Damals am 9. Dezember

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Damals am 9. Dezember

Von Journal21, 09.12.2018

Bundesbrief - Geburt von Artur Beul - Geburt von Wolfang Hildesheimer - Tod von Max Bill - Ruth Dreifuss Bundespräsidentin - Eröffnung des Neat-Lötschberg-Tunnels - Bundesrat Parmelin

Herausgegriffen

9. Dezember 1998: Die Schweiz hat zum ersten Mal eine Bundespräsidentin. Die Genfer Sozialdemokratin Ruth Dreifuss wird von der Vereinigten Bundesversammlung mit 158 Stimmen zur Bundespräsidentin für das Jahr 1999 gewählt. (Foto: Keystone)
9. Dezember 1998: Die Schweiz hat zum ersten Mal eine Bundespräsidentin. Die Genfer Sozialdemokratin Ruth Dreifuss wird von der Vereinigten Bundesversammlung mit 158 Stimmen zur Bundespräsidentin für das Jahr 1999 gewählt. (Foto: Keystone)

Es geschah an einem 9. Dezember

1315: Bundesbrief von Brunnen (Morgartenbrief): Nach der Schlacht am Morgarten erneuern die Kantone Uri, Schwyz und Nidwalden in Brunnen den „Alten Bund“. Neu ist jetzt auch Obwalden dabei.

1437: Tod von Sigismund, römisch-deutscher König (1411–1437) und Kaiser (1433–1437). Beim Konzil von Konstanz (1414–1418) kämpfte er für die Überwindung der Kirchenspaltung (Abendländisches Schisma).

1594: Geburt von Gustav II. Adolf, König von Schweden (1611–1632). Mit seinem Eingreifen im Dreissigjährigen Krieg gegen die Habsburger sicherte er das Überleben des Protestantismus in Deutschland.

1717: Geburt von Johann Joachim Winckelmann, deutscher Archäologe. Mit seinen Forschungen in Italien gilt er als Begründer der wissenschaftlichen Archäologie.

1821: Geburt von Marcus Goldman, deutsch-amerikanischer Bankier. Zusammen mit seinem Schwiegersohn Samuel Sachs gründet er 1869 die Investmentbank „Goldman Sachs“.

1824: In der Schlacht bei der südperuanischen Stadt Ayacucho werden die Spanier besiegt und endgültig aus Südamerika vertrieben.

1856: Geburt von Ernst Brenner, Schweizer Bundesrat von 1897 bis 1911 (FDP/BS). Als Bundesrat steht er vor allem dem Justiz- und Polizeidepartement vor. Wichtigstes Ergebnis seiner 14-jährigen Amtszeit ist die Einführung des vereinheitlichten Zivilgesetzbuches (ZGB). Brenner ist zuckerkrank und leidet an Nierenbeschwerden. Er stirbt in Menton an der Côte d’Azur. Das ZGB tritt ein Jahr nach seinem Tod in Kraft.

1883: Geburt von Joseph Hubertus Pilates, deutsch-amerikanischer Körpertrainer, Entwickler des Ganzkörpertrainings „Pilates“.

1901: Geburt von Edmund Josef von Horváth, österreichisch-ungarischer Schriftsteller („Geschichten aus dem Wienerwald“ 1931, „Der ewige Spiesser“ 1930, „Kasimir und Karoline“ 1932, „Glaube, Liebe, Hoffnung“ 1936, „Figaro lässt sich scheiden“, „Ein Kind unserer Zeit“ 1938).

1903: Die Norweger sagen Nein zum Frauenwahlrecht.

1915: Geburt von Elisabeth Schwarzkopf, deutsche Sopranistin.

1915: Geburt von Artur Beul, Schweizer Liedermacher

Zu seinen bekanntesten Liedern gehören „Am Himmel staht es Sternli z’Nacht“, „Übre Gotthard flüged Bräme“ und „Stägeli uf, Stägeli ab“. Zehn Jahre arbeitet er mit dem Gesangstrio Geschwister Schmid. Breul komponiert auch für das Duo Martheli Mumenthaler-Vreneli Pfyl, für Vico Torriani, Lys Assia („Regenpfeifer sing dein Lied“), das Texas-Duo und Hans Albers („Sag, wie heisst du, süsse Kleine?“). 1949 heiratet er Lale Anderson. Für sie komponiert er „In unsrem Garten blühen Rosen“. Insgesamt komponiert Breul etwa 2’000 Lieder, das berühmteste ist „Nach em Räge schint Sunne“, das 1945 von Martheli Mumenthaler und Vreneli Pfyl aufgenommen wurde. Beul stirbt am 9. Januar 2010. Im Bild Artur Beul mit Lale Andersen im Juni 1945 auf dem Weg ins Standesamt in Zollikon (Zürich). (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Ernst Baumann)
Zu seinen bekanntesten Liedern gehören „Am Himmel staht es Sternli z’Nacht“, „Übre Gotthard flüged Bräme“ und „Stägeli uf, Stägeli ab“. Zehn Jahre arbeitet er mit dem Gesangstrio Geschwister Schmid. Breul komponiert auch für das Duo Martheli Mumenthaler-Vreneli Pfyl, für Vico Torriani, Lys Assia („Regenpfeifer sing dein Lied“), das Texas-Duo und Hans Albers („Sag, wie heisst du, süsse Kleine?“). 1949 heiratet er Lale Anderson. Für sie komponiert er „In unsrem Garten blühen Rosen“. Insgesamt komponiert Breul etwa 2’000 Lieder, das berühmteste ist „Nach em Räge schint Sunne“, das 1945 von Martheli Mumenthaler und Vreneli Pfyl aufgenommen wurde. Beul stirbt am 9. Januar 2010. Im Bild Artur Beul mit Lale Andersen im Juni 1945 auf dem Weg ins Standesamt in Zollikon (Zürich). (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Ernst Baumann)

1916: Geburt von Wolfgang Hildesheimer, deutscher Schriftsteller.

