Damals am 14. Januar

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Damals am 14. Januar

Von Journal21, 14.01.2019

Geburt von Molière - Geburt von Albert Schweitzer - Geburt von Caterina Valente - Marilyn Monroe heiratet - Wolf am Simplon getötet - Tod von Stephanie Glaser - Flucht des tunesischen Präsidenten

Herausgegriffen

14. Januar 1875: Geburt von Albert Schweitzer. Der Arzt und evangelische Theologe eröffnet am 21. März 1913 in Lambaréné in Französisch-Äquatorialafrika (dem heutigen Gabun) ein Tropenspital und eine Leprastation. Das Bild zeigt ihn inmitten von Patienten seines Spitals. Für seine humanitäre Hilfe wird Schweitzer mehrmals ausgezeichnet und erhält 1952 den Friedensnobelpreis. (Foto: Keystone/Photopress/AP/Str)
14. Januar 1875: Geburt von Albert Schweitzer. Der Arzt und evangelische Theologe eröffnet am 21. März 1913 in Lambaréné in Französisch-Äquatorialafrika (dem heutigen Gabun) ein Tropenspital und eine Leprastation. Das Bild zeigt ihn inmitten von Patienten seines Spitals. Für seine humanitäre Hilfe wird Schweitzer mehrmals ausgezeichnet und erhält 1952 den Friedensnobelpreis. (Foto: Keystone/Photopress/AP/Str)

Es geschah an einem 14. Januar

1622: Geburt von Molière, französischer Dramatiker, Schauspieler, Theaterdirektor (u. a. „L’Avare/Der Geizige“ 1668, „Monsieur de Pourceaugnac“ 1669, „Le Bourgeois gentilhomme/Der Bürger als Edelmann“ 1670, „Les fourberies de Scapin/Scapins Streiche“ 1671, „Les femmes savantes/Die gelehrten Frauen“ 1672, „Le Malade imaginaire/Der eingebildete Kranke“ 1673).

1683: Geburt von Gottfried Silbermann, sächsischer Orgelbauer. Er baut die „Silbermann-Orgel“ für die Frauenkirche in Dresden 1736. 

1800: Geburt von Ludwig von Köchel, österreichischer Jurist, Naturforscher und Musikwissenschaftler, Autor des „Köchelverzeichnisses“ (Werkverzeichnis von Wolfgang Amadeus Mozart).

1814: Kieler Frieden: Dänemark muss nach 434 Jahren Norwegen an Schweden abtreten. 1905 wird Norwegen  unabhängig.

1866: In einer Volksabstimmung sagen 53 Prozent der Stimmenden Ja zur Niederlassungsfreiheit der Juden. Hoch war die Zustimmung vor allem in der Westschweiz. Die Glaubens- und Kultusfreiheit wird jedoch gleichzeitig knapp abgelehnt. Sie wird erst 1874 mit der Totalrevision der Bundesverfassung gewährt.

1867: In Paris stirbt Jean-Auguste-Dominique Ingres, französischer Maler und Vertreter des Klassizismus, Konkurrent von Eugène Delacroix.

1875: Geburt von Albert Schweitzer, Arzt, evangelischer Theologe, Gründer des Urwaldspitals Lambaréné im heutigen Gabun.

1886: Geburt von Hugh John Lofting, englischer Schriftsteller („Dr. Dolittle“ 1920–1936, „Doktor Dolittle und seine Tiere“ 1920).

1892: Geburt von Martin Niemöller, deutscher Theologe, nach anfänglicher Sympathie für das Nazi-Regime kämpft er gegen den Nationalsozialismus. 

1896: Geburt in Zürich von Kurt Guggenheim, jüdischstämmiger Schweizer Schriftsteller (u. a. „Wir waren unser vier“ 1949, „Alles in Allem“ 1952–1955, „Familie Laederach“, Hörspielfolge, Radio Beromünster 1949–1951). Guggenheim lebt zeitweise im gleichen Haus wie Elias Canetti am Zürcher Römerhof. Vor dem Zürcher Hotel Baur au Lac ist eine kurze Strasse nach ihm benannt.

