Damals am 20. Mai

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Damals am 20. Mai

Von Journal21, 20.05.2019

Eine Million Erdbebentote - Tod von Kolumbus - Blue Jeans patentiert - Lindbergh überquert den Atlantik - Geburt von Joe Cocker - Aufhebung der konfessionellen Ausnahmeartikel - Tod von Niki Lauda
  1. Herausgegriffen

20./21. Mai 1927: Der amerikanische Pilot Charles Lindbergh überquert als Erster im Alleinflug an Bord der Spirit of St. Louis den Atlantik von New York nach Paris ohne Zwischenstopp. Der Flug dauert 33 1/2 Stunden. Bereits 1919 war John Alcock zusammen mit Arthur Whitten Brown die Atlantiküberquerung gelungen. Lindbergh (in der Bildmitte) geriet später wegen seiner Nazi-freundlichen und anti-jüdischen Haltung in Verruf. (Foto: Library of Congress, Washington/Harris & Ewing)
20./21. Mai 1927: Der amerikanische Pilot Charles Lindbergh überquert als Erster im Alleinflug an Bord der Spirit of St. Louis den Atlantik von New York nach Paris ohne Zwischenstopp. Der Flug dauert 33 1/2 Stunden. Bereits 1919 war John Alcock zusammen mit Arthur Whitten Brown die Atlantiküberquerung gelungen. Lindbergh (in der Bildmitte) geriet später wegen seiner Nazi-freundlichen und anti-jüdischen Haltung in Verruf. (Foto: Library of Congress, Washington/Harris & Ewing)

Es geschah an einem 20.Mai

526: Bei einem Erdbeben in Syrien und Antiochia sterben bis zu 250’000 Menschen.

1202: Ein Erdbeben im östlichen Mittelmeerraum soll über eine Million Todesopfer gefordert haben.

1498: Vasco da Gama entdeckt Indien.

1506: Tod von Christoph Kolumbus.

1799: Geburt von Honoré de Balzac, französischer Schriftsteller (u. a. „Les Chouans, ou La Bretagne en 1799“ 1829, „Le Père Goriot“ 1834, „Illusions perdues“ 1837–1843). Er stirbt am 18. August 1850 und wird auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise beigesetzt. Die Trauerrede hält Victor Hugo.

1813: Schlacht bei Bautzen (Schlacht bei Wurschen). Napoleons Truppen besiegen die Russen und Preussen.

1815: Geburt von Barthélemy Menn

Der in Genf geborene Schweizer Landschaftsmaler (hier ein Selbstbildnis) lernt in seiner Heimatstadt bei Wolfgang-Adam Töpffer und Leonard Lugardon. Anschliessend geht er nach Paris, Rom und zurück nach Paris. Er verkehrt mit George Sand, Chopin und Eugène Delacroix. 1843 lässt er sich in Genf nieder. Mit Jean-Baptiste Camille Corot dekoriert er den grossen Salon des Schlosses von Gruyères. Er arbeitet auch mit Gustave Courbet und ist Lehrer von Ferdinand Hodler. (Bild: Musée d'Art et d'Histoire, Genf/PD)
Der in Genf geborene Schweizer Landschaftsmaler (hier ein Selbstbildnis) lernt in seiner Heimatstadt bei Wolfgang-Adam Töpffer und Leonard Lugardon. Anschliessend geht er nach Paris, Rom und zurück nach Paris. Er verkehrt mit George Sand, Chopin und Eugène Delacroix. 1843 lässt er sich in Genf nieder. Mit Jean-Baptiste Camille Corot dekoriert er den grossen Salon des Schlosses von Gruyères. Er arbeitet auch mit Gustave Courbet und ist Lehrer von Ferdinand Hodler. (Bild: Musée d'Art et d'Histoire, Genf/PD)

1822: Geburt von Frédéric Passy, französischer Parlamentarier, Gründer der Interparlamentarischen Union für internationale Schiedsgerichtsbarkeit, Träger des Friedensnobelpreises 1901. 