1916: Geburt von Kirk Douglas (Issur Danielowitsch Demsky), amerikanischer Schauspieler (u. a. „20’000 Meilen unter dem Meer“ 1954, „Vincent van Gogh“ 1956, „Spartacus“ 1960).

1917: Schlacht um Jerusalem: Britische Truppen kämpfen im Ersten Weltkrieg gegen osmanische und deutsche Verbände. Nach dem britischen Sieg wird die Stadt den Engländern übergeben. Damit wird eine der Vorbedingungen geschaffen, die 1948 zur Gründung des Staates Israel führen.

1953: Geburt von John Malkovich, amerikanischer Schauspieler („The Killing Fields“ 1984, „Das Reich der Sonne“ 1987, „In the Line of Fire“ 1993, „Der Unhold“ 1996, „Being John Malkovich“ 1999).

1954: Tod von Josef Escher, Schweizer Bundesrat von 1950 bis 1954 (KVP/CVP/VS). Von 1946 bis 1950 präsidierte er die Katholisch Konservative Volkspartei der Schweiz (KVP, heute: CVP). Er gehörte zur konservativen Fraktion in seiner Partei und wandte sich gegen christlichsoziale Exponenten. Als Bundesrat stand er dem Post- und Eisenbahndepartement vor. Er setzte sich für die Anliegen der Gebirgskantone und den Familienschutz ein und betonte das konfessionelle Element seiner Partei. Während einer Nationalratssitzung brach er zusammen und starb im Bundeshaus. 

1954: Geburt von Jean-Claude Juncker, luxemburgischer Politiker, Premierminister Luxemburgs (1995–2013), Präsident der EU-Kommission (seit 2014).

1959: Tod von Kurt Held (Kurt Kläber), deutsch-schweizerischer Schriftsteller, „Die rote Zora“. Kläber machte eine Lehre als Schlosser und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Nach dem Krieg trat er in die Kommunistische Partei Deutschlands ein. 1924 heiratete er die Schriftstellerin Lisa Tetzner (mit der er zusammen „Die schwarzen Brüder“ schrieb.). Nach dem Reichstagsbrand wurde Kläber verhaftet. Nach seiner Freilassung flüchtete er über die Tschechoslowakei nach Carona im Tessin. Dort durfte er nur mit der Auflage bleiben, nichts zu veröffentlichen. 1938 trat er aus der KPD aus und begann, mehrere Bücher zu schreiben. Da er in der Schweiz Schreibverbot hatte, veröffentlicht er sie – so „Die rote Zora“ – unter dem Pseudonym Kurt Held. 1948 erhielt er das Schweizer Bürgerrecht. Nach längerer Krankheit starb er in Sorengo im Tessin.

1964: Geburt von Hape (Hans-Peter Wilhelm) Kerkeling, deutscher Komiker, Showmaster, Moderator, Schauspieler, Buchautor („Ich bin dann mal weg“ 2006).

1964: Tod von Edith Sitwell, englische Dichterin.

1967: Parteichef Ceausescu wird auch Staatsratsvorsitzender Rumäniens.

1987: In Israel und in den palästinensischen Gebieten beginnt die erste Intifada zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Auslöser ist der Zusammenstoss eines israelischen Militärlastwagens mit zwei palästinensischen Taxis.

1994: Tod von Max Bill, Schweizer Maler, Bildhauer, Architekt, Grafiker, Designer.

1998: Ruth Dreifuss wird erste Bundespräsidentin der Schweiz.

2005: Bundesrat Moritz Leuenberger und Prinz Charles eröffnen die Umfahrungsstrecke von Klosters (GR). Prunkstück ist die 526 Meter lange Sunnibergbrücke.

2007: Beginn des regulären Zugverkehrs durch den Neat-Lötschberg-Tunnel.

2010: Tod von Peter Spälti, Schweizer Manager und Politiker.

2011: Kroatien unterzeichnet den Beitrittsvertrag zur Europäischen Union. Das Land wird am 1. Juli 2013 offiziell in die EU aufgenommen.

2014: Am CDU-Parteitag wird Angela Merkel mit 96,7 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzende bestätigt. Es ist das zweitbeste Ergebnis, das sie je erzielt hat.

2014: Markus Spillmann, seit April 2006 Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), tritt wegen Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung der publizistischen Leitung im Geschäftsbereich der NZZ zurück.

2015: Guy Parmelin wird Bundesrat

Die Vereinigte Bundesversammlung wählt im dritten Wahlgang den Waadtländer SVP-Nationalrat Guy Parmelin zum 116. Bundesrat der Eidgenossenschaft. Auf ihn entfallen 138 Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten, den Zuger Thomas Aeschi, 88 Stimmen und auf den Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi 11 Stimmen. Im Bild Parmelin mit seiner Frau Caroline kurz nach der Wahl vor dem Bundeshaus. (Foto: Keystone/Marcel Bieri)
Die Vereinigte Bundesversammlung wählt im dritten Wahlgang den Waadtländer SVP-Nationalrat Guy Parmelin zum 116. Bundesrat der Eidgenossenschaft. Auf ihn entfallen 138 Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten, den Zuger Thomas Aeschi, 88 Stimmen und auf den Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi 11 Stimmen. Im Bild Parmelin mit seiner Frau Caroline kurz nach der Wahl vor dem Bundeshaus. (Foto: Keystone/Marcel Bieri)

2016: Die Gesellschaft für Deutsche Sprache kürt „postfaktisch“ zum Wort des Jahres 2016.

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