Damals am 22. November

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Damals am 22. November

Von Journal21, 22.11.2018

Vasco da Gama am Kap der guten Hoffnung - Geburt von André Gide - Geburt von de Gaulle - Tod von Jack London - Stalingrad - John F. Kennedy erschossen - Angela Merkel wird Bundeskanzlerin - Tod von Maurice Béjart - Machtwechsel in Argentinien

Herausgegriffen

22. November 1963: Der amerikanische Präsident John F. Kennedy, der sich auf einer Wahlkampftour in Dallas/Texas befindet, wird während seiner Fahrt im offenen Wagen erschossen. Der kurz darauf festgenommene mutmassliche Schütze wird zwei Tage später vom Nachtklubbesitzer Jack Ruby erschossen. Über die Hintergründe der Tat wird noch heute spekuliert.
22. November 1963: Der amerikanische Präsident John F. Kennedy, der sich auf einer Wahlkampftour in Dallas/Texas befindet, wird während seiner Fahrt im offenen Wagen erschossen. Der kurz darauf festgenommene mutmassliche Schütze wird zwei Tage später vom Nachtklubbesitzer Jack Ruby erschossen. Über die Hintergründe der Tat wird noch heute spekuliert.

Es geschah an einem 22. November

1497: Vasco da Gama umsegelt das Kap der guten Hoffnung.

1766: Geburt von Charlotte Luise Antoinette von Schiller, deutsche Adlige, Ehefrau von Friedrich Schiller. Er hat ab 1789 zweitweise eine Dreiecksbeziehung mit ihr und ihrer älteren Schwester Caroline. 1790 heiratet Schiller Charlotte und hat mit ihr vier Kinder. Das Bild von Ludovike Simanowiz zeigt Charlotte Schiller um 1794 (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

1767: Geburt von Andreas Hofer, Tiroler Wirt, Viehhändler und Freiheitskämpfer in der Tiroler Aufstandsbewegung (1809) gegen die Bayerischen und Französischen Besatzer, Nationalheld.

1808: Geburt von Thomas Cook, britischer Tourismus-Pionier, Erfinder der Pauschalreise, Gründer des Reiseunternehmens „Thomas Cook“ (1841).

1830: Ustertag: 10’000 Menschen strömen auf einen Hügel bei Uster (ZH) und demonstrieren gegen die Bevormundung der Zürcher Landschaft durch die Stadt Zürich. Die Massendemonstration ebnet den Weg zu einer modernen, liberalen, säkularen Zürcher Verfassung. 

1832: Usterbrand: Der „Maschinensturm von Uster“. Die „Maschinenstürmer“ zerstörten in Oberuster in einer Spinnerei und Weberei Maschinen. Sie protestierten dagegen, dass qualifizierte Arbeiter durch Maschinen ersetzt würden, die von billigen, unqualifizierten Arbeitern bedient werden. 

1847: Während des Sonderbundskrieges greift General Henri Dufour und seine 100’00 Mann starke eidgenössische Truppe Luzern an. Die Sonderbundstruppen werden bei Gisikon, Meierskappel und Schüpfheim geschlagen. Luzern kapituliert und wird besetzt.

1852: Geburt von Paul Henri Benjamin Balluet d’Estournelles de Constant, französischer Diplomat, Träger des Friedensnobelpreises 1909.

1869: Geburt von André Gide, französischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1947), (u. a. „Paludes“ 1895, „La Porte étroite/Die enge Pforte“ 1909, „Les Caves du Vatican/Die Verliese des Vatikans“ 1914, „La Symphonie pastorale/Die Pastoral-Symphonie“ 1919). 1912 bezeichnet Gide Marcel Proust als „Snob und literarischen Amateur“ und lehnt das Manuskript seines Romans „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ab. Später sagt Gide, das sei der grösste Fehler seines Lebens gewesen.