1854: Tod von Karl Ludwig von Haller, ultrakonservativer Berner Staatsrechtler, Publizist und Politiker, Namensgeber der „Restauration“. Er gilt als Vertreter eines reaktionären Konservatismus. In seinem Hauptwerk „Restauration der Staatswissenschaft“ verurteilte er die Aufklärung und die Errungenschaften der Französischen Revolution und forderte eine starke, eigenständige Fürstenmacht. Die historische Phase nach dem Wiener Kongress (1815–1830) erhielt nach dem Titel seines Hauptwerks den Namen „Restauration“.

1873: Levi Strauss lässt die Blue Jeans patentieren.

1875: Der Meter und das Kilo werden offiziell in der Schweiz eingeführt.

1882: Geburt von Sigrid Undset, norwegische Schriftstellerin, Trägerin des Nobelpreises für Literatur 1928. 

1901: Geburt von Max Euwe, niederländischer Schachspieler, fünfter offzieller Schachweltmeister (1935–1937), Präsident des Weltschachbundes FIDE (1970–1978).

1902: Kuba wird von den USA unabhängig.

1908: Geburt von James Stewart, amerikanischer Filmschauspieler. 

1913: Geburt von William Reddington Hewlett, amerikanischer Unternehmer. Er gründet zusammen mit David Packard den Technologiekonzerns „Hewlett-Packard“ (1939). 

1915: Geburt von Moshe Dajan, israelischer General und Minister.

1921: Geburt von Wolfang Borchert, deutscher Schriftsteller (u. a. „Draussen vor der Tür“ 1947, „An diesem Dienstag“ 1947, „Nachts schlafen die Ratten doch“ 1947). Er stirbt am 20. November 1947 in Basel.

1927: In New York startet Charles Lindbergh zur Alleinüberquerung des Atlantiks.

1937: Geburt von Peter von Matt, Literaturwissenschaftler und Germanist, emeritierter Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Im Jahr 2012 erhält er den Schweizer Buchpreis.

1940: Im KZ Auschwitz treffen die ersten Häftlinge ein.

1944: Geburt von Joe Cocker, britischer Rock- und Blues-Musiker, Sänger und Komponist. Das Magazin Rolling Stone zählt ihn zu den besten 100 Sängern aller Zeiten. Er stirbt am 22. Dezember 2014.



1946: Tod von Emil Frey, Schweizer Komponist, Pianist, Musikpädagoge.                                                                                                                                                                                       

1946: Geburt von Cher (Cherilyn Sarkisian), amerikanische Sängerin, Oscar-, Grammy-, Emmy- und Golden-Globe-Preisträgerin. Als Sängerin und Schauspielerin bricht sie alle Rekorde. Mit über 600 Millionen US-Dollar Privatvermögen gilt sie als die reichste Künstlerin der Welt und wurde nur von Paul McCartney übertroffen. 1965 startet sie ihre Karriere zusammen mit ihrem Ehemann Sonny Bono als „Sonny and Cher“. Als Sängerin entwickelte sie immer wieder neue Stile. Das Bild ist undatiert und wurde zu ihrem 50. Geburtstag verwendet. (Foto: Keystone/AP)

1954: Chiang Kai Shek wird zum Präsidenten von Taiwan gewählt.

1973: Die Schweizer Stimmberechtigten sprechen sich mit 54,9 Prozent für die Aufhebung der konfessionellen Ausnahmeartikel (Jesuiten- und Klosterartikel) aus. Bis dahin war die Tätigkeit der Jesuiten in Kirche und Schule sowie die Gründung von Klöstern verboten. 90 Prozent der Katholiken befürworten die Aufhebung der Ausnahmeartikel, aber nur 25 Prozent der Protestanten.

1984: Mit 70 Prozent Nein-Stimmen wird die Volksinitiative „gegen den Missbrauch des Bankgeheimnisses und der Bankenmacht“ von den Schweizer Stimmberechtigten abgelehnt. 

