Die Mitbestimmung der Gläubigen

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Die Mitbestimmung der Gläubigen

Von Erwin Koller, 07.02.2014

Kirche verträgt sich nicht mit Demokratie – wirklich? Die besten Traditionen seit frühester Christenheit geben eine andere Auskunft.

Muckst das katholische Kirchenvolk irgendwo auf dem Erdkreis auf und wehrt sich gegen obrigkeitliche Zumutungen, reagieren Bischöfe und Kardinäle mit der ewiggleichen Behauptung: Kirche verträgt sich nicht mit Demokratie. Bei einem genaueren Blick auf Theologie und Geschichte der Kirche erweist sich eine solche Behauptung im wörtlichen Sinn als häretisch, weil sie aus der grossen Tradition nur das herausnimmt, was ihr behagt.

Kein Bischof darf aufgezwungen werden

Was machten die Apostel, als in Jerusalem die Zahl der Jünger kräftig zunahm und ihnen die Besorgung von Mahlzeiten und anderen Diensten über den Kopf wuchs? Sie hiessen ihre Anhänger, geeignete Männer zu suchen und zu wählen und legten ihnen dann die Hände auf (Apg 6). Und zumindest von einem der sieben, Stephanus, wissen wir, dass sich dieser demokratische Vorgang gar nicht so schlecht bewährt hat.

Was machten die Mailänder, als sie im 4. Jahrhundert mitten in einer kirchlichen Zerreissprobe über die Frage, wer Jesus war, einen tüchtigen Bischof brauchten? Sie wählten den Gouverneur der Stadt, den noch nicht einmal getauften Ambrosius. Ohne diese demokratische Wahl wäre die westliche Kirche um einen ihrer vier grossen Kirchenlehrer ärmer. Freilich konnten sich die Mailänder Christen auf den Kirchenvater Cyprian von Karthago stützen, der schon im 3. Jahrhundert für kirchliche Entscheidungen postulierte: „Nichts ohne den Bischof – nichts ohne den Rat des Presbyteriums – nichts ohne die Zustimmung des Volkes“.

Mitwirkung aller Betroffenen

Wie reagierten die Päpste auf solche Formen der Mitbestimmung? Coelestin I. vertrat im 5. Jahrhundert das Prinzip: „Kein Bischof darf aufgezwungen werden.“ Leo der Grosse legte wenig später fest: „Wer allen vorstehen soll, muss auch von allen gewählt werden.“ Etwa ein Jahrtausend lang war die Wahl der Amtsträger durch Klerus und Volk unbestritten. Noch im 13. Jahrhundert erklärte Innozenz III. das uralte Rechtsprinzip auch für die Kirche für verbindlich: „Quod omnes tangit, ab omnibus tractari et approbari debet. – Was alle betrifft, muss von allen beraten und verabschiedet werden.“

Und wie funktionierten Synoden und Konzilien? Bischöfe debattierten, stritten, rangen um die rechte Lehre, stimmten ab und fassten verbindliche Beschlüsse. Dass Kaiser und Päpste intrigierten und oft trickreich Einfluss ausübten, kann dem Prinzip nichts antun, dass hier Verantwortung demokratisch-synodal wahrgenommen wird.

Und schliesslich: Wie wurden Päpste ernannt? Machenschaften gab es auch da zuhauf, doch das Ideal einer demokratisch korrekten Wahl durch das Konklave – das einzige nicht-monastische Wahlverfahren in der Kirche – war nie bestritten.

Die Gläubigen im kirchlichen Verfassungsrecht

Nimmt man Bischofsräte, Seelsorgeräte und Pfarreiräte hinzu, ist unbestreitbar, dass demokratische Mechanismen und Gebräuche in der Geschichte der katholischen Kirche einen ehrenwerten Status haben. Selbst das Kirchenrecht von 1983 hält in Kanon 208 unmissverständlich fest: „Unter allen Gläubigen besteht, und zwar aufgrund ihrer Wiedergeburt in Christus, eine wahre Gleichheit in ihrer Würde und Tätigkeit, kraft der alle je nach ihrer eigenen Stellung und Aufgabe am Aufbau des Leibes Christi mitwirken.“ Die Gläubigen haben die Kleriker als Hauptpersonen in der Verfassung der Kirche abgelöst und den zentralen Platz eingenommen. Hauptdarsteller auf der Bühne des kirchlichen Verfassungsrechts sind nicht mehr wie im Kirchenrecht von 1917 die Kleriker, sondern die Gläubigen (2). Deren Glaubenssinn (sensus fidelium) ist ein wichtiges Kriterium für die hierarchische Führung der Kirche.