1898: Geburt von Wiley Hardeman Post, amerikanischer Flugpionier. Als erster umrundet er mit seinem Flugzeug „Winnie Mae“ in sieben Tagen im Alleinflug die Erde (1933).

1890: Geburt von Charles de Gaulle

Charles de Gaulle, General, Anführer des Widerstandes gegen die Nazis, Staatspräsident der 5. französischen Republik vom Januar 1959 bis April 1969. Das Bild wurde während des Zweiten Weltkriegs aufgenommen.
Charles de Gaulle, General, Anführer des Widerstandes gegen die Nazis, Staatspräsident der 5. französischen Republik vom Januar 1959 bis April 1969. Das Bild wurde während des Zweiten Weltkriegs aufgenommen.

1907: Geburt von Aleardo Pini, Schweizer Politiker, Anwalt in Biasca, Notar, Präsident der Freisinnig-Demokratischen Partei der Schweiz von 1948 bis 1954. Von 1942 bis 1958 vertritt er das Tessin im Nationalrat. 1950/51 ist er Nationalratspräsident. 1954 kandidiert er erfolglos für den Bundesrat. 

1913 : Geburt von Benjamin Britten, britischer Komponist.

1915: Geburt von Gustav Fischer, Schweizer Dressurreiter, fünffacher Teilnehmer an Olympischen Sommerspielen: drei Silber- und zwei Bronzemedaillen.

1916: Tod von Jack London, amerikanischer Schriftsteller (u. a. „Ruf der Wildnis“ 1903, „Der Seewolf“ 1904, „Wolfsblut“ 1906, „Martin Eden“ 1909, „Lockruf des Goldes“ 1910, „Die Insel Berande“ 1911, „Ein Sohn der Sonne“ 1912).

1918: Französische Truppen besetzen das Elsass. Damit zerbricht die kurzlebige Republik Elsass-Lothringen.

1924: Geburt von Geraldine Sue Page, amerikanische Schauspielerin, Oscar-Preisträgerin.

1927: Albanien wird faktisch ein italienisches Protektorat.

1928: Maurice Ravels „Boléro“ wird in Paris uraufgeführt.

1942: Die deutsche Armee wird in Stalingrad eingekesselt.

1943: Libanon wird von Frankreich unabhängig.

1943: Geburt von Billie Jean King, amerikanische Tennisspielerin.

1951: Geburt von Kent George Nagano, amerikanischer Dirigent, Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper (seit 2006).

1958: Geburt von Jamie Lee Curtis, amerikanische Schauspielerin („Halloween“ 1978, „Die Glücksritter“ 1983, „Ein Fisch namens Wanda“ 1988), Autorin von Kinderbüchern.

1963: John F. Kennedy wird in Dallas bei einem Attentat schwer verletzt und stirbt auf dem Weg ins Spital. Der mutmassliche Attentäter Lee Harvey Oswald wird später vor laufender Kamera erschossen.

1963: Tod von Aldous Leonard Huxley, englischer Schriftsteller (u. a. „Brave New World“ 1932).

1967: Geburt von Boris Becker, deutscher Tennisspieler.

1975: Juan Carlos wird König von Spanien, zwei Tage nach Francos Tod.

1977: Erster Überschallflug der Concorde von Paris nach New York.

1980: Tod von Mae West, amerikanische Schauspielerin.

1984: Geburt von Scarlett Marie Johansson, amerikanische Schauspielerin („Der Pferdeflüsterer“ 1998, „Lost in Translation“ 2004, „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ 2004).

1988: Tod von Erich Fried, deutscher Lyriker und Schriftstelller.

1990: Margaret Thatcher, seit Mai 1979 britische Premierministerin, tritt zurück.

2005: Der Bundestag wählt Angela Merkel zur Kanzlerin.

2007: Tod von Maurice Béjart, französischer Ballett-Tänzer, Choreograph. 1987 verlegte er den Sitz seiner Kompagnie nach Lausanne und benannte sie in Béjart Ballet Lausanne um. Die von ihm gegründete Ecole-Atelier Rudra gilt als eine der angesehensten Ausbildungsstätten des Tanzes. 

