Damals am 12. Oktober

Journal21's picture

Damals am 12. Oktober

Von Journal21, 12.10.2017

Kolumbus entdeckt Amerika - Geburt von Edith Stein - Edith Cavell hingerichtet - Geburt von Pavarotti - Schäuble angeschossen - Inferno auf Bali

Herausgegriffen

12. Oktober 2002: Sprengstoffanschlag auf Bali: 202 Menschen sterben, 209 werden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer sind mehrheitlich ausländische Touristen, vor allem Australier. Auch drei Schweizer und sechs Deutsche sterben. Es handelt sich um den schwersten Terrorakt in der indonesischen Geschichte. Die Täter werden der islamistischen Organisation „Jemaah Islamiyah“ zugeordnet, die Verbindungen zu Al-Kaida haben soll. Einige von ihnen werden zum Tod verurteilt und hingerichtet, einer sprengt sich in die Luft, andere verbüssen langjährige Gefängnisstrafen. (Foto: Keystone/EPA)
12. Oktober 2002: Sprengstoffanschlag auf Bali: 202 Menschen sterben, 209 werden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer sind mehrheitlich ausländische Touristen, vor allem Australier. Auch drei Schweizer und sechs Deutsche sterben. Es handelt sich um den schwersten Terrorakt in der indonesischen Geschichte. Die Täter werden der islamistischen Organisation „Jemaah Islamiyah“ zugeordnet, die Verbindungen zu Al-Kaida haben soll. Einige von ihnen werden zum Tod verurteilt und hingerichtet, einer sprengt sich in die Luft, andere verbüssen langjährige Gefängnisstrafen. (Foto: Keystone/EPA)

Es geschah an einem 12. Oktober

1492: Kolumbus entdeckt Amerika, er geht auf den heutigen Bahamas an Land.

1801: Geburt von Friedrich Frey-Herosé, Schweizer Bundesrat (FDP/AG) von 1848 bis 1866. Er kämpft erfolgreich für die Abschaffung der Binnenzölle sowie der Strassen- und Brückenzölle und schliesst Handelsverträge mit Sardinien-Piemont, Baden und Bayern. 1855 eröffnet er die ETH Zürich. 1860 wehrt er sich gegen die von Bundesrat Jakob Stämpfli geforderte Annektierung Hochsavoyens durch die Schweiz. 1864 schliesst er ein Handelsabkommen mit Japan und dem Königreich Hawaii. Vor seiner Zeit als Bundesrat war er als Generalstabchef unter General Henri Dufour an der Zerschlagung des Sonderbundes beteiligt. Privat ist er ein begeisterter Ornithologe. Nach seinem Rücktritt als Bundesrat lernt er Japanisch. Er gehört den Freimaurern an.

1868: Geburt von August Horch, deutscher Maschinenbauingenieur, Pionier des Automobilbaus, Gründer der Unternehmen „Horch“ (1904) und „Audi“ (1909).

1891: In Breslau in Polen wird Edith Stein geboren. Die deutsche Philosophin, Frauenrechtlerin und spätere Heilige der römisch-katholischen Kirche setzt sich für die Verständigung zwischen dem Juden- und dem Christentum ein und wird als eine Schutzpatronin Europas verehrt. Sie stirbt am 9. August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

1896: Geburt von Eugenio Montale, italienischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1975).

1904: Tod von Karl Jauslin. Der in Muttenz (BL) wohnhafte Schweizer Historienmaler (links ein Selbstporträt) malte und zeichnete unter anderem die Schlacht bei Murten, die Schlacht am Morgarten, die Schlacht bei Sempach, die Schlacht bei Laupen, den Tod von Zwingli, die Basler Fasnacht, das Zürcher Sechseläuten etc. Seine Werke zeichnen sich durch detailgetreue Abbildungen der früher verwendeten Waffen und Kostüme aus. Jauslin zeichnete über 1’000 Kostümskizzen. Selbst besass er mehrere historische Uniformen, Rüstungen und alte Waffen. Am populärsten sind seine „Bilder aus der Schweizer Geschichte“.