Natürlich haben sich daneben vor allem seit dem Hochmittelalter hierarchische, absolutistische, gelegentlich leider sogar totalitäre Strukturen immer mehr breit gemacht und in den Papst-Dogmen des 1. Vatikanischen Konzil (1869–70) ihren Gipfel erreicht. Doch sie gelten zu Unrecht als das Mass aller Dinge. Das bezeugt das 2. Vatikanische Konzil (1962–65) in der Kirchenkonstitution. Das grosse Kapitel über die Kirche als Volk Gottes steht bewusst vor dem Kapitel über die hierarchische Verfassung der Kirche, das war eine hart erkämpfte Wende und Neuausrichtung im Selbstverständnis der Kirche.

Wider die Verächter der Demokratie in der Kirche

Die Verächter der Demokratie verfolgten seit je ihre bekannten Strategien, so auch in der Kirche. Die erste besteht in der Abwertung der Parlamente als Schwatzbuden und der Volksabstimmungen als gefügige Instrumente in der Hand von Demagogen. Doch vor Missbrauch ist kirchliche Hierarchie so wenig gefeit wie die Herrschaft des Volkes. Ausserdem wissen gute Demokraten, dass nicht alles dem Mehrheitsentscheid zu opfern ist. Es gibt unumstössliche Prinzipien des menschlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens, die nicht hintergehbar sind, etwa elementare Menschenrechte, das Tötungsverbot, der Persönlichkeitsschutz, die Gewissensfreiheit, die Gleichheit aller vor dem Gesetz. Sie werden in Demokratien oft durch die Vorschrift qualifizierter Mehrheitsbeschlüsse geschützt, in der Schweiz durch das Ständemehr bei Verfassungsabstimmungen und durch die Verpflichtung der Gerichte auf die Europäische Menschenrechtskonvention.

Erneuerung  zum Wohl der Kirchen

Auf das Selbstverständnis der Kirche übertragen heisst das: Die biblische Offenbarung als Quelle und Norm christlicher Existenz kann nicht zur Debatte stehen. Doch nicht alles in der Kirche hat diesen irreversiblen Status. Fast jeder Neutestamentler lehrt inzwischen, dass Jesus das Reich Gottes verkündete, nicht aber eine Kirche gründete. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet dies: Die Kirche hat einen göttlichen Auftrag und insofern eine nicht zur Disposition stehende Verfassung. Doch die Kirche selber oder besser: die Kirchen sind Kinder verschiedener Epochen und Kulturen und darum auch veränderbar. Warum also sollten Herausforderungen der Zeit an eine kirchliche Struktur nicht mit der soliden Erfahrung eines demokratischen Prozesses, der stetige Reflexion und Argumentation verlangt, bewältigt werden?

Ähnlich hat sich ja auch sonst eine demokratische Kultur in der gesellschaftlichen Organisation des Zusammenlebens und der Macht zu bewähren. Davon kann die Kirche nur profitieren. Zumindest beweisen uns die derzeit vorherrschenden absolutistischen und oft erstarrten Strukturen nicht die bessere Einsicht oder gar die Unfehlbarkeit eines auserwählten (eben klerikalen) autokratischen Personals. Noch zugespitzter formuliert es der Jesuit Michel de Certeau, bekanntlich ein Lieblingsautor von Papst Franziskus: „Gott gab es vor der Kirche, und er scheint sie zu überleben.“2

Das unschlagbare Vorbild der frühen Zisterzienser

Die zweite Strategie gerade frommer Gegner einer Mitbestimmung des Gottesvolkes in Belangen menschlichen Ermessens in der Kirche besteht darin, dass man diese als eine Konzession an den modernen Zeitgeist abwertet. Echte Religiosität würde das doch ganz gewiss nicht brauchen. Auch dieses Argument beruht auf einem Irrtum und kann vor der Geschichte nicht bestehen. Sonst hätte sich die Regel des heiligen Benedikt nicht bis heute bewährt: Der Abt wird von den Mitbrüdern gewählt. „Entscheidend für die Wahl und Einsetzung seien Bewährung im Leben und Weisheit in der Lehre, mag einer in der Rangordnung der Gemeinschaft auch der Letzte sein“ (Kap. 64).

Es ist denkwürdig, dass sich demokratische Elemente am ehesten in den katholischen Orden erhalten haben. Ein unschlagbares Beispiel dafür sind die frühen Zisterzienser, wie der spanische Publizist und Schriftsteller Jose Jimenez Lozano in einer interessanten Studie nachweist (3). Bernhard von Clairvaux fühlt sich unwohl inmitten des monastischen Reichtums und der feudalen Machtstruktur des satt und träge gewordenen Benediktinerordens. Seine Anstrengungen gelten darum nicht nur der Vereinfachung mönchischer Lebensformen und Klostergebäude, er zielt auch auf möglichst wenig Machtausübung bei der Organisation des Lebens.