1898: Tod von Lewis Carroll (Charles Lutwidge Dodgson), britischer Schriftsteller, Fotograf und Mathematiker, „Alice’s Adventures in Wonderland“.

1925: Tod von Camille Decoppet, Schweizer Bundesrat von 1912 bis 1919 (FDP/VD). Decoppet war zuvor Präsident der FDP Schweiz. Als Chef des Militärdepartements sorgte er für eine bessere Ausrüstung der Armee. Die Deutschfreundlichkeit des Bundesrates und des Generalstabs schufen ihm, dem einzigen Westschweizer Bundesrat, Probleme. Bald kam es zu einer Vertrauenskrise. Decoppet wollte zwei Obersten bestrafen, die militärische Informationen an Deutschland und Österreich verraten hatten. Das Divisionsgericht bestrafte die Obersten nur milde. Nicht informiert wurde er, dass der Generalstab Deutschschweizer Truppen in die Romandie verlegen wollte. Decoppet wollte angewidert zurücktreten, was ihm verweigert wurde. (Bild: admin.ch)

1931: Geburt von Caterina Valente, Sängerin (u. a. „Ganz Paris träumt von der Liebe" 1954, „Wo meine Sonne scheint“ 1957, „Spiel noch einmal für mich, Habanero“ 1958, "Ciao, ciao Bambina“ 1959, „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini“ 1960). Caterina Valente lebt in Bissone am Luganersee.

1941: Geburt von Faye Dunaway, US-Schauspielerin.

1943: Die Casablanca-Konferenz

Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill treffen sich zu einer Geheimkonferenz in Marokko. Während der zehntägigen Verhandlungen legen die beiden Westmächte das Kriegsziel fest: bedingunglose Kapitulation Deutschlands, Italiens und Japans. Ausserdem vereinbaren die beiden Alliierten eine Intensivierung der Luftangriffe auf deutsche Städte. Amerikanische Kampfflugzeuge bombardierten ab jetzt während des Tages deutsche Städte; britische Flugzeuge werden nachts eingesetzt. Im Bild: vorne Roosevelt und Churchill.
Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill treffen sich zu einer Geheimkonferenz in Marokko. Während der zehntägigen Verhandlungen legen die beiden Westmächte das Kriegsziel fest: bedingunglose Kapitulation Deutschlands, Italiens und Japans. Ausserdem vereinbaren die beiden Alliierten eine Intensivierung der Luftangriffe auf deutsche Städte. Amerikanische Kampfflugzeuge bombardierten ab jetzt während des Tages deutsche Städte; britische Flugzeuge werden nachts eingesetzt. Im Bild: vorne Roosevelt und Churchill.

1944: Geburt von Peter Fechter, deutscher Maurer

Bei seinem Fluchtversuch aus der DDR am 17. August 1962 wird er niedergeschossen und verblutet vor den Augen der Weltöffentlichkeit im Todesstreifen. Er ist das 39. Opfer an der Berliner Mauer. In Westberlin kommt es zu zahlreichen Demonstrationen gegen das DDR-Regime. Bilder vom Abtransport Fechters gingen um die Welt. (Foto: Keystone/AP)
Bei seinem Fluchtversuch aus der DDR am 17. August 1962 wird er niedergeschossen und verblutet vor den Augen der Weltöffentlichkeit im Todesstreifen. Er ist das 39. Opfer an der Berliner Mauer. In Westberlin kommt es zu zahlreichen Demonstrationen gegen das DDR-Regime. Bilder vom Abtransport Fechters gingen um die Welt. (Foto: Keystone/AP)

1945: Geburt von Wilhelm Grün, deutscher Benediktinermönch, Verfasser spiritueller Bücher. 

