Damals am 6. April

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Damals am 6. April

Von Journal21, 06.04.2019

Geburt und Tod von Raffael - Hans Waldmann hingerichtet - Die USA erklären Deutschland den Krieg - Der Schah und Soraya lassen sich scheiden - Beginn des Völkermords in Ruanda - Erdbeben in L’Aquila

Herausgegriffen

6. April 1917: Die USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg. Uncle Sam ruft die jungen Männer auf, sich in den Rekrutierungsbüros zu melden. Das Plakat „I want you for U. S. Army“ wird erstmals im 1. und später im 2. Weltkrieg verwendet. Die Wehrpflicht gilt für alle Männer zwischen 21 und 30 Jahren. Mehr als zwei Millionen amerikanische Soldaten kommen bis Kriegsende 1918 in Europa zum Einsatz. 114’000 sterben, 234’000 werden verwundet. - Das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland war seit langem auf einem Tiefpunkt. Am 7. Mai 1915 war das britische Passagierschiff RMS Lusitania vor der irischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt worden. 1’200 Menschen kamen ums Leben, unter ihnen 128 Amerikaner. Doch Präsident Wilson zögerte, in den Krieg einzutreten. Anfang 1917 ermunterte Deutschland Mexiko, den USA den Krieg zu erklären, um früher verlorenes Gebiet (Texas, Neu-Mexico, Arizona etc.) zurückzuerobern. Als Wilson das erfuhr, erklärte er sich zum Kriegseintritt bereit. Beide Häuser des Kongresses stimmten mit überwältigender Mehrheit für die Kriegserklärung an Deutschland. (Foto: Library of Congress, Washington)
6. April 1917: Die USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg. Uncle Sam ruft die jungen Männer auf, sich in den Rekrutierungsbüros zu melden. Das Plakat „I want you for U. S. Army“ wird erstmals im 1. und später im 2. Weltkrieg verwendet. Die Wehrpflicht gilt für alle Männer zwischen 21 und 30 Jahren. Mehr als zwei Millionen amerikanische Soldaten kommen bis Kriegsende 1918 in Europa zum Einsatz. 114’000 sterben, 234’000 werden verwundet. - Das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland war seit langem auf einem Tiefpunkt. Am 7. Mai 1915 war das britische Passagierschiff RMS Lusitania vor der irischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt worden. 1’200 Menschen kamen ums Leben, unter ihnen 128 Amerikaner. Doch Präsident Wilson zögerte, in den Krieg einzutreten. Anfang 1917 ermunterte Deutschland Mexiko, den USA den Krieg zu erklären, um früher verlorenes Gebiet (Texas, Neu-Mexico, Arizona etc.) zurückzuerobern. Als Wilson das erfuhr, erklärte er sich zum Kriegseintritt bereit. Beide Häuser des Kongresses stimmten mit überwältigender Mehrheit für die Kriegserklärung an Deutschland. (Foto: Library of Congress, Washington)

Es geschah an einem 6. April

1199: Tod von Richard Löwenherz, englischer König. 

1483: Geburt von Raffael, italienischer Maler (u. a. „Die Schule von Athen“ 1510).

1489: Der Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann wird enthauptet. Zuvor war er fünf Tage lang im „Wellenberg“, einem Turm in der Limmat, gefoltert worden. (Amtliche Luzerner Chronik, 1513, Diebold Schilling, der Jüngere)

 

 

 

 


 

1520: An seinem 37. Geburtstag stirbt Raffael, italienischer Maler. Beigesetzt ist er im Römer Pantheon.

1528: Tod von Albrecht Dürer, deutscher Maler.

1667: Erdbeben in Dubrovnik im heutigen Kroatien: 5’000 Menschen sterben, auch der Stadtpräsident.

1860: Geburt von René Jules Lalique, französischer Schmuckdesigner, Glaskünstler des Art Déco.

1890: Geburt von Anton Herman Gerard Fokker, niederländischer Flugzeugpionier, Flugzeugkonstrukteur.

1892: Geburt von Donald Wills Douglas, amerikanischer Flugzeugpionier und Flugzeugkonstrukteur. Er gründet den Flugzeughersteller („Douglas Aircraft Company“ 1921), der unter anderem die Douglas DC-3 baut.

1904: Geburt von Kurt Georg Kiesinger, deutscher Bundeskanzler (CDU) von 1966 bis 1969.

1907: Tod von Bernhard Hammer, Schweizer Bundesrat von 1875 bis 1890 (FDP/SO). 1868 wurde er Schweizer Gesandter in Berlin. Als Bundesrat gelang es ihm, die defizitären Bundesfinanzen in Ordnung zu bringen. Unter ihm wurde der Militärpflichtersatz eingeführt. Er bereitete die Einführung der Nationalbank vor. Bei der Beilegung des Kulturkampfes spielte er eine wichtige Vermittlerrolle. Hammer galt als Aussenseiter und schaffte 1881 die Wiederwahl nur mit einer Stimme. 1890 trat er zurück und war sechs Jahre lang Nationalrat. Später wurde er Verwaltungsratspräsident der Gotthardbahn-Gesellschaft. (Bild: admin.ch)

1915: Geburt von Tadeusz Kantor, polnischer Theaterregisseur, Maler, Bühnenbildner und Kunsttheoretiker.

1917: Die USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg.