Klöster als Vorbild für die ‚Magna Charta‘

Im Jahr 1115, noch zu seinen Lebzeiten und genau hundert Jahre bevor die Fürsten von England den König auf die Grundrechte der ‚Magna Charta‘ verpflichten konnten, treten die Zisterzienser zur ersten internationalen Versammlung zusammen: zum ‚Parliamentum‘, das Normen erlässt, ändert und aufhebt, einen Generalabt wählt und seine Macht kontrolliert. Doch auch dieses Parliamentum oder Generalkapitel hat keine absolute Macht: Die einzelnen Mönchsgemeinschaften können sich ihm widersetzen, wenn sie den Sinn ihrer Opposition zu begründen vermögen. Die individuelle und kollektive Weigerung aus Gewissensgründen wird zugelassen, und so gestaltet sich die monastische Regierungsform nach drei demokratischen Prinzipien:

1. Allgemeines Wahlrecht und verbindlicher Mehrheitsbeschluss,

2. Beteiligung an der Regelung der Angelegenheiten durch Diskussion und Abstimmung,

3. Delegation von Leitungsgewalt, die später noch um den ‚Recall‘ erweitert wird: Die Amtszeit eines Gewählten, dessen repräsentative Amtsführung als nicht korrekt gilt, kann um die Hälfte verkürzt werden.

Das Ringen um politische Freiheit

Hinter zisterziensischen Klostermauern wurde schon sehr früh um politische Freiheit im Abendland gerungen. Ihre Kapitelsäle erlebten Stunden intensivster Wahlleidenschaft und wurden Zeugen ernsthaften Bemühens um freie Stimmabgabe und saubere Wahlprüfung. In der Praxis des britischen Parlaments findet sich einiges von den zisterziensischen Verfahrensweisen, so etwa das „pedibus ire in sententiam“, bei dem man abstimmt, indem man den Sitzungssaal verlässt.

Noch längst nicht alle Demokratien bringen sämtliche damals geübten Techniken einer gesicherten, freien Stimmabgabe zur Anwendung: die nur dem Gewissen verpflichtete, von Pressionen freie Abstimmung; die Vorschrift, dass sich niemand offen oder verdeckt selbst zur Wahl aufstellen darf; den Kompromiss angesichts des unentschiedenen Ausgangs einer Wahl, weil er dem Frieden mehr dient; das Verbot einer Wahlpropaganda, welche die Vorzüge eines Kandidaten gegenüber dem anderen herausstreicht; und keine Wahl, von der man annehmen muss, dass sie vollzogen wird, um einem Mächtigen zu schmeicheln. (4)

So könnte also die Kirche auch stolz sein, dass sie einmal Lehrmeisterin der Demokratie war, statt sie zu verachten. Es ist höchste Zeit, dass sich die katholische Kirche dieser Tradition zu erinnert und im 21. Jahrhundert darauf aufbaut.

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1) Vgl. H. Müller: Zur Rechtsstellung der Laien in der römisch-katholischen Kirche, in: ZevKR 32 (1987), 467 – 479, 473, zitiert nach Sabine Demel: Laien in der Kirche. Vortrag bei der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz am 30.11.2007.

2)  Siehe Iso Baumer: Auf den Spuren von Michel de Certeau. Eine für Papst Franziskus prägende Gestalt. Stimmen der Zeit 2/2014, 86 – 96, hier 90.

3)  Jose Jimenez Lozano: Die andere Kargheit: das Ideal der Zisterzienser, in: Kastilien. Eine spirituelle Reise durch das Herz Spaniens. Freiburg/CH, Stuttgart 2005, 81 – 91.

4)  Vgl. Lozano a.a.O. 80f.

Kommentare

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Das Problem ist, wenn das "Kirchenvolk" nicht Gläubig ist - und sich nicht an die Vorgaben halten möchte - sich also die "Bischöfe" wählen will, die ihr falsches Verhalten auch noch billigen. Genau darum gibt es ja das Bischofsamt im Rom. Weil man einige Jahrhunderte und Jahrtausende Erfahrung hat. Die Widerstände im Deutschsprachigen Raum liegen ja nicht daran dass das Kirchenvolk sich gegen einen Bischof wehrt welcher selbst gegen die Lehren der Kirche verstösst... Das ist ja das lustige an der ganzen Sache.

Wer von den Leuten die einen eigenen tollen Bischof haben möchte ist denn überhaupt in der Lage die 10 Gebote aufzusagen? Wer geht zur Beichte? Wer weiß das man ohne zu beichten nicht die Kommunion nehmen darf? Wer weiß das eine Kirche heilig ist und das man diese Räumlichkeiten nicht einfach für Party verwenden darf? Wahrscheinlich keiner..

aufsagen zu können hilft ungeheuer viel. Das sieht man nur schon bei "Du sollst nicht töten"!
Kirchen sind nicht heilig. Sie wurden "Heilig" erklärt.
Von denselben Menschen die sich für befugt halten im Namen Gottes zu sprechen. Die Existenz dieses Gottes der ihnen die Berechtigung gegeben hat in seinem Namen zu sprechen (und zu morden und zu missbrauchen etc.), wurde nie bewiesen. Man kann sie nicht beweisen, man kann nur daran glauben, genauso wie man nur an die Berechtigung derjenigen glauben kann, die sich anmassen im Namen dieses Gottes, dessen Existenz nie bewiesen wurde, zu sprechen.
Das einzige was wahr ist und bewiesen werden kann, sind die Schandtaten die im Namen dieses Gottes dessen Existenz nie bewiesen wurde und seiner selbsternannten Diener und Sprachrohre deren Berechtigung in seinem Namen zu handeln und zu richten, welche nie ausgewiesen wurde.

