Damals am 10. Oktober

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Damals am 10. Oktober

Von Journal21, 10.10.2018

Geburt von Giuseppe Verdi, Fridtjof Nansen, Alberto Giacometti, Daniel Keel - Tod von Harold Pinter, Edith Piaf, Orson Welles und Yul Briner - Reaktorunfall in Windscale/Sellafield

Herausgegriffen

10. Oktober 1813 (oder 9. Oktober oder 11. Oktober): Geburt von Giuseppe Verdi im Herzogtum Parma. Verdi gilt als einer der grössten Opernkomponisten – gleichwertig mit Richard Wagner, der im gleichen Jahr geboren wurde. Verdis bekannteste Opern sind „Nabucco“ „Il trovatore“, „La Traviata“ und „Aida“. Nach der Vereinigung Italiens 1861 ist Verdi während kurzer Zeit Parlamentarier. Er schreibt im Laufe seines Lebens 35’000 Briefe. Der Flughafen von Parma ist nach ihm benannt. Nabuccos Gefangenenchor „Va, pensiero, sull’ali dorate“ („Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln“) ist noch heute eines der meistgespielten Stücke in Italien.

Es geschah an einem 10. Oktober

1659: Tod von Abel Janszoon Tasman, niederländischer Seefahrer. Bei der Umsegelung Australiens entdeckte er die später nach ihm benannte Insel Tasmanien. 

1780: Der „Grosse Hurrikan von 1780“ fegt über mehrere Karibikinseln, 22’000 Menschen sterben.

1813: Geburt von Guiseppe Verdi, italienischer Komponist.

1825: Geburt von Paul Kruger, südafrikanischer Politiker, Präsident der Südafrikanischen Republik (1882–1902), Initiator des Kruger-Nationalparks.

1843: Geburt von Berthold Kempinski, deutscher Weinhändler, Gastronom und Gründer der Hotelkette „Kempinski“.

1861: Geburt von Fridtjof Nansen, norwegischer Polarforscher, Friedensnobelpreisträger.

1870: Geburt von Iwan Alexejewitsch Bunin, russischer Schriftsteller („Das Dorf“ 1910), Nobelpreisträger 1933. 

1888: Geburt von Eugene O’Neill, amerikanischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1937).

1901: Geburt von Alberto Giacometti

Der Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker lebt hauptsächlich in Paris. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1954 auf einer Treppe, die zu seinem Pariser Atelier führt. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Ida Kar) Giacometti gehört zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Geboren wird er in Borgonovo im Bergell. Er stirbt am 11. Januar 1966 in Chur und ist im Bergell begraben.
Der Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker lebt hauptsächlich in Paris. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1954 auf einer Treppe, die zu seinem Pariser Atelier führt. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Ida Kar) Giacometti gehört zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Geboren wird er in Borgonovo im Bergell. Er stirbt am 11. Januar 1966 in Chur und ist im Bergell begraben.


1913: Geburt von Claude Simon, französischer Schriftsteller. 1985 erhält er den Nobelpreis (u.a. „La Route des Flandres“ 1959, „Histoire“ 1967).
 

1920: Italien annektiert Südtirol.

1920: Geburt von Gail Seymore Halvorsen. Als erster Pilot wirft er in einem „Rosinenbomber“ während der Berliner Luftbrücke Süssigkeiten für die Kinder ab.

1930: Geburt von Daniel Keel, Gründer des Diogenes-Verlags. Er stirbt am 13. September 2011.

1930: Geburt von Harold Pinter, britischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 2005). Er stirbt am 24. Dezember 2008.

1941: Geburt von Ken Saro-Wiwa, nigerianischer Bürgerrechtler und Schriftsteller. Er gründet das „Movement fort the Survival of the Ogoni People“ und wird mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. In einem Schauprozess, in dem ihm Anstiftung zum Mord vorgeworfen wird, treten Zeugen auf, die von der nigerianischen Regierung bestochen und zu Falschaussagen ermuntert werden. Die Anwälte legen aus Protest ihre Mandate nieder. Der Prozess, der mit einem Todesurteil endet, spottet jeder Rechtsstaatlichkeit. Royal Dutch Shell wird eine Mitschuld am Urteil attestiert. Shell wird vorgeworfen, das Niger-Delta zu verwüsten und den Bewohnern die Lebensgrundlage zu entziehen. Am 10. November 1995 wird Ken Saro-Wiwa mit acht weiteren Bürgerrrechtlern gehängt. Nigeria wird nach der Vollstreckung des Urteils aus dem Commonwealth ausgeschlossen.

