Griechenlandkrise in den Medien

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Griechenlandkrise in den Medien

Von Medienwoche, Medienwoche - 02.07.2015

Einen Medienmonitor zur Griechenlandkrise hat unsere Partner-Website Medienwoche zusammengestellt.

Auch in dieser Krisensituation kursieren wieder viele Äusserungen, die den Medien Einseitigkeit vorwerfen - selbstverständlich mit unterschiedlichem Akzent je nach jeweiliger eigener Position. Der Medienmonitor von "Medienwoche" gibt die Möglichkeit, die Stichhaltigkeit der Vorwürfe zu überprüfen und sich ein breites Bild der Berichterstattung zu verschaffen.

Hier gehts zum aktuellen Medienmonitor. 

Kommentare

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Egal wie das Referendum endet: Die Euro-Zone
wird nicht gerettet. Ein sich abzeichnender
Banken-Crash in Griechenland treibt den Preis
für das Scheitern in die Höhe. Eine politische
Agenda kann den wirtschaftlichen Sachverstand
nicht ersetzen. Das System zerbricht an seinem
schwächsten Glied. Was sich hier anbahnt, ist
eine Katastrophe biblischen Ausmaßes. Die USA
werden Griechenland aus geopolitischen Gründen
nicht in einen totalen Zusammenbruch mit
möglichem Bürgerkrieg abgleiten lassen. Damit
verbunden ein Abgleiten des ganzen Balkans in
die empfangsbereiten Arme von Putin.
Einige Euroländer, darunter Deutschland und
Frankreich, werden nochmals gewaltig Geld
einschießen müssen, Die ELA müssen sofort
wieder ausgedehnt werden.

Es wird immer deutlicher, dass die große Koalition auf
EU-Ebene einen Sturz der Regierung von Alexis Tsipras
betreibt.
Um die Interessen der Sozialdemokraten durchzusetzen,
erhob Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz schwere
Vorwürfe gegen Tsipras und schreckte auch nicht vor einer
persönlichen Diffamierung zurück. Tsipras sei „unberechenbar
und manipuliert die Menschen in Griechenland, das hat fast
demagogische Züge“, sagte Schulz. „Mein Glaube an die
Verhandlungsbereitschaft der griechischen Regierung ist
mittlerweile auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen“,
sagte Schulz.
Es ist bemerkenswert, dass ausgerechnet der Präsident des
EU-Parlaments offen auf die Absetzung einer demokratisch
gewählten Regierung hinarbeitet. Die Ausfälle von Schulz
zeigen, dass es den großen Parteien in Europa nicht um das
europäische Projekt geht, sondern um den Machterhalt für
die eigene Klientel.

SRF Archiv

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