Damals am 23. April

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Damals am 23. April

Von Journal21, 23.04.2019

Tod von Miguel de Cervantes - Geburtsstunde der Vespa - Geburt von Shirley Temple - Tod von Paulette Goddard - Tod von Boris Jelzin - Macron liegt vorn

Herausgegriffen

23. April 2017: Jubel bei Emmanuel Macrons Anhängern. Ihr Kandidat erreicht im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen mit 24,01 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis. An zweiter Stelle landet Marine Le Pen mit 21,3 Prozent. François Fillon, der Kandidat der Sarkozy-Partei „Les Républicains“ kommt auf 20,01 Prozent. Ein überraschend starkes Ergebnis erzielt der sehr linksgerichtete Jean-Luc Mélenchon mit 19,58 Prozent. Die beiden Bestplatzierten nehmen an der Stichwahl Anfang Mai teil. (Foto: Keystone/EPA/Yoan Valat)
23. April 2017: Jubel bei Emmanuel Macrons Anhängern. Ihr Kandidat erreicht im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen mit 24,01 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis. An zweiter Stelle landet Marine Le Pen mit 21,3 Prozent. François Fillon, der Kandidat der Sarkozy-Partei „Les Républicains“ kommt auf 20,01 Prozent. Ein überraschend starkes Ergebnis erzielt der sehr linksgerichtete Jean-Luc Mélenchon mit 19,58 Prozent. Die beiden Bestplatzierten nehmen an der Stichwahl Anfang Mai teil. (Foto: Keystone/EPA/Yoan Valat)

Es geschah an einem 23. April

1597: In Windsor wird Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“ uraufgeführt.

1616: Tod von Cervantes

In Madrid stirbt Miguel de Cervantes, spanischer Nationaldichter (u. a. „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ 1605/1615, Der sinnreiche Junker Don Quijote von La Mancha). Er starb verarmt zehn Tage vor William Shakespeare.
In Madrid stirbt Miguel de Cervantes, spanischer Nationaldichter (u. a. „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ 1605/1615, Der sinnreiche Junker Don Quijote von La Mancha). Er starb verarmt zehn Tage vor William Shakespeare.

1728: Geburt von Samuel Wallis, britischer Seefahrer, Weltumsegler, Entdecker von Tahiti, Namensgeber für das heute französische Überseegebiet Wallis und Fotuna.

1759: Die französische Kolonie Guadeloupe wird britisch.

1775: Geburt von William Turner, britischer Maler, Vertreter der Romantik, bekannt für seine Landschaftsbilder. 

1791: Geburt von James Buchanan, 15. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1857–1861), Demokrat. 

1825: Geburt von Emil Welti, Schweizer Bundesrat von 1867 bis 1891 (FDP/AG). Welti ist einer der einflussreichsten Politiker seiner Zeit. Er ist massgeblich an der Totalrevision der Bundesverfassung von 1874 beteiligt. Nach dem deutsch-französischen Krieg vereinheitlicht er die Armee und verhilft der Gotthardbahn zum Durchbruch. Unterstützung erhält er von Alfred Escher. Während seiner 24-jährigen Amtszeit steht er vier Departementen vor. Wegen seines Schnauzes und seiner deutschfreundlichen Haltung wird er der „schweizerische Bismarck“ genannt. Er ist sechs Mal Bundespräsident. 

1858: Geburt von Max Planck, deutscher Physiker, Nobelpreisträger.

1885: Der Kongo wird Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II.

1891: Geburt von Sergei Sergejewitsch Prokofjew, russischer Pianist und Komponist (u. a. „Peter und der Wolf“ 1936). 

1902: Geburt von Halldór Laxness, isländischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1955).

1928: Geburt von Shirley Temple, amerikanische Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Diplomatin. Populär wurde sie vor allem als Kinderstar. Unter anderem spielt sie in Filmen wie „Heidi“ und „Die kleine Prinzessin“. Später ist sie US-Botschafterin in Ghana und der Tschechoslowakei. Sie steht auf Platz 18 der grössten amerikanischen Filmschauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Das Bild zeigt sie am 22. Juni 1940 an einer vom Radio übertragenen Wohltätigkeitsveranstaltung für Flüchtlinge in Europa.

1946: In Ostdeutschland erscheint erstmals die Tageszeitung „Neues Deutschland“.

1946: Die Firma Piaggio meldet in Florenz das Patent für die Vespa an. Erbauer des neuartigen Scooters ist Corradino D’Ascanio, ein Ingenieur aus den Abruzzen, der in den Dreissigerjahren in Pontedera für die Firma Piaggio Flugzeuge baute. Nach dem verlorenen Krieg liegt die italienische Flugzeugindustrie darnieder. Der Motor der Vespa sitzt direkt auf dem hinteren Rad und treibt die Räder ohne Kette an. Alles ist mit Blech umhüllt, damit man sich nicht schmutzig macht. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 60 Kilometer die Stunde. Der Roller verfügt über einen 98-Kubikzentimeter-Zweitaktmotor mit drei Gängen und bewältigt Steigungen von bis zu 20 Prozent. Die Strassen waren schlecht in der Nachkriegszeit, deshalb wird ein Ersatzrad gleich mitgeliefert. Doch das Genialste ist: man muss sich nicht mit einem Bein auf ein Motorrad schwingen, sondern kann, sozusagen, ebenerdig einsteigen. Inzwischen wurden 20 Millionen Wespen verkauft. Das Plakat stammt aus den Fünfzigerjahren.

1990: Karl Marx-Stadt wird wieder Chemnitz.

1990: In Ronco am Lago Maggiore stirbt Paulette Goddard, amerikanische Schauspielerin (u. a. „Modern Times“ 1936, „Der grosse Diktator“ 1940, „Mutige Frauen“ 1943). Sie war verheiratet mit Charlie Chaplin und Erich Maria Remarque.


 

2007: Tod von Boris Jelzin, von 1991 bis 1999 das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands.

2010: Griechenland bittet die Euro-Staaten und den Internationalen Währungsfonds IWF um Finanzhilfe. Ein erstes Hilfspaket von 45 Milliarden Euro wird geschnürt. Die Hilfe ist an rigorose Sparmassnahmen gebunden.

2012: Die niederländische Regierung ist mit ihren Sparplänen gescheitert und reicht den Rücktritt ein.

2012: Zwischen dem Sudan und dem Südsudan brechen wieder Kämpfe aus.

2013: Die französische Nationalversammlung heisst die gleichgeschlechtliche Ehe mit deutlicher Mehrheit gut.

2016: Neuer SVP-Präsident

Der 48-jährige Berner Nationalrat Albert Rösti (rechts) wird von den SVP-Delegierten einstimmig zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Er löst den St. Galler Toni Brunner (links) ab. In der Mitte Christoph Blocher.
Der 48-jährige Berner Nationalrat Albert Rösti (rechts) wird von den SVP-Delegierten einstimmig zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Er löst den St. Galler Toni Brunner (links) ab. In der Mitte Christoph Blocher.


2016: Neuer CVP-Präsident
Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister wird von den CVP-Delegierten mit 340 zu 20 Stimmen zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Er löst den Walliser Christophe Darbellay ab.
Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister wird von den CVP-Delegierten mit 340 zu 20 Stimmen zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Er löst den Walliser Christophe Darbellay ab.

2017: Der 39-jährige Emmanuel Macron gewinnt die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen.

Kommentare

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