Pakistan vermittelt Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien Iran und USA. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf (Mitte rechts) und der iranische Aussenminister Abbas Araghchi (Mitte links) werden bei ihrer Ankunft auf dem Luftwaffenstützpunkt Nur Khan in Rawalpindi am Samstag, dem 11. April 2026, vom pakistanischen Aussenminister Ishaq Dar (rechts) und dem Generalstabschef der pakistanischen Armee, Feldmarschall General Asim Munir (links), abgeholt.
Zuvor haben beide Kriegsparteien auf ihren jeweiligen Forderungen beharrt. Der Iran machte seine Teilnahme an den Verhandlungen in der Hauptstadt Islamabad unter anderem von einem Ende der israelischen Angriffe im Libanon abhängig. US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits bereits mit neuen Attacken auf den Iran, falls sich Teheran nicht auf die US-Forderungen einlassen sollte, das angereicherte Uran herauszugeben und die Strasse von Hormuz zu öffnen.
Die USA sind in Islamabad mit Vizepräsident JD Vance auf zweithöchster Ebene vertreten. Auch die grosse iranische Delegation ist ranghoch besetzt. Neben dem Leiter Ghalibaf gehören dazu etwa auch Aussenminister Abbas Araghchi, der Sekretär des Verteidigungsrates, Ali-Akbar Ahmadian, und der Gouverneur der Zentralbank, Abdul-Naser Hemmati, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete.
Iran hat sich mit der Blockade der Strasse von Hormuz trotz der erlittenen Zerstörungen durch die US-amerikanischen und israelischen Angriffe in eine Position der Stärke gebracht. Die iranischen Verhandler werden dieses Faustpfand nicht hergeben, obwohl Präsident Trump genau dies zu einer der Hauptforderungen für eine Friedenslösung erklärt hat. Die Voraussetzungen für erfolgreiche Verhandlungen sind also denkbar schwierig.
Hinzu kommt die unklare Position Israels in dem vorgesehenen Verhandlungsprozess. Israel sitzt in Islamabad nicht mit am Tisch. Immerhin ist Israel der iranischen Forderung nach Einstellung der Angriffe auf Libanon dadurch entgegengekommen, dass für kommenden Dienstag in Washington DC Gespräche mit Libanon, mit dem keine diplomatischen Beziehungen bestehen, vereinbart wurden. Gespräche mit der Hisbollah hingegen hat Israel ausgeschlossen.
Dass der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif kürzlich auf der Plattform X Israel als «Fluch für die Menschheit» bezeichnet hat, passt nicht zur Vermittlerrolle seines Landes. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu zeigte sich jedenfalls empört.