Es ist himmeltraurig!

Lieber Herr bzw. Frau Vergleiche (9.2.)
Die katholische Kirche gibt es seit über 2000 Jahren, die protestantischen/evangelischen Kirchen seit 500 Jahren. Die genannten Herren mit ihren Ersatzsystemen haben einige Jahrzehnte überlebt. Alle Systeme ohne Kirchen sind bisher kollabiert. Global gesehen: Die Kirchen wachsen immer noch. Schlussfolgerung: Die Menschheit nimmt die Kirchen als etwas Gutes wahr. Oder nicht?

das Saufen, die Völlerei und das Sündigen generell. Das wächst auch immer noch. Kriege, Kämpfe und Morde im Namen einer Religion nehmen auch weiter zu.

Schlussfolgerung: Das muss ja was richtig Gutes sein! Global gesehen.

p.s.
Trillionen von Fliegen umschwirren Kot, das muss was Gutes sein, die Zahl der Fliegen wächst weiter.
Schlussfolgerung: Das sollten Sie auch mal probieren! Das passt zu den Kirchen!

Sündigen ist aber die Abwesenheit von Willen und Wollen. Es ist leicht "zu saufen, sich vollzufressen und zu sündigen". Dazu braucht es weder Willen noch Können.

Es ist die zentrale Information des Christentums, das die Menschen von Natur aus sündig sind und dagegen ankämpfen sollen. Mit der Hilfe Gottes.

Morde im Namen einer Religion gibt es nur im Islam. Global gesehen und zwar ganz aktuell. Das liegt daran das im Islam der Mohammedaner perfekt super ist wenn er sich richtig für die Ausrottung anderer Religionen einsetzt. Es ist übrigens eine Frechheit dieses Gemetzel auch Christen zu unterstellen, wenn weltweit überall Christen wegen ihrer Religion getötet oder vertrieben werden! (Und kommen Sie mir nicht mit den Kreuzzügen, informieren Sie sich erstmal über die Hintergründe..)

Ganz bewusst und lautstark lügen Sie im Namen Ihrer Kirche. Ketzerisch perfide werfen Sie eine anderen Religion das vor, was die Kirche selbst getan hat.

Ihr Gott wird Sie deshalb straffen!

"Es ist die zentrale Information des Christentums, das die Menschen von Natur aus sündig sind und dagegen ankämpfen sollen. Mit der Hilfe Gottes."

Ich wusste nicht, dass dieser fundamentalistische Irrsinn immer noch kursiert!
Der Mensch ist nicht von Natur aus sündig! Allein schon die Behauptung zeigt auf in welchen dunklen Welten die Priester leben die solches von sich geben. Der Mensch wird doch von der Kirche als von Natur aus sündig erklärt damit die Kirche, resp. ihr Personal überhaupt eine Existenzberechtigung hat! Die sog. Erbsünde war der gemeinste Trick überhaupt um die unwissende, verschreckte Menschheit in früheren Zeiten in die Arme derer zu treiben, die einen lukrativen Handel mit Beichte und Absolution betrieben haben. Es ging der Kirche nie um Reinheit. Liebe und den Segen von Gott, es ging den "heiligen Männern" nur im die Sicherung ihres Reichtums, ihrer Macht, die Ausbeutung der Gläubigen und um den Erhalt ihrers (wie man weiss) sehr ausschweifenden Lebenswandels.

Die Kreuzzüge? Du meine Güte!
Fragen Sie die Native Americans (Ureinwohner Amerikas), die von christlichen Missionare massakriert wurden (im Namen des Goldes - Verzeihung: Im Namen Gottes natürlich!) und informieren Sie sich über die Hintergründe.
Fragen Sie die Frauen (die zu Millionen in den Folterkellern der Inquisition und auf den Scheiterhaufen starben - im Namen des ????) und informieren Sie sich über die Hintergründe.
Aber lassen wir das, ich habe schon Stunden mit Menschen in fruchtlosen Diskussionen verbracht, deren Mission es ist bei anderen Leuten an der Haustüre zu klingeln......!

Frage an Herrn bzw. Frau Wozu (8.2.)
Sollten Sie nicht das Wort "Kirche" mit den Wörtern "Hitler" oder "Lenin" oder "Mao" oder ... auswechseln? Dann würde Ihre Schilderung eher der Realität entsprechen.
Oder anders herum: Diese Herren haben Kirchen unterdrückt. Kirchenfreien / Glaubensfreien Systeme haben gewaltiges Zerstörungspotential in sich.

Die Kirche war genau so grausam diktatorisch wie die von Ihnen genannten grössenwahnsinnigen Dikatoren. Aber sie überzog die Völker Europas, Afrikas und Nord- und Südamerikas mit ihrem Terror über einen viel längeren Zeitraum. Millionen von Eingeborenen wurden ihre Opfer "im Namen des Herrn". Nicht nur in Europa brannten die Scheiterhaufen lichterloh, auch in Amerika wurden die Frauen als Hexen "gebrandmarkt".
Das Gewaltregime der Kirche wütete über Jahrhunderte ungebremst unter den Menschen, welche sie durch Angst und Schrecken vor dem Teufel und der ewigen Verdammnis (welche sie vorsichtshalber gleich selber inszenierte), unter ihre Herrschaft zwang.
Mittlerweile haben die selbsternannten Gesandten des Herrn nicht mehr soviel Macht in der Gesellschaft, was sie aber bis jetzt nicht daran gehindert hat eine nicht bekannte Zahl von ihnen anvertrauten Kindern zu missbrauchen.
Die Kirche hat seit sie existiert so viel Schuld auf sich geladen das eine ernsthafte, ehrliche Wiedergutmachung nie möglich sein wird und auch nicht angestrebt wird. Diese Kirche hat nie dem entsprochen wofür sie sich ausgegeben hat - eher dem Gegenteil das sie vorgab zu bekämpfen.
Sie ist unglaubwürdig, durch die Geschichte ausgewiesen, dekadent, korrupt, sadistisch und, obwohl als weiblich bezeichnet (die Kirche!) zutiefst Frauen- und Kinderverachtend. Vergleiche mit menschenverachtenden Diktatoren wie Lenin, Hitler, Mao und auch Stalin sind nicht möglich, weil es nichts zu vergleichen gibt. Die Kirche hat genau so entsetzlich unter den Menschen gewütet, nur über einen viel grösseren Zeitraum hinweg und durch ihr verschachteltes hierarchisches System konnten sich die in ihrem Namen handelnden Täter weitaus anonymer austoben.
Glauben ist ein vollkommen individuelles, zutiefst heiliges und freies Gefühl.
Glauben an Gott in welcher "Ausführung" auch immer, müsste die Menschen zu Respekt, Ehrfurcht und Liebe dem Leben gegenüber führen.
Glaube an Gott müsste die Menschen zum Vertrauen in die Schöpfung führen, sie zu Gärtnern auf Gottes Erde werden lassen.
Bis anhin waren Gottesinterpretationen jeder Art nur eine faule Ausrede um "sich die Erde" und alles was darauf lebt "untertan" zu machen, oder im "Namen des Herrn", wessen auch immer, zu schänden, zu missbrauchen, zu vernichten.
Also dasselbe Zerstörungspotential das Sie glaubensfreien Systemen zu Recht unterstellen hatte die Kirche genauso und sie hat es genauso, nur viel länger, ausgelebt wie die anderen auch.
Worauf ich mich beziehe, ist geschichtlich belegt.
Nach all' dem was die Kirche verbrochen hat, frage ich mich, wieso es sie, zumindest in dieser Form, noch gibt?

Was sie sagen ist schlicht nicht wahr. In Südamerika hat die KIRCHE die Indios gegen Sklavenhändler und Räuber geschützt. Schon mal von den Jesuitischen Reduktionen gehört? Dort wurden Indios aufgenommen sie lernten allerlei Wissen und Können - und wurden von den Jesuiten sogar bewaffnet damit sie sich gegen Sklavenjäger wehren konnten. Das "Problem" wurde am Ende so gelöst, das der Papst mit Gewalt gezwungen worden ist den Jesuitenorden aufzulösen - von den Königen Europas.

Kindesmissbrauch ist in Kirchlichen Einrichtungen sehr selten. Viel häufiger ist dieser Missbrauch in Schulen und Sportvereinen. Noch viel häufiger in Familien. 99,9% aller Kindesmissbräuche geschehen NICHT in Katholischen Einrichtungen. Mit Ihrer Art der Argumentation decken Sie nur die viel häufigeren Sexualverbrechen in anderen Bereichen!

Hexenverbrennungen traten erstens erst in der Neuzeit auf, zweitens mehrheitlich in Protestantischen Gebieten, drittens ging es mehrheitlich vom Volk aus - es war ein Wahn.. Und viertens gab es in Spanien, Portugal und im Kirchenstaat keine (Ok, in Portugal gab es EINE) Hexenverbrennungen weil die Inquisition diesen Aberglauben verboten hat (!). Klären Sie sich mal auf, und hören Sie auf Antikirchliche Propaganda aus dem vorletzten Jahrhundert nachzuplappern. Napoleon ist Ihnen sehr dankbar....

In übrigen hat die Kirche im Osten extrem gelitten (Hunderttausende von ermordeten Priestern, Mönchen und Nonnen), gleichzeitig aber ihr Bestes gegeben um den Menschen dort in der Unterdrückung zu helfen. Es gab geheime Gottesdienste, Hilfe zur Selbsthilfe, Kulturrettung ohne Ende. Hören Sie auf mit Schmutz zu werfen ohne das Sie genau bescheid wissen.

