt. 

1860: Geburt von Gustav Müller, Schweizer Politiker (SP/BE). 1919 ist er Präsident der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz. Ursprünglich war er Sekretär der Berner Freisinnigen, tritt dann aber 1890 in die SP ein. Er ist der erste SP-Gemeinderat der Stadt Bern. Von 1918 bis 1920 steht er der Stadt als Stadtpräsident vor. Von 1911 bis zu seinem Tod 1921 vertritt er seine Partei im Nationalrat. 

1865: Im Ford’s Theatre in Washington, D. C. schiesst der Schauspieler John Wilkes Booth während einer Vorstellung dem amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln eine Kugel in den Kopf. Lincoln, der 16. US-Präsident, stirbt am Tag danach.

1900: Die Pariser Weltausstellung wird eröffnet

Die „Exposition universelle“ ist die 5. Pariser Weltausstellung. Sie dauert bis zum 12. November 1900 und zählt fast 50 Millionen Besucher. Das Bild zeigt das Palais de l’Electricité. Zu den Attraktionen gehören die Rolltreppe und der Film. Im Rahmen der Weltausstellung werden auch die Olympischen Spiele durchgeführt.
Die „Exposition universelle“ ist die 5. Pariser Weltausstellung. Sie dauert bis zum 12. November 1900 und zählt fast 50 Millionen Besucher. Das Bild zeigt das Palais de l’Electricité. Zu den Attraktionen gehören die Rolltreppe und der Film. Im Rahmen der Weltausstellung werden auch die Olympischen Spiele durchgeführt.

1912: Die Titanic rammt kurz vor Mitternacht einen Eisberg und sinkt innerhalb von zweieinhalb Stunden.

1912: Geburt von Robert Doisneau, französischer Fotograf

Berühmt werden seine Alltagsszenen von den Strassen in Paris. Insgesamt schiesst er über 35’000 Bilder. „Le baiser de l’hôtel de ville“ gehört zu den weltberühmtesten Fotografien. Das Original wird 2005 von einem unbekannten Schweizer für 155’000 Euro ersteigert. Zuerst ist das Foto im Besitz von Françoise Bornet, einer Schauspielstudentin, die auf dem Foto geküsst wird, und zwar von ihrem damaliger Freund Jacques Carteaud. Aufgenommen wird das Bild mit einer Rolleiflex. Die sich Küssenden kriegen von Doisneau ein bescheidenes Honorar. Doisneau stirbt am 1. April 1994 in Paris.
Berühmt werden seine Alltagsszenen von den Strassen in Paris. Insgesamt schiesst er über 35’000 Bilder. „Le baiser de l’hôtel de ville“ gehört zu den weltberühmtesten Fotografien. Das Original wird 2005 von einem unbekannten Schweizer für 155’000 Euro ersteigert. Zuerst ist das Foto im Besitz von Françoise Bornet, einer Schauspielstudentin, die auf dem Foto geküsst wird, und zwar von ihrem damaliger Freund Jacques Carteaud. Aufgenommen wird das Bild mit einer Rolleiflex. Die sich Küssenden kriegen von Doisneau ein bescheidenes Honorar. Doisneau stirbt am 1. April 1994 in Paris.

1917: Tod von Ludwik Lejzer Zamenhof, polnischer Augenarzt. Unter dem Pseudonym Doctoro Esperanto begründete er die Kunstsprache Esperanto.

1924: Tod von Louis Sullivan, amerikanischer Architekt, Vater der modernen Architektur und des Wolkenkratzers.

1925: Geburt von Rod Steiger, amerikanischer Schauspieler (u. a. „Die Faust im Nacken“ 1954, „Der längste Tag“ 1962, „Doktor Schiwago“ 1965), Oscar-Preisträger. 

1926: Geburt von Walter Buser, Schweizer Jurist und Rechtswissenschaftler, Redaktor sozialdemokratischer Zeitungen. 1968 wählt ihn der Bundesrat zum Vizekanzler. Die Universität Basel ernennt ihn 1977 zum ausserordentlichen Professor für öffentliches Recht. 1981 wird er als erster Sozialdemokrat zum Bundeskanzler gewählt. Als erster führt er regelmässige Pressekonferenzen ein und erweitert die Bundeskanzlei zu einer Stabsstelle des Bundesrates. Unter Buser hält die elektronische Datenverarbeitung in der Bundesverwaltung Einzug. Nach dem Tod von Bundesrat Willi Ritschard wird er als sein Nachfolger gehandelt, lehnt jedoch ab.

