Der Kunst-Krimi von Delémont

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Der Kunst-Krimi von Delémont

Von Urs Meier, 06.10.2019

2015 bekommt der Kanton Jura ein Gemälde geschenkt. Es hält eine Gruppe von Fachleuten erst mal zwei Jahre lang auf Trab: Ist das Bild eine Fälschung oder womöglich Raubkunst?

Ohne Nachkommen zu hinterlassen, verstarb der verwitwete Industrielle Hugo Berthold Saemann 93-jährig in Zürich. Zum alten Familienbesitz gehörte das grossformatige Gemälde «Paysage du Jura» mit der Signatur «G. Courbet. 72.». Dieses Bild vermachte er per Legat dem Kanton Jura, mit dem die Saemanns seit Generationen familiär und beruflich verbunden gewesen waren. 

Ein Grund zur Freude für den beschenkten Kanton? Das war vorerst einmal ganz unklar. Mit dem Bild gibt es nämlich ein Problem: Es ist nirgends als Werk Gustave Courbets verzeichnet. Dieses mit «Paysage du Jura» betitelte Bild kommt in beiden einschlägigen Catalogues raisonnés, die zu Courbet vorliegen, nicht vor. Weder in Verkaufs- noch in Ausstellungskatalogen ist das Gemälde je aufgetaucht, und in keiner der einschlägigen Kunst-Datenbanken ist es registriert.

Auf Glatteis

Da lauert natürlich der Verdacht, es könnte sich um eine Fälschung handeln. In der Tat ist Courbet einer der meistgefälschten Künstler. Fakes kamen schon zu seinen Lebzeiten in Umlauf, was nicht verwundert: Schliesslich galt er im 19. Jahrhundert lange als der Grösste der Maler. 

Gefälschte oder falsch zugeschriebene Bilder sind für Sammler und Museen heikel. Das Kunsthaus Zürich hat es gerade mit einem (ebenfalls geschenkten) Bild erfahren, das es vorschnell als echten Tizian ausgab. Auch noch so erfahrene Kunstexperten geraten immer wieder aufs Glatteis und riskieren mit Fehlurteilen ihren Ruf.

Die fehlende Dokumentation bei «Paysage du Jura» ist allerdings noch kein Beweis für eine Fälschung. Courbet hat bekanntermassen wesentlich mehr Bilder gemacht als aktenkundig sind, und so tauchen denn immer mal wieder unbekannte Stücke von ihm auf, die sich dann als echt erweisen. 

Die Echtheitsfrage ist bei ihm jedoch kompliziert. Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts war es üblich, dass Künstler ihre Schüler an Bildern mitarbeiten liessen, wie es der Tradition einer handwerklich orientierten Kunstauffassung entsprach. Auch Courbet (1819–1877) hat das zeitweise so gehandhabt, obschon bei ihm bereits die romantische Vorstellung der genialen Künstlerpersönlichkeit vorherrscht. Damit verbunden ist ein auratisch aufgeladener Begriff des Schöpferischen, das sich nur im eigenhändigen Werk authentisch ausdrücken kann.

Landschaften für ein urbanes Bürgertum

Mit Camille Corot, Jean-François Millet und Charles-François Daubigny setzte sich im 19. Jahrhundert ein neuer Blick auf die Landschaft durch. Die Maler befreiten sich von biblischen, historischen oder mythologischen Vorwänden für ihre Sujets und lieferten Ansichten realer Territoirs. Auch Courbet, der sich als Vorreiter des Realismus verstand, gehörte dieser von Corot initiierten «Schule von Barbizon» an. Zweck der realistischen Landschaftsbilder war jedoch nicht ein kühles Dokumentieren dessen, was draussen vor Augen lag. Vielmehr sollten sie Bedürfnisse des Publikums nach heiler Natur befriedigen. 

Gustave Courbet: Vue de la vallée de Manbouc, um 1865, Öl auf Leinwand, 65,5 x 81 cm, Paris, Sammlung Éric Turquin
Gustave Courbet: Vue de la vallée de Manbouc, um 1865, Öl auf Leinwand, 65,5 x 81 cm, Paris, Sammlung Éric Turquin

Die Kundschaft dieser Maler lebte überwiegend in Städten, die sich im Zuge der Industrialisierung rasant ausdehnten. Arbeit und Alltag hatten dem Takt der Maschinen zu gehorchen. Wer es sich leisten konnte, entfloh dem Räderwerk immer wieder gerne, sei es touristisch reisend oder durch Anschaffung von Bildern einer von der Moderne unberührten Natur.

Courbet selbst ist beides, Provinzbewohner im französischen Jura weitab der Städte und modern-urbaner Mensch. Er pendelt zwischen seinem Geburtsort Ornans und Paris, reist viel und hat zur Gegend seiner Herkunft eine ebenso innige wie reflektierte (und also distanzierte) Beziehung. Die Landschaften des Jura und der Franche Comté bilden vor allem im Spätwerk die vorherrschenden Sujets. Immer wieder malt Courbet die felsigen und waldigen Täler, die Quellen und Flüsse. Vielfach benutzt er schwarz grundierte Leinwände, auf denen seine Farben, ähnlich dem fotografischen Verfahren, die Bildgegenstände als Lichtwirkungen aufscheinen lassen. 

Courbets Bezug zur Landschaft ist von ausgeprägt physischem Charakter. Er schleppt sein Malzeug zu Fuss oder mit Hilfe seines Esels Gérôme, er badet in den Flüssen, ist dem Wetter ausgesetzt, und er vermittelt in den Bildern das Erleben des Windes auf den Höhen und der schattigen Kühle an den Wasserläufen. 

Gustave Courbet: La Source du Lison, um 1864, Öl auf Leinwand, 60,5 x 50 cm, Privatsammlung
Gustave Courbet: La Source du Lison, um 1864, Öl auf Leinwand, 60,5 x 50 cm, Privatsammlung

Bei aller Unmittelbarkeit seines Malens hat Courbet immer auch den Kunstmarkt im Blick. Er weiss, was seine bourgeoise Klientel sucht. Quellen und Wasserläufe sind touristische Anziehungspunkte, und Courbet setzt sie ins rechte Licht. Er braucht sich dabei in seiner künstlerischen Intention als realistischer Maler nicht zu verbiegen. Denn gerade indem er den Charakter dieser Landschaft trifft, zeigt er deren durchaus auch touristische Schönheit.

Detektivische Echtheitsprüfungen

Das dem Kanton Jura geschenkte Bild passt perfekt in diese Werkserie – was genauso gut ein Argument für Echtheit wie für Fälschung sein kann. Hat man Glück, so lassen sich Fälschungen rasch erkennen. So war es bei Wolfgang Beltracchi, der einen angeblichen Campendonk von 1914 mit einer Farbe gemalt hatte, die erst zwanzig Jahre später auf dem Markt war. Oft aber ist es komplizierter und langwieriger, und es braucht eine Kombination technischer, stilkritischer, kunsthistorischer und detektivischer Methoden, um ein Echtheitszertifikat erteilen oder verweigern zu können.

Die jurassische Kantonsregierung, in diesem Fall vertreten durch den Chef des Kulturdepartements, Martial Courtet, tat das Richtige: Sie erteilte 2016 den Auftrag, Provenienz und Echtheit von «Paysage du Jura» abklären zu lassen, bevor der Kanton sich zum Legat Saemann definitiv äussern würde. Und damit beginnt eine zweijährige Odyssee der Suche nach Gewissheit.

Der Kunsthistoriker Niklaus Manuel Güdel – er ist es, der das Fehlen jeglicher Dokumentation des Bildes festgestellt hat – erhält von der Chefin des jurassischen Amts für Kultur, Christine Salvadé, den Auftrag zu einer umfassenden Abklärung. Güdel schreibt in seinem in Buchform vorgelegten Bericht über das Abenteuer «Paysage du Jura», er sei angesichts fehlender Informationen zur Provenienz in diesem Fall auf Eiern gegangen. Nur das Bild selbst konnte Auskunft geben. 

