Im Rahmen seines viertägigen Staatsbesuchs hat König Charles III. am Dienstag seine mit Spannung erwartete Rede vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses im Repräsentantenhaus des US-Kapitols gehalten. Er scheute sich nicht, in diplomatischem Ton andere Akzente als Donald Trump zu setzen.
So betonte er die zentrale Bedeutung des Umweltschutzes für das Überleben der Menschheit und die essentielle Bedeutung der Nato für die Sicherheit und Freiheit des Westens. Seine Rede wurde mit demonstrativem Beifall bedacht.
Der König verurteilte ausserdem die Gewalt, die in letzter Zeit das politische Leben in den Vereinigten Staaten geprägt habe, insbesondere nach den Schüssen, die während einer Pressegala fielen, an der Donald Trump teilnahm. Diese Schüsse seien ein Versuch gewesen, «Angst und Zwietracht weiter zu schüren». Solche Gewalttaten würden niemals Erfolg haben.
Insgesamt wird der Besuch als Versuch gesehen, die Differenzen zwischen Trump und Keir Starmer bezüglich des Iran-Krieges zu entschärfen. In seiner Rede zur Begrüssung des englischen Königspaars hatte auch Trump versöhnliche Töne anklingen lassen, indem er daran erinnerte, dass zwischen beiden Länder seit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vor 250 Jahren eine besondere Verbundenheit bestehe.