1913: Geburt von Benny Benson, Aleut. Als 13-Jähriger nimmt er an einem Schülerwettbewerb teil und reicht den Entwurf einer Alaska-Fahne ein, die heute verwendet wird.

1915: In Brüssel wird die englische Krankenschwester Edith Cavell von einem deutschen Erschiessungskommando trotz internationaler Proteste hingerichtet. Cavell hatte während der deutschen Besatzung Belgiens britischen, französischen und belgischen Kriegsgefangenen zur Flucht verholfen. In Grossbritannien wird sie als Märtyrerin und Heldin verehrt. Die Hinrichtung – auch der Papst hatte sich für Cavell eingesetzt – löste eine anti-deutsche Empörung aus.

1924: Tod von Anatole France, französischer Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1921).

1931: Die Christus-Statue in Rio, „Cristo Redentor“, wird eingeweiht.

1935: Geburt von Luciano Pavarotti, italienischer Tenor.

1942: Geburt von Daliah Lavi, israelische Sängerin und Schauspielerin, („Oh, wann kommst du?“ 1970, „Willst du mit mir gehn“ 1971). Sie stirbt am 3. Mai 2017.

1943: Geburt von Köbi Kuhn, Schweizer Fussballspieler und Fussballtrainer.

1960: Nikita Chruschtschow schlägt in der Uno-Generalversammlung mit dem Schuh aufs Rednerpult.

1984: Bombenanschlag der IRA auf ein Hotel in Brighton, wo sich Margret Thatcher und ihre Regierung aufhalten.

1990: Wolfgang Schäuble wird bei einem Wahlauftritt angeschossen und ist seither querschnittgelähmt.

1996: Tod von René Lacoste, französischer Tennisspieler, Gründer des Hauses „Lacoste“, Entwerfer des Polohemdes.

1999: In Pakistan putscht sich General Pervez Musharraf an die Macht.

2000: Al-Kaida verübt in Aden einen Sprengstoffanschlag auf den USS-Zerstörer Cole, 17 Menschen sterben.

2002: Sprengstoffanschlag auf Bali: 202 Menschen sterben.

2011: Myanmar/Burma beginnt, Hunderte politischer Häftlinge freizulassen. Dies ist eine wichtige Konzession der Militärregierung gegenüber dem Westen. Westliche Staaten hatten die Freilassung politischer Gefangener als Voraussetzung für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Myanmar gemacht. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi war schon am 13. November 2010 aus ihrem insgesamt 15 Jahre dauernden Hausarrest entlassen worden. (Foto: Keystone)


2012: Der Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union.

2012: Tod von Harry Valérien, deutscher Sportjournalist („Das aktuelle Sportstudio“ 1963–1988).

2014: Sieg von Evo Morales

Der sozialistische bolivianische Präsident wird mit rund 60 Prozent der Stimmen erneut, zum dritten Mal, zum Präsidenten gewählt. Er und seine Regierung können beeindruckende Wirtschaftszahlen vorweisen. Das Bild zeigt den Sieger auf dem Balkon des Regierungspalastes in La Paz. Links Vizepräsident Alvaro Garcia Linera, rechts Aussenminister David Choquehuanca. (Foto: Keystone/AP/Martin Mejia)
Der sozialistische bolivianische Präsident wird mit rund 60 Prozent der Stimmen erneut, zum dritten Mal, zum Präsidenten gewählt. Er und seine Regierung können beeindruckende Wirtschaftszahlen vorweisen. Das Bild zeigt den Sieger auf dem Balkon des Regierungspalastes in La Paz. Links Vizepräsident Alvaro Garcia Linera, rechts Aussenminister David Choquehuanca. (Foto: Keystone/AP/Martin Mejia)

Kommentare

Die Redaktion von Journal21 behält sich vor, Kommentare gekürzt oder nicht zu publizieren. Dies gilt vor allem für unsachliche und themenfremde Beiträge sowie für Kommentare, die ehrverletzend oder rassistisch sind oder anderweitig geltendes Recht verletzen. Über Entscheide der Redaktion führen wir keine Korrespondenz.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren