Damals am 15. Dezember

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Damals am 15. Dezember

Von Journal21, 15.12.2018

Napoleon und Joséphine geben die Scheidung bekannt - Geburt von Gustave Eiffel - Tod von Sitting Bull - Adolf Eichmann zum Tod verurteilt - Kavallerie abgeschafft - Tod von Clay Regazzoni

Herausgegriffen

15. Dezember 1961: Adolf Eichmann wird vom Jerusalemer Bezirksgericht zum Tode verurteilt. Ein Berufungsgericht bestätigt am 29. Mai 1962 das Urteil. Am 31. Mai 1962 wird er kurz vor Mitternacht im Gefängnis in Ramla hingerichtet. Verurteil wurde er wegen „Verbrechen gegen das jüdische Volk“, „Kriegsverbrechen“ und „Mitgliedschaft einer verbrecherischen Organisation“. Eichmann hatte angeboten, öffentlich Suizid zu begehen. Als „Schreibtischtäter" war er massgeblich verantwortlich für den Tod Hunderttausender Juden.
15. Dezember 1961: Adolf Eichmann wird vom Jerusalemer Bezirksgericht zum Tode verurteilt. Ein Berufungsgericht bestätigt am 29. Mai 1962 das Urteil. Am 31. Mai 1962 wird er kurz vor Mitternacht im Gefängnis in Ramla hingerichtet. Verurteil wurde er wegen „Verbrechen gegen das jüdische Volk“, „Kriegsverbrechen“ und „Mitgliedschaft einer verbrecherischen Organisation“. Eichmann hatte angeboten, öffentlich Suizid zu begehen. Als „Schreibtischtäter" war er massgeblich verantwortlich für den Tod Hunderttausender Juden.

Es geschah an einem 15. Dezember

37: Geburt von Nero.

1675: Tod von Jan (Johannes) Vermeer, niederländischer Maler,  („Dienstmagd mit Milchkrug“ 1658–1660, „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ um 1665).

1732: Geburt von Carl Gotthard Langhans, preussischer Architekt, Baumeister des Brandenburger Tors (1788–1791).

1804: Geburt von Ernst Rietschel, deutscher Bildhauer. Er schafft das Denkmal von Goethe und Schiller in Weimar (1856).

1809: Napoleon und Joséphine geben ihre Scheidung bekannt.

1832: Geburt von Gustave Eiffel, französischer Ingenieur, Erbauer des Eiffelturms.

1852: Geburt von Antoine Henri Becquerel, französischer Physiker, Entdecker der Radioaktivität und Träger des Nobelpreises für Physik 1903.

1859: Geburt von Ludwik Lejzer Zamenhof, polnisch-jüdischer Augenarzt, Erfinder der Kunstsprache „Esperanto“ 1887.

1890: Tod von Sitting Bull, Stammeshäuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux, Symbolfigur und Widerstandskämpfer gegen die Vernichtung und Entrechtung des indianischen Volkes. Nach der Niederschlagung der indianischen Aufstände gab er den Widerstand auf und rief zur Versöhnung mit den amerikanischen Truppen auf. 1883 wurde er katholischer Christ. Nach einem Streit wurde er  in seinem Lager am Grand River in der Standing Rock Reservation von zwei indianischen Reservatspolizisten getötet. Seine Leiche wurde verstümmelt.

1894: Geburt von Ellen Widmann, Schweizer Schauspielerin.

1899: Tod von Numa Droz, Schweizer Bundesrat von 1875 bis 1892 (FDP/NE). Der in La Chaux-de-Fonds geborene Droz war zunächst Graveur, dann Lehrer. Mit 31 Jahren war er der bis heute jüngste Bundesrat. Er stand dem Departement des Innern vor und beteiligte sich an der Schaffung des Handels- und Landwirtschaftsdepartements. Später war er Aussenminister. In seine Zeit fiel die Affäre August Wohlgemut. Der deutsche Polizeiinspektor wurde wegen Spitzeltätigkeit ausgewiesen. Bismarck drohte darauf mit Vergeltung. Droz starb mit 55 Jahren an einer Hirnhautentzündung.