Obwohl Güdel sich gut auskennt in der französischen Kunst der Epoche, benötigt er die Expertise von Spezialisten. Doch es ist nicht leicht, jemanden zu finden, der bereit ist, sich in einem so schwierigen Fall mit einem Urteil zu exponieren. Der Sammler und Kritiker Théodore Duret meinte: «L’expertise, c’est vraiment dangereux.»

Courbet unter der Lupe

Klaus Herding in Frankfurt gilt als hervorragender Courbet-Kenner. Er hat über achtzig Bilder, die Courbet zugeschrieben waren, examiniert. Auf der Basis hochaufgelöster Fotografien der Vorder- und Rückseite des Bildes gibt Herding eine erste Einschätzung ab. Die Signatur sehe gut aus, berichtet er. Dass sie in Ocker und nicht im üblichen Rot gehalten sei, spreche eher für Echtheit – ein Fälscher hätte wohl eher nicht die «falsche» Farbe verwendet. Auch Farben und Farbauftrag erschienen authentisch, ebenso die transparenten Hellbraun- und Grün-Schichten an etwa zwanzig Stellen, die schwierig zu imitieren seien. Das Bild könne vermutlich als echt gelten, doch ein verbindliches Urteil könne er erst nach Prüfung des Originals abgeben.

Güdel, der das Original beim Fotografieren selbst erstmals zu sehen bekommen hat, entdeckt Anzeichen, dass das Bild einmal restauriert wurde. Die Farben zeigen winzige vertikale Risse. Es kann sein, dass die originale Leinwand früher längere Zeit gerollt war und dann zwecks Stabilisierung auf eine Trägerleinwand aufgeklebt wurde. Der Farbauftrag zeigt nicht überall die für Courbet typische Materialität. Der Künstler ist bekannt dafür, namentlich bei Landschaften die Farbe oft gespachtelt oder gar mit Fingern aufgetragen zu haben, sodass eine reliefartige Struktur entstand – eine Charakteristik, die bei «Paysage du Jura» nicht auf der ganzen Bildfläche zu finden ist.

«Ohne jeden Zweifel» – oder doch nicht?

Inzwischen hat Klaus Herding das Original in Frankfurt ausführlich begutachten können und legt sich im Januar 2017 in einem sieben Punkte umfassenden Bericht fest. Er beginnt mit den Worten: «Aus den im Folgenden dargelegten Gründen und nachdem wir das Original des Bildes Zentimeter um Zentimeter geprüft haben, können wir bestätigen, dass es sich ohne jeden Zweifel um ein Gemälde von Gustave Courbet handelt, fertiggestellt und datiert von seiner Hand im Jahr 1872.»

Sind somit alle Zweifel ausgeräumt und alle Fragen geklärt? Keineswegs, vielmehr erscheint dieser Bericht Herdings im Rückblick lediglich als erste Etappe eines langen Wegs. Güdel kann sich jetzt auf ein Expertenurteil stützen, das dem Bild Echtheit bescheinigt. Allerdings weiss er von zwei neueren Fällen, in denen sich Gutachten hochkarätiger Fachleute, die zwei angeblichen Corots Echtheit bescheinigt hatten, als falsch herausstellten. Ohne Klärung der Provenienz kann man sich auf Expertisen nicht völlig verlassen. Also macht Güdel sich auf die Suche nach Hinweisen zur Geschichte des Bildes.

Gustave Courbet: Le Châtel Saint-Denis à Scey-en-Varais, 1864, Öl auf Leinwand, 49 x 60 cm, Privatsammlung
Gustave Courbet: Le Châtel Saint-Denis à Scey-en-Varais, 1864, Öl auf Leinwand, 49 x 60 cm, Privatsammlung

Der Erblasser Hugo Berthold Saemann hat das Bild seinerseits vom Vater, Hermann Saemann (1895–1982), geerbt. Geboren in Delémont, war dieser von 1929 bis 1939 Direktor der Eisen- und Stahlfirma Haniel & Lueg, die zur Gutehoffnunghütte (GHH), einem grossen Montan- und Maschinenbau-Unternehmen im Ruhrgebiet, gehörte. Der Direktor der GHH, Paul Reusch, habe Saemann 1939 zur Rückkehr in die Schweiz geraten und ihm zum Abschied den Courbet geschenkt. Belege für diese dem Bild mitgegebene Herkunftsgeschichte lassen sich jedoch nicht finden.

Die Affäre Gurlitt als Warnsignal

Im März 2017 erstellt Güdel seinen Bericht an das Kulturdepartement des Kantons Jura. Gestützt auf Herdings klaren Befund empfiehlt er trotz der offenkundigen Unmöglichkeit, die Provenienz einwandfrei zu klären, die Annahme des Legats. 

Doch die Affäre um die Kunstsammlung Cornelius Gurlitts ist noch in frischer Erinnerung. Sie hat das Thema der NS-Raubkunst für Museen, Kunsthändler und Sammler unwiderruflich zu einer Kernfrage gemacht. Wenn der Vater des Gebers den Courbet tatsächlich in Deutschland erhalten hat, müssen die Alarmglocken schrillen. Departementschef Martial Courtet und Kulturchefin Christine Salvadé verlangen eine juristische Abklärung. Dies umso mehr, als bereits bekannt ist, dass die Sammlung Gurlitt mehrere der Phantombilder Courbets enthält – Werke, die dokumentiert sind, aber nicht aufzufinden waren. Ein Raubkunst-Zusammenhang erscheint auch bei «Paysage du Jura» plötzlich denkbar.

Zu Kunstraub kam es im Fall Courbet überdies nicht erst in der NS-Diktatur. Im deutsch-französischen Krieg 1870 raubten deutsche Truppen das Atelier Courbets in Ornans aus und verwüsteten es. Courbet sah die gestohlenen Bilder nie wieder.

Mit der vom Kanton geforderten juristischen Abklärung wird der Leiter des Zentrums für Kunstrecht der Uni Genf, Marc-André Renold, beauftragt. Dessen Team kann nach mehrwöchigen Untersuchungen mit Konsultation aller einschlägigen Fachstellen weder bestätigen noch definitiv ausschliessen, dass das Werk in die Kategorie Raubkunst fällt. Ein Patt. 

Güdel muss irgendwie weiterkommen. Fürs erste setzt er auf vertiefte technische Bilduntersuchungen. Die Hoffnung: Auf der Rückseite der überklebten Leinwand könnten sich Hinweise auf die Herkunft finden. Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft SIK–ISEA betreibt in Zürich eine renommierte Abteilung für wissenschaftlich-technologische Untersuchungen. Falls es eine verborgene kohlenstoffhaltige Markierung gibt, kann sie im Infrarotbild sichtbar gemacht werden. Die aufwändige Untersuchung wird durchgeführt und ergibt – nichts. 

Eine neue Spur

Niklaus Manuel Güdel gibt nach dem Infrarot-Fehlschlag nicht auf. Er macht die Schwiegertochter Hermann Saemanns – Vater des Donators – ausfindig, Béatrice Naville Saemann. Diese kennt die einstige Hausangestellte des Schwiegerpapas. Güdel kann mit dieser Hermine Hirsch telefonieren und erfährt von ihr aufregende Dinge: Das Bild hat schon Hermann Saemanns Vater Hugo Saemann (1859–1920), also dem Grossvater des Legatgebers, gehört. Die mit dem Bild mitgelieferte Herkunftsgeschichte – Schenkung 1939 an Vater Saemann durch GHH-Direktor Reusch in Deutschland – wäre also falsch. 

Grossvater Saemann war Direktor bei Von Roll und nie in Deutschland tätig. Hermine Hirsch weiss: Nach Hugo Saemanns Tod blieb das Bild bei seiner Witwe, Edith Saemann. Erst nach deren Tod 1952 ging das Bild an den Sohn Hermann Saemann. Dieser wiederum starb 1982, und Hugo Berthold Saemann wurde zum neuen Besitzer. Hermine Hirsch bestätigt auch, was schon Béatrice Naville Saemann berichtet hat: Das Bild wurde 1982 restauriert und neu gerahmt. 