Und wenn Kirchenmänner Fehler gemacht haben - im Christentum gibt es Reue, Busse und Umkehr. Das Christentum hat die Sündenvergebung ins Spiel gebracht, nicht die Sünde an sich. Die gab es auch im Heidentum.

Ja, ja die Liebe ist ein seltsames Spiel. In erster Priorität steht bei allen Religionen die Liebe. Da wird jedoch nicht an die Bindung an eine besondere Person gedacht, sondern es sollte eher eine Haltung, eine Orientierung des Charakters zur Welt als Ganzes sein. Sie verwirklicht sich im Bezug zwischen meinem Selbst und zu allem anderen. Sollte eine bestimmte Person reduziert auf das Objekt meiner Begierde sein, so hat das meist wenig mit Liebe zu tun. Es ist oft nur Ersatz für temporäre Orientierungslosigkeit. Im Selbst sein liegt die Gegenwart, der Ort des möglichen Erlebens, intuitiven Wissens und Einfühlen auch in jemand anderen. Liebe bedeutet dann schrankenloses Offensein für das lebendige Selbst im Nächsten. Sie wird dadurch zur Erfahrung von Zeitlosigkeit. Sozusagen die Überwindung des Todes schon während des Lebens. Sexualität als spannungslindernde Ersatzbefriedigung hat daher wenig mit Liebe zu tun. Sie kann jedoch bei einer echten Liebe zum Höhepunkt jeder Beziehung beitragen. Die Menschheit neigt dazu die Sexualität zu einem Minenfeld umzugestalten obwohl sie mehr oder weniger bei sieben Milliarden Menschen bedeutungsarm geworden ist und eigentlich der Reproduktion, sprich der Fortpflanzung dient. Das Heiligsprechen des Sexualakts liegt eher in den früheren Befürchtungen vor Krankheiten und Siechtum. Sexualität wird seit langem und zu oft als Schützengraben der Macht missbraucht. Ein liebender Mensch wird jedoch nie gegen den Willen eines anderen dessen Integrität verletzen……und das nennt man oder kommt auch von der Liebe!....cathari

Wenn Sie, cathari, die "Liebe"€œ nicht so hoch heben, auf einen Sockel stellen, dann könnten Sie "Liebe"€œ in vielen kleinen/grossen Dinge des Alltags erkennen.
Wie in einem Spiegelkabinett schauen 1000 liebende Augen zurück, fast egal, wohin Sie dabei sehen.

Wer die "Liebe"€œ als so einfache und wirkungsvolle Haltung
kennt, weiss auch, dass sie an nichts gebunden ist, aber überall dabei sein kann.
So hat "Liebe"€œ NICHTS mit Sex zu tun, obwohl sie dabei sein kann, aber nicht muss.
"Liebe"€œ€œ kann auch beim Töten dabei sein, zwei sicher entgegengesetzte Haltungen. Wir können schwitzen beim Sex, fernsehen, husten und sonstiges, kein Mensch wird aber deshalb den Husten, das Schwitzen und Fernsehen usw. mit Sex verwechseln oder direkt mit dem Sex in Verbindung bringen.
Wenn wir Tiere lieben, Kinder, unsere Eltern, unser Auto, Bilder, das
Kochen usw. ist kein Sex dabei (falls doch, ist man krank, ge-/verstört,
pervers, abartig usw.).

"Liebe"€œ€œ muss eben auch nicht permanent präsent und mit Allem
verbunden sein, jedoch je öfter man sie spürt, je mehr "€žwächst"€œ man.

"Liebe"€œ ist in vielen Religionen missbraucht worden und erst
recht, nahezu permanent bei allen Kirchen/Sekten und Vereinen. Wüssten wir alle, was "Liebe"€œ€œ ist, gäbe es auch keine Romane, Gedichte und Lieder mehr darüber.

Es wäre für uns dann so normal und wichtig wie das Atmen.

Liebe 2.0 12:19
Pardon Monsieur, sag ich doch. Sexualität ist nur eine Erweiterung der Liebe. Sexualität so triebhaft und schön wie sie ist oder sein kann, bedeutet noch lange nicht Liebe und kann durchaus auch nur Ersatzbefriedigung sein. In der Vereinigung von Mann und Frau würde dann Dreifaltigkeit durch Zeugung eines Dritten, sowas wie Vater Sohn und heiliger Geist sich als Vater Mutter und Kind ergeben. Alle anderen Varianten wären Entgleisungen die wir jedoch aus Liebe tolerieren. In der Bibel steht, David liebte Jonathan mehr als die Frauen. Woher die heutige Anmassung kommt sowas zu verurteilen oder gar zu verfolgen ist und bleibt mir schleierhaft. Zeugt vermutlich von fehlenden Einfühlungsvermögen und dem Fehlen von echter Liebensfähigkeit. Unsere Kinder habe ich jedenfalls zu Toleranz erzogen….herzlichst cathari

cathari, entwickeln sich möglicherweise eben aus diesen Fehlinterpretationen und falschen Abgrenzungen von "Liebe".