1931: Spanien wird Republik. König Alfonso XIII. geht nach Paris ins Exil.

1935: Geburt von Erich von Däniken, Schweizer Bestseller-Schriftsteller. Aus archäologischen Funden leitet er Thesen über den Besuch ausserirdischer Wesen auf der Erde ab, die seine Kritiker als „Phantasien“ bezeichnen. Von Däniken verkauft über 60 Millionen Bücher in 32 Sprachen.  

1939: In den USA erscheint John Steinbecks „Früchte des Zorns“.

1941: Geburt von Julie Christie, britische Schauspielerin (u. a. „Darling“ 1965, „Doktor Schiwago“ 1965, „Fahrenheit 451“ 1966), Oscar-Preisträgerin. 

1942: Geburt von Walerie Brumel, sowjetischer Hochspringer. 1962 überspringt er in Belgrad 2,21 Meter und holt den Europameistertitel. Bei Olympischen Spielen gewinnt er einmal die Gold- und einmal die Silbermedaille. Von 1961 bis 1971 ist er Weltmeister. Den Titel verbessert er sechs Mal. 1963 überspringt er 2,28 Meter. Nach einem Verkehrsunfall 1965 geht seine Karriere zu Ende. Er stirbt am 26. Januar 2003.

1946: Geburt von Charles Lewinsky, Schweizer Drehbuchautor, Schriftsteller, Journalist, Redaktor, Regieassistent, Dramaturg, Regisseur, Liedertexter, Ressortleiter der Redaktion Wort-Unterhaltung des Schweizer Fernsehens. 1994–1999 wird er als Autor der Sitcom „Fascht e Familie“ bekannt. 2000–2002 folgt „Fertig lustig“. 2001 erhält er den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank für seinen Roman „Johannistag“. Sein Roman „Gerror“ wird 2011 für den Schweizer Buchpreis nominiert, 2014 erfolgt eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis. (Foto: Keystone)

1967: Die „Stones“ in Zürich: Vor 12’000 Fans spielen im Zürcher Hallenstadion die „Rolling Stones“. Nach dem Konzert kommt es trotz des Aufgebots von 400 Polizisten zu Krawallen und Strassenschlachten zwischen der Polizei und Konzert-Besuchern. Schon während des Konzerts versuchen junge Männer, auf die Bühne zu gelangen. Nach dem 40-minütigen Auftritt der Stones zertrümmern etwa tausend entfesselter Jugendlicher Stühle und die Inneneinrichtung. Die Polizei geht mit Gummiknüppeln gegen die Randalierer vor. Zehn Personen werden verletzt. Die Tumulte gelten als Vorspiel zu den Zürcher 68er Unruhen.

1969: Am Zürcher Kantonsspital wird unter Leitung von Åke Senning die erste Herztransplantation in der Schweiz durchgeführt.

1973: Geburt von Adrien Brody, amerikanischer Schauspieler (u. a. „Der Pianist“ 2002), Oscar-Preisträger. 

1986: Tod von Simone de Beauvoir, französische Philosophin, Autorin, Feministin, Vertreterin des Existentialismus, Lebensgefährtin von Jean-Paul Sartre (u. a. „L'Invitée“ 1943, „Le Sang des autres“ 1945, „Le deuxieme sexe – Das andere Geschlecht“ 1949, „Mémoires“ 1958–1981).

 


1994: In Luzern wird die niedergebrannte und renovierte Kapell-Brücke eingeweiht.

1998: Tod von Pol Pot, kambodschanischer Diktator.

2008: In Italien gewinnt Berlusconi die Parlamentswahlen.

2010: Tod von Alice Miller, Schweizer Psychoanalytikerin (u. a. „Das Drama des begabten Kindes“ 1979).

2012: Der Bundesrat beschliesst, die Ventilklausel anzuwenden, um die Einwanderung aus den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten zu begrenzen.

2012: Der spanische König Juan Carlos befindet sich auf Elefantenjagd in Botswana und bricht sich den Hüftknochen. Sein Jagdausflug mit einer Bekannten in Zeiten der Wirtschaftskrise beschädigt sein Image.

2013: In Lugano wird die Lega dei Ticinesi stärkste Partei in der Stadtregierung. Marco Borradori von der Lega wird Stadtpräsident. Gewählt wird auch der verstorbene Lega-Präsident Giuliano Bignasca, den die Lega auf die Liste setzte.

2014: In Nigeria entführt die islamistische Terrororganisation Boko Haram in der im Nordosten gelegenen Kleinstadt Chibok 223 Schulmädchen und bringt sie an einen unbekannten Ort. 

2015: Tod von Percy Sledge, amerikanischer Sänger des Welthits „When a Man Loves a Woman“.

2018: Westlicher Angriff auf Syrien

Die USA, Grossbritannien und Frankreich greifen mit Cruise missiles drei Ziele in Syrien an: den Militärflughafen Dumair östlich von Damaskus, ein Forschungszentrum in Barash nördlich von Damaskus und eine Sarin-Lagerstädte in Schien westlich der Stadt Homs. Die Raketen, die auf den Militärflughafen Dumair abgefeuert wurden, sind laut syrischen und russischen Angaben abgefangen worden. Die Angriffe sind eine Vergeltung für den Einsatz von Chemiewaffen. Die USA, Grossbritannien und Frankreich machen das Asad-Regime für einen Chemiewaffen-Angriff auf Duma in der Ost-Goutha vom 8. April verantwortlich. Dabei starben Dutzende Menschen. Im Bild: Raketen über Damaskus. (Foto: Keystone/AP)
Die USA, Grossbritannien und Frankreich greifen mit Cruise missiles drei Ziele in Syrien an: den Militärflughafen Dumair östlich von Damaskus, ein Forschungszentrum in Barash nördlich von Damaskus und eine Sarin-Lagerstädte in Schien westlich der Stadt Homs. Die Raketen, die auf den Militärflughafen Dumair abgefeuert wurden, sind laut syrischen und russischen Angaben abgefangen worden. Die Angriffe sind eine Vergeltung für den Einsatz von Chemiewaffen. Die USA, Grossbritannien und Frankreich machen das Asad-Regime für einen Chemiewaffen-Angriff auf Duma in der Ost-Goutha vom 8. April verantwortlich. Dabei starben Dutzende Menschen. Im Bild: Raketen über Damaskus. (Foto: Keystone/AP)

2018: Aufstände in Nicaragua

Tausende demonstrieren in Managua und andern Städten Nicaraguas gegen die Regierung von Staatschef Daniel Ortega. Laut Menschenrechtsorganisationen sind bei den Zusammenstössen weit über 80 Menschen getötet und fast 900 verletzt worden. Die Proteste, die sich zunächst gegen eine geplante Rentenkürzung richteten, weiten sich zu einer allgemeinen Auflehnung gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten aus. Ortega, ein ehemaliger Guerillakämpfer der Sandinisten, regiert sein Land seit elf Jahren. Seine Frau ist Vizepräsidentin. Dem Ehepaar werden Korruption und Pressezensur vorgeworfen. Im Bild: Eine Gedenkfeier für die getöteten Demonstranten in Managua. (Foto: Keystone/EFE)
Tausende demonstrieren in Managua und andern Städten Nicaraguas gegen die Regierung von Staatschef Daniel Ortega. Laut Menschenrechtsorganisationen sind bei den Zusammenstössen weit über 80 Menschen getötet und fast 900 verletzt worden. Die Proteste, die sich zunächst gegen eine geplante Rentenkürzung richteten, weiten sich zu einer allgemeinen Auflehnung gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten aus. Ortega, ein ehemaliger Guerillakämpfer der Sandinisten, regiert sein Land seit elf Jahren. Seine Frau ist Vizepräsidentin. Dem Ehepaar werden Korruption und Pressezensur vorgeworfen. Im Bild: Eine Gedenkfeier für die getöteten Demonstranten in Managua. (Foto: Keystone/EFE)

2019: Tod von Bibi Andersson, schwedische Filmschauspielerin, bekannt durch ihre Auftritte in den Filmen von Ingmar Bergman (u. a. „Das siebente Siegel“ 1957, „Wilde Erdbeeren“ 1957).

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