Direkt zum Inhalt
  • Politik
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft
  • Medien
  • Über uns
close
Kommentar 21

Was der AfD nützt

1. Februar 2016
Christoph Kuhn
Ausgrenzen hilft nicht

Zwei grosse Probleme beschäftigen zur Zeit die deutschen Politiker und es ist erstaunlich, wie unterschiedlich sie damit umgehen. Die Flüchtlingstragödie bleibt mit Abstand Thema Nummer eins der politischen Auftritte, Agenden, Verlautbarungen. Und wenn es, in Hinblick auf die Tragödie, auch keine kohärente Politik gibt, so scheinen doch Parlamentarier wie Regierende davon überzeugt zu sein, dass die ( utopische) Gesamtlösung herbeigeredet werden könne. Ganz anders sieht es aus, wenn es um die „Alternative für Deutschland“ (AfD) geht. Die im politischen Spektrum weit rechts angesiedelte, bis vor kurzem kaum ernst genommene Partei, wächst und wächst. Glaubt man jüngsten Umfragen, wird sie an den drei Landtagswahlen  im März bis zu zehn Prozent der Wählerstimmen bekommen. Flüchtlingstragödie und Aufstieg der AfD hängen zusammen, die entsprechende vehemente Rhetorik der Rechtspopulisten trägt Früchte. Was tun die Vertreter der etablierten Parteien und übrigens auch ein Teil der Medien? Sie verharren in ohnmächtiger Wut oder träger Resignation. Sie üben sich in Ausgrenzungsmanövern, Gesprächsverweigerung, bestimmt die untauglichsten Mittel, um eine gesellschaftliche Entwicklung, die Besorgnis erweckt, zu bremsen. Ausgrenzen, das müsste doch jeder Politiker merken, nützt den davon Betroffenen mehr als dass es ihnen schadet. Die AfD weiss die sozialen Medien zu nutzen und findet dort, in der Rolle triumphierender Opfer, neue Gefolgschaft. Natürlich sind talk-shows, Dispute mit AfD-Vertretern unangenehm: Schlagabtausch statt Diskussion, provozieren statt argumentieren. Trotzdem. Wenn es um die AfD geht, führt am öffentlichen Forum kein Weg vorbei. Dort, vernehmbar für alle, die zuhören wollen, muss auch der hässlichste Streit ausgefochten werden.

Letzte Artikel

Ein Engel namens Meloni

Heiner Hug 1. Februar 2026

Was ist Wahrheit?

Christoph Zollinger 1. Februar 2026

Moskau hält sich nicht an Trumps angekündigte Feuerpause

Reinhard Meier 31. Januar 2026

Das nahe ferne Land des Ruhrgebiets

Stephan Wehowsky 31. Januar 2026

Homo fingens – die heimliche Macht der Fiktion

Eduard Kaeser 30. Januar 2026

Russische Feuerpause für ukrainische Städte?

Reinhard Meier 30. Januar 2026

Newsletter abonnieren

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter!

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter!

Zurück zur Startseite
Journal 21 Logo

Journal 21
Journalistischer Mehrwert

  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Newsletter
To top

© Journal21, 2021. Alle Rechte vorbehalten. Erstellt mit PRIMER - powered by Drupal.