Damals am 12. März

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Damals am 12. März

Von Journal21, 12.03.2019

Moskau wird Hauptstadt - Deutscher Einmarsch in Österreich - Tod von Charlie Parker - Erste Winterbesteigung der Eigernordwand - Tod von Yehudi Menuhin - Zoran Đinđić ermordet - Der Tag nach Fukushima

Herausgegriffen

12. März 1938: Der „Anschluss“: Um acht Uhr morgens marschieren die Truppen der 8. Armee der deutschen Wehrmacht in Österreich ein. Im Bild deutsche motorisierte Armee-Einheiten bei ihrer Einfahrt ins vorarlbergische Bregenz. Die Deutschen werden mit Jubel empfangen. Österreicherinnen und Österreichen schwenken Hakenkreuz-Fahnen und schreien „Heil Hitler“. Widerstand gibt es keinen. Die Wiener Polizisten tragen bereits Armbinden mit dem Hakenkreuz. Am Tag danach wird der „Anschluss“ mit dem „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ proklamiert. Der „Anschluss“ markiert das Ende der Ersten Republik und damit des eigenständigen Staates Österreich. Am 15. März lässt sich Hitler auf dem Wiener Heldenplatz von 250’000 Menschen feiern. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
12. März 1938: Der „Anschluss“: Um acht Uhr morgens marschieren die Truppen der 8. Armee der deutschen Wehrmacht in Österreich ein. Im Bild deutsche motorisierte Armee-Einheiten bei ihrer Einfahrt ins vorarlbergische Bregenz. Die Deutschen werden mit Jubel empfangen. Österreicherinnen und Österreichen schwenken Hakenkreuz-Fahnen und schreien „Heil Hitler“. Widerstand gibt es keinen. Die Wiener Polizisten tragen bereits Armbinden mit dem Hakenkreuz. Am Tag danach wird der „Anschluss“ mit dem „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ proklamiert. Der „Anschluss“ markiert das Ende der Ersten Republik und damit des eigenständigen Staates Österreich. Am 15. März lässt sich Hitler auf dem Wiener Heldenplatz von 250’000 Menschen feiern. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)

Es geschah an einem 12. März

515 vor Chr.: Der zweite Tempel von Jerusalem, der Serubbabelische Tempel, wird eingeweiht.

604: Tod von Gregor I., der Grosse (Gregorius), Papst (590–604). Mit seinen Schriften prägt er die christliche Lehre. 

1507: Tod von Cesare Borgia, unehelicher Sohn von Papst Alexander VI., Renaissance-Fürst, Kardinal, Feldherr, Bruder von Lucrezia Borgia. Geboren am 13. September 1475.

 

 

1613: Geburt von André Le Nôtre, französischer Landschaftsarchitekt, Gestalter der Gartenanlage des  Schlosses Versailles (1662–1689).

1820: Tod von Alexander MacKenzie, schottischer Entdecker; als erster Weisser durchquert er Kanada und erreicht den Pazifischen Ozean (1793).

1849: Der savoyische König Alberto, König des Königreichs Piemont-Sardinien, erklärt Österreich den Krieg – auf Druck des Volkes. Er kapituliert bei den ersten Rückschlägen.

1863: Geburt von Gabriele D’Annunzio, italienischer Schriftsteller und Dichter (u. a. „Il Piacere/Lust“ 1889). Ohne Mitglied der faschistischen Partei gewesen zu sein, gilt er als Wegbereiter des Faschismus und Mentor Mussolinis.

1890: Geburt von Idris (Muhammad Idrīs al-Sanūsī), König von Libyen von 1951 bis 1969.

1894: In Vicksburg, Mississippi, wird erstmals Coca-Cola in Flaschen abgefüllt. Die Originalflaschen waren Hutchinson-Flaschen, die ganz anders aussahen als die heutigen.

1914: Tod von George Westinghouse, amerikanischer Erfinder, Ingenieur, Grossindustrieller, Erfinder der Druckluftbremse. 


 



1916: Tod von Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin (u. a. „Das Gemeindekind“ 1887). 

1918: Moskau wird nach der Machtübernahme der Bolschewiken Hauptstadt von Russland und löst Petrograd (Sankt Petersburg) ab. Die Regierung tagt jetzt im Kreml.