1989: China verhängt wegen der Proteste auf dem Tienanmen-Platz den Ausnahmezustand.

1996: Tod von Willy Daume, deutscher Sportfunktionär. 

2000: Tod von „Kiki“ (Charles) Antenen

Antenen kam 56 Mal in der Nationalmannschaft zum Einsatz und schoss 22 Tore. Als einziger Schweizer nahm er drei Mal an WM-Endrunden teil (1950, 1954 und 1962). 20 Jahre lang, zwischen 1945 und 1965, hielt Flügelstürmer Antenen dem FC La Chaux-de-Fonds die Treue - mit einer Ausnahme: 1952/53 spielte er in Lausanne.
Antenen kam 56 Mal in der Nationalmannschaft zum Einsatz und schoss 22 Tore. Als einziger Schweizer nahm er drei Mal an WM-Endrunden teil (1950, 1954 und 1962). 20 Jahre lang, zwischen 1945 und 1965, hielt Flügelstürmer Antenen dem FC La Chaux-de-Fonds die Treue - mit einer Ausnahme: 1952/53 spielte er in Lausanne.

2003: Bundesrätin Micheline Calmy-Rey überschreitet die Grenze zwischen Nord- und Südkorea am 38. Breitengrad.

2014: Boko Haram-Attentate in Nigeria

Bei zwei Bombenanschlägen auf einem Markt und einer Busstation in der zentralnigerianischen Stadt Jos kommen 118 Menschen ums Leben. Die radikalislamistische Sekte Boko Haram wird für die Anschläge verantwortlich gemacht.
Bei zwei Bombenanschlägen auf einem Markt und einer Busstation in der zentralnigerianischen Stadt Jos kommen 118 Menschen ums Leben. Die radikalislamistische Sekte Boko Haram wird für die Anschläge verantwortlich gemacht.

2017: Rouhani wiedergewählt

Der gemässigte iranische Präsiden Hassan Rouhani ist mit 57 Prozent der Stimmen für eine zweite vierjährige Amtszeit als Staatspräsident gewählt worden. Der 68-jährige Rouhani setzte sich gegen den erzkonservativen Ebrahim Raissi klar durch.
Der gemässigte iranische Präsiden Hassan Rouhani ist mit 57 Prozent der Stimmen für eine zweite vierjährige Amtszeit als Staatspräsident gewählt worden. Der 68-jährige Rouhani setzte sich gegen den erzkonservativen Ebrahim Raissi klar durch.

2017: Pippa heiratet

Pippa Middleton, die jüngere Schwester der britischen Herzogin Kate, heiratet den Geschäftsmann James Matthews. Boulevard-Journalisten sprechen wieder einmal von einer „Märchenhochzeit“. Zu den Gästen zählten Herzogin Kate und Prinz William mit ihren Kindern, Prinz George und Prinzessin Charlotte, sowie Williams Bruder, Prinz Harry. Auch Roger Federer und seine Frau Mirka sind dabei. Die Hochzeit findet in der St. Mark’s Church in Englefield, England, statt. Das Hochzeitskleid besteht aus St. Galler Spitzen. (Foto: Keystone/AP/Kirsty Wigglesworth, Pool)
Pippa Middleton, die jüngere Schwester der britischen Herzogin Kate, heiratet den Geschäftsmann James Matthews. Boulevard-Journalisten sprechen wieder einmal von einer „Märchenhochzeit“. Zu den Gästen zählten Herzogin Kate und Prinz William mit ihren Kindern, Prinz George und Prinzessin Charlotte, sowie Williams Bruder, Prinz Harry. Auch Roger Federer und seine Frau Mirka sind dabei. Die Hochzeit findet in der St. Mark’s Church in Englefield, England, statt. Das Hochzeitskleid besteht aus St. Galler Spitzen. (Foto: Keystone/AP/Kirsty Wigglesworth, Pool)

