Damals am 25. März

Journal21's picture

Damals am 25. März

Von Journal21, 25.03.2019

Tod von Novalis - Geburt von Jeanmaire - Geburt von Mathias Gnädinger - Geburt von Aretha Franklin - Geburt von Elton John - Die EWG entsteht - Frauenstimmrecht in Appenzell-Innerrhoden - Eklat beim chinesischen Staatsbesuch in Bern

Herausgegriffen

Es geschah an einem 25. März

25. März 1999: Eklat beim Staatsbesuch des chinesischen Parteichef Jiang Zemin in Bern. Exil-Tibeter hatten Jiang beim Empfang auf dem Bundesplatz ausgepfiffen. Bundesrätin Ruth Dreifuss kritisiert anschliessend in ihrer Rede den chinesischen Umgang mit Minderheiten. Jiang Zemin sagt angesichts der Proteste auf dem Bundesplatz, die Landesregierung sei nicht fähig, für Ordnung zu sorgen und das Land zu regieren. Die Schweiz riskiere, einen Freund, China, zu verlieren. (Foto: Keystone/Str)
25. März 1999: Eklat beim Staatsbesuch des chinesischen Parteichef Jiang Zemin in Bern. Exil-Tibeter hatten Jiang beim Empfang auf dem Bundesplatz ausgepfiffen. Bundesrätin Ruth Dreifuss kritisiert anschliessend in ihrer Rede den chinesischen Umgang mit Minderheiten. Jiang Zemin sagt angesichts der Proteste auf dem Bundesplatz, die Landesregierung sei nicht fähig, für Ordnung zu sorgen und das Land zu regieren. Die Schweiz riskiere, einen Freund, China, zu verlieren. (Foto: Keystone/Str)

1347: Geburt von Katharina von Siena, italienische Mystikerin. 

1600: Geburt von Johann Heinrich Waser, Bürgermeister von Zürich.

1799: Geburt von Jacob Christoph Rad, Leiter einer Zuckerfabrik im tschechischen Dačice, Erfinder des Würfelzuckers (1843).

1801: Tod von Novalis (Friedrich von Hardenberg), deutscher Schriftsteller der Frühromantik. Der 29-Jährige starb vermutlich an den Folgen von Tuberkulose, angesteckt möglicherweise von Friedrich Schiller. Laut anderen Meinungen erlag Novalis der Erbkrankheit Mukoviszidose. Zu seinen Hauptwerken gehören „Hymnen an die Nacht“ und „Heinrich von Ofterdingen“. Diesem Roman entstammt die „Blaue Blume“, die zum Symbol der Romantik wird.


1807: Das britische Parlament beschliesst die Abschaffung des Sklavenhandels.

1860: Geburt von Friedrich Naumann, deutscher evangelischer Theologe, liberaler Politiker im Kaiserreich.

1864 oder 1865: Geburt von Alexej Jawlensky, russisch-deutscher Maler. 

1867: Geburt von Arturo Toscanini, italienischer Dirigent.

1881: Geburt von Béla Bartók, ungarischer Komponist und Pianist (u. a. „1. Violinkonzert“ 1907, „Herzog Blaubarts Burg“ 1911, „Der holzgeschnitzte Prinz“ 1914–1916, „2. Streichquartett“ 1915–1917).
 

1908: Geburt von Sir David Lean, britischer Filmregisseur (u. a. „Die Brücke am Kwai“ 1957, „Lawrence von Arabien“ 1962, „Doktor Schiwago“ 1965). 

1910: Geburt von Jean-Louis Jeanmaire, Schweizer Brigadier

Er wird 1977 vom Divisionsgericht 2 in Lausanne wegen Landesverrats zu 18 Jahren Haft verurteilt, degradiert und aus der Armee ausgeschlossen. Er ist der ranghöchste verurteilte Landesverräter. Bis zu seinem Tod bestreitet er seine Schuld. Er stirbt am 29. Januar 1992.
Er wird 1977 vom Divisionsgericht 2 in Lausanne wegen Landesverrats zu 18 Jahren Haft verurteilt, degradiert und aus der Armee ausgeschlossen. Er ist der ranghöchste verurteilte Landesverräter. Bis zu seinem Tod bestreitet er seine Schuld. Er stirbt am 29. Januar 1992.

1914: Tod von Frédéric Mistral (Frankreich), vierter Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1904).

1914: Geburt von Norman Borlaug, amerikanischer Agrar-Wissenschaftler, Friedensnobelpreisträger 1970. 

1918: Tod von Claude Debussy, französischer Komponist (u. a. „Prélude à l’après-midi d’un faune“ 1894, „Les Nocturnes“ 1990, „Pelléas et Mélisande“ 1902).

1919: Tod von Wilhelm Lehmbruck, deutscher Bildhauer und Grafiker.

1921: Geburt von Simone Signoret (Simone Henriette Charlotte Kaminker), französische Schauspielerin (u. a. „Die Teuflischen“ 1954, „Der Weg nach oben“ 1959, „Das Narrenschiff“ 1965), Oscar-Preisträgerin. 

1924: Griechenland wird Republik. König Georg II. geht ins Exil.

1928: Geburt von James Arthur Lovell, amerikanischer Nasa-Astronaut, Teilnehmer am ersten bemannten Flug rund um den Mond („Apollo 8“, 1968), Kommandant des Raumflugs „Apollo 13“, der wegen einer Explosion auf dem Weg zum Mond abgebrochen werden musste.

1941: Geburt von Mathias Gnädinger, Schweizer Schauspieler

Gnädinger spielte in 130 Theaterstücken und 70 Filmen (u. a. „Das Boot ist voll“ 1981, „Klassezämekunft“ 1988, „Leo Sonnyboy“ 1989, „Justiz“ 1993, „Kinder der Landstrasse“ 1994, „Der Untergang“ 2004, „Lüthi und Blanc“ 2002-2007, „Die Vogelpredigt oder das Schreien der Mönche“ 2005, „Der Bestatter“ 2013-2015, „Der grosse Sommer“ 2016). Gnädinger stirbt am 3. April 2015 in Zürich. Das Bild zeigt ihn (links) mit Regisseur Rolf Lyssy an der Pressekonferenz zu Lyssys Spielfilm „Leo Sonnyboy“ im Dezember 1989. (Foto: Keystone/Str)
Gnädinger spielte in 130 Theaterstücken und 70 Filmen (u. a. „Das Boot ist voll“ 1981, „Klassezämekunft“ 1988, „Leo Sonnyboy“ 1989, „Justiz“ 1993, „Kinder der Landstrasse“ 1994, „Der Untergang“ 2004, „Lüthi und Blanc“ 2002-2007, „Die Vogelpredigt oder das Schreien der Mönche“ 2005, „Der Bestatter“ 2013-2015, „Der grosse Sommer“ 2016). Gnädinger stirbt am 3. April 2015 in Zürich. Das Bild zeigt ihn (links) mit Regisseur Rolf Lyssy an der Pressekonferenz zu Lyssys Spielfilm „Leo Sonnyboy“ im Dezember 1989. (Foto: Keystone/Str)

1942: Geburt von Aretha Franklin

Die Musikzeitschrift Rolling Stone hatte sie zur „besten Sängerin aller Zeiten“ gekürt. Ihr Hit „Respect“ wurde Ende der Sechzigerjahre zur Hymne der schwarzen Befreiungs- und der Frauenbewegung. Keine Sängerin schaffte es so oft in die amerikanischen Charts wie sie. Fachleute bezeichneten ihr Stimmorgan als „übermenschlich“. Sie stirbt im Alter von 76 Jahren in Detroit an dem zehn Jahren zuvor diagnostizierten Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie gewann 18 Grammy Awards und verkaufte 75 Millionen Tonträger. Damit nimmt sie weltweit eine Spitzenposition ein. Das Bild zeigt sie bei ihrem Auftritt während der Amtseinsetzung von Bill Clinton am 19. Januar 1993. Die Washington Post nennt sie a „symbol of black pride“. (Foto: Keystone/AP/Amy Sancetta)
Die Musikzeitschrift Rolling Stone hatte sie zur „besten Sängerin aller Zeiten“ gekürt. Ihr Hit „Respect“ wurde Ende der Sechzigerjahre zur Hymne der schwarzen Befreiungs- und der Frauenbewegung. Keine Sängerin schaffte es so oft in die amerikanischen Charts wie sie. Fachleute bezeichneten ihr Stimmorgan als „übermenschlich“. Sie stirbt im Alter von 76 Jahren in Detroit an dem zehn Jahren zuvor diagnostizierten Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie gewann 18 Grammy Awards und verkaufte 75 Millionen Tonträger. Damit nimmt sie weltweit eine Spitzenposition ein. Das Bild zeigt sie bei ihrem Auftritt während der Amtseinsetzung von Bill Clinton am 19. Januar 1993. Die Washington Post nennt sie a „symbol of black pride“. (Foto: Keystone/AP/Amy Sancetta)