Jeder definiert "Liebe" wie er will, kaum einer will dann die Konsequenz dieser Interpretation verantworten. Lieber schwurbelt man dann etwas von "gottgewollt, sündhaft, natürlich, abnormal" usw. und zeigt mit dicken Fingern auf Andere, als dass man seine Meinung zum Thema "Liebe" überdenkt.

Wird "Liebe" religiös mit einem Gott verquickt, dann macht eine Kirche daraus eine "heilige Ehe", das reinste und erstrebenswerteste Glück auf Erden.
Wird "Liebe" mit Sex verquickt, dann machen Liedermacher und Romanschreiber daraus eine tragisch schöne Schnulze, in der die Guten mit einem "Superorgasmus" belohnt werden können.
Wird "Liebe" mit "Vaterland" verquickt, dann machen einfältige Mächtige den einfachen Mann zum Killer, Vergewaltiger und Kinderschänder, zum Plünderer, zur Bestie.
Wird "Liebe" mit Ideologien von Kirchen, Politik und Recht verquickt, dann führt das zu Rassismus, Ausgrenzung und berserkerhaften Fehlverhalten, das wir täglich vorgeführt bekommen.

Wenn wir "Liebe" von allem abkoppeln, so wie es sein sollte, meine ich, dann wird "Liebe" auch klar, einfach und für jeden verständlich und praktizierbar.

"Liebe" hat NICHTS, auch nicht nur "wenig" mit Sex zu tun.
"Liebe" hat schon alles, "Liebe" muss kein Stück "erweitert" werden!
"Liebe" kann auch nicht "grösser" gemacht werden, durch keinen Propheten, keinen Popen und keinen Pimmel.

Liebe ist ein uns von Gott gschenktes Prinzip. Seine Eigenschaft und die seiner Kinder.

Wozu brauchen wir eine Kirche?
Warum ist sie entstanden?
Wie hat sie sich im Laufe ihrer Existenz entwickelt?
Was ist aus ihr geworden?
Worin liegt und lag ihr wirklicher Nutzen für die Menschheit?
Beziehungsweise: Wieviel Leid und Schaden hat die Kirche "im Namen Gottes", seit Anbeginn ihrer Existenz bis und mit dem heutigen Tag über die Menschheit gebracht?
Bei wahrheitsgemässer Beantwortung aller dieser Fragen ergibt sich folgende Erkenntnis:
Die Kirche hatte und hat nichts mit Gott zu tun, sie ist und wahr schon immer eine Organisation die in erster Linie zur Förderung ihrer eigenen, aufgrund fiktiver Annahmen gegründeten und im Dunkeln blühenden Hierarchien entwickelt wurde. Die Selbsterhaltung und der Ausbau ihres Einflusses und damit Mehrung ihres Reichtums ist der Zweck ihres Daseins.
Die Geschichte der Kirche zeigt deutlich auf, was für ein pompös ausgestatteter, dekadenter und perverser Intrigantenstall sie immer gewesen ist und wie sehr sie im Schutze ihrer Unfehlbarkeit, mit der sie sich "im Namen Gottes" selber krönte, Missbrauch in jeder Form an den Gläubigen betrieb.
Ihre Grausamkeit den Völkern dieser Erde gegenüber, speziell gegenüber Frauen und Kindern sorgte unlängst endlich einmal für weltweite Empörungen gegenüber diesen seltsamen Gestalten, die mit ihrer "Bekehrungsarbeit" über Jahrtausende ein Riesenvermögen zusammen geklaut haben und bis heute darüber weder in Bezug auf die Vergangenheit noch auf die gegenwärtige Arbeit ihrer Bank klare Auskünfte geben will.
Unter den weiten Gewändern der Kirche riecht es widerlich nach Folter, Raub, Mord und Schändung, älteren und neueren Datums.
Das ist die Wahrheit!
Demokratie war in der Kirche nie wirklich vorgesehen.
Sie war und ist eine Brutstätte, ja gar die erste Ausbildungsstätte, zur "erfolgreichen" Führung eines grausamen, diktatorischen Regimes mittels Terror, Korruption, politische Intrigen, Machtmissbrauch im grossen Stil, Verbot von Bildung und Hygiene, dafür Vermittlung von Angst, Armut und Elend unter dem Volk bis hin zu organisiertem Massenmord an Frauen und Kindern während der Zeit der Inquisition. Der Machtmissbrauch, die Korruption, sowie die perversen Handlungen gegenüber Kindern setzen sich bis heute fort.
Die Kirche an sich ist eine Gotteslästerung! Wie kann man die Begriffe Kirche und Demokratie im selben Atemzug nennen?

