„Es gibt keinen Planeten B“

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„Es gibt keinen Planeten B“

Von Journal21, 06.04.2019

Etwa 50’000 Menschen demonstrierten am Samstag in mehreren Schweizer Städten für den Klimaschutz.

Allein in Zürich gingen nach Angaben der Organisatoren 15’000 Menschen auf die Strasse. Die Manifestation verlief weitgehend friedlich. Die Demonstranten versammelten sich auf dem Helvetiaplatz und zogen dann Richtung Bahnhofstrasse und zurück zum Helvetiaplatz.

Zürich, Helvetiaplatz (Foto: Keystone/Ennio Leanza)
Zürich, Helvetiaplatz (Foto: Keystone/Ennio Leanza)

An der Bahnhofstrasse verschmierten einige Demonstranten die Fensterscheiben der UBS mit roter Farbe. An der Nüschelerstrasse versuchte ein Porschefahrer mit Schwyzer Kennzeichen, sich einen Weg durch die Mengenmenge zu bahnen, gab plötzlich Gas und touchierte einige Demonstranten. Ein Teilnehmer des Umzugs konnte ein dreijähriges Kind gerade noch wegziehen und in Sicherheit bringen. Die Demonstranten schlugen anschliessend die Heckscheibe des Porsches und die Seitenspiegel ein.

In Luzern demonstrierten etwa 2’000 Personen. Die Neue Luzerner Zeitung kommentiert: „Herz und Seele der Bewegung sind immer noch die Jungen – eine reine Jugendbewegung ist es aber längst nicht mehr.“ Auf Transparenten hiess es: „Es gibt keinen Planeten B“.

Unter den Demonstranten befanden sich auch viele Familien mit Kindern. Auch zahlreiche ältere Leute marschierten mit. Laut der Tribune de Genève nahmen in Genf Demonstranten im Alter „von 7 bis 77 Jahren“ an der Kundgebung teil. Damit auch Berufstätige demonstrieren konnten, fand die jetzige Manifestation erstmals nicht an einem Freitag, sondern an einem Samstag statt.

Genf (Foto: Keystone/Martial Trezzini)
Genf (Foto: Keystone/Martial Trezzini)

In Basel demonstrierten etwa 3’000 Menschen. Die Basler Klima-Demo startete am Münsterplatz. Von dort ging es über die Wettsteinbrücke zur Theodorskirche und via Claraplatz zum Messeplatz. In Basel sangen die Demonstranten „Öl Lobbyischte, ab end Keschte.“

Klimahysterie ist eine Wahlkampagne für die Grünen.

Der einzige wirklich erfolgreiche Weg im Umwelt- und Klimaschutz führt neben dem technischen Fortschritt über weniger Einkommen und eine geringere Bevölkerungszahl. Bleiben wir realistisch bezüglich Beitrag der Schweiz zum Klimaschutz. Die hauptsächlich von den Medien gepushte Klimahysterie ist eine verdeckte Wahlkampagne für die Grünen.

Eine Serie von Klein-Plakaten vermittelt uns Journal21 hier über die "Klimademos" vom letzten Samstag. Warum wurde der geneigten Leserschaft aber das Gross-Plakat "Kapitalismus versenken, Klimakrise abwenden" von der Zürcher Demo vorenthalten? Soll man etwa nicht erfahren dürfen, dass da Linkspopulisten, Ökosozialisten und sonstige staatsgefährdende Klimaaktivisten die "Szene" unterwandert haben und nun Hand in Hand mit ums Klima besorgten Leuten auf die Strasse gehen?

Ich war an der Klimademo in Zürich und mir ist aufgefallen, dass der Altersdurchschnitt wohl gut 25 Jahre höher lag, als in früheren Demos. Die engagierten Jugendlichen waren immer noch da, aber die 30 - 70 jährigen haben sehr zugelegt. Ich bin 67 und möchte auf die Organisation 'Klima- Grosseltern Schweiz' hinweisen, eine Gruppierung reifer, erfahrener und verantwortungsbewusster Seniorinnen und Senioren. Dies wohl im Gegensatz zum Schreiber R.M.

Ich war am Samstag an der Demo in Zürich. Es war ein buntgemischtes Publikum und wie in einer Demokratie üblich hat es buntgemischte Meinungen. Wieso muss ich nun solche Kommentare wie diese von Herrn Reimann lesen? Waren Sie dabei? Haben Sie gehört welche Parolen gesungen wurden? Es ging unter anderem um unsere Schweiz. Schade nur dass gewisse Leute die ewig gestrigen Meinungen und Ideen vertreten. Deshalb lassen wir die Jungen in die Regierungen, mit frischem Schwung und positiven Ideen!

Es gibt keinen Planeten B, keine Frage, aber es gibt ein Klima, das sich wandelt. Schon immer. Weder die Schweiz noch Deutschland sind die Welt. Wenn es hierzulande mal ein paar Jahre weniger im Winter schneit, aber anderswo reichlich Schnee fällt, wo jahrelang weniger Schnee gefallen ist, dann ist das Klima und kein Weltuntergang. Immer mehr Menschen demonstrieren Bleibhaftigkeit. Man könnte auch Tunnelblick dazu sagen. Oder Kontextverlust. Den Planeten lebenswert zu halten, sollte selbstverständlich sein - die Frage aber ist: auf welche Art und auf wessen Kosten.

@G.V. Ich teile Ihre Meinung bezüglich 'Tunnelblick'. Allerdings verorte ich diesen auf der anderen Seite, als Ihr Artikel suggeriert.
Und leider ist es überhaupt nicht selbstverständlich, Mutter Erde lebenswert zu erhalten, sowenig wie eine Demokratie selbstverständlich ist, wie wir heute mit Erschrecken feststellen müssen. Immer wieder braucht es engagierte und mutige Menschen, die voran gehen, so wie die Jugendlichen aktuell in der Klima-Debatte. Es gibt leider mehr als genug gleichgültige Menschen, solche ohne Rückgrat, welche sich in vorauseilendem Gehorsam den vermeintlich Mächtigen unterordnen und als braver Soldat deren Interessen nachbeten.

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