„I’m feeling great“

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„I’m feeling great“

Von Journal21, 11.10.2020

Erstmals nach seiner Corona-Infektion tritt Donald Trump öffentlich auf. In den Umfragen verliert er weiter an Zustimmung.

Der Präsident sprach vom Balkon des Weissen Hauses zu etwa 300 vorwiegend schwarzen und hispanischen Anhängern. Sie jubelten auf dem Rasen des Weissen Hauses ihrem Idol zu. Seine Rede dauerte nur 15 Minuten, wesentlich kürzer als seine Entourage angekündigt hatte. Er fühle sich „great“, erklärte er. „Ich will, dass Ihr wisst, dass unsere Nation dieses furchtbare China-Virus besiegen wird. Das Virus wird verschwinden, es verschwindet.“ Erneut warnte der Präsident vor „massivem Wahlbetrug“ durch die Briefwahl. Nach Angaben seines Leibarztes ist Trump nicht mehr ansteckend.

Biden über 10 Prozent vor Trump

In den Meinungsumfragen fällt er weiter zurück. Laut den Berechnungen des renommierten Umfrageinstituts FiveThirtyEight von Nate Silver liegt Biden landesweit 10,3 Prozent vor Trump (Stand: Sonntag). Vor Bekanntgabe seiner Steuerrechnung und vor seinem chaotischen Auftritt im TV-Duell mit Biden hatte der Vorsprung nur 6,6 Prozent betragen.

Auch in den entscheidenden Battleground-Staaten verliert Trump an Zustimmung. In Florida liegt Biden laut dem Umfrage-Aggregator Real Clear Politics 3,7 Prozent vor Trump, in Michigan sind es 6,7 Prozent, in Wisconsin 5,5 Prozent, in Pennsylvania 7,1 Prozent, in Arizona 2,6 Prozent, in North Carolina 1,4 Prozent , in Iowa 1,4 Prozent und in Ohio 0,6 Prozent. In all diesen Bundesstaaten hatte Trump vor vier Jahren zum Teil knapp, zum Teil sehr klar gewonnen.

(J21)

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Ein Wahlsieg von D. Trump wird schwierig. D. Trump hat zu viele und zu dumme Fehler gemacht. Er hat Wähler einfach ohne Grund verprellt, wie z.B. die Veteranen als wichtige Wählergruppe aller Hautfarben. Die Schwarzen, indem er die Ultra-Rechten scheinbar stützte. Die Latinos durch die Wortwahl in Bezug auf die illegalen Einwanderer. All das und viel mehr wäre nicht nötig gewesen, einfache und dumme Fehler.
Sein Sozial- und Infrastruktur-Programm stellt er viel zu wenig dar. Wahrscheinlich wegen der rechten Wähler. Falls er trotzdem gewinnt, hat er es der Unfähigkeit von J. Biden und dessen schwachen Erscheinungsbild zu verdanken und der klugen Neuaufteilung der regionalen Wahlbezirke durch Republikaner die in den Bundesstaaten regieren.
Und wenn J. Biden gewinnt? Viel wird sich nicht ändern. Kein Gepolter mehr auf Twitter, das Establishment an den Küsten wird wieder Fuss fassen und die Schwarzen werden sich beruhigen, weil sie nun durch Vizepräsidentin K. Harris repräsentiert werden. Die Medien sich auch wieder beruhigen und europäische Politiker können wieder gern in die USA fliegen. Alles andere wird J. Biden nicht viel anders machen, eventuell wieder mal einen Krieg vom Zaun brechen.

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