2011: Danielle Mitterrand, die Frau des früheren französischen Präsidenten, stirbt 87-jährig.

2015: Ständerat: Letzte Stichwahlen

In Zürich und im Aargau werden die beiden freisinnigen Kandidaten gewählt. In Zürich ist es Ruedi Noser (rechts). Das Bild zeigt ihn zusammen mit dem Sozialdemokraten Daniel Jositsch, der schon im ersten Wahlgang am 18. November gewählt worden war. Im Kanton Aargau schaffte FDP-Präsident Philipp Müller die Wahl. Der SVP gelang es wieder nicht, ihre bescheidene Vertretung im Ständerat zu verstärken. (Bild: Keystone/Walter Bieri).
In Zürich und im Aargau werden die beiden freisinnigen Kandidaten gewählt. In Zürich ist es Ruedi Noser (rechts). Das Bild zeigt ihn zusammen mit dem Sozialdemokraten Daniel Jositsch, der schon im ersten Wahlgang am 18. November gewählt worden war. Im Kanton Aargau schaffte FDP-Präsident Philipp Müller die Wahl. Der SVP gelang es wieder nicht, ihre bescheidene Vertretung im Ständerat zu verstärken. (Bild: Keystone/Walter Bieri).

2015: Machtwechsel in Argentinien

Der konservative 56-jährige Oppositionsführer Mauricio Macri wird neuer argentinischer Präsident. Damit geht die zwölfjährige peronistische Herrschaft von Cristina Fernández de Kirchner und ihrem Vorgänger und Ehemann Néstor Kirchner zu Ende. (Foto: Keystone)
Der konservative 56-jährige Oppositionsführer Mauricio Macri wird neuer argentinischer Präsident. Damit geht die zwölfjährige peronistische Herrschaft von Cristina Fernández de Kirchner und ihrem Vorgänger und Ehemann Néstor Kirchner zu Ende. (Foto: Keystone)

2017: „Lebenslang“ für Mladić

Als der Richter beginnt, das Urteil zu verlesen, schreit ihn Ratko Mladić, der frühere Kommandant der bosnischen Serben, an und wird aus dem Saal geführt. Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verurteil Mladić zu einer lebenslangen Haftstrafe. Er wird für den Völkermord in Srebrenica verantwortlich gemacht. Damals, im Juli 1995, wurden in der muslimischen Enklave Srebrenica 7’000 muslimische Männer und Junge praktisch vor den Augen der Uno-Schutztruppen ermordet und verscharrt. Ferner wird er für die Geiselnahme von Uno-Blauhelmsoldaten und die Belagerung von Sarajevo schuldig gesprochen. Seine Truppen haben zwischen 1992 und 1995 die Stadt und zivilie Ziele täglich beschossen. (Foto: Keystone/EPA/Internationales Kriegsverbrechertribunal für Jugoslawien)
Als der Richter beginnt, das Urteil zu verlesen, schreit ihn Ratko Mladić, der frühere Kommandant der bosnischen Serben, an und wird aus dem Saal geführt. Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verurteil Mladić zu einer lebenslangen Haftstrafe. Er wird für den Völkermord in Srebrenica verantwortlich gemacht. Damals, im Juli 1995, wurden in der muslimischen Enklave Srebrenica 7’000 muslimische Männer und Junge praktisch vor den Augen der Uno-Schutztruppen ermordet und verscharrt. Ferner wird er für die Geiselnahme von Uno-Blauhelmsoldaten und die Belagerung von Sarajevo schuldig gesprochen. Seine Truppen haben zwischen 1992 und 1995 die Stadt und zivilie Ziele täglich beschossen. (Foto: Keystone/EPA/Internationales Kriegsverbrechertribunal für Jugoslawien)

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