Wladimir Solowjow zählt zu den aggressivsten Putin-Propagandisten in den russischen Medien. In seiner TV-Talkshow zur besten Sendezeit am Sonntagabend zieht er regelmässig in geifernden Tönen gegen die Ukraine vom Leder. In diesem Beitrag werden sein jüngster Auftritt und seine hemmungslosen Hasstiraden dokumentiert.
Der 63-jährige Solowjow ist als Sohn akademischer Eltern in Moskau aufgewachsen, wo er einen höheren Bildungsweg in Naturwissenschaft und Wirtschaft absolvierte. In jungen Jahren war er vorübergehend an einer amerikanischen Universität als Dozent tätig. Zurück in Russland profilierte er sich als polemischer Talkshow-Unterhalter im Medienbusiness.
Seit 2012 moderiert Solowjow auf dem grossen TV Staatssender «Rossija 1» einmal wöchentlich die Talkshow «Sonntagabend mit Wladimir Solowjow». Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine inszeniert er sich als ultrachauvinistischen Apologeten von Putins Politik und versprüht unermüdlich Gift und Galle gegen die angeblich nazistische Ukraine und den «verderbten Westen».
Das vom Journalisten Mario Aldrovandi betriebene Medienportal www.ukraineaktuell.com hat dieser Tage den jüngsten Talkshow-Aufritt Solowjows vom vergangenen Wochenende näher dokumentiert. Die auf Youtube verbreitete Sendung mit englischen Untertiteln ist durch eine deutsche Übersetzung von Solowjows Tiraden ergänzt worden, die wir hier mit freundlicher Genehmigung übernehmen.
Hier der Link zur Solowjow-Talkshow:
https://www.youtube.com/watch?v=qGY-LhNICOY&list=PLLWQyEN3YRo7bpdyPlWscpvx2O8qSu0T1
Und hier die deutsche Übersetzung seiner Hassrede à la Goebbels über die Ukraine:
«Selenskyj wird sich nicht beruhigen, bis er vernichtet ist. Bis er zerquetscht ist wie ein Stück ... Ich möchte nicht live im Fernsehen fluchen. Aber er muss vernichtet werden.
Beachten Sie, dass wir dies seit dem ersten Tag des Krieges hätten tun können, es aber aus humanitären Gründen nicht taten. Als wir aber begannen, das Energiesystem zu zerstören, wurde uns plötzlich klar, dass unsere Fähigkeit zur Vergeltung ihre Fähigkeit, uns zu schaden, bei Weitem übersteigt.
Ausgehend davon würde ich gerne all denen in die Augen schauen, die immer wieder sagen: „Lasst uns Gnade walten lassen” und ähnliches. Nein, wir müssen den Feind gnadenlos vernichten.
Und all diese Geschichten, die manche Leute zu verbreiten versuchen, über „Fleischwellen“-Angriffe, über eine wahnsinnige Zahl unserer Opfer. Natürlich gibt es Verluste, und das Leben jedes Soldaten ist heilig, so wie das Leben jedes einzelnen Menschen. Aber das ist Krieg.
«Unsere Möglichkeiten sind grenzenlos»
Wir können den Westlern erklären, dass unsere Möglichkeiten grenzenlos sind. Wir können die Truppen Nordkoreas erneut auf unsere Seite holen. Ich denke, dass es dort einige willige Leute gibt. Auch aufgrund der aktuellen Ereignisse.
Oder die Volksrepublik China. Ich schliesse nicht aus, dass auch dort einige Schritte möglich sind. Zumindest an der Heimatfront, um unsere Soldaten für den Einsatz an der Front freizustellen. Es ist doch klar, dass wir über unbegrenzte Ressourcen verfügen, während ihnen die Ukrainer ausgehen.
Aber wenn Selenskyjs Hauptziel die totale Vernichtung des ukrainischen Volkes ist und das ukrainische Volk sich damit abgefunden hat, dann sollte das ukrainische Volk sich der Konsequenzen bewusst sein.
«Wir wissen, wofür wir kämpfen. Unsere Ziele sind heilig.»
Dabei gibt es dort immer noch einige Menschen, die einen klaren Kopf haben und verstehen, dass der Versuch, Russland schrecklichen Schaden zuzufügen, uns zu einer Art Zorn führen wird, der alles in seinem Weg auslöschen wird, wie es in unserer Geschichte schon immer der Fall war. Wir werden gnadenlos kämpfen.
Ukrainer, sagt nicht, ihr seid nicht gewarnt worden. Ihr habt eine einfache Wahl: Entweder ihr stürzt eure kriminelle Regierung und lebt in Frieden, oder ihr sterbt, nachdem eure Regierung euch an die Front geschickt hat.
Aber die Frage ist: Wofür?
Wir wissen, wofür wir kämpfen. Unsere Ziele sind heilig. Wir sind Russen, Gott ist mit uns – und wer ist mit euch?
Müsst ihr das Schicksal von Sodom und Gomorra wiederholen? Schaut euch eure Regierung an. Schaut euch diejenigen an, die euch unterstützen. Wagt es nicht einmal zu erwähnen, dass ihr irgendeine Art von religiösen Feiertagen habt.
Diejenigen, die über euch herrschen, sind Teufel. Und ihr, Ukrainer, wenn etwas in euch noch an eure grosse Geschichte als Teil des russischen Reiches erinnert und ihr dem wahren Glauben, dem orthodoxen Glauben, folgt, dann habt ihr eine Chance, gerettet zu werden.
«Ihr Abschaum, ihr werdet in der Hölle schmoren»
Andernfalls wählen Sie den Tod. In erster Linie den Tod Ihrer Seele. Machen Sie weiter so. (...)
Hören Sie auf zu schwafeln. Sie müssen für ihre Sünden büssen. Sie müssen für den Verrat an ihrer Religion büssen. Sie müssen für den Verrat an ihrer Geschichte büssen. Deshalb werden wir keine Gnade mit Ihnen haben.
Ihr seid der Gnade nicht würdig. Ihr werdet in der Hölle schmoren, ihr Abschaum, ihr werdet in der Hölle schmoren.
Glaubt ihr, diese Dinge können vergessen werden? Niemals, niemals!
Seid ihr eine christliche Nation? Schaut euch doch selbst an, was für Christen seid ihr? Ihr seid Teufel. Wir sollten uns nichts vormachen, sie alle sollten vernichtet werden. Wir sollten aufhören, Mitleid mit euch zu haben. Ich habe dieses Gejammer so satt. Ich habe in der Ukraine niemanden gesehen, der mit den Einwohnern von (russischem) Kursk mitgefühlt hat, also hört auf, euch zu bemitleiden."