1945: Letzter amerikanischer Angriff auf Prag: 237 Tote.

1947: Geburt von Elton John, englischer Sänger, Komponist und Pianist. 2012 verdiente er 80 Millionen Dollar. Insgesamt verkaufte er bisher 450 Millionen Tonträger (u. a. „Sad Songs“ 1984, „Breaking hearts“ 1985, „Nikita“ 1985, „Candle in the Wind“ 1997).

1957: Die EWG wird gegründet, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Ihr gehören sechs Staaten an: Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Belgien und Luxemburg.

1965: Geburt von Sarah Jessica Parker, amerikanische Schauspielerin („Sex and the City“).

1967: Geburt von Debi Thomas, amerikanische Eiskunstläuferin. 1968 wird sie in Genf als 19-jährige Studentin Weltmeisterin und gewinnt bei den Olympischen Winterspielen in Calgary 1988 Bronze.

1967: Tod von Johannes Itten, Schweizer Maler, Kunsttheoretiker, Kunstpädagoge und lehrender Meister am Bauhaus in Weimar, Begründer der Farbtypenlehre.

1976: Geburt von Wladimir Klitschko, ukrainischer Boxer, mehrfacher Weltmeister im Schwergewicht (nach IBF, WBO sowie IBO). Er ist der jüngere Bruder von Vitali Klitschko. 

1990: Das Bundesgericht in Lausanne führt per Dekret das Frauenstimmrecht im Kanton Appenzell Innerrhoden ein. An der Urne hatten die Männer das Frauenstimmrecht abgelehnt.

1994: Tod von Max Petitpierre, Schweizer Bundesrat von 1944 bis 1961 (FDP/NE). Im September 1946 empfing Petitpierre Winston Churchill auf Schloss Allmendingen (BE).
Petitpierre gehörte zu den Architekten der noch heute gültigen schweizerischen Aussenpolitik. Nach dem Krieg misstrauten die Alliierten der Schweiz wegen ihrer Beziehung zu Hitler-Deutschland. Petitpierre gelang es, die Isolation der Schweiz zu durchbrechen. (Bild: admin.ch)

1999: Eklat beim Staatsbesuch des chinesischen Parteichefs Jiang Zemin in Bern.

2010: Tod von Elisabeth Noelle-Neumann, deutsche Kommunikationswissenschaftlerin, Gründerin des Meinungsforschungsinstituts „Allensbach“.

2010: Der Uno-Menschenrechtsrat verurteilt das Minarettverbot in der Schweiz als islamfeindlich.

2012: Tod von Antonio Tabucci, italienischer Schriftsteller.

Kommentare

Die Redaktion von Journal21.ch prüft alle Kommentare vor der Veröffentlichung. Ehrverletzende, rassistische oder anderweitig gegen geltendes Recht verstossende Äusserungen zu verbreiten, ist uns verboten. Da wir presserechtlich auch für Weblinks verantwortlich sind, löschen wir diese im Zweifelsfall. Unpubliziert bleiben ausserdem sämtliche Kommentare, die sich nicht konkret auf den Inhalt des entsprechenden Artikels oder eines bereits aufgeschalteten Leserkommentars beziehen. Im Interesse einer für die Leserschaft attraktiven, sachlichen und zivilisierten Diskussion lassen wir aggressive oder repetitive Statements nicht zu. Über Entscheide der Redaktion führen wir keine Korrespondenz.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren