Damals am 13. März

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Damals am 13. März

Von Journal21, 13.03.2018

Schlacht um Dien Bien Phu - Tod von Ivo Andrić - Tod von Bernhard Grzimek - Erich Honecker flieht nach Moskau - Amoklauf in Schottland - Busunglück im Wallis - Papst Franziskus

Herausgegriffen

13. März 2013: Der 76-jährige argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio wird im 5. Wahlgang zum 265. Papst gewählt. Er nimmt den Namen Franziskus an.
13. März 2013: Der 76-jährige argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio wird im 5. Wahlgang zum 265. Papst gewählt. Er nimmt den Namen Franziskus an.

Es geschah an einem 13. März

1615: Geburt von Innozenz XII. (Antonio Pignatelli), Papst (1691–1700). Er legt den Jahresbeginn vom 6. auf den 1. Januar und das Jahresende vom 24. auf den 31. Dezember fest.

1697: In Guatemala erobern spanische Truppen die im Petén gelegene Stadt Flores und zerstören sie. Damit verlieren die Mayas ihre letzte Festung.

1719: Tod von Johann Friedrich Böttger, deutscher Alchemist, Erfinder des europäischen Porzellans. 

1733: Geburt von Joseph Priestley, britischer Theologe, Philosoph, Chemiker, Physiker, Erfinder des Sodawassers (1767); er isoliert das Element Sauerstoff. 

1741: Geburt von Joseph II. (Joseph Benedikt August Johann Anton Michael Adam), römisch-deutscher König (1764–1790), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765–1790).

1848: In Österreich tritt Staatskanzler Fürst von Metternich zurück und flieht nach London – als Folge der liberalen Märzrevolution, die auch Österreich ereilt. Metternich war ein führender reaktionärer Staatsmann, der den Wiener Kongress prägte.

1870: Geburt von Albert Meyer, Schweizer Bundesrat von 1929 bis 1938 (FDP/ZH). Zuvor war er Redaktor und 1915 Chefredaktor der NZZ. Von 1923 bis 1929 präsidierte er die FDP Schweiz. In seine Amtsperiode als Bundesrat fällt die Wirtschaftskrise. Er wehrt sich gegen eine Abwertung des Schweizer Frankens, muss sich dann aber dem Mehrheitsbeschluss des Bundesrates fügen. Eine umfassende Bundesfinanzreform scheitert.

1881: Der russische Zar Alexander II. wird durch ein Sprengstoffattentat getötet. Verantwortlich für die Tat ist eine demokratische Untergrundorganisation.

1900: Geburt von Giorgos Seferis, griechischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1963).

1917: Nachdem am 8. März in Petrograd (St. Petersburg) die Februarrevolution begonnen hatte, bricht nun auch in Moskau der Aufstand aus. Am 15. März dankt Zar Nikolaus II. ab.

1933: Joseph Goebbels wird Minister für Volksaufklärung und Propaganda.

1940: Ende des sogenannten Winterkrieges zwischen der Sowjetunion und Finnland. Finnland verliert zehn Prozent seines Staatsgebietes.

1947: Geburt von Beat Richner, Schweizer Kinderarzt, Gründer und Leiter des „Kinderspitals Kantha Bopha“ in Kambodsch, Initiant von vier weiteren kambodschanischen Spitälern. Die Medizinische Fakultät der Universität Zürich verleiht ihm 2002 die Ehrendoktorwürde. 2017 wird er, der mit seinem Cello auch als Musikclown Beatocello auftritt, zum Schweizer des Jahres gewählt.

1954: In Vietnam greifen Guerillaverbände unter General Giap die französischen Truppen in Dien Bien Phu an. Nach langen Kämpfen verlieren die Franzosen.

1975: Tod von Ivo Andrić

Andrić wurde im damals österreichisch-ungarischen Bosnien geboren. Zuerst war er Diplomat, unter anderem in Paris, Madrid, Brüssel, Genf und Berlin. Weltberühmt wurde er mit seinem Roman „Die Brücke über die Drina“. Nach dem Krieg wurde er Präsident des jugoslawischen Schriftstellerverbands und trat in die kommunistische Partei ein. 1958 heiratete er seine Jugendliebe, zog sich zurück und widmete sich seinen Romanen. Das Bild zeigt ihn 21. Dezember 1961 in Zürich. Eben hat er in Stockholm den Nobelpreis erhalten. Auf seiner Heimreise macht er in der Schweiz einen Halt. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Hermann Schmidli)
Andrić wurde im damals österreichisch-ungarischen Bosnien geboren. Zuerst war er Diplomat, unter anderem in Paris, Madrid, Brüssel, Genf und Berlin. Weltberühmt wurde er mit seinem Roman „Die Brücke über die Drina“. Nach dem Krieg wurde er Präsident des jugoslawischen Schriftstellerverbands und trat in die kommunistische Partei ein. 1958 heiratete er seine Jugendliebe, zog sich zurück und widmete sich seinen Romanen. Das Bild zeigt ihn 21. Dezember 1961 in Zürich. Eben hat er in Stockholm den Nobelpreis erhalten. Auf seiner Heimreise macht er in der Schweiz einen Halt. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Hermann Schmidli)

1987: Tod von Bernhard Grzimek, Direktor des Frankfurter Zoos, Verhaltensforscher und populärer, mit einem Oscar ausgezeichneter Tierfilmer („Serengeti darf nicht sterben“ 1959).  

1990: Der frühere Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, flieht nach Moskau.

1996: Im schottischen Dorf Dunblane erschiesst ein Mann in einer Turnhalle 16 Erstklässler und ihre Lehrerin. Der Täter, ein Arbeitsloser, rächte sich, weil er nicht Jugendbetreuer sein durfte. Nach dem Amoklauf erschiesst er sich.

2012: Bei einem Busunglück in einem Autobahntunnel der A9 im Wallis kommen 22 belgische Kinder und sechs Erwachsene ums Leben.

2013: Der argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio wird Papst Franziskus.

2016: Die 25-jährige Tessiner Skiläuferin Lara Gut gewinnt den Gesamtweltcup – 21 Jahre nach Vreni Schneider, der letzten Schweizer Gesamtcup-Siegerin.

2016: In Sachsen-Anhalt erzielt die rechtsnationale Protestpartei AfD 24,2 Prozent der Stimmen, in Baden-Württemberg 15,1 Prozent und in Rheinland-Pfalz 12,6 Prozent. Damit ist die „Alternative für Deutschland“ in acht von 16 deutschen Landtagen vertreten. Angeführt wird die Partei von der Parteivorsitzenden Frauke Petry (rechts) und der Vorsitzenden Beatrix von Storch. Petry tritt Ende Septembr 2017 aus der AfD aus und sitzt als Fraktionslose im Bundestag.

2018: Der amerikanische Präsident Donald Trump entlässt Aussenminister Rex Tillerson. Nachfolger wird der bisherigen CIA-Chef Mike Pompeo.

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