1918: Geburt von Hans Hürlimann, Schweizer Bundesrat (CVP/ZG) von 1973 bis 1982. Hürlimann steht dem Departement des Innern vor. Anlässlich der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels im Jahr 1980 sagt er, der Tunnel werde „niemals ein Korridor für den Schwerverkehr werden“. In seiner Amtszeit werden die Sozialwerke (9. AHV-Revision, Drei-Säulen-Prinzip der Altersvorsorge) ausgebaut und der Umweltschutz und der Nationalstrassenausbau (u. a. der Gotthardtunnel) vorangetrieben. Er setzt sich für eine Erweiterung der ETH und ein Hochschulförderungsgesetz ein. Das Historische Lexikon der Schweiz bezeichnet ihn als „aufgeschlossenen, sozial engagierten, wertkonservativen, katholischen Föderalisten und Staatsmann, ... der eine pragmatische, auf Konsens bedachte und dadurch erfolgreiche Politik betrieb“. (Bild: admin.ch)

1920: Geburt von Edmond Henri Fischer, schweizerisch-amerikanischer Biochemiker. Zusammen mit Edwin Gerhard Krebs erhält er 1992 den Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1992.

1926: Geburt von Ian Paisley,  nordirischer presbyterianischer Pfarrer, Politiker, von 2007 bis 2008 First Minister der nordirischen Regionalregierung. Er stirbt am 12. September 2014.

1927: Geburt von Gerry Mulligan, amerikanischer Jazzmusiker. 

1924: Geburt von Eugenio Scalfari, Gründer der linksliberalen Römer Zeitung „La Repubblica“.

1935: Geburt von Rolf Urs Ringger, Schweizer Komponist, Publizist (u. a. „Der Narziss“ 1980, „Ikarus“ 1991, „Ippòlito“ 1995).

1941: Geburt von Hans Wilhelm Geissendörfer, deutscher Regisseur, Autor und Filmproduzent (u. a. „Die gläserne Zelle“ 1978, Produzent und Regisseur der „Lindenstrasse“).

1943: „Le petit prince“ von Antoine de Saint-Exupéry wird in New York veröffentlicht.

1958: In Iran lassen sich Reza Schah Pahlavi und Soraya scheiden.

1966: Tod von Heinrich Emil Brunner, reformierter Schweizer Theologe.

1967: Geburt von Chantal Bournissen, Schweizer Skirennfahrerin. Sie gewinnt im Weltcup sieben Rennen und wird 1991 in Saalbach Weltmeisterin in der Kombination.

1971: Tod von Igor Strawinsky, russischer Komponist (u. a. „Der Feuervogel" 1910, „Petruschka“ 1911, „Le sacre du printemps“ 1922).

1972: Tod von Heinrich Lübke, zweiter deutscher Bundespräsident (CDU) von 1959 bis 1969.

1994: Beginn des Völkermordes in Ruanda

Das Genozid, das bis Mitte Juli 1994 dauert, kostet zwischen 800’000 und einer Million Menschen das Leben. Angehörige der Hutu-Mehrheit töten etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu. Die Täter sind Angehörige der ruandischen Armee sowie Pro-Hutu-Milizen. Das Bild zeigt Kinder, die nach Zaire gelangen möchten, aber an der Grenze von zairischen Soldaten aufgehalten werden. Ihre Mutter war kurz zuvor, vor der Schliessling der Grenze, ins Nachbarland geflüchtet. (Foto: Keystone/AP/Jean-Marc Bouju)
Das Genozid, das bis Mitte Juli 1994 dauert, kostet zwischen 800’000 und einer Million Menschen das Leben. Angehörige der Hutu-Mehrheit töten etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu. Die Täter sind Angehörige der ruandischen Armee sowie Pro-Hutu-Milizen. Das Bild zeigt Kinder, die nach Zaire gelangen möchten, aber an der Grenze von zairischen Soldaten aufgehalten werden. Ihre Mutter war kurz zuvor, vor der Schliessling der Grenze, ins Nachbarland geflüchtet. (Foto: Keystone/AP/Jean-Marc Bouju)

2001: Einweihung der längsten Holzbrücke der Schweiz. Sie liegt zwischen Rapperswil und Hurden und misst 841 Meter.

1949: Geburt von Anton Bruhin, Schweizer Maler, Musiker, Künstler.

2005: Der Kurde Jalal Talabani wird Staatspräsident des Irak (bis 2014).

2005: Tod von Rainier III., Fürst von Monaco.

2007: Tod von Luigi Comencini, italienischer Filmregisseur (u. a. „Heidi“ 1952, „Pane, amore e fantasia“ 1953, „Pane, amore e gelosia“ 1954, „Il compagno Don Camillo“ 1965 )

2009: Erdbeben in L’Aquila in den italienischen Abruzzen: 309 Menschen sterben.

2012: Die Tuareg rufen in Nord-Mali einen unabhängigen Staat aus.

2014: Tod von Mickey Rooney, amerikanischer Filmschauspieler. Er spielte in 300 Filmen und TV-Serien. Mit sechs Jahren tritt er erstmals auf. Er ist acht Mal verheiratet, u. a. mit Ava Gardner. 1961 spielt er an der Seite von Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“. 

2014: Bei den Parlamentswahlen in Ungarn erringt die rechtskonservative Partei von Regierungschef Viktor Orbán einen klaren Sieg und kann für weitere vier Jahre regieren. (Foto: Keystone)


 

Kommentare

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