„O Zeiten, o Sitten. Was haben wir bloss für einen Staat!“

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„O Zeiten, o Sitten. Was haben wir bloss für einen Staat!“

Von Gisbert Kuhn, Bonn - 09.03.2019

Sind wir auf dem Weg nach Absurdistan? Deutschland und zumindest ein Teil der Deutschen? Beinahe-Staatsaffären wegen Gender-Deutsch und Karneval.

Dürfen künftig selbst in der Narrenbütt nur noch „politisch korrekte“ Vorträge  gehalten werden? Wie niedrig muss selbst im Karneval die Messlatte des satirisch Erlaubten hängen, damit sich niemand getroffen, beleidigt, sogar diskriminiert fühlt? Wichtige, ja möglicherweise entscheidende Fragen für die Kultur und Lebensform im Land zwischen Rhein und Oder, Flensburg und Konstanz.

Wie wäre sonst die Aufregung zu verstehen, die jüngst entstand um ein Witzchen der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer im Fasching (übrigens seit Jahren schon im Saarland während der Fastnachts-Session auf der Bühne stehend)? Dass Humor so eine eigene Sache ist, sollte man doch schliesslich wissen. Und dass nicht jeder über jeden Spass lachen kann, ist eigentlich auch nichts Neues. Aber dass im ganzen Land – vor allem natürlich im „Netz“ – ein mit Einsatz praktisch sämtlicher verbaler Waffen geführter Krieg tobt, weil es jemand wagt, sich über Auswüchse des gegenwärtigen Gender-Hypes lustig zu machen, raubt einem schon fast den Atem.

Eine Staatsaffäre?

Über die süffisante Bemerkung der Politikerin zur angeblichen Notwendigkeit von neutralen (?) Toiletten für „diverse“ Mitbürger (also solche, die – vom Bundesverfassungsgericht anerkannt – sich weder als Männer noch als Frauen verstehen) wäre vor noch nicht allzu langer Zeit vermutlich allenfalls geschmunzelt worden. Heute reichen die Reaktionen von Beschimpfungen über das Verlangen nach Entschuldigung bis zur Forderung nach Rücktritt. Kündigt sich hier am Ende sogar eine Staatsaffäre an? Zumal ja auch noch dieser Eklat um den rheinischen Barden Bernd Stelter nicht vergessen werden darf.

Erlaubte der sich doch glatt, über die (wahrscheinlich nicht nur seiner Meinung nach) Inflationierung von Doppelnamen lustig zu machen. Eine unerhörte Diskriminierung! Meinte zumindest eine eigens zum Kölner Karneval angereiste, kostümierte Frau aus Weimar. Mit einem Doppelnamen, logisch. Also stürmte sie – beleidigt – auf die Bühne, nahm sich ordentlich den verdutzten Sänger vor und wurde dadurch (zumindest in Weimar und Umgebung) eine Berühmtheit. Denn (erwartungsgemäss) tobte wieder das „Netz“, und auch in den gedruckten Medien hauten die Kommentatoren mit der notwendigen Abscheu und Empörung gehörig in die Tasten. Der Weg nach Absurdistan kann nicht mehr lang sein.

Nahtloser Übergang zur Gesinnungs-Narretei

Tatsächlich könnte man fast meinen, der zeitlich begrenzte närrische Fasching sei nahtlos in einen permanenten Gesinnungs-Karneval übergegangen. Aber nein, was sich da täglich abspielt, ist wirklich ernst gemeint. Zwar wird dafür ziemlich viel öffentliches Geld ausgegeben und der Mehrwert will sich den allermeisten Zeitgenossen nicht so recht erschliessen, doch der Aufwand ist beträchtlich. Es geht um die vor ein paar Jahren gestartete, aber jetzt so richtig in Fahrt gekommene  Attacke auf die deutsche Sprache. Das Ganze natürlich eingebettet in ein lautes Wehklagen über angebliche, unverändert bestehende gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen.

Im Klartext: Es gibt, wie alle wissen, Männer und Frauen (Normalität). Von diesen fühlt sich eine Minderheit zum eigenen Geschlecht hingezogen. Sie nennen sich selbst Schwule und Lesben, und ihre Lebens- und Liebesweise wird mittlerweile, zum Glück, von den meisten Mitbürgern akzeptiert (Semi-Normalität). Und dann ist da jene Mini-Minorität, die sich biologisch weder hier noch dort zuhause fühlt. Immerhin ist auch diese Gruppe mittlerweile vom Verfassungsgericht anerkannt und darf sich im Pass als „divers“ bezeichnen.

