Damals am 3. April

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Damals am 3. April

Von Journal21, 03.04.2020

Richmond fällt - Stalin übernimmt die Macht - Geburt von Marlon Brando - Geburt von Helmut Kohl - Massaker von Katyn in Polen - Marshall-Plan - Tod von Graham Greene - „Panama Papers“ - Terror in St. Petersburg

Herausgegriffen

3. April 1865: Der amerikanische Sezessionskrieg neigt sich dem Ende zu. Am 3. April fällt Richmond in Virginia, die Hauptstadt der sezessionistischen „Konföderierten (Süd)Staaten von Amerika“ (CSA). Kurz darauf bricht der Widerstand der Süd-Armee zusammen. Der Krieg, der vier Jahre dauerte, hat fast 600’000 Tote gefordert. Die letzten Truppen der Südstaaten kapitulieren am 23. Juni in Texas. Beim Abzug aus Richmond setzen die Soldaten der Südstaaten ihre Hauptstadt in Brand, um den anrückenden Verbänden der Nordstaaten keine Lebensmittel, Waffen und Tabak zu hinterlassen. Das Bild stammt aus dem Jahr 1865. (Foto: Library of Congress, Washington)
3. April 1865: Der amerikanische Sezessionskrieg neigt sich dem Ende zu. Am 3. April fällt Richmond in Virginia, die Hauptstadt der sezessionistischen „Konföderierten (Süd)Staaten von Amerika“ (CSA). Kurz darauf bricht der Widerstand der Süd-Armee zusammen. Der Krieg, der vier Jahre dauerte, hat fast 600’000 Tote gefordert. Die letzten Truppen der Südstaaten kapitulieren am 23. Juni in Texas. Beim Abzug aus Richmond setzen die Soldaten der Südstaaten ihre Hauptstadt in Brand, um den anrückenden Verbänden der Nordstaaten keine Lebensmittel, Waffen und Tabak zu hinterlassen. Das Bild stammt aus dem Jahr 1865. (Foto: Library of Congress, Washington)

Es geschah an einem 3. April

1783: Geburt von Washington Irving, amerikanischer Schriftsteller (u.a. „The Sketch Book of Geoffrey Crayon“ 1819–1820).

1865: Richmond in Virginia, die Hauptstadt der sezessionistischen (konföderierten) Südstaaten, wird von den Truppen des Nordens erobert.

1899: Tod von Adolf Guyer-Zeller, Schweizer Industrieller, Politiker und Eisenbahnpionier, Erbauer der Zahnradbahn aufs Jungfraujoch.
 

1922: Der Georgier Josef Stalin wird Generalsekretär des ZK der Kommunistischen Partei Russlands und Nachfolger von Lenin.



 

1922: Geburt von Doris Day, amerikanische Filmschauspielerin, Sängerin (u. a. „Que sera, sera“ 1956). Sie stirbt am 13. Mai 2019.

1924: Geburt von Marlon Brando

(u. a. „Die Faust im Nacken“ 1954, „Meuterei auf der Bounty“ 1962, „Der Pate“ 1972, „Der letzte Tango in Paris“ 1972, „Apocalypse Now“ 1979). Das Bild zeigt ihn mit Maria Schneider in „Der letzte Tango in Paris“.
(u. a. „Die Faust im Nacken“ 1954, „Meuterei auf der Bounty“ 1962, „Der Pate“ 1972, „Der letzte Tango in Paris“ 1972, „Apocalypse Now“ 1979). Das Bild zeigt ihn mit Maria Schneider in „Der letzte Tango in Paris“.

1930: Geburt von Helmut Kohl

Kohl, hier mit Willy Brandt (links), ist der sechste deutsche Bundeskanzler, und zwar von 1982 bis 1998. Keiner war bisher in der Bundesrepublik so lange Regierungschef wie er. Kohl gilt als Kanzler der deutschen Einheit. Die letzten Jahre des „Architekten Europas“ und des „Vaters des Euro“ sind überschattet vom Streit mit seinen Söhnen, Streit um „schwarze Kassen“, Streit um den politischen Nachlass, Streit mit seinem Biografen, Streit mit Schäuble, Streit um seine Trauerfeier. Und seine zweite Frau stritt mit fast allen. Er stirbt am 16. Juni 2017. (Foto: Keystone)
Kohl, hier mit Willy Brandt (links), ist der sechste deutsche Bundeskanzler, und zwar von 1982 bis 1998. Keiner war bisher in der Bundesrepublik so lange Regierungschef wie er. Kohl gilt als Kanzler der deutschen Einheit. Die letzten Jahre des „Architekten Europas“ und des „Vaters des Euro“ sind überschattet vom Streit mit seinen Söhnen, Streit um „schwarze Kassen“, Streit um den politischen Nachlass, Streit mit seinem Biografen, Streit mit Schäuble, Streit um seine Trauerfeier. Und seine zweite Frau stritt mit fast allen. Er stirbt am 16. Juni 2017. (Foto: Keystone)