1921: Geburt von Giovanni Agnelli, italienischer Industrieller, Fiat.

1922: Geburt von Jack Kerouac, amerikanischer Schriftsteller (u. a. „On the Road“ 1957).

1925: Tod von Sun Yat-sen, chinesischer Revolutionär, Staatsmann und erster Präsident der Republik China (1912), Gründungsvater des heutigen China. 

1928: Geburt von Edward Franklin Albee, amerikanischer Schriftsteller (u. a. „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ 1962).

1928: Geburt von Paul Kuhn, deutscher Jazzpianist, Big-Band-Leader und Schlagersänger (u. a. „Der Mann am Klavier“ 1954, „Die Farbe der Liebe“ 1958, „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ 1963). 

1934: Bundesrat Heinrich Häberlin (FDP/TG) erklärt seinen Rücktritt. Am Vortag hatten die Schweizer Stimmberechtigen seine „Lex Häberlin II“, die eine Verschärfung des Staatsschutzes forderte und sich gegen linke Gruppierungen wandte, abgelehnt. Mit einer ähnlichen Vorlage („Lex Häberlin I“) war Häberlin schon 1922 gescheitert. 

1938: Der Anschluss Österreichs an Deutschland wird vollzogen.

1940: Geburt von Al Jarreau (Alwyn Lopez Jarreau), amerikanischer Jazz-, Pop- und Rhythm-and-Blues-Sänger und Songautor und siebenfacher Grammy-Gewinner in drei Kategorien – Jazz, Pop und R&B –, was niemand ausser ihm schaffte. 2001 erhält er einen Goldenen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ in Los Angeles. Unter anderem singt er bei dem von Quincy Jones produzierten Welthit „We Are the World“ mit anderen bekannten Künstlern für das Projekt USA for Africa der Afrika-Welthungerhilfe mit. Drei Tage vor seinem Tod lässt er über seine Website erklären, er müsse wegen Schwäche und Kurzatmigkeit seine Karriere beenden. Er stirbt am 12. Februar 2017 in Los Angeles.

1945: Dortmund wird in einem der grössten Luftangriffe der Alliierten weitgehend zerstört.

1946: Geburt von Liza May Minnelli, amerikanische Sängerin, Schauspielerin („Cabaret“ 1972), Oscar-, Emmy-, Grammy Award- und Tony Award-Preisträgerin. 

1947: Geburt von Mitt Romney, amerikanischer Unternehmer und Politiker (Republikaner), Gouverneur von Massachusetts (2003–2007), (erfolgloser) Kandidat seiner Partei bei der Präsidentschaftswahl 2012. 

1950: Eine Avro Tudor V stürzt beim Landeanflug auf Llandow, Sigginston, Grossbritannien, ab. 83 Menschen sterben.

1955: Tod von Charlie „Bird“ Parker, amerikanischer Musiker (Altsaxophonist und Komponist), einer der einflussreichsten Jazz-Musiker, Mitschöpfer und herausragender Interpret des Bebop. Er beeinflusste den Jazz wie vor ihm nur Louis Armstrong und nach ihm John Coltrane und Miles Davis. (Foto: Library of Congress, Washington)

1961: Die Eigernordwand wird erstmals im Winter durchklettert. An der winterlichen Erstbesteigung nehmen Toni Hiebeler, Anderl Mannhard, Toni Kinshofer und Walter Almberger teil. Hiebeler allerdings trickste: Er kam nur bis zum Stollenloch; von dort aus setzte er die Besteigung eine Woche später fort.

1993: Bombenanschläge in Bombay: 257 Menschen sterben. Als Attentäter werden radikale Islamisten vermutet.

1999: Yehudi Menuhin stirbt in Berlin im Alter von 82 Jahren. Er gründete den „Gstaader Musiksommer“.

2003: Zoran Đinđić, der serbische Ministerpräsident, der enge Beziehungen zur Schweiz und zu Deutschland hatte, wird in Belgrad von einem Scharfschützen erschossen.

2011: Der Tag nach „Fukushima“: Die Rettungskräfte zählen Tausende Tote, Zehntausende werden vermisst. Es war laut Medienberichten die „schlimmste Katastrophe“ seit dem Zweiten Weltkrieg.

2012: Tod von Timo Konietzka, schweizerisch-deutscher Fussballspieler. 

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