Eine rührige Lobby

So weit, so schwierig. Bei rund 80 Millionen Einwohnern fallen diese Mitbürger allerdings nicht sonderlich ins Gewicht. Aber sie haben eine rührige Lobby, und diese macht richtig Rabatz. Und hat, nicht ohne erste „Landgewinne“, einen Generalangriff auf die Sprache gestartet. Das heutige, über viele Generationen gewachsene und gesprochene Deutsch, sagt diese Lobby, sei ungerecht, vor allem frauenfeindlich und spiegle nicht die Wirklichkeit im Lande wider. Deshalb also sei es unerlässlich, über und in vielen Hauptwörtern Sternchen, Schrägstriche, Unterstriche usw. zu platzieren, mit einem weiblichen „in“ dahinter.

Das ist natürlich reinste Sprachverhunzung, wird aber gefördert, geschürt und „wissenschaftlich“ unterfüttert von inzwischen zahlreichen Universitäts-Lehrstühlen, die ihrerseits natürlich staatlich und damit durch die Steuerzahler finanziert werden. Mit anderen Worten: Wir alle schauen nicht nur mehr oder weniger fasziniert zu, wie die eigene Sprache Stück für Stück vor die Hunde geht. Nein, wir bezahlen auch noch dafür. Gendergerecht nennt man dieses umgenudelte Deutsch mit grossem „Binnen-I“, Schrägstrich-Annex, Sternchen-Anhang und was nicht noch alles mehr.

Ein Aufruf zum Widerstand

Vor wenigen Tagen hat der in Dortmund ansässige „Verein Deutsche Sprache“ (VDS) in einem fast schon dramatischen Aufruf „Schluss mit dem Gender-Unfug“ gefordert. Dieser „Aufruf zum Widerstand“ wurde sofort von mehr als 100 namhaften Wissenschaftlern, Schriftstellern, Journalisten, Sprachforschern und  Kulturschaffenden unterschrieben; inzwischen ist die Zahl der Unterzeichner noch viel grösser. Angeprangert werden solch „lächerliche Sprachgebilde“ wie „Die Radfahrenden“ oder „Die Fahrzeugführenden“. Als Unsinns-Beispiel gilt ferner, dass sogar der Grosse Duden der – angeblichen Sprachgerechtigkeit halber – als eigene Stichworte „Luftpiratinnen“ und „Idiotinnen“ aufgenommen hat. Dem VDS ist es mit seinem Protest bitterernst. Er spricht bereits von einer „Gender-Ideologie“, die „auf dem Vormarsch zur Staatsdoktrin“ sei.

Übertriebene Sorge von berufs- und hobbymässigen Sprachästheten? Damit viel Lärm um nichts? O nein! Erst vor kurzem hat die Stadt Hannover ihre Verwaltung angewiesen, den gesamten schriftlichen Verkehr in „gendergerechtem Deutsch“ zu erledigen. Also mit Sternchen, Schräg- und Unterstrichen sowie allen nur denkbaren  abenteuerlichen Begriffsverrenkungen. In Dortmund wird ebenfalls darüber nachgedacht, und auch in den Parlamenten gehen bereits etliche gender-sprachliche Sämlinge auf. Ob dagegen der Weckruf aus Dortmund die Mehrheitsgesellschaft aufrütteln wird, damit das Vergehen an der Sprache als wichtigstem Kulturträger gestoppt werde?

Gender-Sprach-Kreuzzug bei Leseschwäche

Die Hoffnung darauf ist gross, der Glaube daran indessen klein. Findet der Gendersprachen-Kreuzzug doch in einer Zeit statt, in der es um die Sprach- und Ausdrucksfähigkeit von Schülern in Deutschland immer schlechter bestellt ist. Erst kürzlich lösten Lehrerverbände, Sprachwissenschaftler und Philologen Alarm aus wegen der immer mehr abnehmenden Leseverständnis und Schreibausdrucksfähigkeit der Schüler. Und in Betrieben (also dort, wo es Arbeit gibt), nicht zuletzt in den qualifizierten Handwerksunternehmen, klagt man über immer mehr junge Leute, die zwar Ausbildungsplätze suchten, aber einfach nicht ausbildungsfähig seien, weil sie u. a. nicht einmal die Grundbegriffe des Rechnens und Schreibens beherrschten.