"Wozu brauchen wir eine Kirche?"
Um dem Menschen Gott zu vermitteln. Die Kirche ist die Braut des Herrn.
"Warum ist sie entstanden?"
Weil Gott es so wollte - weil wir Menschen es brauchen.

"Wie hat sie sich im Laufe ihrer Existenz entwickelt?"
Tragisch. Wie immer weil Menschen Irrende Wesen sind.

"Was ist aus ihr geworden?"
Die größte und älteste Institution der Welt.

"Worin liegt und lag ihr wirklicher Nutzen für die Menschheit?"
Sie zeigt jenseits von Politik und Wirtschaft auf Gott hin.

"Beziehungsweise: Wieviel Leid und Schaden hat die Kirche "im Namen Gottes", seit Anbeginn ihrer Existenz bis und mit dem heutigen Tag über die Menschheit gebracht?"
Nicht sehr viel, das meiste wurde erfunden weil Machtgierige Politiker und Könige die Konkurrenz loswerden wollten. 90% aller Behauptungen die gegenüber der Kirche gesagt werden - stellen sich als nicht haltbare Lügengebilde heraus.

Am besten ist es wenn der Kirche Vorgänge vorgeworfen werden die sie selbst bekämpft hat. Sehr lustig immer wieder..

Ich kenne keine Grausamkeiten die die Kirche gegen Völker der Erde geführt hat. Ganz im Gegenteil, die Völker welche sich zur Kirche gewandt haben gibt es immer noch. Bayern existiert, Preussen ist gescheitert.

Schimpfen sie auch gegen die Polizei wenn ein Polizist ein Verbrecher ist? Oder sind sie in der Lage zwischen "einem fehlerhaften Polizisten" und "der Institution der Polizei" zu unterscheiden?

Solcherlei Fragestellungen und Antworten zielen auf das Wesentliche hin: Die Suche nach dem Verborgenen im oder für das Glaubensleben. Aufwiegen der Verfehlungen hilft dem glaubensbestrebten Menschen von Heute gar nichts. Der historische Kontext lenkt vom Eigentlichen ab - einer Lebensführung nach dem ewigwährenden Evangelium.

So viel Aggiornamento-Nostalgie auf einmal habe ich schon lange nicht mehr angetroffen. Kollers wortreicher Ruf nach Mitbestimmung in der katholischen Kirche erinnert viel zu sehr an den langem Marsch der 68-er durch die Institutionen, als dass er heute noch Überzeugungskraft entfalten könnte. Warum wirft er sich nicht, statt bloss Küng zu imitieren und mehr Freiheit IN der Kirche zu fordern, für die Freiheit DER der Kirche in die Bresche, jenseits aller Rücksichten auf angebliche „Erfordernisse der Zeit“ ihr alte, aber möglicherweise nicht einmal veraltete Leier von Schuld und Sünde, Tod und Erlösung erklingen zu lassen? Eins scheint doch offensichtlich: Wenn die katholische Kirche auf eine stärker Umklammerung der Hierarchie durch staatskirchenrechtliche Instanzen und mehr Mitbestimmung durch Laien – „mehr Demokratie“ – setzt, verliert sie ihre herausragende Andersartigkeit – und ihre Widerstandskraft gegen manche Zumutungen der Moderne. Schliesslich: Warum eigentlich kann, wie Koller predigt, „die biblische Offenbarung als Quelle und Norm christlicher Existenz nicht zur Debatte stehen“? Was für ein unverschämtes Debattierverbot, der Freiheit eines Christenmenschen unwürdig!

Die Kirche. Ja, welche denn, die Armenische, die Chaldäische, die Koptische, die Lutherische, die Anglikanische, die Methodistische, die Baptistische, die Christkatholische, die...............
RKK beansprucht immer noch das Monopol, siehe Pio Nono

Wenn man die Kirche angreift und kritisiert: Immer nur die Katholische. Ergo - nur sie ist Kirche.

Die anderen sind Kirchenabspaltungen und Irrungen sowie Wirrungen. Sie können noch die 20.000 Protestantischen "Kirchen" aufzählen..

Das reicht nicht zur Verteidigung von Kirchen, besonders der katholischen. Die Organisation ist viel zu gross und hierarchisch. Es kommt automatisch zu Auswüchsen, weil der Mensch sehr viel länger in kleineren Organisationen gelebt hat. Das demokratische Gedankengut ist äusserst fragil und bedarf grosser Anstrengungen, die nicht nachlassen dürfen.

Danke für diesen sachlichen und fundierten Beitrag. Ich hoffe, die demokratischen und lebensfreundlichen Kräfte in den Kirchen erwachen endlich und stehen mutig und entschieden für eine lebensfreundliche, demokratische und vorallem barmherzige Kirche ein und unterstützen Vorbilder, wie aktuell Papst Franziskus, mit Taten, wie dies z. B. der kath. Frauenverein tut und offen und deutlich gegen den selbstherrlichen Bischof in Chur protestiert

Der Beitrag ist weder sachlich noch fundiert.

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