2017: Der 350 Millarden-Deal

Der saudische König Salman ibn Abd al-Aziz ehrt Donald Trump mit der „Abdulaziz al Saud-Medaille“ im königlichen Palast in Riad. Der amerikanische Präsident erhält diese Auszeichnung „für seine Bemühungen, die Beziehungen beider Länder weiter zu vertiefen“. Trump hat in Saudi-Arabien einen gigantischen Waffendeal abgeschlossen. Innerhalb von zehn Jahren soll Saudi-Arabien Waffen im Wert von 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen. Das ist einer der grössten Waffen-Deals aller Zeiten. (Foto: Keystone/AP/Evan Vucci)
Der saudische König Salman ibn Abd al-Aziz ehrt Donald Trump mit der „Abdulaziz al Saud-Medaille“ im königlichen Palast in Riad. Der amerikanische Präsident erhält diese Auszeichnung „für seine Bemühungen, die Beziehungen beider Länder weiter zu vertiefen“. Trump hat in Saudi-Arabien einen gigantischen Waffendeal abgeschlossen. Innerhalb von zehn Jahren soll Saudi-Arabien Waffen im Wert von 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen. Das ist einer der grössten Waffen-Deals aller Zeiten. (Foto: Keystone/AP/Evan Vucci)

2018: Die syrische Armee kontrolliert wieder ganz Damaskus.

2018: Venezuelas diktatorisch regierender Staatspräsident Nicolás Maduro lässt sich erneut zum ersten Mann im Staat wählen. Laut offiziellen Angaben hat er vier Mal mehr Stimmen erhalten als der Oppositionskandidat Henri Falcón. Die USA und die EU anerkennen die Wahlen nicht. Maduro kontrolliert die Medien; die wichtigsten Oppositionspolitiker wurden festgenommen oder leben im Exil. Unabhängige internationale Wahlbeobachter sind nicht zugelassen. Maduro hat das einst reiche Erdölland in ein beispielloses Desaster gewirtschaftet. Die Inflation beträgt fast tausend Prozent pro Monat. Die Infrastruktur bricht zusammen. Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten. Ein grosser Teil der Bevölkerung hungert. Wegen der Lebensmittelknappheit haben die Venezolaner im Durchschnitt je acht Kilo Körpergewicht verloren. Maduro macht eine ausländische Verschwörung gegen ihn für die Misere im Land verantwortlich. Im Bild: Maduro in Caracas beim Küssen einer venezolanischen Flagge. (Foto: Keystone/AP/Ariana Cubillos)

2019: In Zürich stirbt der österreichische Formel-1-Rennfahrer, dreimalige Weltmeister, Pilot und Unternehmer Niki Lauda. Am 1. August 1976 war er auf dem Nürnburgring verunglückt. Sein Ferrari ging in Flammen auf und Lauda erlitt schwere Verbrennungen. Laudas Kopfhaut wurde versengt und seine Lunge verätzt. Nur 42 Tage nach diesem Crash sass Lauda schon wieder in einem Rennwagen. Im Rückblick allerdings hat er den damaligen Formel-1-Betrieb als Wahnsinn bezeichnet. Die Frauen der Fahrer sollen immer ein schwarzes Kleid in ihrem Gepäck gehabt haben. Seine zweite Karriere startete Lauda mit seiner eigenen Fluggesellschaft „LaudaAir“. 1991 kam es zu einem Absturz einer Maschine in Thailand. 223 Menschen verloren dabei ihr Leben. Ende der 1990er Jahre verkaufte er Lauda Air an den Konkurrenten Austrian Airlines (AUA). Immer wieder hatte Lauda mit den gesundheitlichen Spätfolgen seines Unfalls zu kämpfen. So wurde schon vor Jahren eine Nierentranplantation erforderlich.  2018 musste sich Lauda einer Lungentransplantation unterziehen. Das Bild entstand am 26. Juni 1972 am Rande eines Rennens in Rouen. (Foto: Keystone/APA/AFP/Fean-Pierre Prevel)

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