An diesem Punkt ist Absurdistan endgültig erreicht. Ein Land und seine Bevölkerung besitzen so gut wie keine Rohstoffe – bis auf einen: Bildung. Und sie leben vom Erzeugen und Verkaufen hochentwickelter Produkte. Trotzdem erlauben sie sich den Luxus, wichtige Energien zu vergeuden mit sinnlosem Gelaber und regelrechten Kriegen um Worte und Doppelnamen. Der alte römische Politiker und Philosoph Marcus Tullius Cicero hatte schon lange vor unserer Zeitrechnung geklagt: „o tempora, o mores. Quem rem publicam habemus“ – O Zeiten, O Sitten. Was haben wir bloss für einen Staat“. Leider ist weit und breit kein moderner Cicero zu erblicken …

Kommentare

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Ich sage zu den gegen eine AfD-Veranstaltung demonstrierenden Antifa-Aktivisten immer wieder folgendes:

Wenn zu uns zu viele Flüchtlinge kommen, dann werden sie hier am Ende genau das vernichten, was sie hier alle suchen, nämlich den Wohlstand, das Sozialsystem, die Krankenversicherung und die Sicherheit, weil sie ihre Konflikte und Hass mitbringen.

Manche Antifa-Aktivisten, junge Leute, werden nachdenklich.

Viele Deutschen hassen ihre Vergangenheit, ihre Eltern, ihre Großeltern und etwas sich selbst. Antifa-Aktivisten rufen oft bei Demos: "Deutschland verrecke!" Auch einige von Den Grünen sagen: "Keine Deutschen, keine Nazis." Ein Volk schafft sich ab.

Bleiberecht für alle verlangen Grüne, Linke und SPD.
Merkel: "Wir schaffen das."
Da bin ich ja neugierig ob wir das schaffen!

Afrika produziert nur Kinder und exportiert nur Asylsuchende.
Der UNO-Migration-Pakt definiert die Einwanderung von Notleidenden in die besten Sozialsysteme der Welt als ein Menschenrecht. Mit der Unterschrift unter dem UNO-Migration-Pakt (Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration) wurde Deine dicht besiedelte Heimat zu einem neuen Siedlungsgebiet für Afrikaner erklärt.
Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas auf 2,5 Milliarden verdoppelt haben.
Das andere fundamentale Problem, das in der öffentlichen Diskussion stets dezent umschifft – man kann auch sagen: totgeschwiegen – wird, ist das unheimliche Bevölkerungswachstum. Trotz Kriegen und Terror, trotz Hungersnöten und Epidemien wird sich die Bevölkerung auf dem Schwarzen Kontinent aktuellen Schätzungen zufolge bis 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen mehr als verdoppelt haben. Diese beängstigende Zahl wird in den Qualitätsmedien schon mal genannt, aber weitestgehend unkommentiert einfach stehen gelassen. Das tradierte Reproduktionsverhalten des schwarzen Mannes, das darauf angelegt ist, möglichst viele Nachkommen zu zeugen, wird nicht kritisch hinterfragt. Ein Tabu, das nicht angesprochen werden darf, eine Tatsache, die wir einfach hinzunehmen haben. – Das ist schlicht verlogen und bemäntelt eine unangenehme Wahrheit, der wir uns nicht verschließen können.
2050 ist nicht mehr fern und die Brisanz, die diese Zahl 2,5 Milliarden in sich birgt – für Afrika ebenso wie für Europa – ist doch heute schon erkennbar. Zehn bis zwölf Millionen junge Afrikaner drängen jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt. Es gibt aber höchstens 3,5 Millionen neue Jobs – und diese Diskrepanz wird sich Jahr um Jahr vergrößern. – Das ungehemmte Bevölkerungswachstum ist eine tickende Zeitbombe, über die man nicht einfach hinwegsehen darf. Im Gegenteil muss man dieses Phänomen sehr ernst nehmen. Wenn die Europäer den Afrikanern wirklich helfen wollen, wirtschaftlich auf die Beine zu kommen und den Menschen eine Perspektive zu bieten, die sie motiviert, in ihrer Heimat zu leben und zu arbeiten, statt nach Europa zu fliehen – dann darf das Thema Geburtenkontrolle nicht länger tabuisiert werden.

Völlig Richtig, die Deutschen sind wirklich krank.

Ich frage die Deutschen:

Willst Du die globale Armut mit Asyl bekämpfen?

Willst Du die globale Armut mit Umzug zu Dir bekämpfen?

Willst Du die globale Armut mit Integration in Dein Sozialsystem bekämpfen?

Armutsflüchtlinge brauchen auch Deine Wohnung.

Eigentlich gibt es das gendergerechte Deutsch gar nicht, da "Gender" ja gar kein deutsches Wort ist....

In seiner jüngsten Kolumne bei SPIEGEL-Online schrieb Jan Fleischhauer: "Theoretisch ist die Zahl der Geschlechter unendlich, weshalb das korrekte Wortzeichen, um die Vielfalt sprachlich abzubilden, nicht länger das Binnen-I, sondern der mehrdeutige Genderstern ist". Konsequenterweise ist dann aber auch die Mehrdeutigkeit unendlich und der Genderstern damit nichtssagend.
Die Sexualisierung des generischen Maskulinums dichotomisiert zwangsläufig zwischen denen, die rechts oder links vom Binnen-I oder Sternchen stehen. Aus dem "sowohl als auch" des generischen Maskulinums wird ein "entweder oder". Wo bleiben da die Zwitter*Innen, denen ja die besondere Fürsorge der Gender-Glaubenskrieger angeblich gilt. Ich sage deshalb Glaubenskrieger, weil sie das generische Maskulinum mit missionarischem, um nicht zu sagen inquisitorischem Eifer ausrotten wollen.