1936: Bruno Hauptmann wird in den USA auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Er soll den knapp zweijährigen Sohn von Charles Lindbergh entführt haben.

1940: Beginn des Massakers von Katyn. Mitglieder des sowjetischen Innenministeriums ermorden in Katyn und andern polnischen Orten mehrere Tausend Offiziere und Intellektuelle.

1948: US-Präsident Harry Truman lanciert den Marshall-Plan.

1950: Tod von Kurt Weill, deutsch-amerikanischer Komponist. Nach der Machtübernahme der Nazis wandert er 1933 in die USA aus. (u. a. „Die Dreigroschenoper“ von Bertold Brecht 1928, „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ 1930 mit dem Libretto von Bertolt Brecht).

1961: Geburt von Eddie Murphy, amerikanischer Schauspieler.

1991: Tod von Graham Greene, britischer Schriftsteller (u. a. „The Third Man“ 1950, „A quiet American“ 1955, „Our Man in Havanna“ 1958). Greene stirbt mit 86 Jahren in Vevey. 

1996: Der sogenannte „Una-Bomber“, Theodore Kaczinsky, wird vom FBI verhaftet. Er hatte mehrere Briefbomben verschickt und lebte in einer Hütte.

2004: Im Madrider Vorort Leganés kommt es zu einer Schiesserei zwischen spanischen Polizisten und den mutmasslichen Urhebern der Madrider Zuganschläge vom 11. März. Die Gesuchten sprengen sich schliesslich selbst in die Luft.

2016: Die „Süddeutsche Zeitung“ und das „International Consortium for Investigative Journalists“ (ICIJ) veröffentlichen die „Panama Papers“ der panamesischen Anwaltskanzlei „Mossack Fonseca“. Daraus geht hervor, dass zwölf amtierende oder frühere Staatschefs Milliarden in Offshore-Briefkastenfirmen versteckt haben. Unter den Erwähnten findet sich Russlands Präsident Putin. Die Kanzlei hat in Panama und den Jungferninseln mehr als 200’000 Briefkastenfirmen gegründet. Insgesamt werden in den „Panama Papers“ die Offshore-Geschäfte von 140 Politikern, hohen Amtsträgern, Sportlern, Künstlern und Kriminellen aus aller Welt offengelegt.

2017: Terror in St. Petersburg

Der 22-jährige Russe Akbarschon Akramschanowitsch Dschalilow zündet in einer Komposition der Metro-Linie 2 zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheski Institut einen Sprengsatz. 14 Menschen sterben, 51 werden verletzt. Zuvor hatte der Attentäter in der Station Ploschtschad Wosstanija eine Bombe platziert, die entschärft werden konnte. Präsident Putin legt bei der Metro-Station Tekhnologicheskiy Institut rote Rosen nieder. Später bekennt sich das „Imam-Schamil-Bataillon“ zur Tat. Ein 27-jähriger Mann aus Zentralasien, der den Attentäter ausgebildet haben soll, wird verhaftet. (Foto: Keystone/EPA/Mikhail Klimentyev/Sputnik/Kreml-Pool)
Der 22-jährige Russe Akbarschon Akramschanowitsch Dschalilow zündet in einer Komposition der Metro-Linie 2 zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheski Institut einen Sprengsatz. 14 Menschen sterben, 51 werden verletzt. Zuvor hatte der Attentäter in der Station Ploschtschad Wosstanija eine Bombe platziert, die entschärft werden konnte. Präsident Putin legt bei der Metro-Station Tekhnologicheskiy Institut rote Rosen nieder. Später bekennt sich das „Imam-Schamil-Bataillon“ zur Tat. Ein 27-jähriger Mann aus Zentralasien, der den Attentäter ausgebildet haben soll, wird verhaftet. (Foto: Keystone/EPA/Mikhail Klimentyev/Sputnik/Kreml-Pool)

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