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Weltweit erster Strassentransport von Antimaterie

Antimaterie im CERN
Keystone, Salvatore Di Nolfi

Techniker bringen die transportable Antimaterie-Falle (die nur 2 Meter lang, 1,58 Meter hoch und 0,87 Meter breit ist und 1 Tonne wiegt) am Dienstag, dem 24. März 2026, in Meyrin bei Genf zur Antimaterie-Fabrik der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN). Hierzu wird Antimaterie erstmals per Lastwagen ausserhalb des Labors auf der Strasse transportiert.

Zum ersten Mal ist es Physikern gelungen, eine Wolke aus Antimaterie-Teilchen zu transportieren. Per Lastwagen fuhr ein Spezialbehälter mit knapp hundert in der Schwebe gehaltenen Antiprotonen über das Gelände des Forschungszentrums CERN, ohne dass es zu einer Auslöschung der Antimaterie bei Materiekontakt kam. Dieser Transport ist ein wichtiger Durchbruch, weil nur so Proben von der Antimateriefabrik am CERN zu Speziallaboren gebracht werden können.

Antimaterie-Transport
Antimaterie-Transport im Lastwagen bei Meyrin im Kanton Genf (Keystone, Salvatore di Nolfi)

Warum ist unser Universum von Materie dominiert, obwohl beim Urknall gleichviel Antimaterie wie Materie entstanden sein muss? Dies ist eine der grundlegenden und noch ungelösten Fragen der Physik. Entsprechend intensiv wird nach möglichen Ursachen für diese Asymmetrie geforscht, unter anderem in den Merkmalen und im Verhalten der Antimaterieteilchen.

Die für solche Messungen nötigen energiearmen Antiprotonen können nur an einem Ort weltweit erzeugt werden: in der Antimaterie-Fabrik am Forschungszentrum CERN bei Genf. Die Anlagen der dortigen BASE-Kollaboration können diese Antiprotonen in speziellen Magnetfallen über Monate ohne Auslöschung speichern.

Das Problem jedoch: Für besonders präzise Messungen an Antimaterie ist das CERN ungeeignet. «Die Beschleuniger und Anlagen der Antimateriefabrik erzeugen Magnetfeldschwankungen, die die Genauigkeit unserer Messungen einschränken», erklärt BASE-Sprecher Stefan Ulmer von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Diese Fluktuationen sind mit weniger als einem Milliardstel Tesla zwar extrem gering, reichen aber aus, um die Messergebnisse zu Grundmerkmalen der Antiprotonen zu beeinflussen.

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