1907: Geburt von Oscar Niemeyer, brasilianischer Architekt.

1928: Geburt von Friedensreich Hundertwasser (Friedrich Stowasser), österreichischer Maler, Architekt (Hundertwasser-Haus in Wien 1977–1986). Er stirbt im Alter von 71 Jahren am 19. Februar 2000 an Bord des Schiffs Queen Elizabeth II.

1930: Geburt von Ueli Beck, Schweizer Radio-Moderator, Schauspieler. Er stirbt am 27. August 2010.

1939: „Vom Winde verweht“ wird in Atlanta uraufgeführt

„Gone with the Wind – Vom Winde verweht“ ist der grösste Kassenerfolg in der Kinogeschichte. Der Film spielte fast vier Milliarden Dollar ein. In den Hauptrollen spielen Vivien Leigh als Scarlett O’Hara und Clark Gable als Rhett Butler. Das Epos, das fast vier Stunden dauert und mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde, spielt während des amerikanischen Bürgerkriegs. Regie führte Victor Fleming. 140 Kilometer Filmmaterial wurden aufgenommen. Die Story beruht auf einem von Margaret Mitchell 1936 veröffentlichten Roman. (Foto: Keystone/Interfoto/Friedrich)
„Gone with the Wind – Vom Winde verweht“ ist der grösste Kassenerfolg in der Kinogeschichte. Der Film spielte fast vier Milliarden Dollar ein. In den Hauptrollen spielen Vivien Leigh als Scarlett O’Hara und Clark Gable als Rhett Butler. Das Epos, das fast vier Stunden dauert und mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde, spielt während des amerikanischen Bürgerkriegs. Regie führte Victor Fleming. 140 Kilometer Filmmaterial wurden aufgenommen. Die Story beruht auf einem von Margaret Mitchell 1936 veröffentlichten Roman. (Foto: Keystone/Interfoto/Friedrich)

1944: Das Flugzeug mit dem Bandleader Glenn Miller verschwindet spurlos über dem Ärmelkanal.

1955: Geburt von Renate Künast, deutsche Politikerin, „Bündnis 90/Die Grünen“, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2001–2005).

1960: Belgiens König Baudouin heiratet Fabiola.

1961: Adolf Eichmann wird zum Tode verurteilt.

1962: Tod von Charles Laughton, britischer Schauspieler.

1966: Tod von Walt Disney.

1970: Beim Untergang der südkoreanischen Fähre „Namyong Ho“ in der Koreastrasse sterben 308 Menschen.

1971: Geburt von Adèle Thorens Goumaz, Schweizer Politikerin (Grüne/VD), Parteipräsidentin (mit Regula Rytz) der Grünen Partei der Schweiz von 2012 bis 2016. 2007 wird sie in den Nationalrat gewählt und 2011 bestätigt. 2015 erbt sie den Sitz von Luc Recordon, der dann die Wahl in den Ständerat verpasst. Im Dezember 2015 gibt Thorens Goumaz ihren Rücktritt als Co-Parteipräsidentin auf das Frühjahr 2016 bekannt.

1972: Der Nationalrat entscheidet, die Kavallerie abzuschaffen.

1981: Der Peruaner Javier Pérez de Cuéllar wird Uno-Generalsekretär und Nachfolger von Kurt Waldheim.

2006: Tod von Clay Regazzoni, Schweizer F1-Rennfahrer, Vizeweltmeister 1974. Bei einem Unfall beim Grand Prix in Long Beach erlitt er 1980 schwere Kopf- und Rückenwirbelverletzungen und blieb bis zu seinem Tod querschnittgelähmt. Er starb nach einer Kollision mit einem Lastwagen in der Nähe von Parma.

2009: Erstflug einer Boeing 787.

2009: Jürg Bucher löst Michel Kunz als Post-Chef (CEO) ab. Grund für den Wechsel sind strategische Differenzen mit dem Verwaltungsrat. 2012 tritt er zurück und wird Verwaltungsratspräsident der Valiant Holding & Bank AG.

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