Sollten diese Provenienz-Daten stimmen (die Angaben stützen sich einzig auf die Erinnerung von Hermine Hirsch), wäre das Thema Raubkunst – zumindest für die NS-Zeit – aus dem Spiel, denn das Bild befand sich gemäss dieser Version zumindest im 20. Jahrhundert permanent in der Schweiz. Was vorher war, bleibt im Dunklen. 

Die nun bestätigte Restauration erklärt den uneinheitlichen Zustand der Bildoberfläche. Auf die schwache Leinwand wurde rückseitig eine stabilisierende Gaze aufgebracht und das Bild neu gerahmt, da der alte gipserne Rahmen zerbrochen war. Wie in jener Zeit nicht unüblich, wurden zudem die sich ablösenden oder gebrochenen Farbschichten mit einem Bügeleisen bearbeitet. Mehrere Partien von «Paysage du Jura» dürften in der Tat eine solche Rosskur erlitten haben, was zu den für Courbet untypisch glatten Farbschichten führte.

Geschafft – doch es bleiben Fragen

Am 25. August 2017 übergibt der Kanton Jura dem Musée jurassien d’art et d’histoire in Delémont das als Legat angenommene Bild als Dauerleihgabe. Gleichzeitig wird es den Medien und der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Echo ist enorm: Ein Kunstwerk der obersten Liga im jungen Kanton Jura! Und es stellt eine Juralandschaft dar! Das Museum legt auch die abenteuerliche Erforschung der Echtheit und Provenienz offen und stösst damit auf viel Interesse. Aber am meisten springen die Leute auf die noch immer ungeklärte Frage an: Wo im Jura befindet sich diese Landschaft? Die Antwort steht auch nach hunderten von Vorschlägen aus der Bevölkerung noch nicht fest. Der Krimi geht weiter.

Zwei Jahre später, im 200. Geburtsjahr Courbets, stellt das Museum in Delémont das geschenkte Bild nochmals neu aus. Gezeigt wird es jetzt im Kontext einer hochkarätigen, aus aller Welt zusammengetragenen Auswahl von Landschaftsbildern Courbets. Diese Ausstellung fügt es ins kulturelle Erbe nicht nur des Jura, sondern der Welt ein. «Paysage du Jura» hat nun den ihm zukommenden Platz im Gesamtwerk Courbets und in der Kulturlandschaft des Jura gefunden. Auch wenn man noch immer nicht sicher und lückenlos weiss, woher das Bild kommt und welchen Ort es zeigt.

Musée jurassien d’art et d’histoire: Gustave Courbet. Le peintre et le territoire, bis 1. März 2020

Niklaus Manuel Güdel hat seine Recherchen rund um das Bild und über Courbets Werk mit Schwerpunkt Landschaften in einem sowohl wissenschaftlich schlüssigen wie seine Erlebnisse schildernden Buch dokumentiert:

Niklaus Manuel Güdel: Gustave Courbet. Une enquête sur le paysage, edition Les presses du reel, 336 pages, 132 illustrations, 2 cartes géographiques.

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Kommentare

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Spannende Geschichte, toll beschrieben, und was haben die Untersuchungen insgesamt dann gekostet und ist das Bild heute denn etwa wert? Ja okey, die müssen auch alle etwas zu essen haben, hingegen hätte ich gemeint, wenn das Bild nun immer in kantonalem Besitz bleiben wird und es von Anfang an in die Bildreihe des Künstlers gepasst hat, hätte ich mir als finanzschwacher Kanton das Geld zuerst mal gespart und wäre, bis jemand käme und das Gegenteil zu beweisen versuchte, davon ausgegangen, dass es echt ist im Sinne von; "einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul". Oder besagten König der Kunstfälscher, Wolfgang Beltracchi gleich zu Beginn als Experte zu Rate gezogen. Der malt ja heute sogar auch am Zürichsee alte Kirchenfenster neu und würde seinen Ruf als Experte sicher nicht aufs Spiel setzen. Aber malen hätte er es auch können, wie er im Interview sagte: "Ich kann jeden malen". Fragen Sie deshalb doch auch mal noch ihn, was das Bild genau abbildet :-)

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