Ein Bild, das Donald Trump nicht gefällt. Ein gutgelaunter Wladimir Putin empfängt in St. Petersburg den ebenso gutgelaunten iranischen Aussenminister Abbas Araghchi. Das iranische Volk kämpfe «tapfer und heldenhaft» für seine Unabhängigkeit und Souveränität, sagte Putin. Die strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Teheran werde fortgesetzt. Von militärischer russischer Hilfe an Iran ist jedoch nicht die Rede.
Aussenminister Araghchi dankte Russland für die Unterstützung. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien weiter gefestigt, sagte er.
Der Krieg treibt die Ölpreise in die Höhe. Das spült Russland bis zu 250 Milliarden Dollar in die Kasse.
Obwohl er sich klar auf die Seite Teherans geschlagen hat, bietet sich Putin gegen aussen als Friedensstifter an. Kremlsprecher Dmitrij Peskow erklärte zu dem Treffen, dass eine Rückkehr zu Kampfhandlungen weder im Interesse Teherans noch im Interesse der Weltwirtschaft sei. Russland sei zudem bereit, in dem Konflikt zu vermitteln.
Peskow hatte zuvor auch gesagt, das Gespräch sei wegen der Entwicklungen in Iran und im Nahen Osten von unschätzbarer Wichtigkeit.
«Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen aller Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann», liess Putin verlauten.
Russland und Iran arbeiten in einigen Bereichen eng zusammen, eine offen militärische Unterstützung aus Moskau für die Iraner gibt es aber nicht.
Direkte Verhandlungen zwischen Iran und den USA gibt es zurzeit nicht. Beide Seiten bezeichnen die Forderungen und Vorbedingungen der Gegenseite als «überrissen».