Ich kann das Gender-Getue ebenso wenig ausstehen wie den Weltfrauentag.
Aber ich bin für einen gerechten Sprachgebrauch, so wie er in der Deutschschweiz üblich ist.
Ich bin auch für Doppelnamen, weil sich sonst Mütter, die ihren angestammten Namen bei der Heirat behalten, in der Schule erklären müssen, dass sie die Mutter des Kindes sind, das unter Umständen den Nachnamen des Vaters trägt. Das ist absurd. In Spanien trägt man sein Leben lang den Nachnamen des Vaters und der Mutter. So bleiben Frauen auch in Stammbäumen präsent und verschwinden nicht einfach in der Geschichte.
Kürzlich habe ich in der Tageszeitung gelesen, dass die Franzosen wegen der Genderideologie den Vorschlag von ‚Elternteil 1 und 2‘ eingebracht hätten. Ob die das wohl ernst gemeint haben, oder ob es ein Witz war?

Vor den Franzosen, geschätzte Frau Obrist, war es bereits der Europarat in Strassburg, dem bekanntlich auch die Schweiz angehört, der sich intensiv mit der Frage befasst hatte: Wie sollen Kinder, die zwei Männer bzw. zwei Frauen als Eltern haben, diese künftig benennen? Vater und Mutter geht ja nicht mehr. Die Gender-Lobby setzte sich durch und künftig haben solche Kinder "Elter 1" und "Elter 2". Was aber, wenn im konkreten Einzelfall strittig ist, wer von den beiden die 1 und wer die 2 sein soll? Kein Problem, dafür haben wir ja den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, angesiedelt gleich neben dem Europarat...

Bravo Herr Kuhn, die Gendertanten werden auf die Palme klettern, gut so, dort sollen sie bleiben. S. Magat, Studentin 22 Jahre alt.

Zutreffend leider nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Schweiz. Wir entlöhnen auf Hochschulebene Tschenderprofessuren. Aber auch in der Privatwirtschaft wird Orwellsche "newspeak" eingeführt. siehe SwissRe's interne Tschenderanweisungen.

Sehr geehrter Herr Kuhn. Danke für Ihren Artikel zur Sprachkomplizierung. Sie haben sicher recht das wir bei einer klaren Lösung - sprich der bisher männlichen Form - bleiben sollten. Mit einem ehrlichen Bekenntnis, dass damit alle Geschlechter-Varianten gemeint sind. Ich kann ja nichts dafür als Mann geboren zu sein. In der Sprachentwicklung hat sich nun mal im laufe der Jahrhunderte primär die männliche Grundform durchgesetzt. Und wenn sich historisch die weibliche Grundform durchgesetzt hätte, wäre es so und ich würde nicht auf die Barrikaden gehen!
Die ständige Doppelbenamsung, vielleicht in Zukunft auch Dreifachbenamsung für "Diverse", zeigt doch wie wir uns im "Nebensächlichen" wälzen! Echte Probleme der Gegenwart kommen dadurch zu kurz! Z.B. - Einwanderung/Islamismus - Vergrösserung der Schere zwischen Armen und Reichen - Rückzug
der Amerikaner aus Europa - Rückkehr der Nationalisten und Populisten - usw. Freundliche Grüsse Henning Gietenbruch

Wenn es dem Bären zu gut geht, tanzt er auf dem Eis.
Man weiß wie diese Geschichte zu Ende geht.

Mit freundlichen Grüßen und alles Gute.
Ihr Peter Kunze

Ein Dank an Herrn Kunze, der seinen Beitrag leistet für den Erhalt guter alter Redensarten. Sein Denkanstoß läßt mich in dem Fall aber rätseln. Was passiert denn mit dem Bären? Um den sprichwörtlichen Tanzbären handelt es sich wohl nicht, denn mit dem geht keine Geschichte zu Ende.
Würde Herr Kunze hingegen einen Esel aufs Eis geschickt haben, ja, dann täte der sich ein Bein brechen.
Freilich müßte das ein Esel sein, dem es nicht „zu gut geht“, sondern dem es „zu wohl ist“.
Ach, lieber Herr Kunze, unsere liebe Sprache ist ja so strapazierfähig! Sie erträgt auch noch Ihren gar lässigen Umgang mit ihr.

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