1945: Tod von Arthur Wynne, britischer Redaktor und Erfinder des Kreuzworträtsels. Das erste „Word-Cross Puzzle“ erschien erstmals am 21. Dezember 1913 in der Weihnachtsausgabe der Beilage „Fun“ der „New York World“ (im Bild).

 

 

 

 

 

 


1946: Geburt von Howard Carpendale, südafrikanischer Schlagersänger und Komponist („Hello Again“ 1984). 

1953: Josip Broz Tito wird jugoslawischer Staatspräsident.

1954: Marilyn Monroe heiratet den Baseballspieler Joe DiMaggio

Es ist Marilyns zweite Ehe; sie dauert neun Monate. Grund für die Scheidung ist Marilyns Männerkonsum und DiMaggios Eifersucht. Nach der Scheidung sagt er nie ein böses Wort über sie. Später treffen sich die beiden wieder. DiMaggio besucht sie in der Klinik, wo sie wegen Medikamenten und Depressionen behandelt wird. Reporter sprechen schon von einer Wiederheirat. Marilyn stirbt 1962 im Alter von 36 Jahren an einer Überdosis Medikamente. Im Gegensatz zu Marilyns andern Ehemännern hat DiMaggio nie über sie gesprochen oder geschrieben. Nach ihrem Tod lässt er jede Woche rote Rosen auf ihr Grab legen. (Foto: Keystone/AP)
Es ist Marilyns zweite Ehe; sie dauert neun Monate. Grund für die Scheidung ist Marilyns Männerkonsum und DiMaggios Eifersucht. Nach der Scheidung sagt er nie ein böses Wort über sie. Später treffen sich die beiden wieder. DiMaggio besucht sie in der Klinik, wo sie wegen Medikamenten und Depressionen behandelt wird. Reporter sprechen schon von einer Wiederheirat. Marilyn stirbt 1962 im Alter von 36 Jahren an einer Überdosis Medikamente. Im Gegensatz zu Marilyns andern Ehemännern hat DiMaggio nie über sie gesprochen oder geschrieben. Nach ihrem Tod lässt er jede Woche rote Rosen auf ihr Grab legen. (Foto: Keystone/AP)

1957: Tod von Humphrey Bogart, US-Schauspieler (u. a. „Casablanca“ 1942, „African Queen“ 1951), Oscar-Preisträger. 

1963: De Gaulle stellt sich gegen einen EWG-Beitritt Grossbritanniens.

1966: Tod von Sergei Pawlowitsch Koroljow, in der Ukraine geborener sowjetischer Raketenkonstrukteur. Er entwickelte den Sputnik, das Sojus-Raumschiff und ermöglichte den ersten Weltraumflug mit Juri Gagarin. 

1971: Freilassung von Botschafter Bucher

Giovanni Enrico Bucher, der Schweizer Botschafter in Brasilien, wird freigelassen. Er war am 7. Dezember 1970 in Rio de Janeiro von Guerilleros der „Vanguarda Popular Revolucionaria“ entführt worden. Sein Auto wurde gestoppt und ein brasilianischer Bodyguard erschossen. Die Entführer verlangten die Freilassung politischer Häftlinge und die Veröffentlichung eines Manifests. Am 14. Januar 1971 wurden 70 Häftlinge nach Chile ausgeflogen. Zwei Tage später wird Bucher freigelassen. Im Bild: Bucher am 23. Januar 1971 nach seiner Rückkehr mit seiner Frau auf dem Flughafen Genf. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)
Giovanni Enrico Bucher, der Schweizer Botschafter in Brasilien, wird freigelassen. Er war am 7. Dezember 1970 in Rio de Janeiro von Guerilleros der „Vanguarda Popular Revolucionaria“ entführt worden. Sein Auto wurde gestoppt und ein brasilianischer Bodyguard erschossen. Die Entführer verlangten die Freilassung politischer Häftlinge und die Veröffentlichung eines Manifests. Am 14. Januar 1971 wurden 70 Häftlinge nach Chile ausgeflogen. Zwei Tage später wird Bucher freigelassen. Im Bild: Bucher am 23. Januar 1971 nach seiner Rückkehr mit seiner Frau auf dem Flughafen Genf. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv)