1945: In Deutschland werden alle Nazi-Organisationen verboten.

1957: In Windscale an der Irischen See in Nordwestengland ereignet sich einer der schwersten Atomunfälle vor Tschernobyl. In einem Reaktor, der zur Erzeugung von Plutonium für den Bau von Atombomben benutzt wurde, bricht Feuer aus. Dadurch wird eine grosse Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt. Die britische Regierung verschweigt lange Zeit die Schwere des Unfalls. Der Reaktor wird in Sellafield unbenannt und stillgelegt.

1963: Tod von Edith Piaf, französische Chansonnière („Non, je ne regrette rien“, „Mylord“)

1971: In Österreich erringt Bruno Kreiskys SPÖ erstmals die absolute Mehrheit.

1985: Tod von Orson Welles, amerikanischer Regisseur, Schauspieler. Sein erster Film, „Citizen Kane“, wird als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte bezeichnet. Seine Karriere begann als Schauspieler im Theater. Bekannt wurde er durch seine Arbeit fürs Radio. Er produzierte Hörspiele und trat als Radio-Schauspieler auf. Am Vorabend von Halloween strahlte er ein Science-Fiction-Hörspiel aus, das die Ankunft von Ausserirdischen zum Thema hatte. Berichte, wonach die Sendung ein Massenpanik ausgelöst haben, sind offenbar eine Erfindung der Boulevardpresse. Anschliessend ging er nach Hollywood und 1948 nach Europa. Für Citizen Kane erhielt er 1942 den Oscar. 1971 wurde ihm ein Ehrenoscar verliehen. Welles war nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler erfolgreich. (Filme u.a. „Citizen Kane“ 1941, „The Lady from Shanhhai“ 1947, „The Third Man“ 1949, „Der Prozess“ 1962)

1985: Yul Brynner, amerikanischer Schauspieler, stirbt an Lungenkrebs, am gleichen Tag wie Orson Welles. Vor seinem Tod rief er in einem Werbefilm die Bevölkerung auf, nicht zu rauchen. Er war als Sohn des schweizerisch mongolischen Erfinders und Schweizer Konsuls in Russland, Boris Julievich Brynner, und der russischen Arzttochter Marussia Blagowidowa in Wladiwostok zur Welt gekommen. Er hatte das Bürgerrecht von Möriken/Wildegg (AG), wo ein Dorfplatz nach ihm benannt ist. Sein Markenzeichen war seine Glatze. Da sein Vater Roma-Blut in sich hatte, setzte er sich für die internationale Anerkennung der Roma ein und wurde Ehrenpräsident der „International Romani-Union“. (Filme u.a. „The King and I/Der König und ich“ 1956, „The Ten Commandments/Die zehn Gebote“ 1956, „Solomon and Sheba/Salomon und die Königin von Saba" 1959, „The Magnificent Seven/Die glorreichen Sieben“ 1960)

1991: Geburt von Xherdan Shaqiri, Schweizer Fussballspieler. Er wird zweimal zum besten Schweizer Nationalspieler des Jahres gewählt (2011, 2012).

2000: Tod von Sirimavo Ratwatte Dias Bandaranaike, singhalesische Politikerin, Premierministerin Ceylons und später Sri Lankas (1960–1965, 1970–1977, 1994–2000). Sie ist die erste frei gewählte Regierungschefin der Welt. 

2011: Donald Tusk und seine liberal-konservative Bürgerplattform gewinnen die Wahlen in Polen. Tusk ist damit der erste polnische Regierungschef seit dem Ende des Kommunismus 1989, der im Amt bestätigt wird.

2011: Heftige Regenfälle führen in Teilen der Schweiz zu Überschwemmungen. Flüsse und Bäche treten über die Ufer. Verkehrswege sind blockiert und Dörfer von der Umwelt abgeschnitten.

2013: Die Kanadierin Alico Munro gewinnt den Nobelpreis für Literatur des Jahres 2013. Munro, geboren 1931, lebt in Ontario und British Columbia. Bekannt wurde sie durch Kurzgeschichten und einen Roman.

 

 

 

2014: Die pakistanische Muslimin Malala Jousafzai und der indische Hindu Kailash Satyarthi gewinnen den Friedensnobelpreis.

 


2015: Bei zwei Selbstmordattentaten in Ankara sterben 128 Menschen. Es handelt sich um den schwersten Terroranschlag in der Türkei seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Explosionen ereigneten sich inmitten einer regierungskritischen Friedensdemonstration.

Kommentare

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