1976: In Italien erscheint erstmals die linksliberale Römer Zeitung „La Repubblica“, das inzwischen auflagenstärkste Blatt des Landes, knapp vor dem Mailänder „Corriere della sera“. „La Repubblica“ wird vom „Gruppo Espresso“ von Carlo De Benedetti publiziert. Auch im Netz ist „La Repubblica“ die Nummer eins.

1977: Tod von Anthony Eden, mehrfacher (konservativer) britischer Aussenminister, Premierminister von 1955 bis 1957.

1977: Tod von Peter Finch (Frederick George Peter Ingle-Finch), britischer Schauspieler, Oscar-Preisträger. 

1989: Tod von Robert Lembke, deutscher Fernsehmoderator („Was bin ich?“).

1994: Tod von Zino Davidoff, russisch-schweizerischer Unternehmer, Zigarrenverkäufer. In Kuba liess er sich in der Zigarrenherstellung unterrichten. In Genf verkaufte er in den Dreissigerjahren im Tabakladen seiner Eltern Havanna-Zigarren. 1967 schloss er mit der staatlichen kubanischen Zigarrenfirma Cubatabaco einen Vertrag und liess sich eine exklusive Zigarre mit dem Namen Davidoff produzieren. Später überwarf er sich mit der kubanischen Firma und verbrannte alle ihre Zigarren. Im Bild: Zino Davidoff 1986 in Genf. (Foto: Keystone)

1997: Auf der Südseite des Simplons wird ein Wolf von einem Geländefahrzeug erfasst und getötet. Er hatte 40 Schafe gerissen.

2002: George W. Bush verschluckt eine Brezel, fällt ohnmächtig vom Sofa und verletzt sich.

2011: Tod von Stephanie Glaser, Schweizer Schauspielerin (u. a. „Ueli der Knecht“, 1954, „Ueli der Pächter“ 1955, „Polizischt Wäckerli“ 1955, „Taxichauffeur Bänz“ 1957, „Motel“ 1984, „Klassezämekunft“ 1988, „Die Direktorin“ 1994, „Mein Name ist Eugen“ 2005, „Die Herbstzeitlosen“ 2006).

2011: Der „Arabische Frühling“: Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali verlässt fluchtartig das Land und reist nach Saudi-Arabien. 

2012: Bei der Präsidentenwahl auf Taiwan wird der für eine Annäherungspolitik zur Volksrepublik China stehende Ma Ying-jeou in seinem Amt bestätigt.

2018: Wieder Unruhen in Tunesien

Sieben Jahre nach dem Arabischen Frühling und dem Sturz von Präsident Ben Ali sind viele Tunesier enttäuscht über die Ergebnisse der Revolution. Tausende gehen erneut auf die Strasse und demonstrieren gegen Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit und Armut. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. Die Regierung versucht mit einem Hilfsprogramm den Bedürftigen unter die Arme zu greifen und die Proteste einzudämmen. (Foto: Keystone/AP/Hassene Dridi)
Sieben Jahre nach dem Arabischen Frühling und dem Sturz von Präsident Ben Ali sind viele Tunesier enttäuscht über die Ergebnisse der Revolution. Tausende gehen erneut auf die Strasse und demonstrieren gegen Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit und Armut. Vor allem die Jugend sieht keine Zukunftschancen. Die Regierung versucht mit einem Hilfsprogramm den Bedürftigen unter die Arme zu greifen und die Proteste einzudämmen. (Foto: Keystone/AP/Hassene Dridi)

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